eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (4)
Fr, 10:59 Uhr
25.01.2019
Entwurf des Thüringer Schulgesetzes

Fünf Schulstandorte gefährdet?

In den kommenden Monaten soll im Thüringer Landtag das neue Schulgesetz beraten und beschlossen werden. Für fünf Schulen im Landkreis Nordhausen sieht es nicht gut aus...

Grundschule Petersdorf (Foto: Stadtverwaltung Nordhausen) Grundschule Petersdorf (Foto: Stadtverwaltung Nordhausen) Grundschule Petersdorf

Der Gesetzgeber hat indem jetzt vorliegenden Entwurf einige Vorgaben gemacht. So zum Beispiel Mindestschülerzahlen. Grundschulen sollen mindestens 80 Kinder, Regelschulen mindestens 240 Schüler und Gmynasien mindestens 540 Schüler unterrichten. Weitere Kriterien sind die Zahlen der Einzuschulenden oder die Stärke der Eingangsklassenstufen.

Anzeige Refinery (lang)
Wie das im politischen Getriebe nun mal so ist, sind im Gesetzentwurf natürlich auch Ausnahmen vorgesehen. Das sind zum Beispiel:
  • Nutzungsbindung für geförderte Schulbauten
  • Aufnahmekapazität der Nachbarschule ausgelastet
  • Keine bauliche Voraussetzungen
  • max 3 Jahre um 10 % zu gering ausgelastet
  • Prognose für die nächsten Jahren höher liegt
  • Neuerrichtung Schule und aufwachsende Schülerzahlen
  • Schulweg zu lang
  • Kooperation wegen Schulweg nicht möglich
Weiterhin sollen Kooperationen wie Sprengelmodelle, Filialmodelle oder Campusmodelle möglichen Schulschließenungen vorbeugen.

Wir fragten am Montag bei den beiden Schulträgern im Landkreis Nordhausen nach. Für den Landkreis liegen Drei Schulen deutlich unter den aktuellen Vorgaben, teilt das zuständige Fachgebiet umgehend mit. Das sind die Grundschule Klettenberg mit derzeit 68 Schülern, die Regelschule Niedersachswerfen mit 210 Schülern und das Bleicheröder Gymnasium mit 354 Schülern.

Grenzwertig seien darüber hinaus die Grundschulstandorte Sollstedt und Niedergebra. Hierzu hat jedoch der Kreistag ein Filialmodell beschlossen, das die Rekonstruktion der Sollstedter Schule voraussetzt.

Bis zum Mittwoch benötigte die Stadtverwaltung, um auf die nnz-Anfrage zu antworten: "Aufgrund der derzeitigen Prognose würde der Schulplan des zuständigen Ministeriums für die Stadt Nordhausen aktuell zwei Schulen betreffen, die vermutlich dauerhaft nicht die Mindestschülerzahl erreichen werden. Die Schülerzahlen können aber auch nicht durch die bestehenden Schulen in der Stadt Nordhausen absorbiert werden – sprich für beide Schulen bzw. deren Schüler gäbe es keine Kapazitäten an anderen Schulen. Im Gespräch mit Minister Holter im vergangenen Jahr wurde der Stadt Nordhausen zugesichert, dass dies noch kein Grund für eine Schulschließung wäre, wenn eine Erhöhung der Schülerzahlen in einem bestimmten Zeitraum abzusehen sei. Anderenfalls sind Kooperationsmodelle auch noch Optionen für den Fortbestand der Schulen."

Namentlich genannt wurden die beiden Schulen nicht. Doch Auskunft kann das offizielle Schulportal des Freistaates geben. Laut diesem erfüllt die Regelschule am Förstemannpark in Nordhausen mit ausgewiesenen 229 Schüler die Mindestzahl nicht. Gefährdet scheint auch (aufgrund der Perspektive) die Grundschule in Petersdorf.

Es liegt also an Verwaltung und Stadtrat für den Erhalt der beiden Standorte zu "kämpfen", denn selten wird ein Gesetz so verabschiedet, wie es im Entwurf zu lesen ist. Und immer noch gilt wohl auch: Ausnahmen könnten auch in diesem Fall die Regel bedeuten. Und die Verantwortlichen haben noch Zeit zum Handeln.

