nnz-tv Eichsfelder Nachrichten Kyffhäuser Nachrichten Mansfeld-Südharz-Zeitung Unstrut-Hainich Zeitung
Fr, 09:02 Uhr
14.09.2018
Experten:

Volkswirtschaften besser für Finanzkrise gewappnet

Zehn Jahre nach dem Ausbruch der Finanzkrise sind Wirtschaftsexperten weltweit nun überzeugt, dass die Wirtschaft ihres Landes besser für eine neue Finanzkrise gewappnet ist. Mehr als 75 Prozent der Experten aus entwickelten Volkswirtschaften gaben dies bei einer ifo-Umfrage an...


Experten aus Schwellen- und Entwicklungsländer zeigten sich weniger optimistisch: Nur 55 Prozent von ihnen glauben, ihr Land sei für eine neue Krise vorbereitet. Insgesamt wurden 976 Experten aus 117 Ländern vom ifo Institut befragt.

86 Prozent der Befragten aus dem Euroraum, Kanada, Japan, aus dem Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten gaben an, dass Reformen der Finanzbranche nötig gewesen seien. Aber auch Experten aus Asien (87 Prozent), aus Schwellenländern Europas (89 Prozent) und aus der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (72 Prozent) befürworteten Reformen.

Die meisten Experten sind sich einig, dass Verbesserungen bei der Kapital- und Liquiditäts-Regulierung sowie beim Risiko-Management stattgefunden haben. Besonders im Euroraum, Kanada, Japan, Großbritannien und den USA sind die Experten der Meinung, dass Reformen umgesetzt wurden, die für mehr Transparenz bei Bewertung von Finanz-Instrumenten sorgen sollen. Und dass Zentralbanken in ihrer Fähigkeit gestärkt wurden, Liquidität bereitzustellen. Umstrittener bei den Experten bliebe, ob eine allgemein strengere Regulierung umgesetzt wurde und striktere Beschlüsse zu grenzübergreifenden Finanz-Instituten sowie zur Rolle von Rating-Agenturen.

Zu der Frage, ob weitere Reformen nötig seien, zeigten sich die meisten Experten aus den fortgeschrittenen Volkswirtschaften mit der aktuellen Politik zufrieden. Dagegen wünschen sich Experten in Schwellen- und Entwicklungsländern strengere Regeln, speziell bei der Reaktionsfähigkeit von Finanzbehörden auf Marktrisiken und bei einer effizienten Kommunikation mit Marktteilnehmern. Besonders viele der Experten, die strengere Reformen befürworten, kommen aus den Schwellen- und Entwicklungsländern Asiens.
← zum Nachrichtenüberblick
→ Druckversion

Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.
→ Kommentar hinzufügen



Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.

Wir verwenden Cookies um die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren und geben hierzu Informationen zu Ihrer Nutzung unserer Website an Partner weiter. Mehr Informationen hierzu finden Sie im Impressum und der Datenschutzerklärung.