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Circus im Nationalsozialismus / Ausstellungseröffnung

15.06.2018, 18.00 - 20.00 Uhr
Circus. Freiheit. Gleichschaltung.

Ein multidisziplinäres Circustheaterstück über das Leben einer jüdischen Artistin im Nationalsozialismus

Irene Bento war eine deutsche Circusartistin, die 1939 aufgrund ihrer jüdischen Herkunft ein Berufsverbot erteilt bekam. In dem sie und ein Teil ihrer Familie sich in einem Wandercircus versteckt hielten, konnten sie sich vor der nationalsozialistischen Vernichtung retten. Die Performance zeigt auf, wie die NS-Kulturpolitik die Circuswelt beeinflusste, welche Auswirkungen sie auf ArtistInnen und Circusse hatte und erzählt die außergewöhnliche Geschichte von Irene Bento. Durch die Verbindung von allgemeiner mit persönlicher Geschichte sowie die Verbindung von Erzählung mit Artistik wird Geschehenes eindrucksvoll vermittelt.
Gerade weil das Thema Circus im Nationalsozialismus sehr wenig aufgearbeitet ist, will die Performance und die Ausstellung auf der sie basiert, informieren und berühren. Sie leistet einen Beitrag zu gegenwartsbezogener Erinnerungspolitik, die in Zukunft auch ohne ZeitzeugInnen lebendig gestaltet werden muss. Die Wanderausstellung basiert auf Erzählungen von CircusartistInnen, CircushistorikerInnen und Überlebenden.

ENG
A multidisciplinary performance about the life of a Jewish circus artist in Germany during the Nazi time

Irene Bento was a German circus acrobat who was banned from her profession in 1939 because of her Jewish origins. Together with a part of her family she could save herself from the Holocaust by hiding in a traveling circus. The performance points out how Nazism influenced the circus world and circus artists, and
tells the exceptional story of Irene Bento. Through links between general history and personal destiny as well as between narrative and acrobatic images, history is experienced in a touching way.
Especially because the subject of circus during the Nazi time in Germany has almost never been researched, the piece and the exposition upon which it is based aim to inform and touch. They both contribute to politics of memory, relating to the present, and intend to transfer knowledge in a vivid way, particularly against the background of missing witnesses.

Die Ausstellung ist zweisprachig in ENG und DE.

Length/Länge/ Durée: 20min

Performer:
Solo Roxana Küwen
Ensemble Projektgruppe Circus im Nationalsozialismus

Concept: Projektgruppe Circus im Nationalsozialismus

Artistic Advise: Arjan Gebraad

Dieses Projekt, organisiert vom studio44 e.V., wird innerhalb der Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Nordhausen unterstützt. Die Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Nordhausen wird gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogrammes „Demokratie leben!“ sowie durch das Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport im Rahmen des Landesprogrammes „Denk bunt - Thüringer Landesprogramm für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit!“.
Termin:
15.06.2018, 18.00 - 20.00 Uhr
Ort:
Zappelini-Zelt am Altentor / Parkallee 2, Nordhausen
Veranstalter:
studio44 e.V., 03631 479841
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