Geplant ist die Beschlussfassung des Gesetzes durch das Parlament im Frühsommer 2019. Inkrafttreten soll die Gesetzesnovelle im August 2020, die Parameter für Schulgrößen sollen ab August 2021 schrittweise gelten (im Schuljahr 2021/22 sind 15 Prozent Abweichung von den Vorgaben möglich, in den Schuljahren 2022/23 und 2023/24 zehn Prozent Abweichung).
Autor: red

Anzeige symplr (6)
Kommentare
free Gigi
25.01.2019, 13:22 Uhr
Apocalypse now
Statt Mindest-Schülerzahlen, sollten lieber mal Mindest-Lehrerzahlen festgelegt und auch umgesetzt werden!!!
Paulinchen
25.01.2019, 14:17 Uhr
Ja mei....
... ist denn schon wieder 1.April? Weshalb wurde die Schule und deren Hof vor nicht allzu langer Zeit erst saniert? Die armen Kinder können ja dann einen Teil ihrer Schulzeit in Bussen und Bahnen verbringen. Merkt denn keiner, dass alles was mit Schule zu tun hat, saniert werden muss? Allerdings auch dort, wo derartige Entscheidungen getroffen werden.
Anja-ndh
25.01.2019, 14:49 Uhr
Petersdorf gefährdet?!?
Hallo?! Wer sich genauer damit beschäftigt weiß das jetzt, sobald es die Wetterlage es zulässt der Schulhof umfassend saniert wird. Und im Sommerferien ist die Erneuerung der Innentreppe geplant....
henry12
25.01.2019, 14:59 Uhr
Schulen braucht kein Mensch
Informiert Euch mal in Sachsen Anhalt, gleich
im Nachbarkreis. Dort gab es bereits einen brutalen Kahlschlag bei den Schulstandorten.
Jetzt werden die Kinder über Strecken gekarrt, Lehrer fehlen trotz der "Zentralisierung" von Schulen und Unterricht fällt in Größenordnung aus.
Digitalisierung, Fachkräftemangel ? Alles nur leeres Gerede, die armen Kinder sollen doof sein, das ist das Ziel.
Bernd
25.01.2019, 15:08 Uhr
Priorität
Warum sollte die ROT ROT GRÜNE Regierung sich um die Kinder in Thüringen kümmern?

Es kommen doch täglich tausende bereits sehr gut gebildete Einwanderer über die Grenze nach Deutschland.

Investieren in Schule, Kindergarten, Lehrer etc.? Für den roten Ministerpräsident in Erfurt hat der Moscheebau in Erfurt-Marbach Priorität!

Aber jeder hat die Wahl
Fönix
25.01.2019, 15:23 Uhr
Zitat henry12:
" Schulen braucht kein Mensch
...
Jetzt werden die Kinder über Strecken gekarrt, Lehrer fehlen trotz der "Zentralisierung" von Schulen und Unterricht fällt in Größenordnung aus.
Digitalisierung, Fachkräftemangel ? Alles nur leeres Gerede, die armen Kinder sollen doof sein, das ist das Ziel."

So sieht es aus mit unserer ach so tollen Bildungspolitik in dieser ach so tollen Republik. Da hilft auch kein "Möhrchen-Hausaufgabenheft". Es verblendet nur.

Und da stehen die mitteldeutschen Bundesländer noch vergleichsweise gut da.
Kritiker86
26.01.2019, 06:23 Uhr
Es geht...
mal wieder nur ums Geld und nicht um die Menschen. Die Bundesrepublik zerstört sich Tag für Tag immer mehr. Nur damit sich einzelne die Privaten Taschen füllen können. Der Untergang ist schon lange für Deutschland beschlossen. Es gibt nur noch einen Weg der führt ganz steil ab in den Keller. Prosit sag ich da nur.
Jäger53
26.01.2019, 08:30 Uhr
Schule und so.
Was eine schlechte Schulbildung so ausrichten kann sieht man am Thüringer Landtag, das sind ja
die Vorbilder unserer Kinder.
Kommentare sind zu diesem Artikel nicht mehr möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (8)