Kommentare
Georg66
08.01.2011, 23:32 Uhr
Ein Menschenleben...
scheint in unserer Gesellschaft nicht mehr viel Wert zu sein. Es ist noch gar nicht so lange her, da wurde eine schwangere Frau am "heiligen Abend" von ihrem Lebenspartner aus Habgier getötet und wie ein lästiges Inventar um Ufer der Zorge entsorgt.
Knapp drei Wochen später ist wahrscheinlich schon wieder ein Mensch wegen eines niedrigen Beweggrundes ermordet worden.
Da bleibt nur die Hoffnung, dass sich solche Verbrechen nicht noch weiter über das ganze Jahr hinziehen.
Lebenslange Haftstrafen scheinen da für die Täter wenig Abschreckung zu bieten.
Es klngt zwar wie ein Rückfall in das Mittelalter, aber vielleicht sollte sich der Gesetzgeber auch in einer gesunden Demokratie über die Wiedereinführung der Todesstrafe mal einen Gedanken machen.
Der Umstand, dass der Mörder sein Opfer überlebt und die Hoffnung besteht, noch zu Lebzeiten wieder auf freien Fuß zu kommen, lässt wahrscheinlich die Hemmschwelle für den Täter fallen.
Sissi
09.01.2011, 10:01 Uhr
Georg66
Da muß Ich Ihnen vollkommen Recht geben, wer einen Menschen tötet, hat auch nicht das Recht weiter zu leben.
Janko
09.01.2011, 11:23 Uhr
ich irre mich sicher,
liebe sissi, aber es klang für mich einen moment lang so, als würden Sie für die wiedereinführung der todesstrafe in deutschland plädieren. aber da habe ich mich natürlich getäuscht, entschuldigen Sie bitte, ich wollte Ihnen eine solche unterstellung niemals machen.
Schneemann
09.01.2011, 12:24 Uhr
Recht auf Leben
Wer hier das Recht auf Leben hat und wer nicht, kann und darf kein Mensch auf der Welt beurteilen. Foglich ist die Todesstrafe dermaßen sinnfrei, dass ich nicht verstehen kann, wie so etwas im 21. Jahrhundert noch durchgeführt werden kann.
Was bitte passiert mit demjenigen, der die Todesstrafe vollzieht? Er ist auch ein Mörder. Muss er dann auch sterben? Oder ist das dann was anderes? Moralisch gesehen und objektiv betrachtet sicherlich nicht.
Ich entschuldige mich für meine scharfen Worte und will niemandem zu nahe treten. Jeder soll sich da seine eigene Meinung bilden. Aber das Thema regt mich wirklich auf. Das geringere Übel (was moralisch sicherlich auch nicht einwandfrei ist) wäre es demjenigen das Leben "zur Hölle" zu machen. Denn wenn er tot ist, ist er doch auch mehr oder weniger fein raus.
Es ist meiner Ansicht nach ein Trugschluss, zu glauben, dass die Todesstrafe die härteste Strafe ist.
Georg66
09.01.2011, 12:54 Uhr
Argument einsehbar?
Wer einen Menschen tötet, hat sich selber schon gerichtet! Die weichen Argumente, welche hier vorgebracht wurden, rechtfertigen das Handeln des Täters und untergraben das Recht auf Leben des Opfers.
Der Henker kann niemals ein Mörder sein, da dieser sich als ein Werkzeug des Volkes und seiner Justiz versteht. Er handelt somit in Recht und Gesetz ohne selber etwas Unrechtes zu tun. Der rechtschaffende Bürger braucht Ihn nicht zu fürchten. Der Mörder Ihm um so mehr!
Es wird immer nur auf die "Grausamkeit" der Hinrichtung des Täters aufmerksam gemacht und die Ängste und Leiden der Opfer in der Sekunde des Todes verschwiegen oder nicht genug Beachtung geschenkt.
