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Fr, 17:29 Uhr
03.02.2012

Linke: Wir lagen mit Kritik richtig

Nach der CDU-Fraktion im Nordhäuser Stadtrat meldet sich jetzt auch die Linke zu Wort. Die meinen, dass sie mit ihrer Kritik schon vor Monaten richtig lagen...


Die Stadtfraktion DIE LINKE habe sich bereits vor über einem Jahr mit der neuen Gebührensatzung beschäftigt und forderte eine transparente Kostenanalyse als Voraussetzung für eine Neufestschreibung. Die Satzung, die sich an einem Durchschnittswert und einer leicht veränderten Mustersatzung des Städte- und Gemeindebundes anlehnt, wurde am 24. November 2010 erstmalig in den Stadtrat eingebracht und dann in verschiedenen Ausschüssen mehrfach beraten und von der Tagesordnung der Stadtratssitzung am 15.12.2010 zurückgestellt.

"Wir haben mehrfach die Elternbeteiligung aller KiTa’s angemahnt. Im März 2011 wurde dann auf unser Betreiben hin ein Stadtelternsprecher für die KiTa’s gewählt, der leider aber auch nicht an weiteren Prozessen beteiligt wurde", sagen Birgit Keller und Hannelore Haase. Erst kurz vor der rechtlich dringend nötigen Satzungsentscheidung für die Stadtkita Petersdorf am Jahresende 2011 sei die Gebührensatzung den Stadträten erneut vorgelegt worden. Die Verwaltung stellte die Erhöhung mit Vergleichsrechnungen zur bisherigen Satzung immer nur mit Summen zwischen 20 und 40 Euro (max. 80 Euro) vor.

„Jetzt werden die Eltern auch noch zusätzlich damit konfrontiert, dass die Gebühren von Netto- auf Bruttoeinkommen umgestellt werden sollen, das ist skandalös“, so Haase. Nach ihren Berechnungen und Vergleichen ergeben sich jetzt Unterschiede zur alten Satzung von bis zu 120 Euro mehr. Keller rechnet noch weiter und meint: “Nach dem Armutsbericht der Bundesregierung liegt die Armutsgrenze für einen Erwachsenen und ein Kind bei 1.144 Euro Lebenshaltungskosten, also netto unter Einberechnung aller Freibeträge. Bezogen auf brutto wäre das ein Einkommen von ca. 1.550 Euro, demnach eine monatliche KiTa- Gebühr von 130 Euro plus Essengeld zu zahlen, und das heißt nichts anderes, als dass sich die Betroffenen Unterstützung beim Sozialhilfeträger, dem Landkreis holen müssen“.

Hannelore Haase und Birgit Keller führen deshalb in den nächsten Tagen Gespräche mit den Eltern bzw. Elternsprechern und regen eine erneute Diskussion im Stadtrat an.
Autor: nnz

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Kommentare
H.Buntfuß
03.02.2012, 19:16 Uhr
Keiner Schuld
Hier zeigt sich, wie unsere Politiker ticken, keiner ist verantwortlich für das Geschehene.
Auf die nächste Stadtratssitzung darf man gespannt sein.
undCO
03.02.2012, 19:26 Uhr
Mittwoch...
...16 Uhr, und alle gehen hin....hoffentlich...!!
lavie
03.02.2012, 21:54 Uhr
Wo
Ist die stadtratssitzung denn? Im Rathaus?
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Anmerkung der Red.: Am kommenden Mittwoch (8.2.; 16 Uhr) im Bürgersaal des Neuen Rathauses.
H.Buntfuß
04.02.2012, 09:22 Uhr
MEHR ALS NICKEN
Als ich viel jünger wahr, dachte ich immer, die Politik sei ein schweres Geschäft. Mit dem Alter kam die Einsicht Politik ist ein Hobby, bei dem auf seine Kosten kommt, wenn man es nur richtig anstellt. (Wulff)

Wenn ich die Artikel und Kommentare lese, habe ich das Gefühl, als allgemeiner Politiker man muss nicht groß nachdenken, oder? Man brauch nur mit dem Kopf zu nicken oder zu schütteln, wie es der jeweilige Häuptling, natürlich muss es Fraktionsvorsitzender heißen haben möchte, ist das nicht einfach?

Man spart sich die Arbeit des mühsames lesen, dafür könnte man von Empfang zu Empfang eilen, vorausgesetzt man wird eingeladen, aber hier kommen wohl auch nur die Spitzenkräfte zum Einsatz?

Schließlich werden von der Wirtschaft nur die Personen geladen, mit denen man auch etwas anfangen kann. Sie müssen für die Wirtschaft empfänglich sein, oder was glauben sie?
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