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So, 21:03 Uhr
27.10.2013

Wacker holt einen Sieg für die Moral

"Das war ein Sieg für die Moral. Wenn man sich gegen einen solchen Gegner auch in Unterzahl behaupten kann, dann heißt das, dass wir tatsächlich endlich in der Liga angekommen sind", sagte Wacker-Trainer Jörg Goslar heute in Babelsberg...


"Wir haben seit Wochen immer hart gearbeitet und uns mit dem Sieg heute für unsere Arbeit belohnt. Wir hatten Anfang der Saison das Ziel ausgegeben, dass wir uns in der Liga festbeißen wollen. Das war heute ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung" so Goslar.

Der Jubel kannte nach dem Abpfiff im Potsdamer Karl-Liebknecht-Stadion keine Grenzen. Mit 3:2 gewinnt Wacker Nordhausen am elften Regionalliga-Spieltag gegen den SV Babelsberg. Dabei hatten die Wackeren über eine halbe Stunde lang nur noch zu zehnt auf dem Platz gestanden. Matti Langer hatte in der 58. Minute für ein sicherlich gelbwürdiges Foul glatt Rot gesehen.

Schiedsrichter Lasse Koslowski meinte es ohnehin recht gut mit den Gastgebern. Er sprach den Babelsbergern zwei Elfmeter zu, beim ersten in der 38. Minute sah man sogar bei den SV-Spielern überraschte Gesichter, als der Schiedsrichter auf den Punkt zeigte.

Zu diesem Zeitpunkt war es eine durchaus ausgeglichene Partie. Babelsberg hatte Wacker in den ersten Minute zwar in der eigenen Spielhälfte eingeschnürte, doch Wacker arbeitete sich ins Spiel hinein, war vor allen Dingen durch Standards gefährlich. In der 10. Minute war es dann auch ein Freistoß von Caglayan Tunc, der maß genau aus rund 25 Metern auf Robert Starks Kopf landete. Der verlängerte den Ball unhaltbar zum 0:1 für Nordhausen.

Nach dem Ausgleich durch das Elfmetertor von Süleyman Koc waren es weiterhin die Gäste, die die besseren Chancen hatten. Die größte, um noch vor der Pause wieder in Führung zu gehen, hatte Martin Hauswald. Sein Kopfball aus nur fünf Metern Entfernung ging ganz knapp am Tor vorbei.
Wacker kam zuerst wieder aus der Kabine und war direkt mit dem Wiederanpfiff auch gleich wieder am Drücker.

Das 1:2 durch Hauswald (Foto: nnz) Das 1:2 durch Hauswald (Foto: nnz)

Hatte Hauswald kurz vor dem Seitenwechsel seine Riesenchance noch vertan, so machte er es in der 47. Minute deutlich besser. Eine Ecke von links, getreten von Matti Langer, landete erst einmal auf der Querlatte, sprang von dort ins Feld zurück und Hauswald vollstreckte mit wunderbarem Fallrückzieher zum 2:1 für die Gäste. Wacker war in dieser frühen Phase der zweiten Halbzeit drauf und dran, schon für die Vorentscheidung zu sorgen, doch einmal mehr war es eine Entscheidung des Unparteiischen, die die Nordhäuser ausbremste.

Matti Langer, bis dahin noch nicht weiter regelwidirg aufgefallen, sah in der 58. Minute für ein heftiges Einsteigen glatt Rot. Die gelbe Karte wäre durchaus gerechtfertigt gewesen, Rot war überhart bestraft.
Und in Überzahl drehten die Babelsberger dann auch noch einmal mächtig auf. Doch Patrick Siefkes im Nordhäuser Tor zeigte eine starke Leistung, musste einige Male in höchster Not eingreifen, war aber sicher. Aber auch Wacker hatte noch Chancen, wollte den Sack zumachen. Für die Vorentscheidung hätte Jan Löhmannsröben in der 68. Minute sorgen können.

Pascal Biank hatte sich über links durchgesetzt, an der Strafraumgrenze noch zwei Babelsberger stehen lassen und dann in die Mitte zum völlig frei vorm Tor stehenden Löhmannsröben gepasst. Der trifft den Ball nicht richtig. Sein Schuss aus gut fünf Metern geht ganz knapp am rechten Pfosten vorbei. Im direkten Gegenzug marschierte Babelsbergs Süleymann allein auf Siefkes zu, der ihm den Ball in letzter Sekundenv om Fuß nahm.

