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Fr, 19:58 Uhr
08.09.2017
Bundestagswahl 2017

Pohl und Höcke in der "Friedenseiche"

Nach der Teilnahme an einem Podiumsgespräch beim Nordthüringer Unternehmerverband hatte AfD-Direktkandidat Jürgen Pohl heute seinen zweite Auftritt in Nordhausen. In der Friedenseiche wurden er, aber auch Björn Höcke gefeiert…

Wahlkampf in der "Friedenseiche" (Foto: nnz)

Mehr als 100 Menschen aus dem Landkreis Nordhausen waren gekommen, um zu hören, wie es denn – aus Sicht der AfD - so um das Land bestellt ist. Mitten drin CDU-Mitglieder, ehemalige Bürgermeister, Rechtsanwälte und Geschäftsführer von mittelständischen Unternehmen der Region.

Martin Höche, Ex-Bürgermeister der Gemeinde Hohenstein zum Beispiel, wollte nicht nur aus den Medien erfahren, was die AfD will, was sie ändern will und was sie anzubieten hat. Es ist 18.45 Uhr, jetzt kommt Björn Höcke in den Saal, bekommt den nahezu frenetischen Applaus. Die Vertreter der Partei dankte zuerst den Wirtsleuten der Friedenseiche, denn eine Veranstaltung der Partei zuzulassen, sei heute nicht mehr selbstverständlich.

Danach begrüßte Höcke die „schon länger hier Lebenden“, die „Patrioten der Region“ und erinnerte daran, dass man bei der „historisch gesehen, erfolgreichsten Parteigründung der jüngsten Zeit“ willkommen sei. In seiner Rede streifte Höcke zunächst die Unausgewogenheit in der Thüringer Medienlandschaft, die Entmündigung der Bürger durch die „Altparteien“ und deshalb kämpfe die Partei gegen das „betreute Denken“ und die soziale Gerechtigkeit – all die Themen, die von den anderen außen vor gelassen wurden. Sie seien dafür verantwortlich, dass die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinandergeht.

Björn Höcke (Foto: nnz)

Nach einer Viertelstunde war der AfD-Landesvorsitzender bei der Flüchtlingspolitik angelangt. Angeblich würde die dramatische Situation in der Pflege mit der legalen Einwanderung von Afrikanern verbessert, habe die Bundeskanzlerin gesagt. Was sie aber vergessen habe sei der Umstand, dass die Hälfte der aktuellen Pflegekräfte in unfreiwilliger Teilzeit beschäftigt seien. Merkels Forderung könne nur ein politisch gewolltes Lohndumping sein. Und übrigens wollen alle „Kartell-Parteien“ die Grenzen für alle offen halten, wollen zulassen, dass „unsere Sozialsysteme“ geplündert und sich die Sozialindustrie eine goldene Nase verdiene. Fazit: Wer all das ändern will, der soll am 24. September natürlich die AfD wählen.

Und dann zum Schluss noch ein Schlenker in Richtung Angela Merkel, die habe mit der Energiewende, dem Verharren in der Euro-Krise und mit der Auslösung der Flüchtlingskrise drei Amokläufe hingelegt und diesem Deutschland so schwer geschadet, wie kein Kanzler vor ihr, so Höcke.

Jürgen Pohl (Foto: nnz)

Nun folgte Jürgen Pohl, der Direktkandidat des Bundestagswahlkreises 189, mit seinem Statement, der eigenen Angaben zufolge, den „kleinen Mann vertritt.“ Und der sei überall in Deutschland anzutreffen als Ergebnis deutscher Sozialpolitik. Ein Beispiel dafür seien die fiskalischen Folgen der Energiewende – und zwar für den normalen Bürger.

Weitere Themen von Pohl waren Statistiken zur Entwicklung der Kriminalität durch Flüchtlinge oder die Bedrohung des Lebensgefühls durch „junge Prinzen“ aus dem islamisch geprägten Kulturkreis. Und Pohl stellte die Kosten der Flüchtlinge („100 Milliarden Euro“) der Angleichung der Renten (3,5 Milliarden Euro) gegenüber. Nach der Kritik an der Politik nun die an die Gewerkschaften, deren Funktionäre nur zusehen, wie sie mit dem „Arsch an die Wand“ kommen. So würde verdi die Mitglieder auffordern, ihre Kollegen zu denunzieren, die sich zur AfD bekennen.

Mit den 100 Milliarden Euro für die Flüchtlingen könnte das Kindergeld verbessert werden, könnte die Bildung für alle in modernen Schulen garantiert werden. So wie es die Privatschule ist, in der SPD-Ministerpräsidentin Schwesig ihr Kind schickt. Da gebe es keine Kinder von sozial abgehängten Eltern und keine Kinder von Migranten.