Ich selber habe zu diesem Thema eine ganz andere politische Auffassung welche ich hier auch nicht äußern werde um einigen demokratischen Kräften nicht zu nahe zu treten. Aber verschiedene Meinungen vortragen zu dürfen ist ein Hauptmerkmal einer demokratischen Gesellschaftsordnung.
Retupmoc
09.01.2011, 13:43 Uhr
Warum nicht?
Ich halte es da mit der Sissi : es ist auch in Deutschland niemand gezwungen jemanden zu ermorden. Und wenn er es denn doch tut: Also ich habe keine Lust denjenigen von meinen Steuergeldern bis an sein Lebensende durchzufüttern.
Ich wäre dafür, das Deutschland eine einsame Insel kauf, umgeben von Meer und Haien und die Leute dort aussetzt.
-Insider-
09.01.2011, 13:51 Uhr
nüchtern
betrachtet ist die todesstrafe eine feine sache. vergleicht man aus wirtschaftlicher sicht 20 jahre haft mit 5 jahre "u-haft" und spritze oder strick (mehrfach verwendbar) dann ist letzteres definitiv günstiger.
moralisch gesehen, ach wissen sie. mensch und moral - finden sie den fehler.
Schneemann
09.01.2011, 14:11 Uhr
...
Niemals würde ich das Handeln eines Mörders rechtfertigen! Etwas dergleichen ist auch aus meinen Zeilen nicht zu entnehmen, lieber Georg.
Auf das Opfer bin ich nicht eingegangen, da ich davon ausgehe, dass das selbstverständlich ist. Aber sie haben vollkommen Recht! Offensichtlich ist es nicht selbstverständlich, denn ansonsten würden solche furchtbaren Taten nicht geschehen.
Naja und zu der Sache mit dem Henker habe ich halt eine andere Auffassung und auch in dessen Lage muss man sich hineinversetzen.
Stephan Schreiber
09.01.2011, 15:13 Uhr
Achtung gegenüber Urteile
Es ist schon schlimm genug das soetwas überhaupt geschehen ist aber muss denn gleich kurz nach so einer Tat darauf rum gehackt werden. Es bringt niemanden was und vorallem nicht den Menschen den es getroffen hat.
Man sollte jetzt die Beamten der Polizei sowie die Kripo unterstützen und den Täter zu finden der diese schreckliche Tat begangen hat.Das sollte jetzt erst einmal im Vordergrund stehen.
Urteile zu fällen ist ein gewagter schritt und vorallem wenn man über die hintergründe garkeine Kenntnisse hat.
Janko
09.01.2011, 15:35 Uhr
todesstrafe
Moooment…
Ich bin gegen die todesstrafe, und somit rechtfertige ich die handlung des mörders? Passt’s noch, lieber georg?! Denken Sie eigentlich auch nur einen moment lang nach, bevor Sie die finger auf die tastatur setzen?
Ich überlege seit geschlagenen fünf minuten, was ich sonst noch dazu sagen soll, aber mir fällt partout nichts weiter ein. Solchen argumenten gegenüber fühle ich mich immer irgendwie hilflos.
Ich verstehe nicht, wie ein unrecht durch ein weiteres unrecht gesühnt werden soll. – hej, ja, ich kenne die argumente für die todesstrafe, es fängt damit an, dass ein von einem staatlichen gericht gefälltes todesurteil ja kein unrecht, sondern - - naja, eben recht ist.
Ich verstehe nicht, wieso ein mensch, der einen anderen umbringt, einmal ein mörder, und einmal nur ein vollstrecker staatlichen willens ist.
Ich verstehe auch nicht, dass man beim einfordern der todesstrafe achselzuckend über nachweislich unschuldig hingerichtete menschen aufgrund von justizirrtümern hinwegsehen kann. ups, sorry, passiert schon mal, scheiß tag heute, was?
war zumindest in solchen fällen der henker nicht doch ein mörder? Mh, wahrscheinlich nicht, er war nur vollstrecker eines staatlichen irrtums. Klingt ja auch viel besser.
