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So, 07:48 Uhr
12.12.2010

"Biene" für "Park"-Seiten

Der Internetauftritt des Nationalparks Harz ist am Freitag in Berlin mit der "Biene" ausgezeichnet worden. Insgesamt hatten sich über 200 Webseiten für die seit dem Jahr 2003 vergebene Auszeichnung beworben...

Auszeichnung in Berlin (Foto: Michael Fuchs) Preisübergabe durch (von rechts) Anja Heyde und Ralph Caspers an Andreas Pusch und Ingrid Nörenberg, links Laudator Thomas Wießeckel.


Der Internetauftritt des Nationalparks Harz hat in Berlin den BIENE-Award in Silber bekommen. Laudator und Jury-Mitglied Thomas Wießeckel, Redakteur des PHP Magazins, begann seine Auszeichnungsrede mit den Worten: „Die Internetseite des Nationalparks Harz knallt – so die Meinung einiger Jurymitglieder“. Solchermaßen im bundesweiten BIENE-Wettbewerb um die besten barrierefreien Webauftritte des Jahres gelobt, nahmen Nationalparkleiter Andreas Pusch und Ingrid Nörenberg, die für die Internetseite verantwortliche Mitarbeiterin des Parks, den Preis in Berlin aus den Händen der Journalistin und Moderatorin Anja Heyde („ZDF-Morgenmagazin“ und „ZDF-Blickpunkt“) und Moderator Ralph Caspers vom „Ki.Ka“ („Sendung mit der Maus“ und „Wissen macht Ah!“) entgegen.

Seit 2003 prämieren die Aktion Mensch und die Stiftung Digitale Chancen die besten deutschsprachigen barrierefreien Angebote im Internet mit einer BIENE. Die Abkürzung steht für „Barrierefreies Internet eröffnet neue Einsichten” – aber auch für Kommunikation, gemeinsames Handeln und produktives Miteinander. Rund 1.800 Unternehmen und Organisationen, Behörden und Ministerien, Städte und Gemeinden sowie Vereine und Verbände aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol haben sich bislang mit Webseiten am Wettbewerb beteiligt. Mehr als 100 Webseiten wurden bisher mit einer BIENE ausgezeichnet.

Der Nationalpark Harz ist das erste Großschutzgebiet, das eine BIENE für seinen Internet-Auftritt erhalten hat. Maßgeblich an diesem Erfolg beteiligt ist die Agentur cognitio, Niedenstein, die für Gestaltung und Programmierung zuständig ist.

Ziel des Onlineportals www.nationalpark-harz.de ist es, die Inhalte für die Nutzerinnen und Nutzer barrierefrei darzustellen. Um die Kriterien der höchsten Prioritätsstufe (AAA) der WCAG (Web Content Accessibility Guidelines) und der Prioritätsstufe 2 der BITV (Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung des Bundes) zu erfüllen, fand eine Trennung von Inhalt und Design statt. Somit ist es möglich, dass eine Seite ohne Änderungen am Quelltext mehrere Darstellungsvarianten hat und für verschiedene Ausgabemedien umgesetzt werden kann. Es wurde auf Frames verzichtet und das Layout erfolgte ausschließlich mit CSS. Das Ergebnis ist eine klare Strukturierung der Inhalte mit Überschriften und Listen zur optimalen Orientierung.

Eine Neuerung im Bereich der Seitengröße-Funktion ist die Möglichkeit sich die Seite in einer optimierten Bildschirmgröße (bis zu FullHD) anzeigen zu lassen. Zudem wird nicht nur die Schrift, sondern es werden
auch andere Inhalte wie z.B. Bilder skaliert. Es bestehen daher keine Barrieren für Nutzer mit sehr großen Bildschirmen.

Für körperbehinderte Menschen besteht die Möglichkeit, ausschließlich per Tastatur zu navigieren, sich die Inhalte vorlesen zu lassen und sich die Seite in einem Layout mit maximalem Kontrast anzeigen zu lassen, so dass niemand Probleme hat, sich mit den Inhalten der Seiten zu beschäftigen. Neben den schon üblichen Inhalten wie einer Suchfunktion oder einer Sitemap kann man sich beim Nationalpark Harz die Inhalte vorlesen lassen und als MP3 herunterladen. Für Fremdwörter, Fachbegriffe, Bilder, Abkürzungen und Acronyme sind Alternativbeschreibungen zum besseren Verständnis vorhanden. Einzelne Texte in unserem Auftritt ermöglichen trotz dieser Funktionen keine barrierefreien Formulierungen bzw. sind nicht für alle gleichwertig zu verstehen. Für diese Seiten wurde eine Version in „Leichter Sprache“ bereitgestellt, die leicht ersichtlich aufrufbar ist.

Die Internetseite des Nationalparks Harz hat mehr als 700 Besucherinnen und Besucher am Tag und ein ausgesprochen gutes Suchmaschinen-Ranking. Beispielhaft seien die Google-Ergebnisse für zwei Suchbegriffe genannt: „nationalpark“: 3. Platz (nach Wikipedia, Nationalpark Bayerischer Wald), „harz“: 4. Platz (nach HTV, Wikipedia, Harz.de).
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