Di, 14:52 Uhr
17.07.2018
Auf dem Weg zum Kinder- und Jugendstadtrat
Kinder an die Macht
Mitbestimmen heißt auch mitgestalten - in jungen Jahren hat man diese Möglichkeiten selten, in Nordhausen soll sich das jetzt ändern. Über ein eigenes Kinder- und Jugendparlament sollen die jungen Bürgerinnen und Bürger ihre Interessen vertreten können. Wie die aussehen, das versucht man derzeit herauszufinden, die Vorbereitungen für das neue Gremium liefen diese Woche an...
Mit sieben Kindern- und Jugendlichen wurde gestern im Club Caritas in der Landgrabenstraße der erste Schritt auf dem Weg zu einem neuen Kinder- und Jugendparlament getan. Ausgestattet mit einem kleinen Budget von 5.000 Euro per annum soll die Vertretung den jungen Nordhäuserinnen und Nordhäusern die Möglichkeit geben, ihr eigenes Lebensumfeld demokratisch mitzugestalten.
Zuvor tut ein wenig Selbstreflexion not - was ist mir eigentlich wichtig? Welche Bedürfnisse und welche Rechte habe ich? Was würde ich wo ändern wollen? Mit diesen und anderen Fragen setzte man sich gestern im Club Caritas nahe dem Nordhäuser Bahnhof auseinander. Das Areal ist mit der Stadtmitte, Nordhausen Ost und Salza eines von vier Quartieren oder "Wirkungskreisen", auf die sich die Kinder- und Jugendarbeit in der Stadt konzentriert. Die Sitzung im Club Caritas war denn auch nur das erste von vielen Treffen. Heute Nachmittag wollte man schon konkreter werden und besah sich Vorstellungen und Wünsche, wie sie die Kinder der Petersbergschule schon einmal zusammengefasst hatten, bevor man selber auf "Fotosafari" ging, um die Orte zu finden, die den Kindern und Jugendlichen vor Ort wichtig sind.
Linda Kulke von den "Naturfreunden Thüringen" klärt spielerisch Fragen zu Kinderrechten und Bedürfnissen (Foto: Angelo Glashagel)
"Es wurde schon mehrfach angesprochen das den Kindern hier am Bahnhof eine Möglichkeit fehlt sich einfach zu treffen und zu spielen", sagt Stephanie Aurin, die den Weg zum Kinder- und Jugendparlament für die Stadtverwaltung begleitet. "Ingesamt haben wir schon knapp 20 Vorschläge bekommen. Manche wollen wissen wo man hin kann um sich zu beschäftigen, hier könnte man die Idee eines Kinder- und Jugendstadtplanes wieder aufgreifen. Viele beschäftigen sich auch mit dem Petersberg und seiner Umgebung. Da geht es manchmal um ganz einfache Dinge die sich leicht lösen ließen, etwa Sitzgelegenheiten oder ein Sonnenschirm aber auch andere Dinge wie den Zustand des Skater-Anlage."
Unterstützt wird Aurin vom Verein der "Naturfreunde Thüringen". Die Organisation blickt auf eine lange Tradition zurück und engagiert sich heute im Kinder- und Jugendbereich vor allem mit Blick auf Beteiligungsprozesse. "Wir helfen Kommunen dabei Beteiligungsprozesse anzustoßen", sagt Linda Kulke von den Naturfreunden, "wie das am Ende aussieht, das liegt an den Kommunen die den Rahmen geben und an den Jugendlichen, die selber entscheiden wie sie sich organisieren möchten."
Die nächsten Treffen finden morgen und übermorgen jeweils von 14 bis 18 Uhr im Jugendclubhaus statt, teilnehmen können Kinder- und Jugendliche aus allen Stadt- und Ortsteilen. Am 23. und 24. Juni will man den sprichwörtlichen Stein dann in Nordhausen Ost ins rollen bringen, hier wird man wie gehabt zwischen 14 und 18 Uhr im Jugendtreff zusammenkommen. Zu guter letzt wird man am 6. und 7. August in die Falken-Villa am Van-der-Foer-Damm laden bevor man schließlich am Anfang September das erste große Treffen im Nordhäuser Ratssaal einberufen wird. "Auch hier sind alle Kinder und Jugendlichen willkommen", unterstreicht Stephanie Aurin, auch diejenigen, die vorher an keinem der anderen Treffen teilgenommen haben.