Aber diese diskussion ist schon tausendfach von anderen menschen, von philosophen, rechtswissenschaftlern und polikern an anderer stelle geführt worden, ich glaube nicht, dass ich mich noch einmal auf der unterseite eines lokalen nachrichtenmagazines dazu äußern werde.
Ich finde es nur stark, dass man als gegner der todesstrafe sofort zum sympatisanten der mörder gemacht wird, ja, dass einem sogar die rechtfertigung von mord unterstellt wird.
Ich versichere, dass ich, nur weil ich gegen die todesstrafe bin, niemals jemanden eine pistole in die hand drücken werde und zu ihm sage: der typ da hat gerade den letzten blauschimmelkäse aus der auslage genommen, den du auch wolltest - schieß ihn über den haufen. Das muss man mir jetzt einfach mal glauben.
TeeEff
09.01.2011, 15:55 Uhr
So so...
"wer einen Menschen tötet, hat auch nicht das Recht weiter zu leben."
Und gilt das dann auch für Soldaten, oder Polizisten die jemanden erschiessen, obwohl er nicht mal der Gesuchte war?
Was ist mit Leuten die in einen Unfall verwickelt sind der tödlich endet?
ODer sind da nur die dran die betrunken waren, oder auch die, die das Stop-Schild übersehen haben?
Was mit Arzt, der durch Behandlungsfehler oder Irrtum Patienten verliert?
Was mit Leuten die abtreiben?
Etc.pp.?
Ja, da werfen sich massive Fragen auf udn deshalb sollte man mit solch generellen Aussagen sich sehr zurückhalten!
Im übrigen zeigen die USA, das auch die Todesstrafe nicht wirklich abschreckend wirkt. Im Gegenteil - sie führt oft zu noch mehr Brutalitätt, da ein Täter dann ja nichts mehr zu verlieren hat!
Was allerdings abschreckend hilft, sind höhere Ermittlungserfolgsquoten!
Natürlich kann man damit keine Tat verhindern - mit der Todesstrafe aber eben einfach auch nicht!
Kreisbuerger
09.01.2011, 20:53 Uhr
es ging um Mord, in den ersten Kommentaren
Also eigentlich wollte ich es vermeiden nochmals einen Kommentar abzugeben, da leider zu willkürlich Beiträge veröffentlicht, bzw. gesperrt werden. Bei einer solchen Diskussion möchte ich es aber dann doch noch einmal versuchen.
Werter TeeEff, hier geht es nicht um Tötungsdelikte im allgemeinen, sondern um MORD und ich denke, ich bin nicht der Einzige der da gravierende Unterschiede macht, auch wenn das Resultat vielleicht das Gleiche sein sollte.
Erklären Sie doch ihre Argumentation einmal den Angehörigen der Mordopfer, ich bezweifle, daß sie bei denen hinreichend Verständnis ernten werden.
Das Argument, daß die Todesstrafe nicht wirklich abschreckend wirkt, lasse ich nicht gelten da keiner beurteilen kann, wie hoch die Mordrate in der USA ohne Todesstrafe wäre. Es ist doch aber unbestritten, dass die Einführung dieses Mittels als "nachträgliche Präventivmaßnahme" mehr als nur geeignet ist. Die Wahrscheinlichkeit, dass "Gerichtete" erneut straffällig werden liegt immerhin bei NULL Prozent!
Sollte der "Vollstrecker" dann ebenfalls als Mörder angesehen werden, ließe sich noch die Möglichkeit in Betracht ziehen, "human" zu richten. Beispielsweise könnten diese Subjekte OHNE Wasser und Brot weggesperrt und ihrem Schicksal überlassen zu werden.
Mir würden noch einige weitere Beispiele einfallen, z.B. die Verfahrensweise mit Kinderschändern etc., allerdings würde ich dann natürlich vom Thema abschweifen und bräuchte mich über eine Nichtveröffentlichung meines Kommentars auch nicht wundern ...
Aber wir sollten erst einmal die weiteren Ermittlungsergebnisse abwarten, dann kann man sich immer noch die Köpfe heiß reden.
