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Do, 14:18 Uhr
19.12.2013

Wintercamping? Kein Problem!

Obwohl sich die meisten Menschen nicht vorstellen können, im Winter zu campen, leben in Deutschland dennoch zahlreiche Wintercamper. Die Gründe, weshalb Wohnwagen und Wohnmobil auch in der eisigen Jahreszeit genutzt werden, sind oft sehr verschieden...

Camping im Winter (Foto: Flickr  Jacq Davis / CC BY 2.0 )
Einige nutzen ihre Campingfahrzeuge als Zuflucht für das Wochenende, andere sind wiederum begeisterte Wintersportler, die einfach nur günstig übernachten wollen. Gerade zur Winterzeit lohnt sich zum Beispiel auch die Suche nach neuen Fahrzeugen im Internet, denn die geringe Nachfrage drückt den Preis.

Letztlich spielt es jedoch keine Rolle, aus welchen Gründen gecampt wird. Wer sich für diese Art des Campings entscheidet, muss sich so oder so gut vorbereiten. Die nachfolgend aufgeführten Tipps helfen dabei, die niedrigen Temperaturen gut zu überstehen.

Übersicht der Vorbereitungen

Es fängt bereits mit der Buchung des Campingplatzes an. Weil die meisten Anlagen ab Mitte Oktober geschlossen haben, bleiben nur wenige Ausweichmöglichkeiten. Viele Wintercampingplätze sind daher früh ausgebucht. Wer campen möchte, sollte sich deshalb frühzeitig um eine Reservierung kümmern.

Ganz wichtig ist das Thema Sicherheit und die beginnt spätestens mit der eigentlichen Fahrt zum Campingplatz. Wintercamper haben deshalb rechtzeitig zu prüfen, ob die Bereifung von Fahrzeug und Caravan als geeignet gilt. Winterreifen sind Pflicht und es empfiehlt sich eine Profiltiefe von mindestens vier Millimetern. Außerdem ist es vernünftig, Schneeketten einzupacken und eine Route zu wählen, die sich mit dem Gespann oder Wohnmobil problemlos meistern lässt. Vor allem Fahrten in Wintersportregionen sind diesbezüglich nicht zu unterschätzen.

Bevor es losgeht, sollte ein umfassender Check durchgeführt werden. Vor allem muss gewährleistet sein, dass es im Campingfahrzeug schön warm bleibt. Eine penible Prüfung der Heizung darf nicht ausbleiben. Außerdem gilt es Gebläse und Schläuche zu kontrollieren. Zudem sollten Fenster- und Türdichtungen geprüft und ggf. mit Silikonfett abgeschmiert werden.

Ohne zuverlässige Batterien geht auf dem Campingplatz nichts. Wer sich unsicher ist, ob die bestehenden Batterien noch zu gebrauchen sind, lässt sie am besten in einer Werkstatt prüfen. Ein solcher Check ist relativ preiswert und kann großen Schwierigkeiten vorbeugen.

Auch das Gassystem bedarf einer ausführlichen Prüfung. Empfehlenswert ist ein Heizgerät für den Druckregler, damit dieser stets zuverlässig arbeitet. Zudem sollte ausschließlich mit Propangas geheizt werden, aufgrund der niedrigen Temperaturen stellt Butangas keine Alternative dar. Ebenso empfiehlt sich die Nutzung einer Umschaltautomatik, denn sollte das Gas einer Flasche zu Neige gehen und dies nicht sofort bemerkt werden, droht ein rascher Temperaturabfall.

Auf dem Campingplatz

Am Ziel angekommen ist es empfehlenswert, die Parzelle zunächst von Schnee zu befreien. Das Campingfahrzeug wird am besten auf Brettern geparkt, um ein Einsinken auf dem feuchten Boden zu verhindern.

Sofern vorhanden, sollte das Vorzelt aufgebaut werden. Dies mag zwar Arbeit bereiten, aber die zusätzliche Isolierung spricht für sich. Doch aufgepasst: Das Zeltdach trägt nur wenig Schnee, weshalb regelmäßige Kontrollen nicht ausbleiben dürfen. Hierbei darf der eigentliche Wohnwagen oder das Wohnmobil nicht ausgelassen werden, weil die Dächer nicht sehr belastbar sind. Außerdem gilt es Be- und Entlüftungen frei von Schnee zu halten.

Zum Abschluss noch ein simpler aber effektiver Tipp: Gerade im Winter sollte immer gut gelüftet werden, damit sich nicht viel Feuchtigkeit ansammelt und daraufhin Schimmel entsteht. Außerdem wärmt sich die trockene Luft von draußen schneller auf, sodass wegen des Lüftens kein Mehrverbrauch beim Gas zu befürchten ist.
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