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Mi, 11:44 Uhr
10.12.2014

Deutlicher Anstieg bei Patientenverfügungen

Praktisch alle Bürger haben bereits von der Möglichkeit einer Patientenverfügung gehört. Inzwischen haben 28 Prozent der Bürger eine Patientenverfügung verfasst; von den 60-Jährigen und Älteren ist es mehr als jeder zweite. Das ergab eine Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach...


Die Möglichkeit, eine Patientenverfügung für den Fall zu verfassen, dass man durch einen Unfall oder eine Krankheit einmal gesundheitlich nicht mehr in der Lage sein sollte, selbst zu entscheiden, wie man behandelt werden möchte, ist inzwischen fast allen Bürgern bekannt. Nur 4 Prozent haben davon noch nicht gehört.

Seit 2009, als die Patientenverfügung erstmals gesetzlich geregelt wurde, haben immer mehr Bürger eine solche verfasst. Vor fünf Jahren hatten 15 Prozent eine Patientenverfügung verfasst, heute sind es mit 28 Prozent fast doppelt so viele. Weitere 45 Prozent planen, eine Patientenverfügung zu verfassen. Die Sensibilität für das Thema nimmt mit dem Alter deutlich zu: Von den 60-Jährigen und Älteren hat jeder zweite eine Patientenverfügung, weitere 34 Prozent planen eine solche für sich.

Eine Patientenverfügung bietet auch die Möglichkeit, lebensverlängernde Maßnahmen auszuschließen. Die Skepsis gegenüber solchen lebensverlängernden Maßnahmen um jeden Preis spiegelt sich deutlich in der Meinung der Bevölkerung wider: 74 Prozent möchten nicht, dass bei ihnen mit allen medizinischen Möglichkeiten versucht wird, ihr Leben zu verlängern, wenn sie einmal schwer pflegebedürftig sein sollten. Die 60-Jährigen und Älteren stehen lebensverlängernden Maßnahmen mit 82 Prozent besonders ablehnend gegenüber.

Allensbach befragte 1.530 Personen ab 16 Jahre zwischen dem 1. und 11. September 2014
Grafik (Foto: IfD Allensbach)
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