Do, 10:59 Uhr
27.09.2007
Unverständlich
Nordhausen (nnz). So langsam aber sicher wird es bei der Bike Systems GmbH – vorsichtig ausgedrückt – undurchsichtig. Da ließ der vorläufige Insolvenzverwalter über seinen Kanzlei-Chef ausrichten, das Nordhäuser Unternehmen werde geschlossen. Es gebe keinen Investor. Nach nnz-Informationen ist das so nicht richtig...
Bereits Ende August hatte die nnz über mögliche Interessenten für die Weiterführung der Produktion berichtet. Es gibt dieses Interessenten-Trio um Gerhard Urbanek immer noch. Mehr noch: Sie haben nicht nur ein Konzept, das sie Anfang September an die Herren Wutzke und Comes nach Erfurt geschickt haben, sie könnten nach Informationen von Jürgen Metz, dem Anwalt des Bike-Systems-Betriebsrates, am 1. März 2008 mit der Fahrrad-Produktion loslegen. Bestellungen für 77.000 Räder sollen die Herren Urbanek und Co. in der Tasche haben. Heute und morgen wird sich Metz mit der Urbanek-Gruppe zu weiteren Gesprächen treffen. Übrigens: Eine Antwort vom Insovenzverwalter haben die Herren noch nicht erhalten.
Und es kommt noch besser. Bei Anwalt Metz haben sich jetzt weitere Interessenten gemeldet, die im Rahmen der Streike-Bike-Aktion (nnz berichtete) auf das Unternehmen in Nordhausen aufmerksam geworden sind. Sie wollen 20.000 Fahrräder produzieren lassen. Aber: Allen Beteiligten ist klar, dass ein mitarbeitergeführtes Unternehmen auf Dauer keine Chance am Markt haben wird. Die Aufmerksamkeit, die die 135 Beschäftigten erreicht haben, bezeichnet Metz jedoch als phänomenal.
Für Jürgen Metz kommen weitere, für ihn nicht nachzuvollziehende Moment hinzu. Im Zuge der Verhandlungen zum Interessenausgleich soll der vorläufige Insolvenzverwalter mitgeteilt haben, dass er ein lastiges Verfahren in Richtung Mifa und Lone Star nicht für erfolgversprechend halte.
Für einen richtigen Schritt hält Jürgen Metz im nnz-Gespräch allerdings den Gang in eine Transfergesellschaft. So könnten die Mitarbeiter ab dem 1. November, dem eventuellen Termin des Insolvenzverfahrens, nicht arbeitslos werden, sondern in der Transfergesellschaft qualifiziert werden. Zum Beispiel für die Produktion, die am 1. März kommenden Jahres starten soll. Die, so berichtete die nnz Ende August, bestehe eben nicht nur aus dem Montieren der Drahtesel, sondern aus weiteren Produktionsfeldern.
Autor: nnzBereits Ende August hatte die nnz über mögliche Interessenten für die Weiterführung der Produktion berichtet. Es gibt dieses Interessenten-Trio um Gerhard Urbanek immer noch. Mehr noch: Sie haben nicht nur ein Konzept, das sie Anfang September an die Herren Wutzke und Comes nach Erfurt geschickt haben, sie könnten nach Informationen von Jürgen Metz, dem Anwalt des Bike-Systems-Betriebsrates, am 1. März 2008 mit der Fahrrad-Produktion loslegen. Bestellungen für 77.000 Räder sollen die Herren Urbanek und Co. in der Tasche haben. Heute und morgen wird sich Metz mit der Urbanek-Gruppe zu weiteren Gesprächen treffen. Übrigens: Eine Antwort vom Insovenzverwalter haben die Herren noch nicht erhalten.
Und es kommt noch besser. Bei Anwalt Metz haben sich jetzt weitere Interessenten gemeldet, die im Rahmen der Streike-Bike-Aktion (nnz berichtete) auf das Unternehmen in Nordhausen aufmerksam geworden sind. Sie wollen 20.000 Fahrräder produzieren lassen. Aber: Allen Beteiligten ist klar, dass ein mitarbeitergeführtes Unternehmen auf Dauer keine Chance am Markt haben wird. Die Aufmerksamkeit, die die 135 Beschäftigten erreicht haben, bezeichnet Metz jedoch als phänomenal.
Für Jürgen Metz kommen weitere, für ihn nicht nachzuvollziehende Moment hinzu. Im Zuge der Verhandlungen zum Interessenausgleich soll der vorläufige Insolvenzverwalter mitgeteilt haben, dass er ein lastiges Verfahren in Richtung Mifa und Lone Star nicht für erfolgversprechend halte.
Für einen richtigen Schritt hält Jürgen Metz im nnz-Gespräch allerdings den Gang in eine Transfergesellschaft. So könnten die Mitarbeiter ab dem 1. November, dem eventuellen Termin des Insolvenzverfahrens, nicht arbeitslos werden, sondern in der Transfergesellschaft qualifiziert werden. Zum Beispiel für die Produktion, die am 1. März kommenden Jahres starten soll. Die, so berichtete die nnz Ende August, bestehe eben nicht nur aus dem Montieren der Drahtesel, sondern aus weiteren Produktionsfeldern.

