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Di, 07:02 Uhr
08.03.2011

Phänomene am Abendhimmel

Sternklare Nächte waren das herausragende Prädikat der letzten Tage. Die Sternbilder, wie zum Beispiel Orion, zeigten sich in seltener Klarheit. Am 4. März hatten wir Neumond, der sich gestern während seines Untergehens als zunehmender Mond zeigte. Das alles war zwar schön anzusehen, aber nicht mit dem kaum wahrzunehmenden Phänomen gemeint. Mehr dazu von Frank Jeschke...


Sternenklarer Himmel (Foto: F. Jeschke) Ein jeder kennt die Abläufe am nächtlichen Sternenhimmel, egal ob Sternzeichen oder Mondphasen. Dass das Ringelreihen zwischen Sonne Mond und Erde die verschiedensten „Schattenspiele“ hervorruft, sind schon sehenswerte Ereignisse. Allein schon aus dem Grund, weil sie in unseren Breiten so selten sind. Die letzte totale Sonnenfinsternis (Sofi) war am 11. August 1999. Die Nächste, mit dem Kernschatten über Süddeutschland, wird am 3. September 2081 sein. Da müssen wir wohl noch eine Weile warten.

Eine Mondfinsternis (Mofi) ist dagegen schon öfter einmal zu beobachten, zuletzt kurz vor Weihnachten. Die nächste totale Mofi haben wir dann auch schon am 15. Juni. Ob sie aber zu sehen sein wird, ist fraglich. Zum Einen muß das Wetter mitspielen und dann läuft das Ganze dicht über dem südöstlichen Horizont ab.

Aber jetzt kommtís! Wer nicht zufällig hinsieht oder darauf hingewiesen wird bemerkt es gar nicht. In Halb- oder Vollmondnächten wird der Mond so stark von der Sonne beleuchtet, daß man in der Nacht noch seinen eigenen Schatten sehen kann. Genau so funktioniert das zwischen Erde und Mond auch umgekehrt. Jetzt spaziert gerade keiner auf dem Mond herum, aber der könnte jetzt auch auf der Schattenseite des Mondes trotzdem seinen eigenen Schatten sehen.

Denn das ist es auch, was man derzeit beobachten kann: Der von der angestrahlten Erde beleuchtete Mondschatten! Wer denkt schon daran, daß auch die wesentlich größere Erde das Licht der Sonne auf die Schattenseite des Mondes reflektieret? Und genau das ist an den zur Zeit klaren Abenden zu sehen! Seit Freitag gibt es also nicht den Mondschein auf der Erde, sondern den „Erdschein“(korrekter Begriff) auf dem Mond.

Würden wir jetzt vom Mond aus die Erde beobachten, dann hätten wir abends sozusagen „abnehmende Erde“, die Morgenfrüh schon wieder „zunehmend“ währe, oder nicht?
Text und Fotos: Frank Jeschke
Beobachtet (Foto: F. Jeschke)
Beobachtet (Foto: F. Jeschke)
Beobachtet (Foto: F. Jeschke)
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