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So, 11:43 Uhr
20.08.2017
Bundestagswahl 2017

Unterstützung im Wahlkampf

Die Landessprecher der AfD aus Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Thüringen waren gestern nach Sondershausen gekommen, um Jürgen Pohl in seinem Wahlkampf zu unterstützen. Vor - eignen Angaben zufolge- 200 Menschen sprachen André Poggenburg, Andreas Kalbitz und Björn Höcke...


Jeder zeigte in seiner Rede die Probleme auf, die die Menschen bewegen und das ist nicht nur die Flüchtlingskrise, wobei die aber nach wie vor eine Rolle spielte. Es ging vor allem um die soziale Ungerechtigkeit und die Qualität der Bildung.

Immer wenn die SPD in der Regierung war, habe es einen Sozialabbau gegeben; ob es die sogenannte Agenda 2010 mit Hartz IV ist oder die Riesterrente, die den Menschen keine Vorteile gebracht haben. Das marode Bildungssystem mit ebenso maroden Schulgebäuden und den fehlenden Lehrern wurde von allen angesprochen. Es blieb aber nicht nur dabei, dass die Probleme aufgezeigt wurden, es wurden auch Lösungen aufgezeigt.

Die finanziellen Lösungen würden auf der Hand liegen 2016 wurden für die Flüchtlinge 20 bis 50 Milliarden Euro ausgegeben (die Anpassung der Ost- an die Westrente für die deutschen Rentner würde 3,8 Milliarden Euro kosten) oder die Einzahlungen für den bürokratischen Wasserkopf der EU in Brüssel, die Gelder könnten besser verwendet werden, und dann noch die vielen Milliarden Euro, die für die „Eurorettung“ ausgegeben werden. Fazit: Deutschland ist finanziell in der Lage, soziale Ungerechtigkeiten sofort zu beseitigen.

Das Verhältnis zu Russland wurde auch thematisiert. Einheitlicher Tenor Frieden in Europa ist nicht ohne Russland möglich. Es müssen wieder normale Beziehungen zu Russland hergestellt werden. Dazu tragen aber die Manöver, 30 km von der russischen Grenze entfernt, nicht bei und das unter Beteiligung der Bundeswehr.

Jürgen Pohl stellte sich in seiner Eröffnungsrede den Menschen in Sondershausen vor. Dabei betonte er, dass er Rechtsanwalt ist und vor allem sozial „Schwache“ vertritt. Deshalb ist es auch sein Ziel im Bundestag, für diese Menschen soziale Gerechtigkeit zu erwirken. Darunter zählt für ihn die Stärkung der deutschen Familien; einmal dadurch, dass Kinder für die Familien wieder erstrebenswert sind, zum Beispiel durch ein Begrüßungsgeld für Neugeborene und zusätzliches Kindergeld. Zum anderen bemängelt er das Lohngefüge in Deutschland.

Er kritisiert die ständig steigende Leiharbeit, wie auch die Minijobs und natürlich den Mindestlohn, bei dem für die Menschen am Monatsende nichts übrig bleibt. Genauso spricht er die ständig hinausgeschobene Anpassung der Ost- und Westrente an. Was er aber mache, im Gegensatz zu den Bundestagskandidaten der Altparteien, er zeige Lösungen zu allen Problemen auf.
Der Beifall der Menschen auf dem Platz vor dem Sondershäuser Schloss zeigte, dass sie wissen, wo sie auf dem Wahlzettel ihr Kreuz machen werden.
AfD-Wahlkampf in Sondershausen (Foto: privat)
AfD-Wahlkampf in Sondershausen (Foto: privat)
AfD-Wahlkampf in Sondershausen (Foto: privat)
AfD-Wahlkampf in Sondershausen (Foto: privat)
AfD-Wahlkampf in Sondershausen (Foto: privat)
AfD-Wahlkampf in Sondershausen (Foto: privat)
AfD-Wahlkampf in Sondershausen (Foto: privat)
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Kommentare

20.08.2017, 12.50 Uhr
Frank1966 | 2 wichtige Aussagen von Björn Höcke...
...fehlen mir in dieser sachlichen Darstellung.
Zum einen die deutliche Aussage wofür die AfD in Bezug auf Integration steht, nämlich ja zu einem Gebetsraum in dem sich Gläubige treffen, aber ein deutliches Nein zu Minarett und Muezzin. Um eine treibende europäische Kraft zu bleiben, muss eine Einwanderung in unsere Sozialsysteme vermieden werden.
Zum anderen der Verweis auf das Bundestagswahlprogramm der Partei Die Linke. Diese möchte Asyl für alle. Also wer Lust hat, den deutschen Staat zu zerstören, der soll doch einfach herkommen. Antrag in Landessprache ausfüllen und schon fließt das Geld, von dem es ein Linker Politiker noch nie geschafft hat, darzulegen, wo es herkommt.

Der letzte ehrbare Politiker der SPD sagte:
"Zuwanderung aus fremden Zivilisationen, schafft mehr Probleme als es uns auf dem Arbeitsmarkt an positiven Faktoren bringen kann. Zuwanderung aus verwandten Zivilisationen, zum Bsp. aus Polen, ist problemlos, zum Bsp. aus Tschechien ist problemlos, zum Bsp. aus Österreich ist problemlos, aus Italien ist problemlos. Es fängt an, bei etwas östlicheren Gegenden, zum Bsp. Zuwanderung aus Anatolien, ist nicht ganz problemlos. Zuwanderung aus Afghanistan bringt erhebliche Probleme mit sich. Zuwanderung aus Kasachstan bringt Probleme mit sich. Es sind andere Zivilisationen. Nicht wegen ihrer anderen Gene, nicht wegen ihrer anderen Abstammung, aber die Art und Weise, wie sie als Säugling, wie sie als Kleinkind, wie sie als Schulkind, wie sie als Kind in der Familie erzogen worden sind."
Quelle: Menschen bei Maischberger-Talkshow
Nichts anderes sagte Sarazzin und den nannte man einen Nazi.
20.08.2017, 13.41 Uhr
M. Kuester | Die EU ist Böse und kostet Geld...
Dafür reiste man dann aber sicher gerne über die von ihr finanzierten Infrastrukturprojekte. Damit z.B. Björn Höcke schnell von Erfurt nach Nordthüringen kommt, hat die EU ganze 252 Mio. in den Bau der nördlichen A71 gesteckt. Geld vom Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE), steckt in Zahlreichen Projekten. Unter anderem auch in Schulausstattungen und Neubauten (Deren Bau man bei der AfD anscheinend nicht mitbekommen hat). Warum? Weil man das Geld auch vor der Flüchtlingskrise nicht hatte und aus eigener Kraft nicht so schnell wird erwirtschaften können.