Unbekannt1990
09.01.2011, 21:47 Uhr
Mord
Ich kann dazu nur sagen es wird nicht besser sondern immer schlimmer es gibt immer mehr armut und das ist ganz allein der grund daran!
Manche leute was schreib ich da manche viele leute haben kein Geld sind Arbeitssuchend und schieben lange weile und versuchen an geld zu kommen um sich oder ihre Familie über Wasser zu halten es entschuldigt nichts aber i-wo ist da ein gewaltiger zusammenhang!
Es gibt auch Leute die Straftaten begehen und dannach reuhe zeigen nur die wiederhohlt sowas machen verdienen die Totesstrafe ohne frage oder Lebenslänglig.
Nur sag ich mir auch wiederrum so wenn ich Soizitgefähret bin warum bringe ich dann nicht meine Feinde um und dann weiß ich genau wenn es die Totesstrafe gibt bin ich auch tot bzw. ich habe eh nichts zu verlieren muss keine 40 oder wer weiß wieviel jahre im Knast sitzen.
Es kann man drehen wie man will. Deutschland geht bald unter und keiner merkt es man sieht es doch wenn man vor einer Schule steht da kommen inzwischen schon 10 Jahrige mit Zigarette raus wo gibts sowas?
TeeEff
10.01.2011, 13:32 Uhr
Ah so...
und die Angehörigen des Täters verlieren dann ja niemanden? Auge um Auge, Zahn und Zahn sind Steinzeitmethoden und führen zu einer Welt der Blinden und Gebissträger.
Die Todesstrafe ist auf gleichem Niveau wie Blutrache!
Ein Oberst Klein der unter falschen Angaben in der Nähe eines Afghanischen Dorfes 140 unschuldige Zivilist im Bomben und Feuerhagel zerfetzten lies - was passiert mit dem unter ihren Vorraussetzungen, hmm?
Kriegt der 140x Lebenslänglich, oder 140x die Todesstrafe, oder zählt man das anhand Körperteilen aus? Oder is er als heldenhafter Soldat nur befehlsempfangender Ausführer des demokratisch legitimierten Volkswillens? (Wo ja über 70% aller Deutschen gegen den Krieg dort sind...)
Ich frage auch, weil unser Aussenminister heute in Kundus sagte: "Deutschland sei stolz auf seine Soldaten"...
Georg66
11.01.2011, 09:56 Uhr
Oberst Klein...
hatte einen Befehl!
Ich wiederhole noch einmal.
Oberst Klein hatte einen Befehl und dieser ist auch bei den Nato Truppen sofort auszuführen.
Mit rechtsstaatlichem Gruss
mausi1971
11.01.2011, 10:12 Uhr
Natürlich...
... Oberst Klein hatte einen Befehl. Das ist richtig. Aber unsere Herren Politiker schicken unsere Soldaten ( Brüder, Väter usw.) in einen Krieg und nehmen billigend in Kauf das diese dort getötet werden???
Ich find, dass ist auch Mord!!! Wenn auch von der Herren befohlen!!!!
Retupmoc
11.01.2011, 11:02 Uhr
Also...
1. Herr Oberst Klein ist für mich ein Mörder ! Ich war auch bei der Armee, die damals allerdings noch NVA hieß, und sich nicht an Kriegseinsätzen beteiligte. Aber den Befehl jemanden zu erschiessen oder auf ihn Bomben zu werfen, hätte ich verweigert. Mit allen Konsequenzen, die sich ergeben hätten.
2. Es ist richtig, erst einmal die Ermittlungsergebnisse im Fall Nordhausen abzuwarten. Vielleicht war es auch Notwehr? Wenn sich dann allerdings rausstellt, das es ein kaltblütiger Mord war... ich bin auch nicht für eine Todesstrafe. Ich bin aber auch nicht dafür, das derjenige auf unsere Kosten ein gutes Leben im Knast führt. Dann ab auf eine einsame Insel oder nach Sibierien mit lebenslanger Zwangsarbeit.
