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Di, 15:43 Uhr
11.11.2014

Das Ende in Heringen

Wie kann man Kultur und Kunst in zwei Landkreisen in diesem Freistaat zu einer Symbiose verhelfen? Das ist oder war „Sinn und Zweck“ eines kommunalen Modells, für das schon mal 250.000 Euro übrig waren...

Workshop im Schloss (Foto: nnz) Workshop im Schloss (Foto: nnz)

Der Bürgermeister der Landgemeinde Heringen, Maik Schröter, begrüßte die nahezu 50 Kulturbeflissenen im Landkreis Nordhausen und im Kyffhäuserkreis und freute sich, dass das Schloss in Heringen zum Ort des dritten Workshops ausgesucht hatten.

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Dann gab es das Grußwort von Landrätin Birgit Keller, die daran erinnerte, dass man gemeinsam bereits ein Jahr in Sachen gemeinsamer Kultur „unterwegs“ sei. Und dann ging es zur kulturellen Sache, denn heute sollte über konkrete Ziele und Maßnahmen diskutiert werden. Alle Themen sollten Kooperationen oder Netzwerke beinhalten. Gemeinsam also sollten neue Wege beschritten werden.

Diejenigen, die an diesem Pilotprojekt ihr Geld verdienen, die lobten natürlich die inzwischen erreichten Ergebnisse. Neben Nordthüringen ist auch eine Südthüringer Region eine Modellregion und habe es tatsächlich bereits eine Fusion von zwei Museen gegeben. In Südthüringen, wo es viele kleine Museen gibt.

Einer der weiteren Fachleute, die die kulturelle Modellierung der Region begleiten, meinte, dass es zu einer neuen Netzwerkkultur kommen sollte. Da der Professor aus Berlin auch für die Europäische Union arbeitet, lenkte er die Aufmerksamkeit des Auditoriums zusätzlich über den nationalen Tellerrand hinaus auf das EU-Parkett.

Insgesamt nehmen sich Kulturfachleute heute sechs Stunden Zeit, um hoffentlich abrechenbare Ergebnisse vorzulegen. Vor allem aber sollten die angesichts der klammen Kommunen auch weiterhin bezahlbar sein. Das scheint angesichts der Bezeichnungen für die Workshops
  • „Kooperative Projekte/Netzwerke“,
  • „Kulturelle Bildung und Partizipation“ sowie
  • „Kulturtourismus/regionales Kulturmarketing“
kaum realisierbar.

Das Interesse an den Workshops ist relativ breit gefächert. Es reichte vom Nordhäuser Theater bis hin zum Mittelalterverein, der jährlich ein Ostereiersuchen auf der Ebersburg ausrichtet.

Nach dem dritten Kulturworkshop in Heringen soll es eine Woche später eine interne Sitzung mit den Landrätinnen des Kyffhäuserkreises und des Landkreises Nordhausen geben. Anfang Dezember tagen schließlich noch diverse Beiräte. Man kann also über alle Maßen gespannt sein, wie das neue Wunderkonzept inhaltlich ausschaut und ob es denn auch Wirkung zeigen könnte. Oder ob es für die Akteure eine Spielwiese war, die dem Steuerzahler eine Viertel Million Euro gekostet hat.
Peter-Stefan Greiner
Autor: red

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