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Mi, 11:05 Uhr
13.04.2011

Belohnung ausgesetzt

Nach dem brutalen Überfall einer Motocross-Bande auf einen 71 Jahre alten Mann gibt es zwar noch keine heiße Spur. Allerdings wurde ein Belohnung ausgesetzt...


Ein Privatmann meldete sich gestern bei der Nordhäuser Polizei. Er hatte von den schrecklichen Geschehnissen in dem Wald bei Appenrode gelesen und setzt nun 1.000 Euro Belohnung aus, stellt aber zwei Bedingungen. Er möchte anonym bleiben und die Belohnung für Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen, wird dann fällig, sobald der erste Tatverdächtige rechtskräftig verurteilt ist.

Indes laufen die Ermittlungen zur Ergreifung der drei Motocross-Fahrer auf Hochtouren. Auch gestern gingen nach nnz-Informationen bei der Polizei zahlreiche Hinweise ein. Die Schlinge wird also weiter zugezogen.

Neu: Die Kriminalpolizei bittet weiter um Hinweise aus der Bevölkerung. Vielleicht haben Zeugen beobachtet, dass auf einem Waldparkplatz, eventuell auch bei Ilfeld oder Netzkater, Motorräder auf einen Anhänger oder in einen Transporter verladen wurden.

Der Mann liegt noch immer mit schweren Schädelverletzungen im Krankenhaus. Er wird sich in den nächsten Tagen noch einer Operation unterziehen müssen.
Autor: nnz

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Kommentare
Retupmoc
13.04.2011, 08:18 Uhr
Gute Idee
Sehr zu begrüßen, das sich dieser Privatmann so einsetzt. Danke für das Engagement. Das Dumme ist nur, die Belohnung wird ja nicht ausgezahlt, denn ich wette 100 : 1 das die Gerichte niemanden verurteilen.

Da wird, wenn die Täter noch jugendlich sind über alles hinweggesehen. Sie hatten halt ne schwere Kindheit und der Gruppenzwang. Dann waren sie im Wald noch von den umstehenden Bäumen bedroht und die anwesenden Füchse waren auch aggressiv eingestellt.

Mein Urteil wäre gefällt: 2 Jahre ohne Bewährung, Entzug des Führerscheins für 5 Jahre, Beschlagnahme der Crossmaschinen.
siebertchen
15.04.2011, 06:30 Uhr
rwe62
Du sprichst mir aus der Seele. Ich bin selber Biker (jedoch gehöre ich zu den Organspendern bzw fahre ne Reisschüssel) bin also nur auf der Strasse unterwegs. Diese sogenannten Biker bringen den Rest in Verruf.
Motorräder haben im Wald nix verloren, es gibt abgesperrte Strecken, wo sie mit Ihren sogenannten Dreckfräsen fahren können.

Wenn sie dann die 5 oder 10 Euronen dafür nicht aufbringen können sollten sie sich ein anderes Hobby suchen. zBsp Blumenpflücken ist auch schön total umsonst, und geht auch in der Gruppe.
socken
16.04.2011, 11:05 Uhr
...
Blumen pflücken ist auch nicht erlaubt! Es sei denn du pflückst sie in deinem eigenen Garten. Ja es gibt extra Strecken ABER Freitags und Samstags von 8-18 Uhr geöffnet!

Es dürfte aber nicht schwer sein die Fahrer zu finden denn welcher Crosser fährt schon mit Integralhelm!

Gab auch mal ein schönes Plakat...

http://www.motor-talk.de/forum/aktion/Attachment.html?attachmentId=606325

Mal ehrlich wie groß ist der Schaden den die Crosser hinterlassen!? (wenn sie niemanden verprügeln) Ich heiße es nicht gut jemanden zu verprügeln aber ich heiße es gut das man mit seiner Maschine auch mal auf nicht abgesperrten Wegen fährt.
Peppone
16.04.2011, 15:18 Uhr
Es gab die Frage nach dem Schaden.
Hallo zwoempti, Ihr Kommentar war ja ganz in Ordnung und deshalb versuche ich ihre Fragen auch zu beantworten.