PS: Das würde ich mir auch für den feinen Herrn Oberst wünschen, aber der wird ja durch die Regierung gedeckt. Leider !
TeeEff
11.01.2011, 18:50 Uhr
Ach so er hatte einen Befehl...
und diesen nur befolgt. Hmm DIESE Ausrede hatten wir auch schon einmal...
Wenn der Befehl gelauten hat wehrlose Frauen und Kinder zu zerfetzen, dann hat er in diesem Land als Soldat nicht nur das Recht, sondern auch die PFLICHT ihn zu verweigern!
Es gehört nämlich zu seinen Dienstpflichten Befehle auf ihre Rechtmäßigkeit zu prüfen und gegf. deren Verstoß zu erkennen.
Deutsche Soldaten sollen nämlich aus gutem Grund KEINE widerspruchsfreien Ausführungsautomaten sein!
Im übrigen ist nachgewiesen, das Oberst Klein unter Vorspiegelung anderer als der am Boden existenten Tatsachen den Luftschlag angefordert hat. Er hat also auch selbst befohlen!
Die Frage die also auf jeden Fall auch noch zu klären wäre - was waren SEINE Befehle und SEIN Auftrag?
Wikileaks bitte übernehmen sie!
PS: Erst mal wäre überhaupt zu klären ob es sich überhaupt um Gehorsamsverweigerung gehandelt hätte! (Befehlsverweigerung gibt es als so Rechtswort in der BW nicht)
Denn diese setzt ja bekanntlich das WIEDERHOLTE Auflehnen gegen einen RECHTMÄSSIGEN Befehl vorraus.
Und wir hätten auch noch zwischen einfachen Ungehorsam oder leichtfertiges Nichtbefolgen eines Befehls und echter Verweigerung zu differenzieren!
Georg66
12.01.2011, 10:05 Uhr
Ich habe...
jetzt zwar das eigentliche Thema verfehlt aber: Liebe Mausi1971, im Krieg sterben nun mal Menschen, aber die werden nicht ermordet, sondern fallen ehrenhaft im Kampf gegen den Feind. Verluste unter der Zivilbevölkerung im Kampfgebiet sind meistens nicht auszuschließen. So ist das eben Mauusii!
@TeeEff
Sie wissen doch hoffentlich, was auf Befehlsverweigerung steht! Es ist nicht die Aufgabe des einzelnen Soldaten, Befehle auf ihre Rechtmäßigkeit zu überprüfen, sondern diese Auszuführen.
Harzer_Wolf
12.01.2011, 11:56 Uhr
Damit wir einmal beim Thema bleiben...
zuerst: Dieses Verbrechen in Nordhausen ist zutiefst verabscheuungswürdig und man muss der Polizei dazu gratulieren, das man den Täter so schnell gefasst hat. Ein Dankeschön an die Polizei !
Aber @ Georg: Ja im Krieg sterben Menschen. Ich frage mich dabei nur, wieso das Land das schon zwei Weltkriege vom Zaum gebrochen hat, die Frechheit besitzt in anderen Ländern mit Waffengewalt gegen andere Menschen vorzugehen. Ich bin kein Taliban - Fan ... nur wir haben damit nichts zu tun. Die Freiheit Deutschlands wird definitiv nicht am Hindukusch verteidigt. Was hier geschieht ist militärisches Handeln um sich bei " Freunden " wie der USA anzubiedern, die 3. Stelle in der Welt als Waffenexporteur auszubauen und der Rüstungsindustrie noch mehr Geld in den Rachen zu werfen. Und das ist eine Folge der verfehlten Politik dieser und der vorgehenden Regierung dieses Landes. Und deshalb ist auch für mich Oberst Klein ein Mörder ( auch wenn er auf Befehl handelt ). Klein musste kein Oberst einer Armee werden, die Menschen tötet. Dazu war er nicht gezwungen. Allerdings ist auch sein Befehlshaber schuldig. Wer das ist? Das deutsche Volk, das eine Regierung gewählt hat, die Töchter und Söhne des eigenen Landes in der Wüste verheizt.