Einfache Antworten, auf teils extrem Komplexe Themen, mögen zwar beim einfach gestrickten Wähler ankommen, sind aber mitnichten Alternativen oder gar Konzepte. Das taugt auch nicht für Protestwähler. Sollte es unverständlicherweise für eine Regierungsverantwortung reichen und die unausgegorenen Ideen, wie z.B. vom EU Austritt, verwirklicht werden, wird das für einige ein unsanftes Erwachen.
20.08.2017, 14.14 Uhr
tannhäuser | Das ist keine Hetze...
...was die AfD- Politiker sagten.

Da geht's beim politischen Aschermittwoch deftiger zu, wenn sich die etablierten (Koalitions)Parteien gegenseitig in die Pfanne hauen.

Eine Frage, falls es jemand mitbekommen hat: War das Lutz Bachmann, der mit 3 anderen Leuten vor der Posthalterei stand und Pizza bekommen hat? Wenn nicht, war es ein verdammt gutes Double.

Ich habe die Ordner gefragt, die wussten es auch nicht, waren aber auch über die frappierende Ähnlichkeit verblüfft..
20.08.2017, 14.38 Uhr
Frank1966 | Die EU ist nicht böse...
...sie ist gescheitert und ja, sie kostet Geld.

Und sie hat den Terror nach Europa eingeladen!

"Bezogen auf die absoluten Zahlen lag Deutschland im Jahr 2015 erneut auf Platz eins aller EU-Mitgliedstaaten: Der negative Haushaltssaldo Deutschlands lag bei 14,3 Milliarden Euro. Darauf folgten das Vereinigte Königreich (minus 11,5 Mrd. Euro), Frankreich (minus 5,5 Mrd. Euro), die Niederlande (minus 3,7 Mrd. Euro), Italien (minus 2,6 Mrd. Euro) und Schweden (minus 2,2 Mrd. Euro). Auf der anderen Seite waren bezogen auf die absoluten Zahlen Polen (plus 9,5 Mrd. Euro), die Tschechische Republik (plus 5,7 Mrd. Euro), Rumänien (plus 5,2 Mrd. Euro), Griechenland (plus 4,9 Mrd. Euro) und Ungarn (plus 4,6 Mrd. Euro) die größten Nettoempfänger."

Datenquelle:
European Commission (Europäische Kommission): EU budget 2015 Financial report; Eurostat: Online-Datenbank; Amtsblatt der Europäischen Union: Konsolidierte Fassungen des Vertrags über die Europäische Union und des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union (26. Oktober 2012)

M.Kuester, dann kommen Sie mit einem solch lächerlichen Vergleich. Da Sie ein Freund dieses Modells sind, könnten wir ja unsere Bankverbindungen austauschen. Sie überweisen mir jeden Monat 1000 und ich Ihnen 500 , dann können Sie der ganzen Welt erzählen, wie ausgebufft Sie sind. Wer ist nun einfach gestrickt?

Nun weiß ich auch garnicht, ob Herr Höcke von Erfurt nach Sondershausen, die A71 genutzt hat.
Und vom EU-Austritt hab ich ihn auch nicht reden hören.
Nur ein Glück, das die unausgegorenen Engländer noch am Leben sind.
20.08.2017, 14.49 Uhr
Ad fontes | Anwalt der Schwachen
Da hat Herr Pohl sich aber die falsche Partei ausgesucht - oder ist er vor lauter Arbeit mit sozial Benachteiligten nur noch nicht dazu gekommen, sein eigenes Parteiprogramm zu lesen? Wer glaubt, die finanzielle Besserstellung von sozial Schwachen oder auch nur der Mittelschicht sei ein Anliegen der AfD, der wird sich auf Enttäuschungen gefasst machen dürfen...

Für die AfD nämlich gilt der klassische neoliberale Grundsatz: Steuern (für Reiche) runter und (staatliches) Sparen bis der Arzt kommt! Laut ihrem Programm soll die Vermögenssteuer nicht mehr nur ausgesetzt bleiben, nein, sie wird gleich ganz gestrichen! Die Erbschaftssteuer wird nicht angemessen gestaltet, nein, sie wird abgeschafft! So ist der Weg frei für die Weitergabe von leistungslosem Reichtum in dynastischen Strukturen!

An keiner Stelle des AfD-Programms geht es um ein gerechteres Steuersystem, um Umverteilung und die Vermeidung eines weiteren Auseinanderklaffens der sozialen Schere. Und woher holt sich denn eine Politik, die die Reichen entlastet, ihr Geld? Das an Migranten eingesparte Geld wird da wohl nicht reichen (abgesehen davon ist die AfD ja selbst dafür, Steuergelder dafür aufzuwenden, dass Flüchtlinge in Nahost oder Nordafrika bleiben). Also werden wohl die weniger Reichen herhalten müssen.

Man darf sich von oberflächlichem Wahlkampfgeschwätz nicht täuschen lassen: Die AfD ist eine von Grund auf neoliberale Partei!
20.08.2017, 15.21 Uhr
M. Kuester | Da haben wir es wieder....
die einfachen Antworten. In dieser Rechnung sind Beiträge und direkte Leistungen gegenüber gestellt. Nicht enthalten, all das, was indirekt dazu gehört, wo wir massiv profitieren und wo kaum einer Notiz von nimmt.