Mit dem dritten Wechsel für Wacker brachte Trainer Jörg Goslar in der 82. Minute Christopher Lehmann für Toni Jurascheck. Und ausgerechnet Lehmann war es dann auch, der quasi mit seiner ersten Ballberührung in der 85. Minute zum 3:1 für die Gäste traf. Er hatte einen langen Ball an der Strafraumgrenze aufgenommen, hatte dann noch einen Abwehrspieler der Babelsberger ausgetanzt und dann mit langem Fuß den Ball an SV-Keeper Dominik Feber vorbei geschoben.

Wer nun aber meinte, damit wäre die Entscheidung bereits gefallen, sah sich getäuscht. Babelsberg rannte nun wütend an, in der 88. Minute zeigte Schiedsrichter Koslowski schon wieder auf den Punkt. Wieder trat Süleymann an und wieder verwandelte er sich. Wacker musste nun noch einmal zittern, brachte den verdienten 3:2-Erfolg aber über die Zeit und konnte anschließend jubeln. Mit dem Sieg verbesserten sich die Nordhäuser auf Tabellenplatz 13.
Lars Koch
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Kommentare

28.10.2013, 08.09 Uhr
andreas66 | Wer...
ist denn bloß für die Ansetzungen der Schiedsrichter verantwortlich? Der Routenplaner spuckte eine Entfernung von Babelsberg nach Fronau (Heimatverein von Herrn Kosslowski)von 45km heraus. Das spricht für die Parteilichkeit des Schiedsrichters. Der Sieg war äußerst wichtig.

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28.10.2013, 09.35 Uhr
NDHler | Also,
den zweiten Elfer und die rote Karte halte ich nach den TV Bildern schon für gerechtfertigt!

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28.10.2013, 09.36 Uhr
Retupmoc | Parteilichkeit
Erst einmal - Glückwunsch zum Auswärtssieg!

Aber Herr Koch, dem Schiri mal wieder Parteilichkeit zu unterstellen, nur weil der 45 km weit entfernt wohnt, ist ein Witz. Vielleicht sollten dann in Nordhausen nur noch Schiris aus Baden-Würtemberg pfeifen? Dann kostet das zwar viel mehr Kohle, aber wir haben es ja im Osten.

Parteilich Herr Koch sind Sie ! Wer im Mittelfeld so einsteigt wie Sportkamerad Langer hat nichts anderes verdient als eine rote Karte, denn er nimmt ja die Verletzung des Gegenspielers in Kauf. Übrigens ein ähnliches Foul wie das des Magdeburgers an Herrn Goslar vor einigen Wochen. Damals haben Sie nicht nur eine gelbe Karte für den Magdeburger gefordert. Auch die beiden Elfer waren zu geben.

Es ist schön für die Region wenn Nordhausen mit einem Auswärtssieg positiv in den Schlagzeilen steht. Sorgen Sie bitte nicht mit diesen von Lokalkolorit angehauchten Berichten für das Gegenteil. Wäre meine Bitte. Danke

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28.10.2013, 20.41 Uhr
gandalf | Schiri hin, Schiri her
Ich kann diese ständige Diskussion über die "Parteilichkeit" der Schiris nicht mehr hören. Aus Babelsberger Sicht hat der Schiri übrigens für Wacker gepfiffen, weil er den 03ern noch mehrere "klare" Elfmeter vorenthalten haben soll. So kann man es zumindest in Babelsberger Kommentaren nachlesen.

Vielleicht sollten wir uns viel mehr darüber freuen, dass Wacker endlich auch mal auswärts seine Chancen effektiv genutzt und sich somit auch ein Stück weit unabhängig von umstrittenen Schiedsrichterentscheidungen gemacht hat. Sicher gehörte auch ein bisschen Glück dazu (was in den letzten Auswärtsspielen ausschließlich unsere Gegner hatten). Hoffentlich gibt dieser Sieg unserer Mannschaft soviel Selbstvertrauen, dass sie in den nächsten Spielen den Abstand auf die Abstiegsränge weiter vergrößern kann.

Sprachlos macht mich das Verhalten unseres Trainers im "Fall Petersen". Das MDR-Fernsehen hat aus dem Gerichtssaal berichtet. Dort hat es Jörg Goslar, auch nach mehrmaligem Bitten des Richters (mit der Begründung, Petersen hätte sich sofort nach dem Spiel, und nicht erst am Folgetag entschuldigen sollen) abgelehnt, die Entschuldigung von Andreas Petersen anzunehmen. Inzwischen kommt mir das wie Kindergarten vor. Was will er noch? Soll Petersen auf Knien angekrochen kommen und um Vergebung bitten? Ist sich der Mann überhaupt bewusst, was das für das Rückspiel in Nordhausen bedeuten würde? In Magdeburg kursieren schon jetzt Anti-Goslar T-Shirts.

