Mo, 18:40 Uhr
12.05.2014
Die verrückteste Lesung der Welt
Zwischen zwei flackernden Kerzen steht das Arbeitsgerät von Andreas Puchebuhr: sein Laptop. In den vergangenen Tagen, Wochen und Monaten zog sich der 42-Jährige meist spät am Abend in seinen Inspirationskeller zurück und schrieb an seinem dritten Buch, das den Arbeitstitel Schweinzeit trägt...
Vor wenigen Tagen vollendete er sein Werk. Lesen wird der gebürtige Nordhäuser daraus am Freitag, 16. Mai, um 20.30 Uhr, in Kühlewinds Pferdestall in Görsbach.
Die Zuhörer dürfen sich auf einen Abend voller Phantasie und zahlreichen Abenteuern freuen. Die Geschichten, die Puchebuhr erzählt, sind wild, chaotisch und märchenhaft. Kurzweilig und in lässiger Sprache geschrieben. Ich bin zu faul zum recherchieren und schreibe dann irgendwas zusammen, beschreibt der Autor seine Vorgehensweise, wenn er seine verrückten Ideen zu Papier bringt. So wie auch in seinem dritten Buch. Es handelt von einem Mittvierziger, der in der Midlife-Crisis steckt. Der Job ist beschissen und die Freundin ist mit einem türkischen Animateur durchgebrannt. Die Folge: Er entscheidet sich Philosoph zu werden. Als er den Beschluss gefasst hat, steht plötzlich ein sprechendes Schwein vor seiner Tür.
Mit dem Schreiben schafft sich Puchebuhr eine Parallelwelt. Im richtigen Leben ist er Versicherungskaufmann mit eigener Agentur. Ich habe viel mit Zahlen zu tun, der Beruf ist sehr rational. Das Schreiben fasziniert ihn seit seiner Kindheit. Über den Autor heißt es, dass er auf der Erweiterten Oberschule von der Deutschlehrerin bedrängt worden sei, an einem Autorenwettbewerb teilzunehmen. Am Abgabetag schrieb der Spätpubertierende aus Angst vor ihr auf dem Schulklo zwei Gedichte, eins davon reichte er ein und gewann einen Nachwuchspreis des Bezirks Erfurt. Danach erklärte er seine Schriftstellerkarriere auf dem Zenit für beendet. 2006 folgte die Rückbesinnung. Er stellte fest, dass es ihm keinen Spaß macht, nicht zu schreiben.
Vor sieben Jahren erschien sein Debütroman: Der junge Mann und das Meer. Ein paar Monate später wurde es der Weltöffentlichkeit auf der Frankfurter Buchmesse unter dem Namen Ich und Hulapoko erobern die Welt präsentiert. Erzählt wird die Geschichte einer spontanen Weltumsegelung. Mit dabei der Protagonist, Puchebuhr schreibt in der Ich-Form, der einen Panflötenindianer mitnimmt. Letzterer wurde von seiner Gruppe vergessen, er will zurück nach Peru. Auch in seinem zweiten Buch 30 % Windstärke, das er 2012 in nur drei Monaten vollendete, zieht es ihn mit seinem Segelboot Sea Fart 3 erneut hinaus auf die Ozeane. Er trifft unterwegs auf viele bekannte Leute an den surealsten Orten unter den seltsamsten Bedingungen. Egal in welcher misslichen Lage er und sein südamerikanischer Freund auch stecken, wichtig ist, das was zu Trinken an Bord ist.
Als Weltreisender sieht sich Puchebuhr auch privat – zumindest ein bisschen. Sein bevorzugtes Reiseziel ist die Insel Fehmarn, er hat dort auch eine kleine Rennjolle stehen. Daheim ist er in Bad Bevensen, berufsbedingt zog es ihn vor 15 Jahren in die kleine, aber feine niedersächsische Kurmetropole. Seiner alten Heimat Nordhausen hält er aber weiterhin die Treue. Mindestens einmal im Monat kehrt der zweifache Familienvater dorthin zurück. So wie nun am kommenden Freitag, wenn er in Görsbach liest. Und eins ist Gesetz: Wenn Puchebuhr liest, dann bleibt kein Auge trocken!
