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Mi, 11:15 Uhr
11.10.2017
Arbeitsmarkt

Mehr Ältere in Beschäftigung

In den letzten Jahren ging die Zahl älterer Beschäftigter in Nordthüringen deutlich nach oben. Das geht aus einer aktuellen Statistik der Nordhäuser Arbeitsagentur hervor. Nachdem die Beschäftigungsquote vor zehn Jahren nicht einmal vierzig Prozent betrug, geht inzwischen jeder zweite Ältere einer sozialversicherungspflichtigen Tätigkeit nach...

"Ältere Arbeitnehmer haben heute deutlich bessere Chancen als vor Jahren", bestätigt Karsten Froböse, Chef der Nordhäuser Arbeitsagentur. Über 86.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte habe es im Agenturbezirk letztes Jahr gegeben. Nahezu vier von zehn Arbeitnehmern gehören zur Generation 50 Plus. Jeder Fünfte sei älter als 55 Jahre.

"Die Altersstruktur in den Betrieben hat sich verschoben. Die Gruppe der Älteren ist eine tragende Säule in der Wirtschaft", betont der Agenturchef. Das hätten Unternehmen der Region erkannt. Viele halten deshalb möglichst lange an ihren älteren erfahrenen Mitarbeitern fest.

Während ältere Arbeitnehmer länger im Job bleiben, ist es für ältere Arbeitslose nicht immer einfach auf dem Arbeitsmarkt wieder Fuß zu fassen. Kommt dann noch fehlende Qualifikation hinzu, erschwert dies die Vermittlung zusätzlich. "Der Arbeitsmarkt ist in guter Verfassung. Wir möchten, dass Ältere davon profitieren", so Froböse. Durch Weiterbildung helfe man die erforderlichen Kompetenzen und Kenntnisse zu erwerben. Das sei wesentlich für den Berufseinstieg und diene allen Seiten, sei Anerkennung und Wertschätzung.

Wer sich im Alter Qualifizierung eher in mehreren Schritten vorstellen könne, für den sei Teilqualifizierung eine gute Alternative. Menschen können schrittweise an einen Berufsabschluss heran geführt werden, oder in Modulen Zertifizierungen erwerben.
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Kommentare

11.10.2017, 13.06 Uhr
Leser X | Was für eine weise Erkenntnis
Da hätte ich so nicht mit gerechnet:::)))

Und die Arbeitsagentur scheint auch total verblüfft, dass auf dem Weg zur Rente mit - vorerst - 67 plötzlich mehr "Oldies" arbeiten müssen.
11.10.2017, 13.37 Uhr
Paulinchen | Das sind die Ergebnisse...
...des "Familienbetriebes" oder auch Bundestag genannt. Dort wurde die Altersarmut per Gesetz beschlossen. Ich kann mich nicht erinnern, dass sich der Bundeskanzler Dr. H. Kohl, jemals mit der Bundestagspräsidentin Prof. Dr. R. Süssmuth in die Arme genommen und Liebkosungen ausgetauscht haben.

Die Kanzlerin Merkel hängt sich doch jedem an den Hals. Offensichtlich passiert bei ihr daheim nicht all zu viel in der Richtung. Aber leider ist sie sich sicher, dass ihr Stuhl weiter an ihrem Allerwertesten kleben wird. Wer da glaubt, dass das Thema Altersarmut im "Familienbetrieb" mal wieder auf die Tagesordnung kommt, der glaubt leider vergeblich. Wie war doch die Frage der Kanzlerin an die Reinigungskraft im TV: "Haben Sie denn schon Vorsorge für Ihre künftige Rente getroffen?...."

Da meldete sich die Dame aus der dahinter befindlichen Reihe mit den Worten. "Frau Kanzlerin, das was Sie da fragen ist doch eine Schande, wo von soll denn die Dame die Vorsorge bezahlen?" Aber Frau "Teflon" schüttelt so etwas ab, wie der Hund die Flöhe.

Deutschland (Merkel) - mir graut vor Dir! Das ist mein Fazit zum Wahlausgang.(eben WEITER SO)
11.10.2017, 15.31 Uhr
Wolfi65 | Wieder ein Besuch im Märchenland?
Die Älteren werden nur eingestellt, wenn eine gewisse Mitgift von der Agentur für Arbeit mitgegeben wird.
Ältere haben zwar eine gewisse Berufserfahrung, welche sehr hilfreich sein kann, aber dieses Wissen kann so manchen Unternehmer auch sauer aufstossen, weil dieser dem Oldie keinen Märchen in punto Produktion und Arbeitsablauf erzählen kann.
Man hat lieber junge und unerfahrene Mitarbeiter, denn denen kann man noch Märchen aus tausend und einer Nacht erzählen und wird sie auch wieder ganz schnell wieder los.
Also Märchenstunde beenden, Herr Froböse!
11.10.2017, 20.51 Uhr
Paul | Wolfi 65
Sehr gut und wirklich exakt passend. Ich habe selbst schon die Erfahrung gemacht. Entweder man hat das Glück, das man schon viele Jahre in ein und dem selben Bertrieb arbeitet - was seit der Wende allerdings eher kaum der Fall ist, oder ansonsten habe ich als alter Mann kaum eine Chance eine Neu-
einstellung zu finden. dabei sind die von Ihnen angeführten Punkte sehr zutreffend. Denn auf Grund langjähriger Erfahrungen läßt man sich eben nicht so schnell verar..... !
Oder es werden Steuerfinanzierte Anreize an den Arbeitgeber gemacht und dann werde ich eingestellt, aber meißt nur solange wie die "Zuschüsse" fließen. Bei Ende der "Zuzahlungen" ist dann in der Regel auch Ende der Arbeit. Das habe ich schon zweimal erlebt.
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