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Di, 14:30 Uhr
14.11.2017
Wacker-Präsident Kleofas im nnz-Gespräch

"Dieser Stachel sitzt tief"

Am Samstag hatte Wacker-Geschäftsstellenleiter Mathias Geidel Geburtstag. Kein Problem, so der Plan des Wacker-Präsidenten, da bringen wir ihm aus Gera ein Geburtstagsgeschenk mit. Stattdessen war viel Frust zu spüren, noch heute...

Hat die Mannschaft ein Einstellungsproblem? (Foto: Bernd Peter)
... "steckt der Spielverlauf in Gera mir noch immer in Mark und Knochen", gibt Nico Kleofas im Gespräch mit der nnz unumwunden zu.

Etwas ungläubig muss man schon auf die Analyse der Spiele gegen Cottbus und Gera schauen. Auf nur einer Position hatte Trainer Volkan Uluc die Startelf verändert und dann liefert die Mannschaft nach der tollen Leistung gegen Cottbus einen derart desaströsen Auftritt gegen einen Oberligisten ab, der zudem noch über einen langen Zeitraum mit einem Mann weniger agierte.

"Ich sehe bei einigen unserer Spieler Probleme bei deren professioneller Einstellung und daraus müssen Konsequenzen gezogen werden. Das Präsidium wird den Spielern nicht viel Zeit geben, selbst die entsprechenden Schlussfolgerungen zu ziehen. Geschieht das nicht, dann werde ich mit dem Trainer zusammen notwendige Schlüsse ziehen und Maßnahmen einleiten", so Kleofas.

Nach dem Pokalaus ist für Kleofas die "Saison durch", denn - wir erinnern uns an die Mitgliederversammlung des Vereins - das Erreichen des Pokalfinales war ein zentrales Ziel in dieser Saison. So leicht, wie es die Mannschaft in dieser Pokalrunde hatte und noch hätte haben könnte, so leicht und so schnell wird das vermutlich nicht wieder passieren. Rot Weiß raus, Meuselwitz raus, eventuell kein Endspiel im Steigerwald-Stadion - was will man mehr?

Eigentlich beste Voraussetzungen für das Team und dann diese Fahrlässigkeit. "Ich hätte mir gewünscht, dass Jerome beim Stand von 2:3 in der Verlängerung einfach den Ball nimmt, ihn in die Maschen hämmert und sich damit für den verschossenen Elfer gegen Cottbus revanchiert", analysiert Nico Kleofas vielleicht die entscheidende Szene des Pokalspiels.

Wie aber soll ein Präsidium auf die derzeitige Situation reagieren? Sicher, in der Winterpause kann an zwei oder drei Stellschrauben gedreht werden und vielleicht stehen Spieler auf der einen oder anderen Position auch zur Disposition, doch den "Wunderstürmer", den gibt es für das Geld, was Wacker auszugeben bereit ist, eben nicht.

"Das weiß auch unser Trainer, der sich des uneingeschränkten Vertrauens meiner Präsidiumskollegen und meiner Person 100prozentig sicher sein kann. Er geht den mit uns abgestimmten Weg weiter und er wird seinen Job weiter so wie bisher machen. Von den Spielern erwarte ich jedoch ein Umdenken. Sie arbeiten und spielen bei Wacker unter professionellen Bedingungen und müssen das jeden Tag zurückgeben", gibt der Präsident die Marschrichtung vor und macht noch auf einen Unterschied aufmerksam, der allerdings ein momentanes Zeugnis ist. "Ich sah nach dem Debakel in Gera bei Volkan Tränen in den Augen, bei den Spielern nicht. Und das genau ist das, was ich mit Einstellung meine."
Peter-Stefan Greiner
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Kommentare