Sandra Arm
Autor: redVor wenigen Tagen vollendete er sein Werk. Lesen wird der gebürtige Nordhäuser daraus am Freitag, 16. Mai, um 20.30 Uhr, in Kühlewinds Pferdestall in Görsbach.
Die Zuhörer dürfen sich auf einen Abend voller Phantasie und zahlreichen Abenteuern freuen. Die Geschichten, die Puchebuhr erzählt, sind wild, chaotisch und märchenhaft. Kurzweilig und in lässiger Sprache geschrieben. Ich bin zu faul zum recherchieren und schreibe dann irgendwas zusammen, beschreibt der Autor seine Vorgehensweise, wenn er seine verrückten Ideen zu Papier bringt. So wie auch in seinem dritten Buch. Es handelt von einem Mittvierziger, der in der Midlife-Crisis steckt. Der Job ist beschissen und die Freundin ist mit einem türkischen Animateur durchgebrannt. Die Folge: Er entscheidet sich Philosoph zu werden. Als er den Beschluss gefasst hat, steht plötzlich ein sprechendes Schwein vor seiner Tür.
Mit dem Schreiben schafft sich Puchebuhr eine Parallelwelt. Im richtigen Leben ist er Versicherungskaufmann mit eigener Agentur. Ich habe viel mit Zahlen zu tun, der Beruf ist sehr rational. Das Schreiben fasziniert ihn seit seiner Kindheit. Über den Autor heißt es, dass er auf der Erweiterten Oberschule von der Deutschlehrerin bedrängt worden sei, an einem Autorenwettbewerb teilzunehmen. Am Abgabetag schrieb der Spätpubertierende aus Angst vor ihr auf dem Schulklo zwei Gedichte, eins davon reichte er ein und gewann einen Nachwuchspreis des Bezirks Erfurt. Danach erklärte er seine Schriftstellerkarriere auf dem Zenit für beendet. 2006 folgte die Rückbesinnung. Er stellte fest, dass es ihm keinen Spaß macht, nicht zu schreiben.
Vor sieben Jahren erschien sein Debütroman: Der junge Mann und das Meer. Ein paar Monate später wurde es der Weltöffentlichkeit auf der Frankfurter Buchmesse unter dem Namen Ich und Hulapoko erobern die Welt präsentiert. Erzählt wird die Geschichte einer spontanen Weltumsegelung. Mit dabei der Protagonist, Puchebuhr schreibt in der Ich-Form, der einen Panflötenindianer mitnimmt. Letzterer wurde von seiner Gruppe vergessen, er will zurück nach Peru. Auch in seinem zweiten Buch 30 % Windstärke, das er 2012 in nur drei Monaten vollendete, zieht es ihn mit seinem Segelboot Sea Fart 3 erneut hinaus auf die Ozeane. Er trifft unterwegs auf viele bekannte Leute an den surealsten Orten unter den seltsamsten Bedingungen. Egal in welcher misslichen Lage er und sein südamerikanischer Freund auch stecken, wichtig ist, das was zu Trinken an Bord ist.
Als Weltreisender sieht sich Puchebuhr auch privat – zumindest ein bisschen. Sein bevorzugtes Reiseziel ist die Insel Fehmarn, er hat dort auch eine kleine Rennjolle stehen. Daheim ist er in Bad Bevensen, berufsbedingt zog es ihn vor 15 Jahren in die kleine, aber feine niedersächsische Kurmetropole. Seiner alten Heimat Nordhausen hält er aber weiterhin die Treue. Mindestens einmal im Monat kehrt der zweifache Familienvater dorthin zurück. So wie nun am kommenden Freitag, wenn er in Görsbach liest. Und eins ist Gesetz: Wenn Puchebuhr liest, dann bleibt kein Auge trocken!
Sandra Arm



