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Mi, 09:58 Uhr
07.02.2018
Neu in Nordhäuser Kranichstraße

Pakistanisches Streetfood

Unter dem Namen „Chilli Milli“ hat sich die Pakistanerin Isma Khan ihren großen Traum erfüllt: Seit Anfang Februar betreibt die 52-Jährige in der Kranichstraße 21 in Nordhausen ihren eigenen Imbiss, in dem sie indisch-pakistanische Küche anbietet...

Neu in Nordhäuser Kranichstraße (Foto: SWG Nordhausen) Isam Kahn erhält von Pascal Wetzler einen Blumenstrauß zur Eröffnung ihres Imbisses. Unterstützung erhält sie unter anderem von ihrem Sohn M. Ali Kahn, der noch studiert.

Pascal Wetzler, stellvertretender Leiter Wohnungswirtschaft bei der Städtischen Wohnungsbaugesellschaft (SWG), begrüßte die neue Mieterin jetzt in ihren Geschäftsräumen.

„Wir kochen typisch pakistanisches Streetfood. Nur weniger scharf als in Pakistan. Alles ist hausgemacht“, berichtet Isma Khan. Ihre Heimat, das war die 11-Millionen-Stadt Lahore im Nord-Osten Pakistans, nur wenige Kilometer von der indischen Grenze entfernt. Als Flüchtlinge erreichte die Familie vor gut zehn Jahren Thüringen und blieb hier; erst in Klettenberg, dann in Nordhausen.

„Den Wunsch, einen eigenen Imbiss zu eröffnen, hatte ich schon lange, jetzt hat sich die Gelegenheit ergeben“, sagt die Hobbyköchin, die in ihrer Heimat als Lehrerin und Schulleiterin gearbeitet hat. In den vergangenen Jahren konnte sie bereits im nur einige Meter entfernten „Eineweltladen“ Erfahrungen sammeln; führte mit Kolleginnen das Café, kochte pakistanische Gerichte.

Der Imbiss mit der doppelten Chillischote im Logo ist ein Familienbetrieb: Frau Khan wird von ihren Söhnen unterstützt. Sohn Mohammed Hussain Khan arbeitet als Koch. Der jüngste Sohn M. Ali ist Student und hilft am Abend und am Wochenende aus. Die pakistanisch-indischen Gerichte sind halal, also für Muslime erlaubte Lebensmittel. So verwendet Frau Kahn beim Zubereiten der Speisen beispielsweise kein Schweinefleisch. Auch typisch pakistanische Limonade und das Joghurtgetränk Lassi bereitet die Familie selbst zu.
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Kommentare

07.02.2018, 10.23 Uhr
Leser X | Ein gutes Beispiel dafür...
... dass Zuwanderung unser (kulinarisches) Leben auch bunter machen kann. Ohne Ironie gemeint.
07.02.2018, 11.41 Uhr
Herr Schröder | Leser X
Da haben sie völlig Recht. Nur leider sind das positive Ausnahmen.
Ich wünsche Frau Khan viel Glück!
07.02.2018, 12.13 Uhr
Schultze | Frau Klaan schreckt ja vor nix zurück
Frau Klaan schreckt ja vor nix zurück wenn es um das integrieren ihrer geliebten Flüchtlinge und damit Verdrängung des deutschen Gastgewerbes geht. Halal bedeutet das die Tiere ohne Betäubung in den Hals geschnitten werden und ausbluten. Guten Appetit.

Das ist laut Tierschutzgesetz in Deutschland verboten. Für Flüchtlinge gilt das Verbot nicht die dürfen mehr als wir ungläubigen Deutschen und es gibt Ausnahmegenehmigungen wenn es Muslime verzehren. Wenn der Deutsche der es nicht weiß was Halal bedeutet dort essen geht unterstützt er die eigentlich in Deutschland verbotene Tierquälerei.
07.02.2018, 14.49 Uhr
Peter59 | Halal oder nicht....?
Ist doch schön, welche "Neugründungen" wir unterstützen...... Wenn die tierischen Zulieferer nicht geschächtet werden ist alles o.k.. Nicht wie gestohlene Tiere aus einem bekannten Tierpark...... Das Bild ist für mich bezeichnend, der Scheitel sitzt und das Einstecktuch auch. Was bedarf es mehr.....? Die Mimik verrät allerdings, dass er sich nicht so ganz wohl fühlt dabei... Wann kommt denn der so sehnlich erwartete "Halalfleischer" in Nordhausen, nur eine Frage der Zeit. Die Nachfrage nimmt wöchentlich zu.......
07.02.2018, 17.35 Uhr
THE RAZORS EDGE | 100% Haram
Halal, nicht halal, schei*egal. Doch so einfach ist das nicht.
Tierschutzrechtliche Aspekte sind mit Sicherheit nicht zu vernachlässigen, jedoch ob das Tier nun durch den Bolzen im Kopf oder den Schnitt in der Kehle stirbt, interessiert es letztlich eh nicht. Viel mehr finde ich es befremdlich, dass sich Millionen Menschen von einer nicht existierenden Phantasiegestalt vorschreiben lassen, was sie zu essen haben oder halt eben auch nicht.