Natürlich könnte man austreten, die Grenzen schließen, auch den Euro kann man abschaffen. Und wie weiter? Innerhalb der Globalisierung das bockige Kleinkind spielen, kann man machen, Spaß kostet aber. Die Nachteile die durch den wieder verlangsamten Handel und die Hürden entstünden, übersteigen diese Milchmädchenrechnung bei weitem. Das würde sich bis in den Mittelstand auswirken, wo heute auch, just in time geplant, aus Europa und der Welt zugeliefert wird. Selbst im Supermarkt wäre das für jeden von uns spürbar. Ja, manche Importe kann man auffangen, outgesourcte Arbeitsplätze und Dienstleistungen wieder selber erbringen. Das hat aber auch wieder Mehrkosten zur Folge. Möchte man die dann mit Steuermitteln subventionieren oder zahlt dann der Endverbraucher so richtig drauf?

Dazu höre und lese ich nichts. Nur das wir viel einzahlen und weniger heraus bekommen. Eine ausgearbeitete Alternative, mit Inhalt und Substanz, absolute Fehlanzeige. Das ist Wirtschaftskompetenz, Level Hauptschule. Wenn man sich die Anfragen und Sitzungen der AfD so anschaut, wundert einen das auch nicht. Da kommen manche nicht einmal mit der Reihenfolge einer Tagesordnung klar, wollen aber besser als alle anderen zu sein. Das ist manchmal Slapstick und wäre zum lachen, wenn es nicht so todernst wäre.

Was die Briten betrifft. Dort verhandelt man gerade erst über die Austrittsbedingungen, die Folgen werden später kommen.
20.08.2017, 16.58 Uhr
Frank1966 | Da haben wir es ja wirklich wieder...
...wenn schon Zahlen und Fakten aus Brüssel nichts mehr taugen und eigentlich sinnlos sind, denn dem Globalisierungsfreund ist jede kritische Anmerkung zu wider.

Natürlich stimmt es, das wir massiv profitieren, aber leider nur von der Zahl der Flüchtlinge. Wo ist da Ihr Europa M.Kuester?

Was für eine einfältige und immer wiederkehrende, hilflose Argumentation des Austritts, welche den Kritikern vorgeworfen wird. Es geht nicht darum aus der EU auszutreten. Es geht darum die offensichtlichen Fehler dieses Konstrukts zu beseitigen.
Wenn in den Lissaboner Verträgen steht, das kein anderes Land innerhalb der Gemeinschaft, für Schulden des Anderen haftet, dann muss man sich daran halten.
Wenn es ein Schengener Abkommen gibt, dann muss man sich daran halten.
Wenn man einen Eid auf das Grundgesetz geschworen hat, dann muss man sich daran halten.
Was ist daran nicht zu verstehen? Ist das Ihre Wertevorstellung von Gesetzgebung?
Und wenn ich Ihre Ausführungen so lese, frage ich mich ernsthaft, wie wir eigentlich zu D-Mark Zeiten leben konnten, das muss doch grausam gewesen sein.

Ja ich würde mich freuen, wenn ich im Supermarkt etwas spüren würde und zwar einen Ort der heimischen Produkte, welche nachhaltig produziert sind. Aber den Globalisiserungsfreunden ist ja extrem wichtig, die waren zollfrei aus China zu bekommen.

"Ja, manche Importe kann man auffangen, outgesourcte Arbeitsplätze und Dienstleistungen wieder selber erbringen. Das hat aber auch wieder Mehrkosten zur Folge. Möchte man die dann mit Steuermitteln subventionieren oder zahlt dann der Endverbraucher so richtig drauf?"

Und ich wirtschaftskompetenter Hauptschüler dachte immer, Arbeitsplätze und Dienstleistungen tragen zum BIP bei und erwirtschaften Steuern. Erklären Sie M.Kuester mir das mal, denn Ihre These klingt eher nach Wirtschaftskompetenz, Level Grundschule. Ist das Ihre ausgearbeitete Kompetenz mit Inhalt und Substanz?

Und die Briten verhandeln erst einmal über nicht ausgegorenes!
20.08.2017, 19.54 Uhr
Hubert0815 | Eigene Angaben 200
Beim vorbeilaufen sah dieser traurige Haufen aber gewiss nicht nach 200 Menschen aus.

