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Di, 06:46 Uhr
17.04.2018
Tomasz Grzegorczyk im Interview

Das Unmögliche möglich machen

Morgen empfängt der FSV Wacker 90 Nordhausen um 19 Uhr im heimischen Albert-Kuntz-Sportpark die TSG Neustrelitz zum Regionalliga-Pubnktspiel. Vor dem Spiel hatten wir Gelegenheit, mit dem neuen Trainer der Mecklenburger zu sprechen...

Rechts Tomasz Grzegorczyk  (Foto: M. Schütt/Verein) Tomasz Grzegorczyk (rechts) will das Unmögliche möglich machen

Tomasz Grzegorczyk wurde im polnischen Stettin geboren und st 37 Jahre alt. Während seiner aktiven Spielerkarriere kickte er unter anderem 3 Jahre in Nordirland in der englischen 2. Liga und war seit 2007 beim Torgelower SV aktiv. Seit 2012 stand er dort als verantwortlicher Trainer für die 1. Mannschaft an der Linie. Ursprünglich sollte er zur neuen Saison die TSG übernehmen, jetzt ist er aber seit dem Abend des 11. April schon im Amt und führte sich am Sonntag mit einem Sieg gut ein.


Herr Grzegorczyk, herzlichen Glückwunsch zum ersten Sieg und dem neuen Vertrag. Hatten Sie schon geahnt, dass Ihr Dienstantritt früher sein könnte?

Ein Trainer muss immer bereit sein und ich hatte schon einige Spiele der Mannschaft gesehen. Dennoch war der Zeitpunkt für mich jetzt überraschend. Aber ich bin vorbereitet und weiß, was zu tun ist.

Wie gut kennen Sie Ihre neue Mannschaft schon?

Ich beobachte die Spieler schon seit einer Weile, aber dennoch ist es etwas anderes, wenn man die Jungs dann im Training sieht. Ich arbeite sehr gut und eng mit unserem Co-Trainer zusammen und er hat alles sehr gut analysiert.

Als „Feuerwehrmann“ sollen Sie die TSG vor dem sehr wahrscheinlichen Abstieg retten. Was können Sie anders machen als Ihr Vorgänger?

Ich kann versuchen die Taktik zu ändern. Wie wir uns bei Standards verhalten, sowohl offensiv als auch defensiv. Und ich kann die Jungs mental motivieren, ihr vorhandenes Potential abzurufen. Wir haben auch einige Spiele unnötig und unglücklich verloren. Das will ich ändern.

Eventuell müssen Sie in die Oberliga, weil zwei nordostdeutsche Drittligisten sich finanziell übernommen haben und für zusätzliche Abstiegsplätze sorgen. Sind Sie sauer auf Erfurt und Chemnitz?

Nein, absolut nicht. Ganz ehrlich, eine gesunde Konkurrenz am Ende im Abstiegskampf ist ganz normal. Aber wir schauen nicht auf die Tabelle, sondern wollen von Spiel zu Spiel sehen, was noch möglich ist. Auf Erfurt und Chemnitz bin ich deshalb nicht sauer.

Für Neustrelitz ist der Verbleib in der Regionalliga sehr wichtig. Wie realistisch schätzen Sie die Chancen der TSG ein, in den ausbleibenden Spielen noch die Klasse zu halten?

Noch ist alles möglich und wir können 21 Punkte gewinnen. Wir werden alles tun, um die auch zu holen. In einem Monat acht Spiele zu bestreiten ist zwar der helle Wahnsinn, aber wir werden kämpfen.

Eigentlich müssen Sie heute hier beim Favoriten gewinnen. Wie wollen Sie das angehen?

Wir haben einen klaren Plan für das Spiel in Nordhausen und ich werde meine Spieler nicht unter Druck setzen. Wacker muss vor heimischem Publikum der Favoritenrolle gerecht werden, die haben den Druck. Als Sportler müssen wir immer versuchen, bestmögliche Ergebnisse zu erzielen.

Haben Sie die aktuelle Wacker-Mannschaft schon gesehen oder beobachten lassen?

Ja, unser Co-Trainer hat Wacker beobachtet und wir haben eine sehr gute Analyse gemacht. Wir wissen, was für eine starke Mannschaft das ist und wo sie ihre Qualitäten besitzt. Wichtiger für uns ist jedoch, wie wir spielen werden, wie wir uns präsentieren. Dafür haben wir eine klare Strategie und freuen uns auf das Spiel.
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