Das Problem ist, dass die illegalen Motocrossfahrer eben nicht die freien Waldwege benutzen. Es wird kreuz und quer über frisch bestellte Felder und waldbaulich angelegte Verjüngungen gefahren. Dabei wird vieles zerstört. Wenn einer über ihren mit Geld und Mühe angelegten "Garten" fährt, wäre das doch auch nicht ok, oder?

Wir haben zur Zeit die sogenannte Setz- und Brutzeit im Wald. Muttertiere, die jetzt durch verantwortungslose Spasshaber von ihrem Nachwuchs vertrieben werden, finden unter Umständen niemals zum Nachwuchs zurück. Tausende von kleinen Tiere verhungern jedes Jahr jämmerlich! Nicht umsonst gilt zur Zeit für die meisten Tiere gesetzliche Schonzeit und Anleinungspflicht für Hunde in der Flur.

Es gibt ausgewiesene Crossstrecken in unserer Region, z. B. in Hamma. Leider werden diese von den Crosssfahrern gar nicht benutzt. Und wenn sie mal benutzt werden, dann wird illegal ohne zugelassene Maschine dort angerückt und die umgebende Flur mit verwüstet. Vom Umgang mit anderen Naturnutzern gar nicht mal zu reden.

Ich habe selten einen sogenannten "Sport" erlebt, der so rücksichtslos mit Anderen und der Natur umgeht, wie der Motocrosssport! Sorry, aber da gibt es keine funtionierende Vereinsstruktur, dort macht jeder was er will!!!
socken
18.04.2011, 20:27 Uhr
Fortsetzung
Da sieht man es wieder...in der Gegend hier gibt es nunmal nicht viel.

Man könnte viel mehr machen aber es wird nichts gemacht.

Das die Idioten handgreiflich werden muss nicht sein.

Ich bin früher auch Cross gefahren und nicht auf vorgesehenen Plätzen sondern auch auf Feldwegen, Hügeln und Steinbrüchen.

Es macht mehr Spaß und ist eine andere Herausforderung als wie immer nur die gleiche Strecke zu fahren. Zumal die Öffnungzeiten wie auf dem Amt sind. Wer in der Woche gerne mal was erleben möchte sieht alt aus.

Wenn ich mal überlege gibt es nicht viele Plätze das wäre Hamma in der Nähe, Alterode und das Eichsfeld.

Schutz - Im Wald wird auch gearbeitet...

Ich bin ja immer noch der Meinung das es sehr unwahrscheinlich ist das die Fahrer Integralhelme aufgehabt haben.


Hoffe aber trotzdem das sie bald mal gefunden werden.
Wolfi65
18.04.2011, 22:34 Uhr
Gefährliche Schläger
Wir haben uns früher an der Stadtmauer am Ende der Jüdenstrasse mit manchmal bis zu 15 Motorrädern getroffen und sind dann Richtung Rüdigsdorf gefahren.
Dort gab es in den Kalkbergen eine Crossstrecke wo wir illegal gefahren sind.
Außer ein paar Hagebuttensträuchern und trockenen Gras gab es aus damaliger Sicht nichts kapatt zu machen.
Die Fahrspuren waren schon alt und ausgefahren.
Die Jüngeren von uns konnten dort so herrlich ungestört rauchen, ohne sich verstecken zu müssen.
Von da oben sah man schon von weiten die Volkspolizei, wenn sie dann mal anrückte und wir hatten genügend Zeit um uns abzusetzen.
Wenn uns das mal nicht gelang, kostete das maximal 10 Mark Strafe.
Meistens konnten wir entwischen, wären aber nie auf die Idee gekommen, einen Jäger oder Vopo anzugreifen oder gewaltsam Wiederstand zu leisten.
Es waren eben andere Zeiten und wir hatten eine klare Linie und andere Erziehung.
Ein Menschenleben bedeutet heute nichts mehr.
Armes Deutschland!
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