Mo, 20:45 Uhr
14.11.2005
Botschaftertreffen
Krimderode (nnz). Eine ganze Menge Botschafter versammelte sich heute in Krimderode. Sie wollten nicht für ferne Heimatländer werben, sondern für eine andere Idee. Was die Botschafter in den Südharz verschlagen hat, das verrät Ihnen die nnz.
Botschaftertreffen (Foto: nnz)
Zahlreiche prominente Botschafter kamen heute nach Krimderode. Sie werben alle für das Kinderhospiz Mitteldeutschland. Das soll in der ehemaligen Schule entstehen. Bis es soweit ist, muß noch viel getan werden. Damit es leichter fällt Spenden für das Millionenprojekt anzuwerben, haben sich Schauspieler, Sportler und andere bekannte Gesichter bereiterklärt als Botschafter zu fungieren. Mit dabei sind unter anderem der Tatortkommisar Peter Sodann (Foto), die Kollegen vom Polizeiruf 110 aus Halle Wolfgang Winkler und Jaecki Schwarz, sowie die Sat 1 Polizisten Toto und Harry. Der Kugelstoßer Udo Beyer, die Fernsehmoderatorin Ines Adam und der Thüringer Grillmeister Andreas Rummel gehören dazu.
Klaus-Dieter Heber, der Vorsitzende des Trägervereines, erläuterte die Entstehungsgesichte des Projektes und erklärte, warum es so wichtig sei, ein Kinderhospiz in Mitteldeutschland einzurichten. Ein Hospiz für Kinder ist anders als bei einem Erwachsenenhospiz kein Ort zum sterben. Hier soll den verbleibenden Tagen mehr Leben gegeben werden. Wir wollen Kindern und Eltern Kraft und Hoffnung für den Alltag geben. Heber sagte, daß die Zusammenarbeit mit der Stadt Nordhausen die Voraussetzung war, denn die Stadt stellte die seit 2002 nicht mehr genutzte Schule zur Verfügung. Für den Umbau seien 4,8 Millionen Euro nötig. Binnen zwei Jahren soll das Geld gesammelt und der Umbau abgeschlossen sein. 2008 könnten die ersten Kinder mit ihren Familien einziehen. Das wird nur durch die Unterstützung vieler Förderer möglich sein. Betonte Klaus-Dieter Heber. Denn das Besondere an dem Haus sei, daß es zu 100 Prozent ohne staatliche Förderung auskommen müßte.
Norbert Blüm, Bundesminister a.D., wollte eigentlich persönlich einen Vortrag halten. Da er erkrankt war, sandte er Grußworte. Er betonte, daß Hospizarbeit eine Arbeit für das Leben sei, und daß das Thema Tod wieder mitten ins Leben geholt werden müsse. Diese Bürgerinitiative sei Teil einer neuen Kulturbewegung, die die Würde der Sterbenden wahre.
Nicht nur Mitteldeutsche engagieren sich als Botschafter für das Hospiz. Dr. Willem van der Griend, Strafverteidiger am internationalen Gerichtshof, und Philip Heylen, der stellvertretende Bürgermeister von Antwerpen schickten ihre Grußworte nach Nordhausen. Der ehemalige KZ-Häftling Leopold Classens überbrachte die Grüße seines belgischen Landsmannes. Mit der Stadt Antwerpen verbindet Nordhausen seit einiger Zeit eine Partnerschaft.
Peter Sodann bezeichnete das Projekt als einen Vorreiter in Mitteldeutschland. Da nur noch acht Millionen Menschen in den Ländern Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen wohnten, könnten diese sich auch politisch und verwaltungsrechtlich zusammenschließen. Dann wäre das Geld für solche Einrichtungen wie das Kinderhospiz da. Der Schauspieler bedauerte, daß sich der Staat aus vielen sozialen Aufgaben zurückziehe.
Da die Botschafter auch eine Ausrüstung für ihre Arbeit benötigen, wie Visitenkarten und eine Tasche mit Infomaterialien, nutzte Projektmanager Stephan Masch die Chance, den Anwesenden die Sachen persönlich zu übergeben. Kinder der zur Zeit im Gebäude untergebrachten evangelischen Grundschule brachten Taschen und Blumen für die Botschafter und andere Förderer. Goldschmied Hans-Jürgen Nüßle übergab Anstecker mit dem Logo des Vereins.