Zur Nordhäuser Politik. Seit zwölf Jahren werden vor den Bundestagswahlen die Kandidaten zum Beispiel nach Umgehungsstraßen gefragt, immer wieder die gleichen Antworten. Er, Pohl hätte sich gewünscht, dass zum Beispiel die Nordhäuser Bürgermeisterin einmal bei ihm angefragt habe, wie er auch Nordhäuser Interessen im Bundestag vertreten könne. Auch von Landrat Jendricke habe er sich eine Kontaktaufnahme gewünscht, doch „den interessiert vermutlich nur, wer neben ihm aufwacht“! Danach war Schluss mit dem freitäglichen Wahlkampf. Ach ja, zum Ende wurde das Deutschlandlied gesungen – wie bei der CDU.
Peter-Stefan Greiner
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Kommentare

09.09.2017, 09.09 Uhr
Daniel86 | Deutschland...
den Deutschen...!!! Schade das ich nicht mit singen konnte.
09.09.2017, 09.59 Uhr
Paulinchen | Man kann ...
...eigentlich sagen, aber nur auf Grund des hier vorliegenden Artikels, so abwägig sind die Meinungen der AfD hier nicht. Zumindest sind sie dicht an der Realität. Nur die Person Höcke gefällt mir nicht, wenngleich er sich dem Artikel nach, mal am bekannten "Riemen" gerissen hat.
09.09.2017, 13.14 Uhr
Wolfi65
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht zum Thema
09.09.2017, 13.32 Uhr
Ad fontes | so traurig wie typisch
"Die Kosten der Massenzuwanderung sind intransparent." (Programm für Deutschland, AfD)
Diese tiefe Einsicht der AfD hindert sie offensichtlich nicht daran, wild zu spekulieren, wieviel sie denn kosten könnte. Und wenn man schon mal dabei ist, warum nicht in nahezu totaler Willkür eine beeindruckende, ja besser noch: eine beängstigende Zahl nennen - 100 Mrd. €! Woher kommt diese Zahl? Die höchste Schätzung nannte Anfang 2016 das Institut für Weltwirtschaft in Kiel: 55 Mrd. €. Diese Zahl galt allerdings nur für den Fall gleichbleibender Flüchtlingsankünfte und minimalster Rückführungen. Das ist nun - auch wenn der ein oder andere Nationalkonservative es anders "fühlt" - nicht der Fall gewesen. Für 2017 hat das Sozialministerium mit zusätzlich 3,25 Mrd. € zur Sicherung des Lebensunterhaltes und 1,9 Mrd. € Eingliederungshilfe gerechnet - nur 3,5 % des Etats des Ministeriums.
Niemand kann behaupten, dass die Flüchtlingskrise nichts kostet. Wie viel sie kostet ist abhängig von zu vielen Unwägbarkeiten, als dass man mit konkreten Beträgen argumentieren könnte. Die Frage muss heißen: Ist Deutschland angesichts seiner wirtschaftlichen Stärke nicht in der Lage, mit geregelter Zuwanderung produktiv umzugehen? Wenn Herr Pohl/die AfD hier wirtschaftliche Negativszenarien bemühen, hat das weniger Nutzen für die Beurteilung der Wirklichkeit als für die Stimmungsmache im Wahlkampf.
09.09.2017, 17.05 Uhr
Sonntagsradler 2 | @Ad fontes Leistungen für Asylbewerber
De Maizière will Leistungen für Asylbewerber verringern. Siehe welt.de
09.09.2017, 17.53 Uhr
andreas66 | Uns würde...
es beim Gang in die Wahlkabine sehr helfen, wenn es nun eine wahre und wählbare Alternative zu den etablierten Parteien geben würde. Die Wahlen in Frankreich und der Sieg einer "Bewegung" oder eben Alternative hat es uns gezeigt. Es scheint, was man so lesen kann, ein frischer Wind in Frankreich zu wehen. Dieser würde Deutschland auch gut tun.
09.09.2017, 19.27 Uhr
altmeister | Veranschlagte Kosten
Sehr geehrter Quellrückkehrer, auch wenn Sie es nicht wahr haben wollen, aber rechnerisch richtig sind die 100 Milliarden, nach Rundung, dargestellt.
Sie haben bestimmt vergessen, dass schon 2016 eine Kostenschätzung des Bundes eine Summe von 93,6 Milliarden bis 2020 angegeben hat, mit der Annahme, dass, schon viel schneller als sich inzwischen herausgestellt hat, mindestens 20 Prozent der Leistungsempfänger selbst als sozialversicherungspflichtig Beschäftigte arbeiten gehen.
Somit ist dieser Betrag nicht aus der Luft gegriffen und sogar von Regierungsseite veröffentlicht.
09.09.2017, 19.29 Uhr
Zukunft | @Ad fontes
Schreiben Sie doch Mal konkret, wie sich die "wirtschaftliche Stärke Deutschlands" auf den Einzelnen auswirkt?
09.09.2017, 21.08 Uhr
Ad fontes | Nun,
@altmeister
Es tut mir leid Ihnen sagen zu müssen, dass Sie wesentliche Teile der Diskussion zu diesem Themenkomplex verpasst haben. Sie beziehen sich auf die Hochrechnung des Bundesfinanzministers bis 2020 (über 94 Mrd. €) vom Mai 2016. Eine von offizieller Seite veröffentlichte Zahl, ja - die bereits drei Monate später hinfällig war. Schäuble war von doppelt so vielen Flüchtlingen ausgegangen als schließlich für das gesamte Jahr absehbar waren. Und nur wenig später wurde auch klar, dass Schäuble nicht einmal die für die Krise bereits 2015 gebildete und für 2016 schon in den Haushalt gebuchte Rücklage von 12,8 Mrd. € (6,1 Mrd. € für 2016, der Rest für 2017 vorgesehen) benötigen würde.
Wie schon gesagt: Unwägbarkeiten, noch und noch... Die Schätzungen variieren je nach Partei, Regierungsverantwortung ja/nein, Institut etc. ... Meine Einschätzung bleibt: Das Spiel der AfD dreht sich um das Schüren von Angst und Ressentiments, nur scheinbar rationalisiert durch wirtschaftliche Argumente.

