Fr, 08:14 Uhr
29.02.2008
Eindringlicher Appell nach Ellrich
In den vergangenen Tagen hatte es Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) nicht leicht. Erst seien die Zustände in wald und Flur vielfach nicht hinnehmbar, jetzt ist das Stadtoberhaupt entsetzt. Die nnz mit den Hintergründen...
Mit Interesse - aber auch Wachsamkeit - verfolgt die Stadt Nordhausen die aktuelle Diskussion im Ellricher Stadtrat über die Beschlussvorlage zur Aufstellung eines Bebauungsplanes zwecks Reaktivierung des Altstandortes der ehemaligen Gipsfabrik in Cleysingen, sagte jetzt Nordhausens Oberbürgermeisterin Barbara Rinke.
Den Zweifel an der Schaffung langfristiger Arbeitsplätze in Ellrich teile Nordhausen mit den Ellricher Stadträten. Bestes Beispiel dafür sei der Kohnstein in Niedersachswerfen. In diesen Standort sind Fördermittel und andere öffentliche Gelder geflossen - zum Beispiel zum Bau einer aufwändigen Infrastruktur oder der Ausweisung eines Bergbaugebietes. Was sieht man heute? - der Standort ist aufgegeben, die Arbeitsplätze abgebaut!
Darüber hinaus sei sie entsetzt über die Aussagen des Ellricher Bürgermeisters Mathias Ehrhold, der die landschaftlich einmalige Rüdigsdorfer Schweiz mit seiner Aussage für den Abbau quasi freigibt, dass man Gipsabbau dort sowieso nicht verhindern könne. Dabei dürfte gerade ihm als ehemaliger Fachbereichsleiter Umwelt- und Naturschutz des Landkreises Nordhausen nicht entgangen sein, dass dieser Standort in unmittelbarer Nachbarschaft zur Ortslage und den dort lebenden Menschen sowie zum FFH- und Vogelschutzgebiet `Rüdigsdorfer Schweiz - Harzfelder Holz - Hasenwinkel´ liegt. Darüber hinaus ist im Raumordnungsplan Nordthüringen das Gebiet für Fremdenverkehr und Erholung vorgesehen. In diesem Zusammenhang lege ich größten Wert auf die Feststellung, dass immer noch unsere Stadträte die Planungshoheit für die Rüdigsdorfer Schweiz haben - und nicht die Stadt Ellrich und ihr Bürgermeister, so Frau Rinke.
Derzeit werde der Raumordnungsplan fortgeschrieben. In dessen Entwurf werde dieser Bereich als Vorbehaltsgebiet Tourismus und Erholung sowie als Vorbehaltsgebiet landwirtschaftliche Bodennutzung ausgewiesen. Damit wird dem Bestreben des Nordhäuser Stadtrates Rechnung getragen, der sich seit 1990 gegen einen Abbau im sensibelsten Bereich des Gipskarstes im Südharz ausgesprochen hat und damit das Anliegen vieler Menschen in Stadt und Landkreis aufgegriffen hat.
Wir hoffen nun auf eine verantwortungsbewusste Entscheidung im Ellricher Stadtrat gegen die kurzfristigen Abbauinteressen und für die langfristige Sicherung der Zukunftsperspektiven unserer gesamten Region, meinte Rinke anschließend.
Autor: nnzMit Interesse - aber auch Wachsamkeit - verfolgt die Stadt Nordhausen die aktuelle Diskussion im Ellricher Stadtrat über die Beschlussvorlage zur Aufstellung eines Bebauungsplanes zwecks Reaktivierung des Altstandortes der ehemaligen Gipsfabrik in Cleysingen, sagte jetzt Nordhausens Oberbürgermeisterin Barbara Rinke.
Den Zweifel an der Schaffung langfristiger Arbeitsplätze in Ellrich teile Nordhausen mit den Ellricher Stadträten. Bestes Beispiel dafür sei der Kohnstein in Niedersachswerfen. In diesen Standort sind Fördermittel und andere öffentliche Gelder geflossen - zum Beispiel zum Bau einer aufwändigen Infrastruktur oder der Ausweisung eines Bergbaugebietes. Was sieht man heute? - der Standort ist aufgegeben, die Arbeitsplätze abgebaut!
Darüber hinaus sei sie entsetzt über die Aussagen des Ellricher Bürgermeisters Mathias Ehrhold, der die landschaftlich einmalige Rüdigsdorfer Schweiz mit seiner Aussage für den Abbau quasi freigibt, dass man Gipsabbau dort sowieso nicht verhindern könne. Dabei dürfte gerade ihm als ehemaliger Fachbereichsleiter Umwelt- und Naturschutz des Landkreises Nordhausen nicht entgangen sein, dass dieser Standort in unmittelbarer Nachbarschaft zur Ortslage und den dort lebenden Menschen sowie zum FFH- und Vogelschutzgebiet `Rüdigsdorfer Schweiz - Harzfelder Holz - Hasenwinkel´ liegt. Darüber hinaus ist im Raumordnungsplan Nordthüringen das Gebiet für Fremdenverkehr und Erholung vorgesehen. In diesem Zusammenhang lege ich größten Wert auf die Feststellung, dass immer noch unsere Stadträte die Planungshoheit für die Rüdigsdorfer Schweiz haben - und nicht die Stadt Ellrich und ihr Bürgermeister, so Frau Rinke.
Derzeit werde der Raumordnungsplan fortgeschrieben. In dessen Entwurf werde dieser Bereich als Vorbehaltsgebiet Tourismus und Erholung sowie als Vorbehaltsgebiet landwirtschaftliche Bodennutzung ausgewiesen. Damit wird dem Bestreben des Nordhäuser Stadtrates Rechnung getragen, der sich seit 1990 gegen einen Abbau im sensibelsten Bereich des Gipskarstes im Südharz ausgesprochen hat und damit das Anliegen vieler Menschen in Stadt und Landkreis aufgegriffen hat.
Wir hoffen nun auf eine verantwortungsbewusste Entscheidung im Ellricher Stadtrat gegen die kurzfristigen Abbauinteressen und für die langfristige Sicherung der Zukunftsperspektiven unserer gesamten Region, meinte Rinke anschließend.