Nach den Reden der Botschafter konnten Luftballons mit guten Wünschen versehen und fliegen gelassen werden. Für Speisen hatte das Grillteam Fire-Food-Fun von Europameister Andreas Rummel gesorgt.
Autor: wf
Botschaftertreffen (Foto: nnz)
Zahlreiche prominente Botschafter kamen heute nach Krimderode. Sie werben alle für das Kinderhospiz Mitteldeutschland. Das soll in der ehemaligen Schule entstehen. Bis es soweit ist, muß noch viel getan werden. Damit es leichter fällt Spenden für das Millionenprojekt anzuwerben, haben sich Schauspieler, Sportler und andere bekannte Gesichter bereiterklärt als Botschafter zu fungieren. Mit dabei sind unter anderem der Tatortkommisar Peter Sodann (Foto), die Kollegen vom Polizeiruf 110 aus Halle Wolfgang Winkler und Jaecki Schwarz, sowie die Sat 1 Polizisten Toto und Harry. Der Kugelstoßer Udo Beyer, die Fernsehmoderatorin Ines Adam und der Thüringer Grillmeister Andreas Rummel gehören dazu. Klaus-Dieter Heber, der Vorsitzende des Trägervereines, erläuterte die Entstehungsgesichte des Projektes und erklärte, warum es so wichtig sei, ein Kinderhospiz in Mitteldeutschland einzurichten. Ein Hospiz für Kinder ist anders als bei einem Erwachsenenhospiz kein Ort zum sterben. Hier soll den verbleibenden Tagen mehr Leben gegeben werden. Wir wollen Kindern und Eltern Kraft und Hoffnung für den Alltag geben. Heber sagte, daß die Zusammenarbeit mit der Stadt Nordhausen die Voraussetzung war, denn die Stadt stellte die seit 2002 nicht mehr genutzte Schule zur Verfügung. Für den Umbau seien 4,8 Millionen Euro nötig. Binnen zwei Jahren soll das Geld gesammelt und der Umbau abgeschlossen sein. 2008 könnten die ersten Kinder mit ihren Familien einziehen. Das wird nur durch die Unterstützung vieler Förderer möglich sein. Betonte Klaus-Dieter Heber. Denn das Besondere an dem Haus sei, daß es zu 100 Prozent ohne staatliche Förderung auskommen müßte.
Norbert Blüm, Bundesminister a.D., wollte eigentlich persönlich einen Vortrag halten. Da er erkrankt war, sandte er Grußworte. Er betonte, daß Hospizarbeit eine Arbeit für das Leben sei, und daß das Thema Tod wieder mitten ins Leben geholt werden müsse. Diese Bürgerinitiative sei Teil einer neuen Kulturbewegung, die die Würde der Sterbenden wahre.
Nicht nur Mitteldeutsche engagieren sich als Botschafter für das Hospiz. Dr. Willem van der Griend, Strafverteidiger am internationalen Gerichtshof, und Philip Heylen, der stellvertretende Bürgermeister von Antwerpen schickten ihre Grußworte nach Nordhausen. Der ehemalige KZ-Häftling Leopold Classens überbrachte die Grüße seines belgischen Landsmannes. Mit der Stadt Antwerpen verbindet Nordhausen seit einiger Zeit eine Partnerschaft.
Peter Sodann bezeichnete das Projekt als einen Vorreiter in Mitteldeutschland. Da nur noch acht Millionen Menschen in den Ländern Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen wohnten, könnten diese sich auch politisch und verwaltungsrechtlich zusammenschließen. Dann wäre das Geld für solche Einrichtungen wie das Kinderhospiz da. Der Schauspieler bedauerte, daß sich der Staat aus vielen sozialen Aufgaben zurückziehe.
Da die Botschafter auch eine Ausrüstung für ihre Arbeit benötigen, wie Visitenkarten und eine Tasche mit Infomaterialien, nutzte Projektmanager Stephan Masch die Chance, den Anwesenden die Sachen persönlich zu übergeben. Kinder der zur Zeit im Gebäude untergebrachten evangelischen Grundschule brachten Taschen und Blumen für die Botschafter und andere Förderer. Goldschmied Hans-Jürgen Nüßle übergab Anstecker mit dem Logo des Vereins.
Nach den Reden der Botschafter konnten Luftballons mit guten Wünschen versehen und fliegen gelassen werden. Für Speisen hatte das Grillteam Fire-Food-Fun von Europameister Andreas Rummel gesorgt.