Inhaltlich braucht man zu diesen Leuten nichts zu sagen. Populistisch und gewiss keine Soziale Partei.
20.08.2017, 22.03 Uhr
Mueller13 | @ M. Kuester - Wirtschaftsexperte der Linken
Ihren bisherigen Kommentaren zufolge sind Sie Mitglied/Anhänger Der Linken. Wenn ich irgendeine Partei mit Wirtschaftskompetenz verbinde, dann Die Linke^^ (ausgenommen Oskar und Sarah, die wirklich nicht ganz dumm sind).
Worauf basiert denn Ihr persönliches KnowHow in Sachen Wirtschaft, wenn Sie hier den Sachverstand der anderen Kommentatoren bezweifeln? Sie haben in Erinnerung, dass die AfD ursprünglich von Wirtschaftsprofessoren gegründet wurde? Und genau diese Unwissenden haben aufgeführt, dass der Euro die Europäischen Wirtschaften geiselt und mittelfristig speziell Club Med ruinieren wird. Als diplomierter WiWi kann ich Ihnen auch ausführlich begründen, warum das so ist.
Der Euro ist ein reines politisches Projekt und ist zum Scheitern verurteilt. Ein paar wirkliche Wirtschaftsexperten haben deshalb ein paar Kriterien festgelegt, die mittlerweile von keinem wichtigen EU-Land mehr eingehalten werden. Der Genickschuss sind die unterschiedlichen Effizienzen der Volkswirtschaften. Diese treten durch eine gemeinsame Währung klar ans Tageslicht. Sie können in einem Wirtschafts- und Währungsraum nicht mit unterschiedlichen Effizienten arbeiten, weil die Produktion und das Kapital immer an den Ort der höchsten Effizienz ziehen wird. Das ist eine Entwicklung, die auch linke Einhörner nicht verhindern können.
In der Konsquenz wird Mitteleuropa (Deutschland, Holland, Österreich, Norditalien, Tschechien, Slowakei, Polen, Skandinavien) die anderen europ. Länder wirtschaftlich austrocknen. Wollen Sie das? Dann votieren Sie für den Euro! Das ist es, was die neoliberalen Widerlinge sagen. Verstehen Sie es? Sie können nicht verschieden effiziente Volkswirtschaften in einem Währungsraum betreiben. Von den ständig gebrochenen Regeln ganz zu schweigen. Die Währung wird uns um die Ohren fliegen und Millionen Menschen werden verarmen. Und nun? Weiter festhalten am Euro?
20.08.2017, 22.38 Uhr
Mueller13 | @ Ad fontes: Billigste Polemik
Sie wissen, warum die Vermögenssteuer ausgesetzt ist? Weil sie verfassungswidrig ist! Was wollen sie mit einem verfassungswidrigen Gesetz? Die Absetzung ist doch nur konsequent. Und wenn Sie Vermögen so gerne besteuern, wo fangen Sie denn an?

PS1: Können Sie darüberhinaus auch nur eine Behauptung, die Sie über das Programm der AfD überstellen, anhand einer Textstelle im Wahlprogramm belegen?

PS2: Natürlich schreibt die AfD nichts über ein gerechteres Steuersystem. Dieser Slogan wurde ja bei den letzten Wahlen von den Systemparteien komplett verbrannt. Dieses Lippenbekenntnis kann kein Mensch mehr hören.

PS3: Sie beschweren sich, dass die AfD lieber effektiv vor Ort in den Flüchtlingsstaaten helfen will!? Damit die Toten auf der Fluchtroute vermieden werden und die Probleme hier? Durchdenken Sie auch nur ansatzweise, was Sie hier von sich geben?

PS4: Ich habe mir die Reden angehört. Waren Sie auch vor Ort? Ich saß angenehm bei meinem Freund dem Griechen (Kosovo-Albaner). Wussten Sie, dass die gut integrierten Ausländer (die uns tatsächlich bereichern) überdurchschnittlich AfD wählen?
20.08.2017, 22.53 Uhr
Andreas Dittmar | das Wahlprogramm
@Ad fontes ich poste zwar ungern Links zu anderen Webseiten aber hier können Sie das Wahlprogramm nochmal nachlesen https://www.afd.de/wahlprogramm/
Bei der pdf einfach Strg+F drücken und die offenen Fragen eintippen. zu "Neoliberal" hab ich da erstmal keine Treffer.... ok,,,, dieses Wort schreibt natürlich auch kein vernünftiger Mensch in ein Wahlprogramm... Um Steuern gehts ab 10.1 . Da lese ich : Absenkung der Mehrwertsteuer, Erhöhung des Freibetrag für geringe und mittlere Einkommen, Gewinne dort versteuern, wo sie erwirtschaftet werden , Intakte Familien denken und leben in Generationenzusammenhängen. Die Übergabe von Vermögen auch und gerade in Unternehmen gebundenes ist Privatangelegenheit und darf nicht dem Staatszugriff ausgesetzt werden. Wahrscheinlich hat sie genau dieser Passus gestört. Geld was im Unternehmen erwirtschaftet wird muß auch dort wieder investiert werden, sonst kann man sich nicht weiterentwickeln. Das schafft letztendlich auch Arbeitsplätze. Oder wäre es ihnen lieber, wenn die Gelder in Bankenrettung oder zur Sanierung maroder Staatshaushalte eingesetzt werden.
Früher war auch der Mindestlohn mal ein beliebtes Totschlagargument gegen die AfD. Ich denke, das ein kluger Arbeitgeber weis was ihm seine Arbeitnehmer wert sind und er ist bestrebt diese gerecht zu entlohnen. Leider steht der ehrliche Arbeitgeber in ständiger Konkurrenz zu schwarzen Schafen, die den Hals nicht voll kriegen und zum Geiz ist Geil Konsumenten. Womöglich gibt es da auch einen Zusammenhang diesen Drang immer perfekter zu bedienen und sogar noch Gewinn rauszuholen. Ich sag nur Eier. Da kommen clevere Politiker auf die schlaue Idee mit einenm branchenübergreifenden Mindestlohn von 8,50 Euro gegenzusteuern. Die schwarzen Schafe freuen sich darüber. Jeder bekommt dort eben seine 8,50 Euro oder man holt sich Leiharbeiter. Der ehrliche Unternehmer, der seine qualifizierte Stammbesatzung halten will und vielleicht noch Lehrlinge ausbilden möchte hat das Nachsehen.....
21.08.2017, 07.14 Uhr
Leser X | Die AfD ist doch...
... auf eine kurze Formel gebracht

"beliebige etablierte Partei Deutschlands + Abneigung gegen alles Fremde".

Und dazu ein Herr Höcke, der sich offenbar selbst sehr lieb hat. Er scheint immer schwer beeindruckt von seiner völkischen Art, die Welt einfach zu erklären.

