Mi, 10:51 Uhr
07.06.2006
Rotation im Kreistag
Nordhausen (nnz). Im Nordhäuser Kreistag wird in den kommenden Tagen personelle Bewegung kommen. Den Anfang wird die Linkspartei machen. Die nnz mit interessanten Beobachtungen.
Kennen Sie Birgit Keller? Das war die Frage, die die nnz vor dem Wahlkampf um den Landratsposten in diesem Jahr stellte. Nun ist Birgit Keller vielen Menschen bekannt oder bekannter geworden. Von Plakaten, von Info-Ständen, selbst die Wacker-Zuschauer-Gemeinde konnte sich ein Bild von der Kandidatin machen. Und mit dieser Bekanntheit steigt auch das Gefühl bei Frau Keller, sie müsse mehr zu sagen haben. Vor allem innerhalb ihrer Partei.
Der Weg zur höheren Bekanntheit, die vielleicht einmal im Thüringer Landtag enden könnte, ist ausgemacht. Er soll in der Kreistagsfraktion beginnen. Da darf Frau Keller in den Kreistagssitzung wenig sagen, sie darf nur leiten – die Sitzung. Das soll sich ändern, Frau Keller begehrt das Amt des Fraktionsvorsitzenden. Der nämlich kann immer was sagen und wird meist in den Medien zitiert, wie seit Jahren Rainer Bachmann.
Wie aus dem Befindlichenkreis der Linken zu hören war, staunten einige der Fraktionäre nicht schlecht, als Birgit Keller ohne Vorwarnung ihre Zukunftspläne ausbreitete. Bachmann selbst verteidigte sich nicht, sondern nahm es als Parteisoldat hin. Vielleicht hat er es als künftiger Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses auch einfacher. Rainer Bachmann war und ist nicht der Mann der Öffentlichkeit, bestach jedoch stets durch Sachlichkeit. Die Avancen der Frau Keller lösen indes ein Personalkarussel aus. Die Linkspartei muss einen Ersatz für Birgit Keller aufbieten, für die präsidiale Arbeit. Und es muß – die Quote spielt bei den Linken immer noch eine große Rolle – wieder eine Frau sein. Wer folgen soll, ist noch unklar, gemunkelt wird von Hannelore Haase. Klartext wollen die Sozialisten zum Parteitag Ende Juni reden.
Allerdings sind nicht nur die PDS-Nachfolger im Kreistag von Veränderungen betroffen. Auch in der SPD-Fraktion kündigt sich ein Wechsel an. Dr. Klaus Gebhardt wird nach nnz-Informationen sein Mandat niederlegen, er gerate immer mehr in Konflikte mit seiner Arbeit als Stadtrat in Nordhausen, für den ehemaligen ärztlichen Direktor des Südharz-Krankenhauses wird Doris Apel nachrücken.
Selbst die Mini-Fraktion der FDP wird von einer Runde auf dem Karussell nicht verschont. Klaus-Dieter Drick gibt den Vorsitz an Franka Hitzing ab, das war seit Jahren so abgesprochen. Franka Hitzing verlässt damit das Kreistagspräsidium, wenig Alternativen gibt es auf den liberalen Kreistagsbänken nicht. Klaus-Dieter Drick auf der Leitungsbank? Nicht auszuhalten sein Schweigen. Bleibt Claus Peter Roßberg...
Autor: nnzKennen Sie Birgit Keller? Das war die Frage, die die nnz vor dem Wahlkampf um den Landratsposten in diesem Jahr stellte. Nun ist Birgit Keller vielen Menschen bekannt oder bekannter geworden. Von Plakaten, von Info-Ständen, selbst die Wacker-Zuschauer-Gemeinde konnte sich ein Bild von der Kandidatin machen. Und mit dieser Bekanntheit steigt auch das Gefühl bei Frau Keller, sie müsse mehr zu sagen haben. Vor allem innerhalb ihrer Partei.
Der Weg zur höheren Bekanntheit, die vielleicht einmal im Thüringer Landtag enden könnte, ist ausgemacht. Er soll in der Kreistagsfraktion beginnen. Da darf Frau Keller in den Kreistagssitzung wenig sagen, sie darf nur leiten – die Sitzung. Das soll sich ändern, Frau Keller begehrt das Amt des Fraktionsvorsitzenden. Der nämlich kann immer was sagen und wird meist in den Medien zitiert, wie seit Jahren Rainer Bachmann.
Wie aus dem Befindlichenkreis der Linken zu hören war, staunten einige der Fraktionäre nicht schlecht, als Birgit Keller ohne Vorwarnung ihre Zukunftspläne ausbreitete. Bachmann selbst verteidigte sich nicht, sondern nahm es als Parteisoldat hin. Vielleicht hat er es als künftiger Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses auch einfacher. Rainer Bachmann war und ist nicht der Mann der Öffentlichkeit, bestach jedoch stets durch Sachlichkeit. Die Avancen der Frau Keller lösen indes ein Personalkarussel aus. Die Linkspartei muss einen Ersatz für Birgit Keller aufbieten, für die präsidiale Arbeit. Und es muß – die Quote spielt bei den Linken immer noch eine große Rolle – wieder eine Frau sein. Wer folgen soll, ist noch unklar, gemunkelt wird von Hannelore Haase. Klartext wollen die Sozialisten zum Parteitag Ende Juni reden.
Allerdings sind nicht nur die PDS-Nachfolger im Kreistag von Veränderungen betroffen. Auch in der SPD-Fraktion kündigt sich ein Wechsel an. Dr. Klaus Gebhardt wird nach nnz-Informationen sein Mandat niederlegen, er gerate immer mehr in Konflikte mit seiner Arbeit als Stadtrat in Nordhausen, für den ehemaligen ärztlichen Direktor des Südharz-Krankenhauses wird Doris Apel nachrücken.
Selbst die Mini-Fraktion der FDP wird von einer Runde auf dem Karussell nicht verschont. Klaus-Dieter Drick gibt den Vorsitz an Franka Hitzing ab, das war seit Jahren so abgesprochen. Franka Hitzing verlässt damit das Kreistagspräsidium, wenig Alternativen gibt es auf den liberalen Kreistagsbänken nicht. Klaus-Dieter Drick auf der Leitungsbank? Nicht auszuhalten sein Schweigen. Bleibt Claus Peter Roßberg...