14.11.2017, 14.43 Uhr
Flitzpiepe | Wunderstürmer
gibt es nicht, ok. Aber warum verkümmert z.B. ein Tino Semmer in der Zweiten?
Warum ist der Kader immer noch so groß, dass der eigene Nachwuchs in der Zweiten kaum zum Zuge kommt, weil diese immer von der Ersten aufgestockt wird?
Mal als Beispiel: Trainer Gisdol vom HSV verweigert Holtby das Mitspielen beim HSVII, weil die Profis dort nicht die jungen Talente verdrängen sollen!
Wenn das bei Wacker so weiter geht, wird im Sommer 18 wieder der halbe Kader ausgetauscht. Das ist ein Verheizen von guten Spielern. Mehr nicht.
14.11.2017, 15.03 Uhr
Herr Schröder | Semmer, Sailer, Yelen
In der II. steckt mehr Erfahrung als in der Ersten.
Der eine oder Andere sollte künftig auch wieder in der I. Spielen! Das Potenzial des Wacker Kaders ist groß genug. Ein Buval gehört meiner Meinung nach in die II.
14.11.2017, 16.15 Uhr
emmerssen | Lieblinge..
hat wohl jeder Trainer. Aber was bei Wacker in dieser Richtung abgezogen wird ist eindeutig zu viel. Da will ich keine Namen nennen und mich nur Vorbehalt los den beiden Vorrednern anschließen. Es gibt keinen sicheren Elfmeterschützen in der Mannschaft. Sie hat man ja auch in die 2. verbannt. Tino Berbig als erfahrener Torhüter hat im vergangennen Jahr wenigstens im Pokal gespielt. Statt dessen entäuschen jedes Spiel wieder die ,,starken'' Neuzugänge. Ausdrücklich heraus nehmen möchte ich aber unseren Kapitän ! Jerome Propheter ist einer der besten Wacker Spieler zur Zeit. Und wer einen Elfer schießt, bestimmt doch eigentlich der Trainer. Oder täusche ich mich da ?
14.11.2017, 18.20 Uhr
Nörgler | Motivation
Das immer die Spieler Schuld sind, ist nicht neu. Eine Mannschaft muss auch als Mannschaft funktionieren. Das das so ist, dafür ist nun Mal der Trainer zuständig, und nur dafür.

Fähigkeiten sind im Training weiter zu entwickeln, Selbstvertrauen ist herzustellen und die Mannschaft muss Teamgeist versprühen. Für all das ist der Trainer zuständig.
14.11.2017, 19.31 Uhr
karo | Herr Schröder
Den Namen Yelen hier mit der ersten in Verbindung zu bringen ist in meinen Augen eine Riesen Frechheit.
Wie der Mann sich hier bisher verhalten hat ist eine Zumutung!
Mehr als Reservespieler in der Zweiten hat er nicht verdient.

Eine Stellungnahme vom Trainer warum bestimmte Spieler immer wieder spielen und warum manche in die Zweite gesteckt werden wäre mal wünschenswert.
14.11.2017, 22.45 Uhr
Herr Schröder | Ein Yelen
in Topform gehört in die erste Mannschaft! Meiner Meinung nach ist es Aufgabe des Trainers aus diesem Kader das beste herauszuholen. Momentan tut er das nicht! Ein Semmer erhält gar keine Chance, für mich unbegreiflich wenn ich einen Buval da herum stolpern sehe.
15.11.2017, 09.15 Uhr
Flitzpiepe | Mir ist schon klar, was Uluc vor hat
Nur funktioniert das nicht!

Er möchte SEINE neue junge Mannschaft aufbauen.
Deswegen werden einige 'ältere' schon vor ihm geholte Spieler aufs Abstellgleis gesetzt.
Das ist für mich aber zu radikal. Punktuell muss man das natürlich machen.
Aber z.B. einen Lasse Schlüter oder Tino Semmer darf man ganz einfach nicht weg schicken oder verbannen. Die Namen könnte man beliebig erweitern, wenn man auf die Zeit nach Goslar schaut. Solche erfahrenen Leistungsträger und Kämpfer braucht man einfach, um oben mitspielen zu können.

Vielleicht wird auch viel zu oft auf Kunstrasen gespielt/trainiert? Dort hätten sie sicher keinen Elfmeter verschossen.
15.11.2017, 10.06 Uhr
Herr Schröder | Mag sein Flitzpiepe
Aber Semmer ist genau so alt wie Buval. Er setzt ihn ja nicht mal auf die Bank!
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