Sa, 18:31 Uhr
27.04.2002
Paarlauf auf dem Bahnhofsplatz
Nordhausen (nnz). Wenn in Nordhausen etwas mit der Straßenbahn passiert, dann sind die Nordhäuser nicht zu halten. Auch heute war das so.
Eigentlich stand ja gar nicht die Nordhäuser Bimmel im Mittelpunkt, sie bewegte sich auf dem Nordhäuser Bahnhofsplatz auf eingefahrenen Gleisen. Neu war dafür aber die Jungfernfahrt eines Triebwagens der Harzer Schmalspurbahnen (HSB). Zum ersten Mal nach mehr als 100 Jahren HSB-Geschichte verließ ein Schmalspur-Gefährt die bekannte Strecke und fuhr mitten auf den Bahnhofsplatz. Der sogenannte Lückenschluß zwischen beiden Gleisen mit gleicher Spurweite machte das möglich.
Eigentlich wollten die HSB und die Nordhäuser Stadtwerke diesem Ereignis einen volksfestlichen Charakter verleihen. Einen Tag nach Erfurt war das nicht möglich, Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) ließ sich wegen der tragischen Ereignisse in der Landeshauptstadt für den offiziellen Teil entschuldigen. Auch Landrat Joachim Claus (CDU) hielt sich mit Reden zurück. So blieb es HSB-Geschäftsführer Matthias Wagener vorbehalten, vor allem denen zu danken, die dieses historische Ereignis möglich machten: Den bauausführenden Firmen und der thüringischen Landespolitik, die dem Vorhaben eine 85prozentige Förderung beschied.
Pünktlich mit dem Fahrplanwechsel bei der HSB wird nun der Triebwagen, aus Ilfeld kommend, auf den Bahnhofsplatz fahren können. Das Umsteigen in die Straßenbahn oder umgekehrt mutiert zur Leichtigkeit. Bis zum Jahr 2004 sollen dann auch die Zweisystemfahrzeuge aus den technologischen Startlöchern kommen. Dann können Fahrgäste vom Südharz-Krankenhaus in Nordhausen direkt nach Ilfeld befördert werden.
Der heutige Tag stand nicht unter einem guten Stern, zu viele Gedanken waren einfach noch in Erfurt. Vielleicht wird das Volksfest, das für heute geplant war, später nachgeholt. HSB-Chef Wagener deutete es an, dann kommen auch die Fotoenthusiasten noch einmal voll auf ihre Kosten.
Autor: nnz
Eigentlich stand ja gar nicht die Nordhäuser Bimmel im Mittelpunkt, sie bewegte sich auf dem Nordhäuser Bahnhofsplatz auf eingefahrenen Gleisen. Neu war dafür aber die Jungfernfahrt eines Triebwagens der Harzer Schmalspurbahnen (HSB). Zum ersten Mal nach mehr als 100 Jahren HSB-Geschichte verließ ein Schmalspur-Gefährt die bekannte Strecke und fuhr mitten auf den Bahnhofsplatz. Der sogenannte Lückenschluß zwischen beiden Gleisen mit gleicher Spurweite machte das möglich.Eigentlich wollten die HSB und die Nordhäuser Stadtwerke diesem Ereignis einen volksfestlichen Charakter verleihen. Einen Tag nach Erfurt war das nicht möglich, Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) ließ sich wegen der tragischen Ereignisse in der Landeshauptstadt für den offiziellen Teil entschuldigen. Auch Landrat Joachim Claus (CDU) hielt sich mit Reden zurück. So blieb es HSB-Geschäftsführer Matthias Wagener vorbehalten, vor allem denen zu danken, die dieses historische Ereignis möglich machten: Den bauausführenden Firmen und der thüringischen Landespolitik, die dem Vorhaben eine 85prozentige Förderung beschied.
Pünktlich mit dem Fahrplanwechsel bei der HSB wird nun der Triebwagen, aus Ilfeld kommend, auf den Bahnhofsplatz fahren können. Das Umsteigen in die Straßenbahn oder umgekehrt mutiert zur Leichtigkeit. Bis zum Jahr 2004 sollen dann auch die Zweisystemfahrzeuge aus den technologischen Startlöchern kommen. Dann können Fahrgäste vom Südharz-Krankenhaus in Nordhausen direkt nach Ilfeld befördert werden.Der heutige Tag stand nicht unter einem guten Stern, zu viele Gedanken waren einfach noch in Erfurt. Vielleicht wird das Volksfest, das für heute geplant war, später nachgeholt. HSB-Chef Wagener deutete es an, dann kommen auch die Fotoenthusiasten noch einmal voll auf ihre Kosten.

