Mi, 11:47 Uhr
04.01.2006
Wieder da
Nordhausen (nnz). Im September berichtete die nnz über die Abordnung des Nordhäuser Polizeichefs Günter Lierhammer nach Erfurt. Sechs Monate sollte er dort seinen Dienst verrichten...
... nach der Hälfte der Abordnungszeit ist er jedoch wieder in Nordhausen. Eigentlich ist er noch nicht richtig in der Rolandstadt, aber seit dem Montag wieder Chef der Polizeidirektion. Lierhammer galt als der Shootingstar in Erfurt schlechthin, schließlich wurden ihm (nicht nur wegen der Verantwortung für das Eichsfeld) beste Verbindungen zur Staatskanzlei angedichtet. Nur die Dienstzimmer- und Hubschrauberaffäre, aber auch das Nachspionieren einer jungen Frau kratzten ein wenig an der Bilderbuch-Karriere des Bayern.
Lierhammer wurde für diese Kleinigkeiten mit der Höchststrafe abgewatscht, er musste weiter im provinziellen Nordhausen seinen Dienst verrichten. Nun kam im vergangenen Jahr die Chance seiner bisherigen Laufbahn – die Abordnung. Insider im Thüringer Innenministerium sahen in dem Polizeidirektor aus dem Thüringer Norden schon den künftigen Polizeipräsidenten. Doch Günter Lierhammer scheiterte bereits an seinem Vorgesetzten in Erfurt, am umstrittenen und immer noch amtierenden Abteilungsleiter Klüber, mit dem er sich nicht so recht verstanden haben soll. Klüber könnte, so wissen es dem wissenden Menschen in und um Erfurt, ein Freund des Ministers sein.
Wie auch immer, Herrn Lierhammers Abordnung sei beendet, hieß es aus dem Innenministerium, mehr an Auskunft gibt es nicht. Jetzt ist der Polizeidirektor wieder in Nordhausen. Aber wie gesagt: Er ist noch nicht da.
Statement der SPD-Landtagsfraktion
Die jetzt bekannt gewordene Neubesetzung in der Führungsetage des Thüringer Innenministeriums belegt erneut die konfuse Personalpolitik des Thüringer Innenministers. Das sagte heute der innenpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Heiko Gentzel, mit Verweis auf entsprechende Berichte in den Medien, wonach die Stelle für den "Gruppenreferatsleiter Einsatz" im Innenministerium überraschend neu besetzt worden ist. "Die Führung der Thüringer Polizei ist in einem Besorgnis erregenden Zustand", bewertet Gentzel die erneute Personalquerele. Eine personalpolitische Fehlentscheidung der Ministeriumsspitze reihe sich an die nächste. In diesem Zusammenhang verwies der Innenpolitiker erneut auf die gerichtlich beanstandete und nach wie vor ungeklärte Besetzung des Leiters für den Posten der Abteilung Polizei.
Autor: nnz... nach der Hälfte der Abordnungszeit ist er jedoch wieder in Nordhausen. Eigentlich ist er noch nicht richtig in der Rolandstadt, aber seit dem Montag wieder Chef der Polizeidirektion. Lierhammer galt als der Shootingstar in Erfurt schlechthin, schließlich wurden ihm (nicht nur wegen der Verantwortung für das Eichsfeld) beste Verbindungen zur Staatskanzlei angedichtet. Nur die Dienstzimmer- und Hubschrauberaffäre, aber auch das Nachspionieren einer jungen Frau kratzten ein wenig an der Bilderbuch-Karriere des Bayern.
Lierhammer wurde für diese Kleinigkeiten mit der Höchststrafe abgewatscht, er musste weiter im provinziellen Nordhausen seinen Dienst verrichten. Nun kam im vergangenen Jahr die Chance seiner bisherigen Laufbahn – die Abordnung. Insider im Thüringer Innenministerium sahen in dem Polizeidirektor aus dem Thüringer Norden schon den künftigen Polizeipräsidenten. Doch Günter Lierhammer scheiterte bereits an seinem Vorgesetzten in Erfurt, am umstrittenen und immer noch amtierenden Abteilungsleiter Klüber, mit dem er sich nicht so recht verstanden haben soll. Klüber könnte, so wissen es dem wissenden Menschen in und um Erfurt, ein Freund des Ministers sein.
Wie auch immer, Herrn Lierhammers Abordnung sei beendet, hieß es aus dem Innenministerium, mehr an Auskunft gibt es nicht. Jetzt ist der Polizeidirektor wieder in Nordhausen. Aber wie gesagt: Er ist noch nicht da.
Statement der SPD-Landtagsfraktion
Die jetzt bekannt gewordene Neubesetzung in der Führungsetage des Thüringer Innenministeriums belegt erneut die konfuse Personalpolitik des Thüringer Innenministers. Das sagte heute der innenpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Heiko Gentzel, mit Verweis auf entsprechende Berichte in den Medien, wonach die Stelle für den "Gruppenreferatsleiter Einsatz" im Innenministerium überraschend neu besetzt worden ist. "Die Führung der Thüringer Polizei ist in einem Besorgnis erregenden Zustand", bewertet Gentzel die erneute Personalquerele. Eine personalpolitische Fehlentscheidung der Ministeriumsspitze reihe sich an die nächste. In diesem Zusammenhang verwies der Innenpolitiker erneut auf die gerichtlich beanstandete und nach wie vor ungeklärte Besetzung des Leiters für den Posten der Abteilung Polizei.