TeeEff
12.01.2011, 12:44 Uhr
Blick ins Soldatengesetz der BRD hilft ungemein!
Das gibt es hier:
http://bundesrecht.juris.de/sg/index.html
Ich empfehle §7 und 11 zur Kenntnisnahme
Und Georg66 - mal in der freiheitlich demokratischen Grundordnung eines Rechtsstaats ankommen wäre enorm schick!
NDHler
12.01.2011, 16:06 Uhr
Klein ist kein Mörder!
Oberst Klein ist kein Mörder! Er hat seinen Dienst verrichtet und um seine eigenen Truppen vor einem Angriff der Taliban zu schützen hat er diese Bombardierung angeordnet. Hätte er das nicht getan, hätte er seine eigenen Soldaten, für die er dort die Verantwortung trägt, in höchste Gefahr gebracht.
Ich hätte dann mal die Diskussion hier lesen möchten, wenn es hunderte tote Soldaten gegeben hätte. Wäre Herr Klein dann ein Held? Für TeeEff, rwe62 und mausi1971 sicherlich, für mich nicht!
Das im Anschluss an dieses Ereignis gelogen wurde das sich die Balken biegen und ob der Afghanistaneinsatz so wie er durchgeführt wird richtig ist, steht auf einem anderen Papier. Aber für mich steht fest, dieser Oberst Klein ist kein Mörder!
Retupmoc
14.01.2011, 08:01 Uhr
Dann möchte ich mal antworten...
Die Bundeswehr hat in einem andren Land nihts zu suchen. Basta und aus. Desweitern wurde die Bombardierung auf einen im Schlamm feststeckenden Konvoi befohlen. Also ich weis nicht wie es Ihnen geht, aber wenn mein LKW im Fluss feststeckt, kann ich zumindest keine gegenwärtige Gefahr erkennen. Wenn die LKWS in Richtung des Camps gefahren währen, wäre Kleins Aktion noch zu verstehen.
Andererseits...jeder von diesen ach so lieben Soldaten ist dort freiwillig. Er bezieht ein besseren Sold als manch Fremdenlegionär. Und er ist bereit Menschen zu töten.
Fazit: Wir haben da nichts zu suchen.
TeeEff
14.01.2011, 10:37 Uhr
Doch ist er!
Er hat ohne unmittelbare Notwendigkeit, ohne direkte Gefahr, aus sicherer Entfernung ein von ihm zu selbigem deklariertes Ziel bekämpft und dabei zumindest billigend, wenn nicht absichtlich, den Tod von über 100 anwesenden Zivilisten in Kauf genommen.
Er hat sogar eigentlich einen noch schwereren und damit tödlicheren Luftschlag angefordert, der aber wegen mehrfachen abolutem Overkill abgelehnt wurde!
Also entweder es war Absicht, oder aber nachlässige Aufklärung der Situation.
Im besten Fall Unfähigkeit, im schlimmsten eiskalter Massenmord.
Wie fänden sie es denn wenn ausländische Soldaten die einem nicht nur vorschreiben wollen wie man künftig zu leben hätte, mit Tod feuer und Verderben durch ihre Heimat streifen und dazu regelmäßig auch noch Frauen und Kinder umbringen?
So macht man Terroristen!
Kein Wunder wenn die um ihr Land, ihre Lebensweise und ihr Lebens selbst zu verteidigen, zunehmend zur Waffe greifen!
Und auch kein Wunder, wenn sie irgendwann den Krieg in die Heimat der Besatzer selbst bringen.
Diesen Menschen bleiben Angesichts der enormen hochtechnisierten, sau teuren, hoch tötungseffektiven Kriegsmaschinerie der sie sich gegenübersehen und die ihr Leben verwüstet nur asymmetrische Methoden übrig! Oder einfach sterben.
Ja das muss die Freiheit und Demokratie sein von der man immer so spricht und die man am Hindukusch verteidigen muss...
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