@Zukunft
Anhand der Formulierung Ihrer Aufforderung meine ich zu erkennen, welche Antwort Sie erwarten - und ich kann Sie verstehen: Verteilungsgerechtigkeit gibt es hier nicht. Doch davon darauf zu schließen, dass es die Mittel nicht gäbe, ist ein Fehler. Wenn Sie ein aufmerksamer Zeitungsleser sind, dann wissen Sie, welcher der europäischen Staaten am meisten von der Wirtschaftskrise profitiert hat: Deutschland. Wirtschaftswachstum, Steuereinnahmen auf Rekordhoch - welches unserer Nachbarländer steht auch nur annähernd so gut da? Jetzt sollten die vorhandenen Mittel nur auch genutzt werden...
09.09.2017, 22.23 Uhr
Zukunft | Überschüsse des Staates
Die Zeche für die Überschüsse des Staates (niedrige Zinsen oder keine Zinsen für Schulden) zahlen die Sparer. Versicherungen, Lebensversicherungen, Rentenversicherungen, Pensionsfonds, die Sparkassen und Volksbanken...Es geht nicht nur um die gerechte Verteilung, sondern derzeit findet auch eine Enteignung der Sparer statt.

Das Wirtschaftswachstum hat aber nicht dazu geführt, dass Leiharbeit, befristete Beschäftige eine unbefristete Anstellung erhalten haben. Auch sind die Zahlen der Arbeitslosen 2.500.000 +3.500.000 in Umschulungen und Arbeitsunfähige (Unterbeschäftigung) in meinen Augen nicht Ausdruck von Teilhabe vieler Menschen am Wirtschaftswachstum.
09.09.2017, 23.34 Uhr
Tor666 | Ad fontes,
die Kosten werden niedriger, wenn die Regierung Zeit hat, alles schön zu rechnen. Möchte mal die wahren Zahlen sehen, wo alles mit drin ist. Für eine Million Fremde benötigt man mehr Polizei, mehr Richter, mehr Wohnraum, mehr Behörde und und und. Ich weiß gar nicht, was noch alles. Glaubt denn hier ein Mensch wirklich, unsere Politiker rechnen alles mal wirklich aus und sagen uns das dann? Machen Sie sich doch nicht lächerlich.

Was sagte Ifo-Chef Sinn: Jeder Flüchtling kostet uns, wenn er hierbleibt, 450000€. Ein Durchschnitt. Kann ja jeder selber rechnen. Dazu noch die Gelder, die wir ins Ausland zahlen, damit man wenigstens bis zur Wahl die meisten Flüchtlinge im Ausland hält. Dann kommt der Familiennachzug, 380000 Personen, Anträge sind durch, genug warten aber noch auf eine Bearbeitung. Experten rechnen mit 4-5 Personen. Alles ein Irrsinn und ihre Zahlen sind einfach ein Märchen.
09.09.2017, 23.49 Uhr
Mueller13 | @ Ad fontes
Zitat Ad fontes "Die Frage muss heißen: Ist Deutschland angesichts seiner wirtschaftlichen Stärke nicht in der Lage, mit geregelter Zuwanderung produktiv umzugehen?"

Was nutzt die angebliche wirtschaftliche Stärke, wenn nichts bei den Bürgern ankommt? Da haben die linken Regierungen (CDUSPDFDPGrüne) in Deutschland seit Jahrzehnten versagt.

Quelle EZB

https://www.google.de/search?q=durchschnittliches+nettoverm%C3%B6gen+nach+l%C3%A4ndern&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ved=0ahUKEwiwvITAiZnWAhXIhrQKHUC3C2EQ_AUICygC&biw=1536&bih=756#imgrc=kX8JEfi1TLYtbM:
10.09.2017, 09.42 Uhr
Ad fontes | Lieber Tor,
tatsächlich brauchen wir nicht weiter über Zahlen debattieren - Zahlen nämlich gibt es genug; Sie nehmen die Ihnen genehmen, ich die mir plausiblen. Zu einem Ergebnis führt dies nicht.
Wie so oft ist der Blickwinkel auf das Thema entscheidend für dessen Einordnung und Bewertung. Sie fragen: Wie viele kommen? Was sind die Kosten? Ich bin geneigt, dazu noch zu fragen: Wie viele bleiben (dauerhaft)? Wie viele werden Steuer- und Beitragszahler? Inwiefern fördern für Flüchtlinge aufgewandte Mittel nicht auch wiederum Wirtschaftswachstum? etc. ... Kurz: Sie sprechen von reinen Kosten, ich sehe da aber auch Investitionen, deren finanzieller Nutzen mit den Kosten verrechnet werden sollte. Und bitte verlangen Sie jetzt keine belastbaren Zahlen für diese Sichtweise von mir - die habe ich natürlich nicht; und hätte ich welche, dann wären sie ebenso spekulativ wie die Ihren.
Um den Bogen zurück zum Hauptartikel zu schlagen: Ich bin allein schon aufgrund der billigen Wahlkampfrhetorik der AfD ("Volksanwälte", "Anwalt der Schwachen"), die im Übrigen in eklatantem Widerspruch zu ihrem Programm steht, und ihrem fahrlässigen Umgang mit Zahlen, der eindeutig auf Stimmungsmache zugunsten Stimmengewinns abzielt, nicht davon überzeugt, dass die AfD ändert, was die etablierte Politik falsch macht (z. B. mangelnde Teilhabe am Wirtschaftswachstum).
Die Alternative ist keine.
10.09.2017, 11.42 Uhr
Mueller13 | @ Ad fontes - das wissen wir doch alles!!
Wir haben Zahlen der letzten Zuwandererwelle, die schon seit den 60/70er Jahren hier leben, vorliegen.