Statt diesen Verein zu wählen, dann doch besser ungültig machen.
21.08.2017, 08.09 Uhr
RWE | @ Ad fontes :Erbschaftsteuer
"So ist der Weg frei für die Weitergabe von leistungslosem Reichtum in dynastischen Strukturen"
Das zu vererbende Vermögenden wurde doch aber (vom Verstorbenen) durch eine Leistung erbracht und bereits versteuert. Geld, Gegenstände oder Immobilien, auf denen schon Lohnsteuer, Mehrwertsteuer oder Grunderwerbsteuer gezahlt wurde, sollen noch einmal besteuert werden. Mit welchen Recht?
Geneau so unsinnig wie die GEZ... Auch der Staat muß lernen zu wirtschaften.
21.08.2017, 13.26 Uhr
Ad fontes | AfD und Vermögenssteuer
Lieber Herr Müller, Sie machen es sich gerne einfach; das ist mir bekannt, denn es zieht sich als Muster durch sämtliche Ihre Kommentare. Können Sie ein Argument nicht entkräften, dann machen Sie gern neue Töpfe auf und kippen Sie einem vor die Füße; am liebsten mit Themen derart umfangreichen Gehaltes, dass sie an dieser Stelle nicht auszudiskutieren sind.
Ich bleibe in der Hauptsache mal beim Thema: Die AfD und ihr Spagat zwischen sozialem Anspruch und der hässlichen Wirklichkeit, in der sie sich der Zuspitzung von sozialer Ungleichheit in Form der Abschaffung eines an sich legitimen Umverteilungsinstruments verschreibt.
Für Sie und RWE in aller Kürze:
Das Grundgesetz sieht eine Vermögenssteuer vor. Die Vermögenssteuer in ihrer damaligen Form (!) ist als nicht mit dem Gleichheitsgrundsatz vereinbar erklärt worden. Beschäftigen Sie sich mit dem Sondervotum des Verfassungsrichters Böckenförde; der zumindest konnte den gesamtgesellschaftlichen Nutzen unbeschränkter Vermögensanhäufung auch nicht nachvollziehen. Bei gleichem Einkommen ist derjenige mit Vermögen leistungsfähiger als derjenige ohne; denn im Gegensatz zum einfachen Lohnempfänger ohne Rücklagen kann der Vermögende auf Kapital zurückgreifen und er kann Kredite aufnehmen. Der Vermögende wird also noch vermögender. Wird die Substanz überhaupt nicht (! - denn das ist die Absicht der AfD) besteuert, dann potenziert sich Ungleichheit.

Lieber Herr Müller, zu PS1: Bitte lesen Sie das Programm Ihrer Partei! Andreas Dittmar hat es doch auch getan! Und zu PS3: Nein wirklich, bitte fangen Sie an zu lesen (anstatt zu interpretieren)!
21.08.2017, 14.47 Uhr
gosalianer | Umverteilung
Immer wieder die gleiche Leier: Lasst uns das Vermögen der Reichen auf die Mittelschicht umverteilen, damit wir ein gerechteres System erschaffen. Nun ja, wenn das so einfach wäre, dann behaupte ich mal, dass irgendeine Nation mit einem deflationären Systems schonmal dauerhaft Erfolg hatte. Den Versuch gab es sicherlich schon öfter... Dummerweise musste man irgendwann Mauern errichten, damit keiner diesem Experiment entfliehen konnte.

Die Masse glaubt, dass eine Umverteilung von Vermögen, einen flächendeckenden Wohlstand erzeugt - einfach so! Dabei wird jedoch das Gegenteil der Fall sein. Es werden nicht alle gleich reich sondern alle gleich arm. Ein deflationäres System würde entstehen. Jeder weiß wohin das führt.

Daran ist selten die Politik schuld. Denn solange die Masse lieber Mercedes als Dacia fährt, lieber auf 200qm als auf 50 qm wohnt und den Urlaub lieber in klimatisierten Luxushotels verbringt, solange wird das gekappte Vermögen einer kleinen Minderheit, augenblicklich neues Vermögen an einer anderen Stelle erschaffen. Wenn es um die Existenz geht, dann ist der Mensch von Gier und Angst getrieben - das unvermeidliche Produkt dessen ist ein exponentielles Wirtschaftswachstum, welches das Vermögen auf einen kleinen Teil der Gesellschaft fließen lässt; in manchen Fällen auch unbegrenzt. Daraus entsteht ein 'nötiges Maß' an Wohlstand bis das Finanz- und Wirtschaftssystem kurzzeitig kollabiert und das Spiel wieder von vorn beginnt.

Der Kapitalismus ist keine Idee, die ein Einzelner oder eine kleine Gruppe (Partei) von Ideologen erfunden hat, sondern das Produkt unser aller selbst. Und eine kleine linke Partei glaubt, man könne das System verbessern, indem man das Geld der Reichen einfach über die Unter- und Mittelschicht rieseln lässt. Ganz schön einfältig - meine ich.
21.08.2017, 17.28 Uhr
Mueller13 | @ Ad fontes: die Vermögenssteuer - der feuchte Traum aller Linken
Wenn sich mal jemand so richtig lächerlich machen will, dann braucht er nur mit der Vermögenssteuer um die Ecke kommen...

Aber zu Ihrer unsinnigen Vermögenssteuer (wird leider länger):

Das BVerfG hat 1995 die VermSt aus gutem Grund verboten. Zur Erinnerung: ab 120.000 Euro Kapitalvermögen kam der Staat zur Ansicht, dass man vermögend ist.

1. Vermögensermittlung
Es ist einfach nicht möglich bestimmte Vermögen korrekt zu ermitteln und deshalb eine Gleichheit herzustellen (was aber eine grundlegende Voraussetzung für die Erhebung einer Steuer ist). Was meinen Sie, warum wir bei der Besteuerung von Immobilien immer noch mit Einheitswerten von 1914 rumhantieren? Wie wollen Sie die aktuelle Entwicklung von Immobilienwerten (da geht es in manchen Gebieten 20% rauf und in anderen 20% runter) in ihre Berechnung aufnehmen? Was machen Sie, wenn ich mich zum Edelmetallhändler meines Vertrauens begebe und mir zu Hause einen kleinen Goldklumpen von nur 10x10x10cm in den Keller lege (~20kg =~700.000Euro)? Was machen Sie, wenn ich mein Geld einfach abhebe und zu Hause hinlege (Zinsen gibt es nicht mehr)? Oder ich stell mir einen Picasso auf den Kamin, kommt dann Ad fontes jedes Jahr bei mir vorbei und schaut nach, ob ich ein neues Bild an der Wand hängen habe, ermittelt ob echt oder Kopie und legt gleich noch den Wert fest?
Was machen Sie mit Ansprüchen? Als Beamter haben Sie Ansprüche gegen den Staat, der Sie im Alter versorgt. Als Selbständiger müssen Sie Vermögen ansparen, dass sie dann im Alter verbrauchen. Dann müssen Sie die Ansprüche aller Beamten UND Angestellten auch der Vermögenssteuer unterwerfen!

