nnz-tv Eichsfelder Nachrichten Kyffhäuser Nachrichten Mansfeld-Südharz-Zeitung Unstrut-Hainich Zeitung
Sa, 07:04 Uhr
07.07.2018
Lohnbuchhaltung:

Zeitaufwendig und kompliziert?

Spätestens, wenn man als Gründer die ersten Mitarbeiter einstellt, sollte man sich mit korrekter Lohn- und Gehaltsabrechnung auseinandergesetzt haben. Welche Mindestangaben müssen hier erscheinen? Welche Abzüge gibt es und wohin gehen diese? Im Rahmen der Lohnbuchhaltung gibt es einiges zu beachten denn das Steuer- und Abgabensystem in Deutschland ist teilweise sehr kompliziert...

Rechnen ist Pflicht (Foto: stevepb/pixabay.com)
Die monatliche Lohn- und Gehaltsabrechnung für die Mitarbeiter ist Pflicht und alles andere als eine freiwillige Angelegenheit. Aus diesen Dokumenten wird ersichtlich, wie der Bruttolohn zum Nettolohn wird, daher müssen alle Komponenten, welche vom Bruttolohn abgezogen werden, einzeln aufgeschlüsselt werden. Dies sind in der Regel folgende Posten:
  • Krankenversicherung
  • Rentenversicherung
  • Arbeitslosenversicherung
  • Pflegeversicherung
  • Lohnsteuer
  • Kirchensteuer
  • Solidaritätszuschlag
Zu beachten ist hier, dass Lohn und Gehalt nicht etwa das gleiche ist, vielmehr gibt es einen entscheidenden Unterschied. Das Gehalt ist eine gleichbleibende Summe, die jeden Monat unabhängig von den geleisteten Stunden gezahlt wird. Der Lohn hingegen kann durchaus variieren und ist an die geleisteten Stunden gekoppelt. In den Abrechnungen wird zudem ersichtlich, welche Kostenstellen an welche Institutionen gezahlt werden (Finanzamt, Krankenversicherung etc.).

Für viele Gründer zählen die monatlichen Lohn- und Gehaltsabrechnungen zu den zeitaufwendigsten und somit lästigen Pflichtaufgaben. Zudem müssen gesetzliche Veränderungen bei diesen Abrechnungen ebenso berücksichtigt werden wie Veränderungen im Leben der Mitarbeiter (Hochzeit, Nachwuchs, Nebenjob etc.).

Unbedingt sorgfältig arbeiten

Wenn die Lohn- und Gehaltsabrechnungen Fehler aufweisen, ist Ärger mit dem Finanzamt und/oder den Sozialversicherungsträgern meist vorprogrammiert. Wer es sich leisten kann, sollte daher einen erfahrenen Steuerberater mit der Erstellung dieser Aufgabe betreuen. Wesentlich Kostengünstiger aber auch sehr effizient sind entsprechende Softwareprogramme für die Lohn- und Gehaltsabrechnung. Solche Programme verfügen über zahlreiche vorgefertigte Abrechnungsunterlagen und helfen nicht nur vollständige Abrechnungen zu erstellen, sondern dabei auch Zeit zu sparen. Insbesondere für Arbeitgeber ohne große Erfahrung in der Lohnbuchführung sind solche Lösungen sehr zu empfehlen.

Zusätzliche Software lohnt immer

Mitunter können solche Softwarelösungen nicht nur für die Lohn- und Gehaltsabrechnung eingesetzt werden, sondern darüber hinaus auch für andere Bereiche der Buchhaltung, etwa internes und externes Rechnungswesen inkl. Fahrtenbücher etc., Anlagenbuchhaltung und Bilanzbuchhaltung. Gerade das Thema Firmenwagen ist oft eng mit der Lohnbuchhaltung verknüpft, wie etwa die Ein-Prozent-Regelung zeigt. Insbesondere, wenn man keinen eigenen Mitarbeiter für die Buchhaltung hat und auch keinen externen Buchhalter beschäftigen möchte, kann man mit entsprechender Software viel Zeit sparen und ist durch teils automatisierte Prozesse auch immer auf der gesetzlich aktuellen und somit sicheren Seite. Entsprechende Programme bieten entweder ein Komplettpaket für die jeweiligen Anwendungen oder können bei Bedarf um Funktionen erweitert werden.

Der Einsatz einer leistungsstarken Abrechnungssoftware ist enorm sinnvoll, gerade auch, weil sich hier stets an die jeweiligen gesetzlichen Regelungen gehalten werden kann. Zudem hat man immer einen tagesaktuellen Überblick über die Gesamtkosten des Unternehmens. Auch praktisch sind etwa Funktionen, die Steuerdaten direkt und automatisch an das Finanzamt senden können oder weitere relevante Meldungen an die jeweiligen Sozialversicherungsträger. Mit der passenden Softwarelösung können kleine Unternehmen alle relevanten Aufgaben simpel und rechtskonform selber erledigen und somit Zeit und Geld sparen.
← zum Nachrichtenüberblick
→ Druckversion

Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.
→ Kommentar hinzufügen



Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.