50 Prozent leben von Sozialhilfe. 75% haben keinen Schulabschluss.

http://www.taz.de/!5176721/

Das Menschenmaterial, was jetzt gekommen ist, ist noch schlechter gebildet und wir haben nicht mehr die 60er Jahren, wo wir Arbeitsplätze für ungebildete Menschen hatten. Muss man jetzt wirklich ein großer Prophet sein, um zu erkennen was kommen wird?

Zitat Ad fontes: "Wie viele bleiben (dauerhaft)?"
-> die meisten, besser in D von Stütze und Kindergeld leben, als in Bulgarien/Rumänien oder Afghanistan von keinem Einkommen - logisch oder?

Zitat Ad fontes: " Wie viele werden Steuer- und Beitragszahler?"
-> bestenfalls 50%, wenn wir ehrlich sind, ist eine Quote von 25% auf 10 Jahre gesehen realistisch.

Zitat Ad fontes: "Inwiefern fördern für Flüchtlinge aufgewandte Mittel nicht auch wiederum Wirtschaftswachstum? etc. ..."

Oh man, als Ökonom erinnert mich das stark an Baron Münchhausen: "an den eigenen Haaren aus dem Sumpf ziehen". Es sind Kosten, Kosten und nochmal Kosten! Von einer Investition erwarte ich einen positiven Return. Das beste denkbare Szenario hier ist, dass es nicht ganz so schlimm wird und wir die derzeitigen Kosten von cirka 30Mrd im Jahr deckeln können (aber seien wir realistisch: Familiennachzug und die Flüchtlinge aus Italien und Türkei stehen vor der Tür). Was eine tolle Investition!
Im übrigen: ich kann die Leute, die jetzt in der Flüchtlingsindustrie arbeiten, genauso gut Gänseblümchen zählen lassen. Das macht volkswirtschaftlich keinerlei Unterschied.
10.09.2017, 12.21 Uhr
Tor666 | @ Ad fontes
Ifo-Chef Sinn hat da sicherlich die Kompetenz, die Sie mir zu Recht absprechen. Dieser Mann ist klug genug, die Gesamtheit zu betrachten. Alles gerechnet, ist es natürlich nur eine Schätzung. Nehmen wir einfach die Hälfte, weil sich dieser Mann verschätzt hat, dann sind wir aber noch Lichtjahre davon entfernt, was Sie hier schreiben. Es ist auch nicht der einzige Experte, der mal an der Wahrheit kratzt. Da gibt es natürlich die Uni- Experten, die Ihnen das ausrechnen, was denjenigen schmeckt, die auch über Fördermittel entscheiden. Wenn jemand wie Sinn von 450000 € spricht, im Schnitt, ist es jenseits von Gut & Böse. Deshalb sagt er es ja, weil es unmöglich sein wird, so weiter zu machen. Eine Kanzlerin, die weiß, dass es wohl über eine halbe Mil Menschen geben wird, die Anrecht auf Familiennachzug haben werden, aber nicht frühzeitig etwas dagegen unternimmt, ist einfach nicht tragbar. Da müssen Gesetze her, die diesen Massenansturm unterbinden. Geltende Gesetze sind nicht für solche Massen gemacht. Und ich könnte mir vorstellen, dass den Menschen mehr geholfen wäre, wenn man ihnen eine Zukunft in Syrien oder dem Irak finanziert. Die Menschen werden dort gebraucht und Europa wird nicht zerstört. Es ist nicht in ganz Syrien Krieg. Und die schlimmsten Invasoren aus Afrika, na wie lange will man denn da nach einer Lösung suchen?

Es besteht kein eklatanter Widerspruch im AFD Programm. Das wird behauptet. Keiner sagt, die AFD hat sofort Antworten auf alles und für alle Wähler passt es komplett. Völlig unmöglich. Nur, eine der wichtigsten Fragen ist nun mal, ob Europa den politischen Islam anwachsen lässt mit all den zu erwartenden negativen Entwicklungen, den es in jedem Land gab, wo dieser wuchs. Denn wenn dies passiert, braucht man sich keine Gedanken über andere Aspekte des Lebens zu machen, denn dann haben unsere Kinder und Enkel damit zu kämpfen. Auch die Frage der Bezahlbarkeit dieser Invasion ist dann ein Problem, wenn man sich über die langfristigen Kosten informiert. Nicht nur die direkten, schöngerechneten Kosten. Der Umgang der Altparteien mit dem Problem ist doch hinlänglich bekannt. Nur die drohende Zahl und der Unmut der Bevölkerung treibt sie jetzt dorthin, wo die AFD vor zwei Jahren schon stand. Ziemlich blöd, wenn man das umsetzen muss, was man seit zwei Jahren mit der Nazikeule verleumdet hat.

