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Mo, 16:00 Uhr
09.07.2018
Allen Protesten zum trotz:

Gipsabbau wird vorbereitet

Ein Gips verarbeitendes Unternehmen aus Niedersachsen hat heute mit den vorbereitenden Arbeiten zum Rohstoffabbau in der Rüdigsdorfer Schweiz bei Harzungen...


Zunächst sollen die Transportwegs und eine Brücke instandgesetzt werden, damit der in dem folgenden Tagebau gewonnenen Gips abtransportiert werden kann.

Der Gips in dieser dem Konzern gehörenden Lagerstätte zeichne sich eine besondere Qualität aus, die ausschließlich für Formen- oder Dentalgipse verwendet werden kann. Der Abbau von Gips am Kuhberg soll in kleinen Feldern von rund zwei Hektar erfolgen, die danach sofort wieder renaturiert werden.

Insgesamt umfasst das gesamte Abbaufeld den Unternehmensangaben zufolge knapp 20 Hektar. Ab dem kommenden Jahr sollen jährlich 20.000 Tonnen Gestein abgebaut werden. Trotz massiver Proteste aus der Region hatte das Landesbergamt die Pläne des Unternehmens im vergangenen Jahr genehmigt.
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Kommentare

09.07.2018, 16.14 Uhr
Wolfi65 | Oh 20.000 Tonnen
Das sind ja viele viele LKW. Das wird bestimmt ein Spaß für die Anlieger im Biosphärenreservat Südharz. Ich sehe jetzt schon die zerfahrenen Zufahrtsstraßen und die Staubwolken. Die Straßen zahlt dann der Steuerzahler, denn schließlich hat der Unternehmer Arbeitsplätze vor Ort geschaffen. Wieder ein Leuchtturm der Nordthüringer Wirtschaft.
09.07.2018, 18.18 Uhr
HausH | Wolfi's Welt ;-)
20.000 Tonnen bei 248 Arbeitstagen (52*5=260 Tage abzüglich ca 12 Feiertage) macht bei 25 Tonnen je LKW am Tag durchschnittlich 3,2 LKW.

Da gehen mir die "Öko Trecker" voller Getreide und Mais zu den Biogasanlagen weitaus mehr auf die Nerven.

Sicher kein "Spaß" für die Anlieger, viel mehr Spaß stellen da Wolfi's Laster voller Weisheit im Stundentakt dar.

Schönen Feierabend allen
09.07.2018, 21.18 Uhr
Leser X | Da wünschte man...
... sich doch rasch wieder die Grenze herbei. Dann müssten die Niedersachsen ihre eigene Landschaft zerstören...
09.07.2018, 21.25 Uhr
horsti12 | wo bleibt Bodo.?
Keiner seiner 4 bis 5 ständigen Mäher von Trockenrasen und sonstigen Weltretter können dort noch was erwirken..Bodo versinkt in den Boden....aber in Thailand könnte er noch die eingeschlossenen Kinder retten die wirklich Hilfe bräuchten...Also ab Bodo du Weltretter und mach mal was vernünftiges..
09.07.2018, 22.23 Uhr
Wolfi65 | Oh, eine Milchmädchen Rechnung @Haush
Nur 3,5 LKW pro Tag. Wie kommt man denn auf 248 Arbeitstage? Vielleicht soll die Lagerstätte in viel kürzerer Zeit ausgebeutet werden, denn Time is Money. Da fahren vielleicht die Laster Arrount the Clock, um schneller zu anderen Taten schreiten zu können. Aber das hat wohl @HausH in seiner Lasterrechnung nicht berücksichtigt. Man muss mit allen rechnen. Zwanzigtausend Tonnen Gips. Die wollen erst mal weggekarrt werden Zum Vergleich wog ein Kalisalzzug von Bischofferode nach Bleicherode Ost an die 1200 Tonnen, hatte bis zu 120 Achsen und war 600 Meter lang. Und das Gewicht mit einen 40 Tonner über die Landstraße. Da braucht mir hier keiner mit Umweltschutz usw. kommen. In diesem Land geht es nur um Kohle. Wollen wir hoffen, das nicht noch Kohle unter der Stadt Nordhausen gefunden oder auch vermutet wird. Ansonsten wird die Stadt noch zwangsumgesiedelt und jeder muss noch eine Fremde Sprache lernen.
10.07.2018, 00.18 Uhr
Rainer H. | Linke Regierung macht Weg frei für Gipsabbau!
Nach über 25 Jahren der Verhinderung eines neuen Tagebaues, macht die Thüringer Landesregierung den Weg frei zum Gipsabbau. Gesetzliche Regelungen schiebt man vor. Doch wo ein politischer Wille ist, da ist auch ein Weg. Aber es war wie ein Ohmen, als im Wahlkampf 2014 die Linke bei der Gipsindustrie zum Schaulaufen antrat und sich wohl einkaufen ließ.
10.07.2018, 07.24 Uhr
Jäger53
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10.07.2018, 13.21 Uhr
Paulinchen | Und warum ...
...baut die Fa. aus Niedersachsen nicht in Walkenried weiter ihren Gips ab? Es ist aus meiner Sicht ein Schande, dass der Abbau überhaupt genehmigt wurde. Wer hat denn da tatsächlich die Fäden gezogen, dass es möglich ist, in einem Naturschutzgebiet (oder ist es keines, wenn es um die Gier nach Geld geht?) einfach mal so ganz nebenbei, gegen den Willen der dortigen Bevölkerung, so mir nichts dir nichts die heile Welt zerstören kann? Aus diesen Gründen vertrete ich durchaus mal die Meinung von Wolfi65. Es ist schon bemerkenswert, wenn der Kommerz dahinter steht, klappts auch mit der Sanierung und Ausbau von Brücken und Straßen. Wie sieht denn dann die Renaturierung aus, gibts dann einfach dort nur einen neuen Badesee danach?
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