Angelo Glashagel
Autor: redMit sieben Kindern- und Jugendlichen wurde gestern im Club Caritas in der Landgrabenstraße der erste Schritt auf dem Weg zu einem neuen Kinder- und Jugendparlament getan. Ausgestattet mit einem kleinen Budget von 5.000 Euro per annum soll die Vertretung den jungen Nordhäuserinnen und Nordhäusern die Möglichkeit geben, ihr eigenes Lebensumfeld demokratisch mitzugestalten.
Zuvor tut ein wenig Selbstreflexion not - was ist mir eigentlich wichtig? Welche Bedürfnisse und welche Rechte habe ich? Was würde ich wo ändern wollen? Mit diesen und anderen Fragen setzte man sich gestern im Club Caritas nahe dem Nordhäuser Bahnhof auseinander. Das Areal ist mit der Stadtmitte, Nordhausen Ost und Salza eines von vier Quartieren oder "Wirkungskreisen", auf die sich die Kinder- und Jugendarbeit in der Stadt konzentriert. Die Sitzung im Club Caritas war denn auch nur das erste von vielen Treffen. Heute Nachmittag wollte man schon konkreter werden und besah sich Vorstellungen und Wünsche, wie sie die Kinder der Petersbergschule schon einmal zusammengefasst hatten, bevor man selber auf "Fotosafari" ging, um die Orte zu finden, die den Kindern und Jugendlichen vor Ort wichtig sind.
Linda Kulke von den "Naturfreunden Thüringen" klärt spielerisch Fragen zu Kinderrechten und Bedürfnissen (Foto: Angelo Glashagel)
"Es wurde schon mehrfach angesprochen das den Kindern hier am Bahnhof eine Möglichkeit fehlt sich einfach zu treffen und zu spielen", sagt Stephanie Aurin, die den Weg zum Kinder- und Jugendparlament für die Stadtverwaltung begleitet. "Ingesamt haben wir schon knapp 20 Vorschläge bekommen. Manche wollen wissen wo man hin kann um sich zu beschäftigen, hier könnte man die Idee eines Kinder- und Jugendstadtplanes wieder aufgreifen. Viele beschäftigen sich auch mit dem Petersberg und seiner Umgebung. Da geht es manchmal um ganz einfache Dinge die sich leicht lösen ließen, etwa Sitzgelegenheiten oder ein Sonnenschirm aber auch andere Dinge wie den Zustand des Skater-Anlage."
Unterstützt wird Aurin vom Verein der "Naturfreunde Thüringen". Die Organisation blickt auf eine lange Tradition zurück und engagiert sich heute im Kinder- und Jugendbereich vor allem mit Blick auf Beteiligungsprozesse. "Wir helfen Kommunen dabei Beteiligungsprozesse anzustoßen", sagt Linda Kulke von den Naturfreunden, "wie das am Ende aussieht, das liegt an den Kommunen die den Rahmen geben und an den Jugendlichen, die selber entscheiden wie sie sich organisieren möchten."
Die nächsten Treffen finden morgen und übermorgen jeweils von 14 bis 18 Uhr im Jugendclubhaus statt, teilnehmen können Kinder- und Jugendliche aus allen Stadt- und Ortsteilen. Am 23. und 24. Juni will man den sprichwörtlichen Stein dann in Nordhausen Ost ins rollen bringen, hier wird man wie gehabt zwischen 14 und 18 Uhr im Jugendtreff zusammenkommen. Zu guter letzt wird man am 6. und 7. August in die Falken-Villa am Van-der-Foer-Damm laden bevor man schließlich am Anfang September das erste große Treffen im Nordhäuser Ratssaal einberufen wird. "Auch hier sind alle Kinder und Jugendlichen willkommen", unterstreicht Stephanie Aurin, auch diejenigen, die vorher an keinem der anderen Treffen teilgenommen haben.
Angelo Glashagel