Man fühlt sich als Deutscher doch verarscht, wenn man sich umschaut. Bsp. Nordhausen Ost. Da werden 2006 die Wohnblöcke modernisiert. Der Eingangsbereich wird schick gestaltet, Häuser sehen gut aus. Und dann wird nicht mal der alte Gehweg erneuert, unfassbar. 11 Jahre sind seitdem vergangen und man hat hier und da mal ein paar Platten ausgewechselt, die zu sehr zerbröselten. Natürlich mit dem billigst möglichen, damit man bei Nässe, Schneematch auch ja schön ausrutscht. Aber der Block, in dem die Goldstücke untergebracht werden, da wird unter maximalem Aufwand der komplette Außenbereich erneuert. Was für eine Farce.
10.09.2017, 12.26 Uhr
Ad fontes | ;)
Herr Müller - wir reden immer irgendwie aneinander vorbei... liegt wahrscheinlich tatsächlich daran, dass mir das rein ökonomische Denken nicht liegt. :) Meine Einlassung war aber auch nicht als Rechenlehrstunde gedacht - vielmehr war mein Punkt der, dass die Zahlen, die in Umlauf gebracht werden, als Rationalisierung ideologischer Positionen fungieren (das betrifft sicherlich alle Seiten; bei der AfD scheint es mir nur besonders offensichtlich).
Nochmal zur Verdeutlichung: Ich erwarte keinen "positiven Return". Die Flüchtlingskrise ist kein Geschäft, an dem man verdienen kann. Tatsächlich kostet sie, ja. Ich behaupte aber, dass Deutschland mit der Flüchtlingskrise finanziell umgehen kann und dass es angesichts des Vielfachen an Binnenflüchtlingen in Afrika und angesichts dessen, was arme Staaten im Nahen Osten und in Afrika an Flüchtlingsaufnahmen leisten, geradezu lächerlich ist, was hier seitens der AfD für ein Hype um die Kosten gemacht wird.
10.09.2017, 14.11 Uhr
Psychoanalytiker | @ Ad fontes
Sie glauben an die Ihnen plausiblen Zahlen. Schön, aber dann sollte Ihnen auch klar sein, dass die ehemaligen DDR-Bürger einmalig 51,13 € (100,00 DM) Begrüßungsgeld erhielten. Wie hoch ist doch gleich das monatliche Begrüßungsgeld, das Wirtschaftsflüchtlinge (nicht Kriegsflüchtlinge) erhalten, wenn sie nach Deutschland kommen, um von Frau Merkels "Wir schaffen das!" zu profitieren? Nein - dies ist keine Neiddiskussion, das sind Fakten. Ich hätte lieber, dass Kinder, abgehängte unseres Sozialstaates und Rentner von dem Geld, das plötzlich im Finanzministerium vorhanden ist, profitieren würden. Sie sind der Typ, der gerne mit seinen Zahlen umherschmeißt, daher bitte ich Sie nachfolgend die Geldtöpfe nicht auseinanderzudröseln, mir ist es nämlich egal, aus welchem Topf das Geld genommen wird. Es kann nicht sein, dass ein Rentner für 45 Arbeitsjahre nur 800 Euro erhält, ein Wirtschaftsflüchtling ohne jegliche Arbeitsleistungen in Deutschland als Haushaltsvorstand etwa die Hälfte davon ausgezahlt bekommt. Die heutigen Flüchtlinge werden immer auf die sozialen Netze unseres Landes zurückgreifen müssen. Beispielsweise spricht kein Politiker der Bundestagsparteien heutzutage davon, dass die Kriegsflüchtlinge irgendwann wieder nach Hause geschickt werden, um ihre Heimat wieder aufzubauen. Sie sollen hier integriert werden. Aber nehmen wir nur mal die berufliche Integration, die noch am leichtesten erreichbar scheint. Wieviel Jahre kann ein Migrant arbeiten, wenn er zunächst die deutsche Sprache erlernt, Schule und Lehre schafft und dann auch noch in Arbeit kommt? Mein Ergebnis sind maximal 35 Arbeitsjahre. Wieviel Arbeitsjahre braucht er für seine Rente - mindestens 45 Arbeitsjahre. Können Sie rechnen und Schlüsse ziehen? Na, dann los. Vielleicht kommen Sie jetzt auch zu dem Schluss, dass die etablierten Parteien so einiges außer acht ließen und nur vor Wahlen alles schön reden. Sie hatten viele Jahre Zeit ihre heutigen Wahlkampfparolen umzusetzen. Taten sie aber nicht. Vor Wahlen versprechen die doch alles. Ich jedenfalls wähle am 24. September Protest und hoffe, dass es sehr viele auch tun. Mit Frau Merkel an der Spitze werden weitere Flüchtlinge eingeladen und kommen, das will ich nicht.
10.09.2017, 14.34 Uhr
Tor666 | nochmal @ Ad fontes
Gut, wenn sie das lächerlich finden, ich nicht. Hier mal eine kurze Aussage, die sich auf 2 Ökonomen beziehen und das Ausmaß der Kosten aufdecken. Stellen wir uns die Frage, wem wir glauben können. Ihnen und Ihrer Schönredereien oder solchen Ökonomen, die nicht gerade als AFDler oder Nazis gelten. Sie schieben der AFD etwas unter, was in meinen Augen bewusst falsch ist. Das sind zwar Aussagen aus 2016, aber wer sich Reden von Sinn angehört hat, weiß, dass genau das eintraf, was er voraussagte, nicht die Schönfärberei.

