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Mo, 09:59 Uhr
20.04.2015

Erika Schirmer zu Gast bei Freunden

Zu einer Gesprächsrunde bei Kaffee und selbstgebackenem Kuchen hatte der Freundeskreis Nordhausen - Ostrów Wielkopolski die Nordhäuser Ehrenbürgerin Erika Schirmer eingeladen. Man sprach über Flucht und Vertreibung...

In Jahre 1926 wurde sie im schlesischen Nettkau (Nietków) bei Grünberg (Zielona Gora) geboren. Dieses Dorf war der Ursprung und ist heute ein Ortsteil der Stadt Czerwiensk (Rothenburg a. d. Oder). Nach der Flucht kam sie zunächst ins Eichsfeld, war dann erst als Kindergärtnerin auf Rügen, schließlich als Lehrerin und Sonderpädagogin in Nordhausen tätig.

Bekannt wurde die vielfältig begabte, immer noch vitale und kreative Künstlerin hier als Autorin, Dichterin (in der TA als „Harzer Fingerhut“), ihre Kinderlieder und schließlich die Scherenschnitte. Ihre vielen Ausstellungen führten sie auch in die polnische Partnerstadt Ostrów Wlkp., was wiederum eine Brücke zu Kontakten mit der Universität Zielona Gora und ihrer früheren Heimat bildete. Nie wird sie die freundliche Aufnahme in Polen vergessen. „Meine ganze ehemalige Schule in Nietków war mit Kopien meiner Scherenschnitte ausgeschmückt“. Schließlich wurde sie 2014 auch von der Stadt Czierwiensk zur Ehrenbürgerin ernannt.

Erika Schirmer beim Freundeskreis Ostrów Wielkopolski (Foto: Ulrich Deutsch)
So wie Frau Schirmer kannten Mehrere in der Runde das Gefühl, wenn man als Flüchtling, Umsiedler oder Ausländer in der Fremde nicht gerade mit offenen Armen empfangen wird - wie es auch aktuell leider wieder vermehrt deutlich wird. Und so war es selbstverständlich, dass zum Abschluss gemeinsam Erika Schirmers berühmtes Lied „Kleine weiße Friedenstaube“ gesungen wurde, passend zum Anliegen des Freundeskreises, sich für Frieden und Völkerverständigung einzusetzen.
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