2. periodische Ermittlung
Wie eben schon angedeutet - die Steuerstasi kommt dann JEDES Jahr vorbei und durchsucht gründlich meine Wohnung nach neuen Wertgegenständen!? Das schafft "Arbeitsplätze" ohne Ende!

3. Einnahmen aus der Steuer
Wie eben dargelegt, ist die Ermittlung der Besteuerungsgrundlage sehr schwierig und aufwendig. Dem gegenüber stehen relativ geringe Erträge. Es kann auch nicht Ziel der Steuer sein, die "Vermögenden" nur zu schröpfen, um die Beamten zu entlohnen, die mit der Ermittlung dieser Steuer beschäftigt sind!?

4. Substanzsteuer
Diese Steuer greift in die Substanz ein und ist keine einkommensabhängige Steuer, d.h. sie belastet z.B. ein Personenunternehmen auch dann, wenn es z.B. gerade mit einer Rezession kämpft, Verluste erwirtschaftet und verschärft damit die Situation (siehe Stahlkrise in den 70igern, die Vermögenssteuer hat da auch ein paar tausend Arbeitsplätze auf dem Gewissen).

5. Notwendigkeit?
Die Steuerbelastungen (=Staatseinnahmen) für die Bürger sind auf einem Rekordniveau. Sie wollen die Belastung weiter erhöhen? Kleiner Hinweis für unsere sozialistischen Umverteiler: Die oberen 50% der Einkommenssteuerzahler leisten fast 96% des gesamten Steueraufkommens dieser Steuerart. Wollen Sie diese Gruppe ernsthaft höher besteuern? Sie wissen schon, dass man seinen Wohnsitz auch in ein anderes Land verlegen kann?

Ad fontes streichen Sie diese unselige Steuer lieber aus Ihrem Vokabular, sie können damit maximal Gelächter ernten!

PS1: Ich bin kein Mitglied einer Partei, deshalb kann ich mit dem Begriff "meine Partei" wenig anfangen. Ich werde Ihnen zu gegebener Zeit trotzdem erklären, warum die einzig logische Konsequenz die AfD sein wird.

PS2: Ich habe das Programm der AfD gelesen, deshalb habe ich Sie ja aufgefordert, Ihre kruden Behauptungen entsprechend zu belegen. Das wird Ihnen natürlich nicht gelingen.

PS3: Ich habe das Programm "Der Linken" ebenfalls gelesen (weil es inhaltliche Schnittmengen gibt, bin aber aus dem Lachen nicht rausgekommen, zu gegebener Zeit gibt es eine Kostprobe ;-).
21.08.2017, 23.56 Uhr
kafumo | sachlich
ein, im Gegensatz zu den anderen Medien, sachlich gehaltener Bericht......geht doch!
22.08.2017, 00.02 Uhr
Ad fontes | Herr M erklärt die Welt
Aha, es ist also "einfach nicht möglich" alle Bestandteile eines Vermögens zu ermitteln? Und die Kosten, die durch den hohen personellen Aufwand bei periodisch anfallenden Ermittlungen entstehen, rechtfertigen nicht die "relativ geringen Erträge"? #D
Da stellt sich mir dann aber doch die Frage, wie bis jetzt die Erhebung von Grund-, Erbschafts- und Schenkungssteuer erfolgt? Wird da jedes mal eine Begehung organisiert und/oder eine Begutachtung vorgenommen? Diese Annahme ist durchweg naiv. Tatsächlich wird steuerrechtlich nach Maßgabe des Bewertungsgesetzes gearbeitet - das ist der Alltag bei den Finanzämtern!
Außerdem ist die Periodizität komischerweise kein unüberwindliches Hindernis, wenn es um die Bewertung von Betriebsvermögen im Einkommens- und Körperschaftssteuerrecht geht - da ist nämlich die Gewinnermittlung am Ende des Wirtschaftsjahres Voraussetzung!
Und wenn Ihnen, Herr Müller, 4,62 Mrd. Euro (Steuerertrag der Vermögenssteuer 1996) die Mühe nicht wert sind - ja dann ist Ihnen tatsächlich nicht mehr zu helfen!
Vielleicht meinten Sie aber auch einfach, dass mit der Einführung der Vermögenssteuer potentiell Besteuerte auf kreativste Art versuchen würden, Werte zu verstecken, Kapital ins Ausland zu transferieren etc. . Passiert das nicht schon jetzt? Und mal ganz abgesehen davon: Sie plädieren also ernsthaft dafür, eine für die Allgemeinheit sinnvolle Maßnahme nicht umzusetzen, weil Sie damit eine einflussreiche Minderheit (potentiell) verprellen? Das ist vorauseilender Gehorsam gegenüber einer wirtschaftlichen Elite, die zumindest in Teilen wenig Respekt vor dem Staat zeigt, der ihr so großzügig entgegenkommt.
Lieber Herr Müller - Argument und Gegenargument. In Bezug auf die Vermögenssteuer könnten wir noch ewig weiterdiskutieren und kämen doch nie zu einem Konsens.
Was bleibt ist die Einsicht vom Anfang: Der AfD sind sozial Benachteiligte nicht wichtig. Ganz im Gegensatz zu ihrem Wahlkampfgeplänkel geht es ihr nicht um die Schwachen oder auch nur die breite Mitte - ihre Politik ist für Wohlhabende gemacht. Folgerichtig passt das Etikett "neoliberal" - und ich führe dieses Wort mit dem gleichen Beiklang im Munde wie Sie, Herr Müller, das Wort "links".
22.08.2017, 12.53 Uhr
Mueller13 | @ Ad fontes im Wahlkampfmodus für die Linke
Sie haben keine Ausbildung in Richtung Wirtschaft/Steuer/Recht! Sonst hätten Sie unmöglich versucht, hier nochmal nachzusetzen! Ihre Ahnungslosigkeit in Verbindung mit Ihrer linken Verblendung sind wirklich eine unglückliche Killerkombination.

