Mo, 19:48 Uhr
10.12.2001
Insolvenzverfahren für WICO beantragt
Niedersachswerfen/München (nnz). In den Wildgruber-Baustoffwerken schrillen die Alarmglocken. Das Unternehmen befindet sich in Gefahr. Eine Bank im fernen Frankfurt hat ein Insolvenzverfahren eröffnen lassen.
Die Bauindustrie krankt, der Boom der 90er Jahre ist längst vorbei. Das hat auch der Baustoffproduzent in Niedersachswerfen zu spüren begonnen. Die Geschäftsleitung musste in diesem Jahr nach nnz-Informationen einen Produktionsrückgang von 30 Prozent verkraften. Auch aus diesem Grund sollte ein Programm wirken, dass auf neue Strukturen ausgerichtet war. Mehr als 30 Mitarbeiter, vorwiegend aus dem Außendienstbereich, haben das Unternehmen verlassen müssen. Jetzt steht vermutlich die Existenz des gesamten Betriebes auf dem Spiel.
Eigentlich war das Konzept zur Weiterführung des Unternehmens bereits von den Krankenkassen und Banken abgesegnet worden. Doch plötzlich schert einer der großen Geldgeber, die DZ-Bank AG, aus der Schar der Retter aus. Die Manager in Frankfurt am Main fordern fällige Zinsen in Millionenhöhe ein, sie nehmen keine Rücksicht auf Konzepte und Pläne. Mittlerweile stellte das Kreditinstitut einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Das sei inzwischen bereits am Amtsgericht München eröffnet worden, eine Insolvenzverwalterin sei eingesetzt, erfuhr die nnz.
Von der Situation im Unternehmen, das gegenwärtig noch 168 Mitarbeiter beschäftigt und 15 Lehrlinge ausbildet, weiß auch Betriebsratschef Klaus Jäger. Der wird morgen die Belegschaft umfassend informieren. Zuvor treffen sich Vertreter der Münchener Unternehmenszentrale in Niedersachswerfen. Dort wollen sie die Situation analysieren und weitere Schritte festlegen. Jäger geht immer noch davon aus, dass das Unternehmen im kommenden Jahr weitergeführt werden könne. Das Konzept stimmt, die Arbeitnehmer, die Unternehmensführung aber auch die Krankenkassen ziehen mit an einem Strang, so Klaus Jäger. Fehlt nur eine Bank in Frankfurt.
Autor: nnzDie Bauindustrie krankt, der Boom der 90er Jahre ist längst vorbei. Das hat auch der Baustoffproduzent in Niedersachswerfen zu spüren begonnen. Die Geschäftsleitung musste in diesem Jahr nach nnz-Informationen einen Produktionsrückgang von 30 Prozent verkraften. Auch aus diesem Grund sollte ein Programm wirken, dass auf neue Strukturen ausgerichtet war. Mehr als 30 Mitarbeiter, vorwiegend aus dem Außendienstbereich, haben das Unternehmen verlassen müssen. Jetzt steht vermutlich die Existenz des gesamten Betriebes auf dem Spiel.
Eigentlich war das Konzept zur Weiterführung des Unternehmens bereits von den Krankenkassen und Banken abgesegnet worden. Doch plötzlich schert einer der großen Geldgeber, die DZ-Bank AG, aus der Schar der Retter aus. Die Manager in Frankfurt am Main fordern fällige Zinsen in Millionenhöhe ein, sie nehmen keine Rücksicht auf Konzepte und Pläne. Mittlerweile stellte das Kreditinstitut einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Das sei inzwischen bereits am Amtsgericht München eröffnet worden, eine Insolvenzverwalterin sei eingesetzt, erfuhr die nnz.
Von der Situation im Unternehmen, das gegenwärtig noch 168 Mitarbeiter beschäftigt und 15 Lehrlinge ausbildet, weiß auch Betriebsratschef Klaus Jäger. Der wird morgen die Belegschaft umfassend informieren. Zuvor treffen sich Vertreter der Münchener Unternehmenszentrale in Niedersachswerfen. Dort wollen sie die Situation analysieren und weitere Schritte festlegen. Jäger geht immer noch davon aus, dass das Unternehmen im kommenden Jahr weitergeführt werden könne. Das Konzept stimmt, die Arbeitnehmer, die Unternehmensführung aber auch die Krankenkassen ziehen mit an einem Strang, so Klaus Jäger. Fehlt nur eine Bank in Frankfurt.

