Sa, 17:51 Uhr
03.08.2002
nnz-Forum: Der Wert eines Menschen!
Nordhausen (nnz). An dieser Stelle veröffentlicht nnz eine weitere Lesermeinung zum tödlichen Schuß auf einen Nordhäuser und seine Folgen. Der Abesender geht insbesondere auf einen "Leserbrief" von Manuel Thume ein.
Wenn ich diesen Brief lese, ist mir die Diskussion um die Ereignisse vom 28. Juli nicht überdrüssig. Hier wird Rene B. als einschlägig vorbestraft schon von vorn herein als Täter abgestempelt, was der Rechtsauffassung jedoch widerspricht. Am meisten erregt mich jedoch der Satz: Dann ist man froh, wenn unsere Schutzmacht eingreift und sei es mit Waffengewalt. Die Polizei als Schutzmacht. Ja, Macht und Waffengewalt sind aber wohl doch immer Instrumente von Tätern, dies zeigt die Geschichte und sollte der Herr Thume mal überdenken. Ebenso ist es sehr vermessen, von Sympathiebezeugung gegenüber von Straftätern zu schreiben, wenn man nicht anwesend war. Denn jeden Abend wurde bis zum frühen morgen um einen toten Kumpel getrauert und dies zeigt auch zuletzt die Trauerfeier und Beisetzung am Freitag.
Ein herzlicher Dank gilt auch gleichzeitig den Bauarbeitern, welche das Plakat höher hingen und eine Plane über die Gedenkstätte spannten. Wahrscheinlich sind auch diese in Herrn Thumes Augen, wie auch ich Sympathisanten von Straftätern. Die Spray-Aktionen verurteile ich ebenso, denn so kann man keine Trauer ausdrücken. Ich hoffe nur, Herr Thume lernt mal den Wert eines Menschenlebens schätzen, da er ja den Fall, auch wenn er ein Menschenleben gekostet hat, für vollkommen gerechtfertigt hält.
Meine Meinung bleibt, daß ein Zigarettenautomat und ein paar geschmissene Steine ein Menschenleben nicht rechtfertigen. Selbst bei den Chaos-Tagen, wo eine riesige Gewaltbereitschaft herrscht, fallen keine Schüsse. Zum Schluß noch die Bemerkung, daß mit Wehret den Anfängen ein Flugblatt der Widerstandsgruppe Weiße Rose überschrieben war.
Helmut Graniewski, Nordhausen
Autor: nnzWenn ich diesen Brief lese, ist mir die Diskussion um die Ereignisse vom 28. Juli nicht überdrüssig. Hier wird Rene B. als einschlägig vorbestraft schon von vorn herein als Täter abgestempelt, was der Rechtsauffassung jedoch widerspricht. Am meisten erregt mich jedoch der Satz: Dann ist man froh, wenn unsere Schutzmacht eingreift und sei es mit Waffengewalt. Die Polizei als Schutzmacht. Ja, Macht und Waffengewalt sind aber wohl doch immer Instrumente von Tätern, dies zeigt die Geschichte und sollte der Herr Thume mal überdenken. Ebenso ist es sehr vermessen, von Sympathiebezeugung gegenüber von Straftätern zu schreiben, wenn man nicht anwesend war. Denn jeden Abend wurde bis zum frühen morgen um einen toten Kumpel getrauert und dies zeigt auch zuletzt die Trauerfeier und Beisetzung am Freitag.
Ein herzlicher Dank gilt auch gleichzeitig den Bauarbeitern, welche das Plakat höher hingen und eine Plane über die Gedenkstätte spannten. Wahrscheinlich sind auch diese in Herrn Thumes Augen, wie auch ich Sympathisanten von Straftätern. Die Spray-Aktionen verurteile ich ebenso, denn so kann man keine Trauer ausdrücken. Ich hoffe nur, Herr Thume lernt mal den Wert eines Menschenlebens schätzen, da er ja den Fall, auch wenn er ein Menschenleben gekostet hat, für vollkommen gerechtfertigt hält.
Meine Meinung bleibt, daß ein Zigarettenautomat und ein paar geschmissene Steine ein Menschenleben nicht rechtfertigen. Selbst bei den Chaos-Tagen, wo eine riesige Gewaltbereitschaft herrscht, fallen keine Schüsse. Zum Schluß noch die Bemerkung, daß mit Wehret den Anfängen ein Flugblatt der Widerstandsgruppe Weiße Rose überschrieben war.
Helmut Graniewski, Nordhausen
Anmerkung der nnz-Redaktion: Die im nnz-Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor. |
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