Af: "Da stellt sich mir dann aber doch die Frage, wie bis jetzt die Erhebung von Grund-, Erbschafts- und Schenkungssteuer erfolgt?"
-> Die Grundsteuer wird in Thüringen mit Hilfe des oben beschriebenen Einheitswert von 1914 ermittelt. Dieser Wert wird EINMAL ermittelt und ändert sich nur bei den bebauten Grundstücken und da nur bei Änderungen der Substanz - also regelmäßig NIE.
-> Die Erbschaftssteuer wird EINMALIG ermittelt (es sei denn, bei Ihnen wird mehrmals gestorben), an diesem Prozess sind regelmässig mehrere Erben beteiligt, es gibt Schriftstücke (Testament), so dass eine Verkürzung der Bemessungsgrundlage eher selten vorkommt.
-> Die Schenkungssteuer wird auch nur EINMALIG ermittelt, nämlich bei der Schenkung. Auch hier ergibt sich die Problematik der Gerechtigkeit (können alle erfasst werden oder nur die, wo es notarielle Eingriffe gibt?)

-> Sie sehen, es gibt einen Unterschied den alle zur Vermögenssteuer haben: die EINMALIGE Ermittlung.
Ihr Argument, dass Betriebsvermögen ja auch einer jährlichen Bewertung unterzogen wird, ist richtig, gleichzeitig aber auch lächerlich. Bei uns in der Firma gibt es einen extra Angestellten (Buchhalter genannt), der permanent die Vermögenswerte ermittelt. Soll sich jetzt jeder zu Hause einen Buchhalter hinsetzen, der bilanziert?

-> Wissen Sie was Erbschaft-/Schenkungs-/Vermögens-/Grundsteuer noch gemeinsam haben? Alle diese Werte sind bereits mindestens einmal besteuert worden!!!

Af: "Wird da jedes mal eine Begehung organisiert und/oder eine Begutachtung vorgenommen?"
-> Ja klar, wenn notwendig. Gerade wenn man eine neue Immobilie erwirbt oder baut war das Finanzamt JEDES mal bei mir vorstellig. Bei einem Acker z.B. wird das FA eher keine Begehung vornehmen.

Af: "Und wenn Ihnen, Herr Müller, 4,62 Mrd. Euro die Mühe nicht wert sind"...
-> Wenn ich um diese 4,6Mrd zu erzielen 4Mrd Aufwand habe, ist es einfach Unsinn. Wenn die verbleibenden 0,6Mrd in einer Wirtschaftskrise tausende Arbeitsplätze vernichten, dann ist es großer Unsinn.

Für Sie als steuerrechtlichen Laien ein paar Anhaltspunkte, was eine Steuer ausmacht (de facto eine richterlich akzeptierte Gesetzmäßigkeit):

1. Gerechtigkeit der Besteuerung
1.1. Gleichmäßigkeitgrundsatz (=ALLE und gesetzlich verankert)
1.2. Willkürverbot (ALLE müsen GLEICH behandelt werden)
1.3. Gleichmäßigkeit (muss ÜBERALL im definierten Anwendungsbereich gelten)
1.4. Rückwirkungsverbot (keine rückwirkenden Steuern)
2. Ergiebigkeit (eine Steuererhebung dient der Einnahmegenerierung UND der Verwaltungsaufwand darf nicht zu hoch sein)
3. Unmerklichkeit der Steuer (das Steuersubjekt sollte keinen großen Aufwand mit der Erhebung und der Abführung haben)
4. Praktikabilität der Steuer (Vorschriften sollten verständlich sein und nicht den Gerechtigkeits- und Gleichheitssinn der Bevölkerung stören).

-> Die Vermögenssteuer verstößt gegen mehrere der oben aufgeführten Regeln. Deshalb wurde sie zu Recht vom BVerfG kassiert.

Af: "Sie plädieren also ernsthaft dafür, eine für die Allgemeinheit sinnvolle Maßnahme nicht umzusetzen"
-> Was bitte schön hat die Allgemeinheit von einer Steuer, die gegen mehrere Steuergrundsätze verstößt?

Af: "Das ist vorauseilender Gehorsam gegenüber einer wirtschaftlichen Elite,"
-> Unsinn. Auch ein Vermögender hat einen Anspruch auf rechtsstaatliches Verhalten ihm gegenüber.