http://www.focus.de/finanzen/videos/ifo-chef-sinn-warnt-jeder-fluechtling-kostet-deutschland-450-000-euro_id_5327945.html
10.09.2017, 15.40 Uhr
Realität | Als Humanitätsabgabe
möchte Jürgen Pohl die Kosten der Zuwanderung auf jeden Deutschen Steuerzahler heruntergerechnet benennen.
Was der Deutschen Einheit der Solidaritätbeitrag , so soll der Volksflutung die Humanitätsabgabe entsprechen. Dann weiß jeder Bürger was ihm der Merkelwahnsinn kostet.
Recht so Herr Pohl - das ist dann Transperenz auch für Herrn AdFontes der immer noch die Reichen sucht die sein Humantreiben bezahlen sollen. Dabei bleibt alles am Michel hängen und Deutschland bezahlt mit seiner Zukunft.
Ich hatte gerade Besuch von einem Ordnungsamt Mitarbeiter aus Berlin Mitte. Ein Bekannter der Familie ! Fazit - wer sich heute noch als CDU oder SPD oder als LinkerSED Wähler und Mandatsträger bezeichnet SOLLTE SICH SCHÄMEN !
10.09.2017, 16.02 Uhr
Ad fontes | Gut Tor666.
Denn wir sind nicht so weit von einander entfernt wie Sie offensichtlich glauben. Meine Zahlen bezogen sich auf die Kosten eines Jahres (!) - Ihre/die von Sinn/Raffelhüschen auf die gesamte Lebensdauer (!) der Flüchtlinge. Runtergerechnet kommen Sie da immer noch auf mehr Kosten, aber das liegt von der Varianz her im akzeptablen Bereich und - ich kann es nur wiederholen - in dieser konkreten Ausprägung natürlich im Auge des Betrachters.
Seien Sie mir nicht böse, ich habe diese Information nicht von Ihrem Link (so weiß ich nicht, ob sie dort auch so klar ersichtlich ist).
Die von der AfD behaupteten Kosten erklärt dies also nicht.

Lieber Psychoanalytiker: Ich mag Zahlen überhaupt nicht, kann schlecht mit ihnen umgehen (sie bestenfalls zitieren) und zweifle sie nur zu gerne an, egal welchen Ursprungs. Herr Müller kann Ihnen das bestätigen. :)

Ich denke, meinen Standpunkt inzwischen mehrfach überdeutlich klar gemacht zu haben und verlasse damit diesen Thread. Allen Mit-Diskutanten noch einen schönen (Wahl-)Tag!
10.09.2017, 21.23 Uhr
Andreas Dittmar | Da kann man schon ordentlich verdienen...
@Ad fontes Zitat : " Die Flüchtlingskrise ist kein Geschäft, an dem man verdienen kann. Tatsächlich kostet sie, ja. "
Die Flüchtlingskrise ist ein Riesengeschäft, allerdings nicht für die Menschen, die davon profitieren sollten. Gerade die werden ausgenommen wie die Weihnachtsgänse. Der Flüchtling ( ich nenne ihn jetzt mal so) zahlt erstmal nicht wenig an die Schlepper für die Überfahrt. Die haben natürlich die größte Gewinnspanne. Dienstleistungen : Massentransport aus dem afrikanischen Binnenland an die Mittelmeerküste.
Bereitstellen von Schwimmwesten und Booten
Organisieren der Transporte in internationale Gewässer
Dann übernehmen Soros seine NGO's. Um den Fährverkehr zu finanzieren, setzen diese auf Spenden aller Art. Dafür drückt man ordentlich auf die Tränendrüsen mit medial aufbereiteten herzzerreißenden "Rettungszenen" aus dem Mittelmeer und "heldenhaften" Einsätzen beim Behindern der lybischen Küstenwache. Besonders große Fernsehshows und allgemeiner hochseriöser Briefkastenspam versuchen hier den Akzeptanzfaktor in der Bevölkerung zu erhöhen. Vermutlich gibt es zusätzlich auch finanzielle Verbindungen zwischen den Schleppern, Soros und den NGO's. Mit dem Erreichen europäischen Bodens an den Küsten Italiens und Griechenlands, übernimmt nun endlich die Brüsseler Bürokratie die Flüchtlinge und der europäische Steuerzahler die Kosten. Neben Kost und Logie fallen auch Leistungen im Gesundheits und Rentenbereich an. Wer hat da wohl eingezahlt .... ? Weiterhin hat nicht jeder der ausreisepflichtig ist, auch Lust, jemals wieder nachhause zu fliegen. Gedudete Personen müssen auch versorgt werden und da wird definitiv nichts zurückkommen. Geschäfte machen können hier allerdings immer noch Immobilienspekulanten, caritative Einrichtungen und Securitydienstleister. Auch andere Nebenwirkungen, der Politik der offenen Türen machen sich so langsam bemerkbar. Terrorismus, Kriminalität, Erschleichen von Leistungen. Um da wieder gegenzusteuern braucht man natürlich Investitionen in aktuellste Technologien im Überwachungs- und Sicherheitsbereich. Auch das zahlt der Steuerzahler. Ich wage mal zu behaupten: Ein Großteil der Leute die hier zu uns kamen/kommen haben ihr Leben lang in Flüchtlingslagern in Nordafrika, Jordanien, Libanon und der Türkei verbracht. Die wenigsten haben eine handwerkliche Ausbildung, ein verschwindend geringer Teil ist Akademiker. Von Sprachkenntnissen braucht man vielleicht gar nicht reden. Bei viel Glück hat sich jemand mal um die Schulbildung gekümmert. Fachkräfte ?????? die werden unter den 500.000 Binnenflüchtlingen sein, die man kürzlich innerhalb von Syrien in ihre Städte und Dörfer zurückgeführt hat.
10.09.2017, 23.53 Uhr
Mueller13 | @ Ad fontes - Genau da liegt das Problem!!!
Zitat Ad fontes: "Ich mag Zahlen überhaupt nicht, kann schlecht mit ihnen umgehen (sie bestenfalls zitieren) und zweifle sie nur zu gerne an, egal welchen Ursprungs."

