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Do, 09:01 Uhr
04.10.2001

Nordhausen gratuliert Martin Domke

Nordhausen (nnz). Am 7. Oktober begeht Prof. Martin Domke seinen 90. Geburtstag. Bürgermeister Klaus Wahlbuhl (SPD) würdigte in einem Glückwunschschreiben Professor Domkes künstlerisches Wirken in Nordhausen, aber auch seine bis heute bestehende Verbundenheit mit der Stadt Nordhausen.


„Er schenkte in den 90er Jahren dem Meyenburg-Museum Grafiken, Entwürfe und Plastiken, darunter auch so bedeutende Arbeiten wie die Farbskizzen für die Glasfenster der Blasii-Kirche sowie Skulpturen aus Bronze und Ton“, sagte Bürgermeister Wahlbuhl. Sie sind heute im Park des Meyenburg-Museums ausgestellt. Insgesamt umfasst die Nordhäuser Kunstsammlung 20 Arbeiten von Professor Domke. Seine bedeutendste Arbeit sind wohl die Bleiglasfenster der St. Blasii-Kirche, die man noch heute im Hohen Chor der Kirche bewundern kann. Als gebürtiger Breslauer kam Martin Domke 1945 nach Nordhausen, wo er eine Holzdrechselei aufbaute, die mit ihren Werken weit über die Grenzen Thüringens bekannt und begehrt wurde. Im Frühjahr des gleichen Jahres erhielt er einen Lehrauftrag an der Pädagogischen Fachschule im Fach Kunsterziehung und war auch an der Oberschule „Wilhelm von Humboldt“ als Kunsterzieher tätig.

Ein Jahr später erwarb er den beschädigten Judenturm, den die Stadt abreißen wollte und ließ ihn unter Denkmalschutz stellen. Hier konnte er sich nach der Gründung einer privaten Kunstschule ganz der Gestaltung von neuen Kirchenfenstern für die Blasii-Kirche, die 1945 beim Bombenangriff zerstört wurden, widmen. 1948 wurden sie dann nach seinen Entwürfen gefertigt und 1949 eingeweiht. Mit dieser neuen Glastechnik in Blei und in intensiven und ausdrucksvollen Glasfarben ist Professor Martin Domke europaweit bekannt geworden. Er ist mit Nordhausen immer noch stark verbunden und auch die Stadt Nordhausen, die sich wegen seines Wirkens sehr verpflichtet fühlt, ließ den Kontakt zu ihm nie abreißen. Der Künstler lebt heute in Weilheim-Hepsisau an der Teck in der Schwäbischen Alb.
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