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Do, 13:09 Uhr
08.03.2018
Eizellenspende:

Letzte Chance auf ein Baby?

Die Eizellspende kann bei der Familienplanung die wirklich letzte Chance sein, wenn bei Frauen im fortgeschrittenem Alter keine Follikel heranreifen können. In der Regel haben gesunde Frauen im Laufe ihres Lebens über 400.000 Oozyten (unreife Eizellen) in den Eierstöcken, allerdings können davon insgesamt nur rund 400 davon befruchtet werden...

Hier entsteht Leben (Foto: TBIT/pixabay.com)
Kommt es in den fruchtbaren Jahren zum Eisprung, dann kann auch nur eine einzige Eizelle reif werden, der Rest wird unbrauchbar und verkümmert.

Eizellen spenden bedeutet, dass eine andere Frau in einem ausgezeichneten Gesundheitszustand und im fruchtbaren Alter ihre Zellen einer Wunschmutter gibt, die dann mit den Samenzellen vom Partner in vitro vereint werden. Bei der Empfängerin wird die Gebärmutterschleimhaut durch Medikamente auf das zukünftige Embryo vorbereitet, bevor es dann für die erwartete Schwangerschaft übertragen wird.

Die Eizellspende ist allerdings in Deutschland und in der Schweiz verboten. Dies ist auch der Grund, warum mittlerweile immer mehr kinderlose Frauen im Ausland ihr Glück mit einer gewünschten Schwangerschaft versuchen. Erlaubt ist die Eizellenspende in Großbritannien, Frankreich, Spanien, Belgien, Polen, in der Ukraine, Tschechischen Republik, in den Niederlanden, sowie auch in der Slowakei.

Voraussetzungen für eine Eizellenspende

Die Eizellspende ist im Prinzip die einzige Möglichkeit sich den Kinderwunsch zu erfüllen, wenn eine Adoption oder eine Leihmutterschaft aus welchen Gründen auch immer, nicht in Frage kommt. Sie ist geeignet für Frauen im fortgeschrittenem Alter, bei wiederholten Fehlgeburten, chromosomalen Anomalien, oder auch bei Patientinnen, bei denen die Eierstöcke keine oder nicht ausreichende Eizellen produzieren. Aber auch nach der Behandlung von bösartigen Erkrankungen oder Chemotherapie kann die Eizellenspende sinnvoll sein. Die jeweiligen Richtlinien sind von den speziellen Kliniken im Ausland abhängig.

Möchte man selbst Eizellen spenden, dann ist ein guter körperlicher und geistiger Gesundheitszustand notwendig, sowie natürlich auch die Volljährigkeit, bis hin zum 35. Lebensjahr. In der Regel wird ein schriftlicher Vertrag über die Vorgehensweise gemacht. Die Spende erfolgt freiwillig und kann unter Umständen auch eine Aufwandsentschädigung mit sich bringen. Allerdings sind vor der Spende gynäkologische und andere ärztliche Untersuchungen notwendig, die für die Spenderin allerdings absolut kostenlos sind.

In welchen Kliniken

Wie schon erwähnt, sind Eizellenspenden laut dem Embryonenschutzgesetz in Deutschland verboten. Im Ausland wendet man sich an Kliniken, wie beispielsweise die Invimed Fruchtbarkeitsklinik, die nicht nur international anerkannt ist, sondern mittlerweile auch schon mehr als 16 Jahre Erfahrung aufweisen kann. Es ist eigentlich komplett unverständlich, warum in Deutschland zwar die Samenspende erlaubt ist, aber dafür nicht die Eizellenspende.

Allerdings kann nicht nur mangelndes politisches Interesse eine glaubhafte Erklärung hierfür sein, sondern auch mögliche Risiken wie die Mehrlingsschwangerschaft für die Wunschmutter oder ein Überstimulationssyndrom der Spenderin. Ansonsten ist auch noch erwähnenswert, dass in vielen Ländern die Eizellspendung anonym erfolgt, da die Spenderin zwar die genetische Mutter ist, aber nach der Geburt das Mutterschaftsrecht auf der Seite der Empfängerin ist. Wer also eine Eizellenspende in einer Fruchtbarkeitsklinik im Ausland in Erwägung zieht, sollte sich nicht nur über die finanziellen Aspekte informieren, sondern auch über die Anonymität der Spenderin und natürlich auch nach den rechtlichen Risiken.
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