Das ist analog zu "Wir schaffen das" und "Jetzt sind sie eben hier".

Ein Staat darf niemals Moral und Hilfsbereitschaft über Recht und Rationalität stellen. NIEMALS, NIEMALS, NIEMALS. Wenn Meier, Müller, Lehmann irrational handeln und ihren Gefühlen folgen, ist dies das Problem von Meier, Müller Lehmann. Aber doch nicht ein Staat! Das ist es doch, was unsereins so verzweifeln lässt. Unsereins kommt mit Zahlenbergen, sachlichen Argumenten, Gesetzestexten und Berechnungen. Soziologen (z.B. Heinsohn), Ökonomen (z.B. Sinn) und Rechtswissenschaftler (di Fabio, Schachtschneider, Bertram) erklären uns den Wahnsinn und die Illegalität dieses Projektes. Und was kommt von Ihrer Seite? "Wir schaffen das" oder " ich bin nicht so gut mit Zahlen".

Ad fontes, wir verlieren unseren Staat wegen dieses Experiments. Tausende Generationen und Millionen Tote haben uns an diese Stelle gebracht. Wir haben einen Rechtsstaat und einen Sozialstaat. Der Rechtsstaat wurde im Handstreich abgeschafft. Der Sozialstaat kann nicht überleben unter der Prämisse der offenen Grenzen. Die größten soziologischen Errungenschaften unser Gesellschaft einfach geschliffen für einen Anfall von Moral und Hilfsbereitschaft.

Die 30Mrd, die m.E. die untere Kostengrenze darstellen sind 10% des gesamten Bundeshaushalts. Jeder 10te Euro des Bundes fließt direkt an die Flüchtlinge!
Damit Sie einen Vergleich haben und eine ungefähre Vorstellung: das ist doppelt soviel, wie der Bund für Bildung und Forschung ausgibt. Das ist 5x soviel, wie wir für ALLE Autobahnen UND Bundestraßen ausgeben. Das ist 8x soviel, wie der Bund für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit ausgibt. Wir könnten in Deutschland alternativ JEDES Jahr rund 4.000 Schulen komplett neu bauen.

Und das schlimmste: all dieses Geld (was man den Bürgern Deutschlands weggenommen hat) wird nicht effizient eingesetzt. Nehmt die Kohle und baut Auffanglager in befriedeten Zonen vor Ort. Nur dann können wir den wirklich Bedürftigen helfen und nicht denjenigen, die den Schlepper finanzieren können und all die jungen Fahnenflüchtigen.
11.09.2017, 10.39 Uhr
Ad fontes | Nachsatz
Herr Müller, zum wiederholten Male verstehen Sie mich absichtlich miss.
Ich mag Zahlen nicht, weil sie scheinobjektiv sind; deshalb gehe ich nicht gern mit ihnen um, zitiere sie aber doch notgedrungen, wenn sie meinen Punkt klarmachen können - wie im Übrigen im Verlauf dieser Diskussion geschehen.
Ich lasse mich nicht weiter auf Ihre Rechenbeispiele ein - dazu wurde bereits alles gesagt/geschrieben. Lesen Sie gern den ganzen Verlauf noch einmal.
Jetzt noch kurz zu Ihrem "Anfall von Moral": Sie haben damit die Essenz der Diskussion um die Flüchtlinge getroffen. Ich sehe da tatsächlich einen moralischen Imperativ, der Kostendiskussionen bis zu einem gewissen Punkt obsolet macht. So lange wir Europäer unseren Wohlstand auf Kosten der restlichen Erdbevölkerung leben, darf sich hier keiner beschweren, wenn diese auf die Idee kommt, ein wenig davon für sich zu reklamieren. Diese Entwicklung war absehbar - man hätte längst gegensteuern sollen. Aber nicht mit Auffanglagern und Brotkrumen von unserem Tisch, sondern mit Veränderungen grundsätzlicherer Art. Würden wir nicht unseren Markt abschotten und fremde Märkte mit unserem Ausschuss zerstören, ja wer weiß? Vielleicht könnten die Menschen dann in ihren Heimatländern das tun, weswegen sie sich genötigt fühlen hierher zu kommen: Geld verdienen.
11.09.2017, 12.05 Uhr
Tor666 | Zum Nachtrag
Noch ein Grund mehr, Merkel & Schulz nicht zu wählen. Haben sie doch lange genug gezeigt, wessen politische Linie sie vertreten.