Was ich mich ja schon immer Frage, was passiert mit einem Muslim, der Schweinefleisch isst? Und darf man ihn überhaupt zwischen 0:00 Uhr bis zum Sonnenaufgang füttern? :-D
07.02.2018, 17.53 Uhr
Ad fontes | "Eigentlich"
... trifft es genau, Herr Schultze.
Jetzt sagen Sie mir doch mal genau, in welchem Fall ein Tier mehr zu leiden hat? Wenn es nach muslimischen Schlachtvorschriften umgebracht wird, zwar ohne Betäubung, aber dafür auch individuell beruhigt, ohne Beisein anderen Schlachtviehs, d.h. ohne deren Todesangst riechen oder hören zu müssen, mit einem professionellen Schnitt durch Luftröhre, Speiseröhre und Schlagadern (denn das alles gehört zur halal-konformen Schlachtung dazu)? Oder wenn es mit anderen Artgenossen eine Rampe entlanggetrieben wird, hinein in die Massenabfertigung eines industrialisierten Schlachtbetriebes (dafür aber letztendlich mit Betäubung)?
Lässt sich schwer sagen, meine ich.
Was ich anhand Ihres "Verdrängungs"-Arguments dem "deutschen Gastgewerbe" gegenüber aber durchaus meine sagen zu können, ist, dass es Ihnen in keinster Weise um das Tierwohl geht. Das ist doch wohl nur ein vorgeschobenes Argument, das Ihrer offensichtlich "eingefleischten" Abneigung gegenüber Unbekanntem/-n einen rationalen Anstrich geben soll.
Im Übrigen: Niemand verwehrt es Ihnen, sich aus Protest gegen die halal-Schlachtmethoden aus dem (gerade im Vergleich mit der deutschen Kochkunst) reichhaltigen vegetarischen Angebot der indisch-pakistanischen Küche zu bedienen...
Dem "Chilli Milli" alles Gute zum Start & viel Erfolg!
07.02.2018, 18.27 Uhr
Spätzlevernichter | super !
und zwar beides ! Die 1.Geschäftseröffnung und 2. diese Diskussion im Forum.

zu 1.
Es gibt für mich kaum etwas besseres als pakistanisches Essen !

zu 2.
Ich finde es immer wieder erstaunlich, mit welchen plumpen und durchschaubaren Argumenten unsere ewig gestrigen versuchen alles in Misskredit zu bringen, was irgendwie nicht nach Bratwurst und Gartenzwerg klingt oder aussieht.

Frau Khan wird sich nicht über fehlenden Zulauf ärgern müssen - dafür ist das Essen zu gut, wohl aber über blöde Kommentare, dümmliche Blicke und dämliche Anfeindungen.

Viel Erfolg, Frau Khan.
07.02.2018, 21.08 Uhr
Andreas Dittmar | Mal was Neues....Viel Erfolg....
In fast jedem Kulturkreis hat die Religion auch einen gewissen Einfluss auf die jeweilige Küche. Auf Außenstehende wirkt das eben von genial über ungewöhnlich bis abstoßend. Trotzdem sollte man eben gewisse Dinge respektieren ohne von Außenstehenden zu verlangen, das sie sich fremden Gewohnheiten unterzuordnen haben. Ich schließe mich der Meinung von @Ad fontes an. Auch bei uns hat die Massentierhaltung und die industrielle Fleischproduktion nichts mehr mit artgerechter Behandlung von Tieren zu tun. Das zieht sich durch die gesamte Produktion : Zucht, Haltung, Transport und Verarbeitung . Fremde Küche ist immer interressant und Chili hört sich auf jeden Fall schon mal gut an. Auch von mir viel Erfolg. Wenn man mit dem Fleisch ein Problem hat, dann halt vegetarisch.
09.02.2018, 16.29 Uhr
janko | @Schultze: Der Verstand setzt völlig aus,
sobald Sie irgendwo Menschen anderer Hautfarbe sehen und Sie wittern, es könne was mit Integration, Flüchtlingen, den armen Tieren, welche diese Untermenschen so unmenschlich schlachten etc pp zu tun haben, oder?

