Mi, 11:15 Uhr
07.12.2005
Grundstück gesucht
Nordhausen (nnz). Es gibt in Nordhausen nicht allzu viele Unternehmungen, die sich derzeit erweitern wollen. Eines davon ist die Firma Motor Power. Die nnz auf Spuren- und Adressensuche.
Karsten Tomuschat ist Chef der Firma Motor Power. Firmensitz ist die Motorenstraße 5 im IFA-Gelände. Und das soll auch so bleiben – zumindest mit der Anschrift. Motorenstraße soll bleiben, nur eine andere Hausnummer muß her, meint Tomuschat und will eine andere Fläche für sein Unternehmen erwerben. Die Firmenfläche soll größer werden. Kaufen müsste sie der Nordhäuser von der Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen. Doch die stellt sich quer, meint auch Gisela Hartmann von den Bündnisgrünen und will sich heute vor Ort informieren.
Nach Informationen der nnz will Herr Tomuschat ein Grundstück zwischen 1.500 und 2.000 Quadratmeter kaufen und hat auch schon eine entsprechende Fläche im unternehmerischen Auge. Es ist die Fläche, die durch den Abriß der Hallen 42 entstanden war. 20.000 Quadratmeter groß ist das Areal und entsprechend eines Entwicklungskonzeptes in drei Parzellen aufgeteilt. Im Juli vergangenen Jahres wurde die erste Teilfläche von rund 5.000 Quadratmeter verkauft. Die Firma BBM Laseranwendungstechnik GmbH hatte den Erwerb mit einer Option auf Erweiterung in der gleichen Größenordnung versehen lassen. Also bleiben noch rund 10.000 Quadratmeter übrig. Perspektivisch – so die Recherchen der nnz – sei dieses Grundstück eine so genannte Vorhaltefläche für die Firma THIMM.
Die 10.000 Quadratmeter als Fläche sind lediglich von der Motorenstraße zu befahren. Für die Grundstücksfachleute der LEG könnte sich der Verkauf von maximal 2.000 Quadratmeter an Karsten Tomuschat direkt an der Straße nicht als günstig für die Vermarktung der restlichen 8.000 Quadratmeter erweisen. Zumal es sich um ein Filetstück handele und der Rest dahinter liegen würde. Wer kauft das schon?
In Gesprächen und in Schreiben wurde Herr Tomuschat auf diesen Umstand hingewiesen. Ihm wurden Ersatzflächen angeboten, zum Beispiel das voll erschlossene Flurstück 67/45 am Zeppelinweg in Nordhausen. Das würde mit seiner Größe fast exakt dem Wunsch des Herrn Tomuschat entsprechen.
Aber Karsten Tomuschat will das Grundstück nicht, weil dann vermutlich nicht mehr Motorenstraße in der Firmenanschrift stehen haben würde. Gisela Hartmann sieht das ähnlich. Für eine Motorenfirma sei eine Ansiedlung an der Darre geschäftsschädigend, so die Bündnisgrüne gegenüber der nnz. Eine solche Firma gehöre auf das ehemalige IFA-Gelände, dort schließlich gebe es die Motorentradition in Nordhausen schlechthin.
Gisela Hartmann wird deshalb in den nächsten Tagen die Landesentwicklungsgesellschaft eindringlich auffordern, dem Kaufbegehren des Herrn Tomuschat zu entsprechen, schließlich sei das Warten auf die großen Investoren überaltert. Die kleinen und mittelständischen Firmen, die sich ansiedeln, die würden letztlich auch dauerhaft Arbeitsplätze schaffen.
Autor: nnzKarsten Tomuschat ist Chef der Firma Motor Power. Firmensitz ist die Motorenstraße 5 im IFA-Gelände. Und das soll auch so bleiben – zumindest mit der Anschrift. Motorenstraße soll bleiben, nur eine andere Hausnummer muß her, meint Tomuschat und will eine andere Fläche für sein Unternehmen erwerben. Die Firmenfläche soll größer werden. Kaufen müsste sie der Nordhäuser von der Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen. Doch die stellt sich quer, meint auch Gisela Hartmann von den Bündnisgrünen und will sich heute vor Ort informieren.
Nach Informationen der nnz will Herr Tomuschat ein Grundstück zwischen 1.500 und 2.000 Quadratmeter kaufen und hat auch schon eine entsprechende Fläche im unternehmerischen Auge. Es ist die Fläche, die durch den Abriß der Hallen 42 entstanden war. 20.000 Quadratmeter groß ist das Areal und entsprechend eines Entwicklungskonzeptes in drei Parzellen aufgeteilt. Im Juli vergangenen Jahres wurde die erste Teilfläche von rund 5.000 Quadratmeter verkauft. Die Firma BBM Laseranwendungstechnik GmbH hatte den Erwerb mit einer Option auf Erweiterung in der gleichen Größenordnung versehen lassen. Also bleiben noch rund 10.000 Quadratmeter übrig. Perspektivisch – so die Recherchen der nnz – sei dieses Grundstück eine so genannte Vorhaltefläche für die Firma THIMM.
Die 10.000 Quadratmeter als Fläche sind lediglich von der Motorenstraße zu befahren. Für die Grundstücksfachleute der LEG könnte sich der Verkauf von maximal 2.000 Quadratmeter an Karsten Tomuschat direkt an der Straße nicht als günstig für die Vermarktung der restlichen 8.000 Quadratmeter erweisen. Zumal es sich um ein Filetstück handele und der Rest dahinter liegen würde. Wer kauft das schon?
In Gesprächen und in Schreiben wurde Herr Tomuschat auf diesen Umstand hingewiesen. Ihm wurden Ersatzflächen angeboten, zum Beispiel das voll erschlossene Flurstück 67/45 am Zeppelinweg in Nordhausen. Das würde mit seiner Größe fast exakt dem Wunsch des Herrn Tomuschat entsprechen.
Aber Karsten Tomuschat will das Grundstück nicht, weil dann vermutlich nicht mehr Motorenstraße in der Firmenanschrift stehen haben würde. Gisela Hartmann sieht das ähnlich. Für eine Motorenfirma sei eine Ansiedlung an der Darre geschäftsschädigend, so die Bündnisgrüne gegenüber der nnz. Eine solche Firma gehöre auf das ehemalige IFA-Gelände, dort schließlich gebe es die Motorentradition in Nordhausen schlechthin.
Gisela Hartmann wird deshalb in den nächsten Tagen die Landesentwicklungsgesellschaft eindringlich auffordern, dem Kaufbegehren des Herrn Tomuschat zu entsprechen, schließlich sei das Warten auf die großen Investoren überaltert. Die kleinen und mittelständischen Firmen, die sich ansiedeln, die würden letztlich auch dauerhaft Arbeitsplätze schaffen.