Was, wenn ein solches Verhalten überall Schule macht? Was, wenn keine Entschuldigung am nächsten Tag mehr gelten würde? Schaut sich demnächst die halbe Menschheit nicht mehr an? Zwischenmenschlich wäre das sicher eine echte Katastrophe. Sicher, Goslar und Petersen mögen in diesem Leben keine Freunde mehr werden (auch wenn sie sich vor dem Spiel noch umarmt haben). Goslar ist mit Sicherheit selbst kein Kind von Traurigkeit und hat es daher auch nicht nötig, sich als Moralapostel aufzuspielen. Aber eine solche Situation "unter Männern" MIT EIN WENIG GUTEM WILLEN aus der Welt zu schaffen, ist das mindeste, was man von Fußballtrainern erwarten kann.

Eine Eigenschaft, die Jörg Goslar im Moment offenbar vollkommen abgeht.

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29.10.2013, 01.02 Uhr
Boris Weißtal | es geht doch noch
bravo retupmoc, es geht doch! Diese Spielanalyse kann ich in seiner Sachlichkeit und Ehrlichkeit vollkommen unterschreiben. Genau so war´s. Warum kommentieren Sie andere Lebensbereiche nicht ebenso ausgewogen? Liegt´s am Wetter, Blutdruck oder woran? Dann vielleicht mit dem Absenden einfach mal warten... Drüber schlafen schadet nie!
Immer daran denken: die Kritisierten sind auch (nur) Menschen

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29.10.2013, 08.59 Uhr
NDHler | @gandalf
Kann ich nur unterschreiben. Diese Lügerei von Goslar geht gar nicht! Im MDR Bericht war klar zu sehen und zu hören, dass er Petersen beleidigt hat und zwar mit den Wort "Pisser"! Soll er doch endlich mal dazu stehen!

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29.10.2013, 09.31 Uhr
Körnchen | Schiedsrichter
Goslar bezieht sich auf den Schiedsrichter-report. Der hat nichts gesehen und auch in seinem Bericht nichts geschrieben. Er hat aber auch über Petersen nichts geschrieben. Goslar hätte gleich in der Verhandlung für sein arrogantes Verhalten bestraft werden müssen, denn er hat in der Verhandlung gleich die Entschuldigung ausgeschlagen.
Was hat Goslar erreicht? Die 5000 Euro Strafe bezahlt Petersen aus der Portokasse und die Sperre für die Spiele nützen auch nichts, denn Magdeburg gewinnt trotzdem!!!!

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29.10.2013, 14.16 Uhr
Harzer_Wolf | Viel zu viele Schiris
Das ganze Drama wäre nicht passiert, wenn der 4. Offizielle ( in diesem Spiel anscheinend als Auswechseltafelhalter engagiert ) seine Arbeit gemacht hätte. Petersen und Goslar haben 3 !!! Minuten an der Seitenlinie Theater gegeben, ohne das der 4. Offizielle oder einer vom Schirikollektiv eingegriffen hätte. Der Schiri hätte nur beide Trainer nach der - sagen wir mal - heftigen Diskussion auf die Tribüne schicken sollen und alles wäre zur vollsten Zufriedenheit gelöst gewesen. Bis zur PK hätten sich dann nämlich die Gemüter beruhigt. Ich bin deshalb der Ansicht, das man beide Trainer sehr wohl bestrafen kann und sollte, aber dann bitte sollte das an dem Geschehen für mich eine Mitschuld tragende SR-Gespann ebenfalls gesperrt werden. Aber das wird nicht passieren, da die Herren in Schwarz ja für den Verband unfehlbar sind.

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29.10.2013, 14.19 Uhr
othello | Sportkommentator Retupmoc
Boris Weißtal hat zu Retupmoc@ den richtigen Ton getroffen. Retupmoc eignet sich eher als Sportkommentator und sollte sich mehr auf unpolitische Themen konzentrieren. Hier ist er besser aufgehoben.

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29.10.2013, 15.20 Uhr
Retupmoc | Wieder einmal am Thema vorbei, Othello
Wenn ich das richtig sehe, ging es hier um das Thema Wacker Nordhausen und den dazugehörigen Artikel. Wer wo besser aufgehoben ist, steht nicht zur Debatte. Schreiben Sie lieber etwas zum Thema, als persönlichen Sülz!

( Ich entschuldige mich bei den anderen Usern dafür, das Sie jetzt diesen Text lesen mussten, aber irgendwann nervt es, wenn manche User perönlich agieren, nur weil die Meinung nicht gefällt. )
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Anmerk: Die Diskussion ist beendet

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