Die Frau heißt KHAN, Herr Schultze, Khan, nicht Klaan. Sackt die intellektuelle Messlatte von Leuten Ihres Schlages wirklich und wahrhaftig so niedrig, sobald Sie auch nur eine Gelegenheit wittern, gegen Menschen anderer Hautfarbe wettern zu können?
Lesen, geschweige denn verstehen oder auch nur einen Moment innehalten und nachdenken ist da nicht mehr drin?
09.02.2018, 16.58 Uhr
shershen834 | janko
Vielleicht war hier Frau Klaan gemeint, der Vermieter müsste doch die SWG sein.Und übrigens ich lese Ihre Kommentare oft ,warum jetzt so kleinlich.......?
10.02.2018, 09.17 Uhr
Röschen | @janko
Da hat wohl einer vor lauter Wut nicht weiter bis zur Toilette gedacht. Der Verstand setzt völlig aus, sobald...
Ist meine intellektuelle Messlatte (sicher für Sie als Mensch des Schlages von Herrn Schultze) jetzt auch so niedrig nach unten gesackt? Dabei kenne ich IHRE Hautfarbe gar nicht. Ups. Ich kann sie aber vermuten...nur ein weißer Spießbürger hält sich so galant den Spiegel vor das eigene Gesicht. Peinlich, aber zum niederknien (vor lachen).
PS: Heute geht's wieder zu Frau KHAN. Khan, nicht Klaan, Herr Janko. Das Essen ist nämlich spitze.
15.02.2018, 16.33 Uhr
Tor666 | Ad Fontes 1001 Nacht...
...Märchen. Da kommt der herzensgute Moslem, streichelt und liebkost das Tier bis es fast noch sterben möchte. Und dann wird es professionell ohne Schmerzen getötet. Der Schlachter heißt Aladin. Ihre grenzenlose Schönfärberei ist lustig. Schon mal Videos von Schächtungen gesehen? Ich meine jetzt an Tieren...
15.02.2018, 17.28 Uhr
Ad fontes | Lange her
..., der Artikel - und auch mein Kommentar dazu...
Trotzdem in aller Kürze eine Richtigstellung zur Misinterpretation durch den guten Tor666:
Ich habe Herrn Schultze widersprochen, der in der Schächtung einen Verstoß gegen geltende Tierschutzbestimmungen sah, die hier im normalen Schlachtbetrieb umgesetzt werden und die ja wohl dem Tierwohl dienen würden. Mein Argument lief darauf hinaus, dass weder Schächtung noch industrielle Schlachtung dem Tierwohl entsprechen - welche Form der Tötung dem Tier mehr schadet kann man objektiv nicht herausfinden.
Unklarheiten beseitigt? Gut. Für's nächste mal: Bitte genauer nachlesen, oder einfach mal bis zum Ende des Kommentars.
15.02.2018, 18.48 Uhr
Mueller13 | Merkwürdige Diskussion
Ich freue mich über jeden, der den Schritt in die Selbständigkeit wagt. Gerade in der kulinarischen Versorgung können wir häufig von einer wirklichen Bereicherung durch Zuwanderer sprechen. Ich werde das Angebot mit Sicherheit testen, da ich der indischen Küche einiges abgewinnen kann.

Was die Schlachtung betrifft: bisher bin ich davon ausgegangen, dass wir diesbezüglich eine Gesetzgebung haben, in der genau definiert wird, wie und unter welchen Umständen ein Tier um die Ecke zu bringen ist - aber was musste ich lesen: "Eine betäubungslose Schlachtung ist in Deutschland gesetzlich verboten. Aus religiösen Gründen können jedoch Ausnahmegenehmigungen erteilt werden."

Alle sind gleich, bis auf die, die einen anderen Götzen anbeten. Religion geht also über Tierschutz - klare Güterabwegung... Beruhigung des Schweins durch rituelles Besprechen - für jemand, der bereits die ein oder andere Schlachtung erlebt hat, ein spassiger Gedanken... achso Schwein, da war ja was...
15.02.2018, 20.03 Uhr
Tor666 | Richtigstellung?
Richtig ist, dass Schächten nach unseren Tierschutzgesetz verboten wäre, wenn man keinen Kniefall vor den Muslimen gemacht hätte. Und hier fängt es an. Keinen Fußbreit. Was bei uns historisch gewachsen ist, bleibt und muss gegebenenfalls verbessert werden. Was Migranten hier aus ihren Ländern herein tragen und gegen unsere Gesetze verstößt, wird nicht erlaubt. Keinen Millimeter. Vorbeugen ist besser als heilen
Bei den Juden läuft die Schächtung streng ab. Bei den Muslimen, wie könnte es anders sein, nicht. Da haben sie wie immer die kunterbunte Brille auf. Kann man nachlesen

Jedenfalls machen es Menschen wie Sie dem Islam einfach, hier ihre noch so abstrusen Rituale ausleben zu können. Alles schön reden oder wenn es nicht anders geht, Kritik abmildern. Und alles, was wir seit Ewigkeiten machen, schlecht reden oder ins lächerliche ziehen.
15.02.2018, 21.01 Uhr
Ad fontes | Traurig
Da wird eine Geschäftseröffnung zum Kampfplatz für abendländische Zeloten... Für Sie, Tor666, gilt das gleiche wie für Herrn Schultze: Sie brauchen das Vehikel Tierschutz doch gar nicht, um gegen den Islam zu eifern; da fallen Ihnen doch garantiert noch andere Clichés ein. Mir stellt sich bei Äußerungen wie den Ihren immer die Frage, was überwiegt: die Angst oder der Hass? Bedauernswert.
Was Ihnen neben der Auflösung der Differenzen zwischen unser beider Ansichten noch entgeht: eine lohnenswerte kulinarische Erfahrung. ;)
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Anmerk. d. Red.: Die Diskussion ist beendet.
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