Nur, die Kosten zu ignorieren, halte ich für falsch. Die 100 Milliarden bis 2020 werden, wenn man alle Kosten einrechnet, mit Sicherheit erreicht werden. Nicht umsonst taucht der Familiennachzug in der Flüchtlingsstatistik nicht auf. Wenn 380000 +++ auch nur 3 Menschen nachholen können, sprechen wir über eine weitere Million. Experten gehen von 5 Menschen im Schnitt aus, da wird mir übel. Würde davon jeder 700€ pro Monat kosten, was ja sehr niedrig ist, ohne Verwaltung und Nebenkosten, wären wir wieder bei knapp 30 Milliarden zusätzlich. Das wäre aber nur Miete und Unterhalt. Die bekommen noch Sprachkurse, Erstausstattungen, und und und. Dazu Zahlungen an andere Länder, Geld für Polizei, Gerichte, Behörden, Schutzmaßnahmen, Ärzte + Medikamente, Infrastruktur, Schule, Kindergarten, weiß der Teufel was noch alles. Wie man da unter 100 Milliarden bleiben will, ist mir als Laie völlig schleierhaft und kann irgendwie nicht stimmen.

Es ist ebenfalls unser gutes Recht, darauf hinweisen, was passiert, wenn man die aktuelle Linie weiterverfolgt. Man muss darauf hinweisen, wie sich Europa verändern wird, wenn man Nafris und Muslime zu hunderttausenden ins Land lässt. Dabei kann man multikulturelle Visionen aufbauen und sich alles schönreden, vom Euro-Islam schwadronieren, den sowieso nur eine muslimische Minderheit unterstützen würde. Man schaut sich an, was in allen anderen Ländern passierte, wo der Islam erstarkt ist. Oder wir schauen nach Schweden, bald müssen wir das nicht mal mehr. Wir gewöhnen uns an die Vergewaltigungen, von denen man wöchentlich liest, den Schlägereien, den Messerstechereien und und und. Natürlich wird das alles weggewischt, weil ein Teil der Muslime nicht so ist. Toll, denn dieser Teil ist für uns irrelevant. Wenn man dann noch weiß, wie sich der politische Islam anpasst, muss man einfach vorsichtig sein. Dumm sind die nicht, gleich immer die Katze aus dem Sack zu lassen. Die machen das mittels Salamitaktik. Hier eine Klage, dort Forderungen. So verändern sie Stück für Stück die Länder, in denen sie sich ansiedeln. Wobei ich da keinerlei Bereicherung unserer Lebensweise sehe. Hat mir noch niemand erklären können, welchen Mehrwert unsere Kinder und Enkel davon haben könnten.
11.09.2017, 19.30 Uhr
Mueller13 | @ Ad fontes - So sind sie, die Sozen...
wenn ich schön höre, ich will nicht über Zahlen diskutieren. Nichts ist unbestechlicher als eine Zahl. Sie lügt auch nicht.

Zitat Ad fontes: "So lange wir Europäer unseren Wohlstand auf Kosten der restlichen Erdbevölkerung leben"

Herrlich, mussten Sie für diesen Satz eigentlich tief in die rhetorische Phrasenkiste der Linken greifen? Dieser Satz kommt immer, wenn den Linken gar nichts mehr einfällt...
Ein paar Fragen dazu aus deutscher Sicht:
- Verbieten wir die Einführung einer Geburtenkontrolle?
- Verbieten wir ihnen ihre Kinder auf Schulen zu schicken?
- Verbieten wir ihnen Produkte herzustellen, die sie auf dem Weltmarkt absetzen können?
- Verbieten wir ihnen Handel?
- Verbieten wir ihnen Nahrungsmittel anzubauen?
- Verbieten wir ihnen ihre Despoten davonzujagen?
- Verbieten wir ihnen gegen Korruption vorzugehen?
- Halten wir irgendwo auf der Welt Sklaven?
- Wo kommt Ihr persönlicher Wohlstand her? Haben damit irgendwelche andere Erdteile etwas zu tun? Zwingen Sie diese Leute zu irgendwelchen Leistungen für Sie?

Was meinen Sie, wie sind Südkorea (Samsung, Kia, Hundai) und China zu den Wirtschaftsnationen geworden, die sie heute sind? Wenn ihnen bei ihren Überlegungen Worte wie Geburtenkontrolle, Bildung und Handel über den weg laufen, sind sie auf der richtigen Spur.
12.09.2017, 04.41 Uhr
Ad fontes | Amüsant
... mehr aber auch nicht, Herr Müller...
Da habe ich wohl aus Versehen an der Achse gerüttelt, die Ihrer Welt Festigkeit verleiht, dass Sie sich veranlasst sehen, eine dermaßen plumpe Erwiderung zu formulieren? ;)
Zahlen lügen also nicht. Und Statistiken natürlich auch nicht. Alles "unbestechlich", unbeeinflusst von Kontext und Intention. Das erstaunt mich aber sehr, kommen doch gerade aus Ihrer Ecke der Eliten-/Regierungs-/etablierte-Parteien-Kritischen die meisten Zweifel an offiziellen Zahlen, die vehementesten Beschwerden über "Schönfärbereien". Auch Herr Höcke, Herr Pohl und Sie persönlich haben sich schon zu Kritik an Zahlen hinreißen lassen.
Mit Ihren (tatsächlich sehr) deutschen Fragen wollten Sie mich aber schon auf den Arm nehmen, oder? Wieso sollte es denn um Verbote gehen? Um einen Markt kaputtzumachen brauche ich nichts zu verbieten - es reicht aus, diesen Markt mit Auschuss von subventioniert produzierten Waren zu Ramschpreisen zu überfluten, so dass heimische Produzenten nicht konkurrieren können (Bsp. Hühnerfleisch). Zugegeben: nur eine diverser Möglichkeiten, die Sie als Ökonom (?) sich offenbar entschlossen haben zu ignorieren.
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