Af: "Was bleibt ist die Einsicht vom Anfang: Der AfD sind sozial Benachteiligte nicht wichtig."
-> Das ist billige, dumme Polemik + Wahlkampf. Nur kurz: Die AfD möchte den Rechtsstaat wieder herstellen und orientiert sich richtigerweise am Leistungsprinzip. NUR so kann Wohlstand für ALLE geschaffen werden. Sie wollen nur das Geld der anderen umverteilen.
22.08.2017, 12.56 Uhr
Andreas Dittmar | Wirtschaft
Der Arbeitnehmer versteuert seinen Lohn genau so wie der Arbeitgeber seine Gewinne. Gewinne sollen dort versteuert werden, wo sie auch erwirtschaftet werden also nicht undbedingt immer wo der Firmensitz ist. Das sollte Steuerflucht verhindern. Baut man zusätzlich Vermögen durch sparen und Anlegen auf zahlt man Kapitalertragssteuer. Soll ich jetzt ernsthaft, das was mir dann am Ende übrig bleibt bzw. was ich an Vermögen aufgebaut habe nochmal versteuern ?? Es geht nicht um das berechnen bzw. Ermitteln der Steuerfestsetzung für ein Vermögen, sondern um den Sinn diese Steuer überhaupt su erheben. Auch vererbtes Vermögen wurde von demjenigen bereits versteuert, der es aufgebaut hat. Vielleicht sollte man eher Anreize dafür schaffen, dieses Vermögen wieder in Arbeitsplätze, SINNVOLLE soziale oder medizinische Projekte zu investiert anstatt es den Leuten einfach wegzunehmen und anderweitig zweckentfremdet zu verteilen oder gar zu verbrennen. Wenn ein Unternehmer seine Arbeitnehmer ausbeutet, seine Kunden über den Tisch zieht und anschließend das Geld an der Börse oder im Casino verzockt und/oder die daraus entstehenden Gewinne in Steueroasen verfrachtet, ist das nicht Kapitalismus sondern Wirtschaftskriminalität, die bestraft und nicht durch Steuern reguliert werden muß. Das selbe gilt wenn Banker Kundengelder verzocken und veruntreuen. Hier darf auch nicht der Staat rettend eingreifen, sondern muß strafrechtlich vorgehen.
22.08.2017, 15.19 Uhr
Spätzlevernichter | @Müller13... Jedesmal war das FA bei Ihnen?
... Bei mir noch nie. Waren es bei Ihnen Gewerbeobjekte vermietete oder selbstgenutzte Wohnimmobilien?

erscheint mir merkwürdig, bei einem Neubau könnte ich es ja noch nachvollziehen, aber bei einem Erwerb? Schließlich ist da ja eigentlich der Kaufpreis Besteuerungsgrundlage für die Grunderwerbssteuer. Die Grundsteuer hingegen wird über Einheitswert und Hebesatz ermittelt.

Habe noch niemals eine Begehung durch Finanzbeamte erlebt.
22.08.2017, 16.24 Uhr
Mueller13 | @ Ad fontes: Ergänzung
Zitat Ad fontes: "Lieber Herr Müller - Argument und Gegenargument. In Bezug auf die Vermögenssteuer könnten wir noch ewig weiterdiskutieren und kämen doch nie zu einem Konsens."

-> Richtig lieber Ad fontes: solange Sie nicht einsehen, dass es Gesetze in diesem Land gibt, die für alle gelten, macht es wirklich keinen Sinn mit Ihnen zu diskutieren.

Erst wenn Sie begreifen, dass der Rechtsstaat und die Einhaltung und Durchsetzung von Rechtsprinzipien, das höchste Gut eines Staates sind, macht es Sinn wieder auf Ihre Einlassungen zu reagieren.

Nur ein funktionierender Rechtsstaat verbunden mit dem Leistungsprinzip wird langfristig Wohlstand für die gesamte Bevölkerung schaffen (was auch beinhaltet, dass die Bedürftigen versorgt werden). Alle anderen Ideen haben bisher immer zu Armut geführt. Es gibt kein einziges Beispiel in der gesamten Geschichte unseres Planeten, wo sozialistisches Wirtschaften und linke Umverteilungsfantasien zu Wohlstand geführt hätten. Gerade als ehemaliger Bewohner der sowjetischen Besatzungszone sollte wir das verinnerlicht haben.

Es kann einfach keinen Kompromiss geben, wenn Sie grundlegende Elemente des Staates angreifen (was dem Sozialstaatsprinzip nicht im geringsten widerspricht).
22.08.2017, 16.56 Uhr
Mueller13 | @ Spätzlevernichter
Spätzlevernichter: "Waren es bei Ihnen Gewerbeobjekte vermietete oder selbstgenutzte Wohnimmobilien?"
-> alle drei Formen an verschiedenen Lokationen, sowohl Neubau als auch Bestand, teilweise sogar aus Bundeseigentum.
-> Ja, die Grundsteuer wird über den Einheitswert und Hebesatz berechnet. In den Einheitswert fließen aber typische Merkmale der Hausausstatung mit ein ("Erklärung zur Feststellung des Einheitswertes" (Formular 17-100LFD) in Kombination mit "Anlage zur Erklärung zur Feststellung des Eineheitswertes" (Formular 17-123 und 17-126LFD)):
- Fassade (einfacher Putz, Rauputz, Spaltklinker; Naturstein)
- Dachausführung (Dachpappe, Betondächer, Ziegel, Wärmedämmung)
- Fußboden (Dielen, Linoleum, Parkett, Fliesen, Naturstein)
- Treppen (Beton, Stahl, Holz, Kunststoffauflage, Naturstein)
- Fenster (einfach, doppelt, dreifach, Rolläden, Isolierglas)
- Türen (...)
- Heizung (...)
- Elektroinstallation (...)
- Sanitärinstallation (...)
usw... das Ganze wird dann mit Punkten und Multiplikatoren versehen und daraus entsteht dann der Einheitswert.
Höherwertige Ausstattung -> höhere Grundsteuer.
22.08.2017, 20.39 Uhr
Ad fontes | "Leistungsprinzip"
An welcher Stelle habe ich denn die einmalige Ermittlung von Grund-/Erbschafts-/Schenkungssteuer in Abrede gestellt? Kontext! :) "Jedes mal" meinte hier jedes einzelne (!) mal (für sich genommen). Natürlich wollte ich einen Punkt verdeutlichen: Dass Ihre Behauptung, die Vermögensermittlung sei überhaupt nicht möglich, Unsinn ist. Fall abgeschlossen - nun vom Speziellen zum Allgemeinen:
Mir die Kompetenz in steuerrechtlichen Belangen abzusprechen mag Ihrem Geltungsdrang entsprechen und Ihr Ego streicheln - doch leider, leider bringt Ihnen das keine Punkte...
Sie haben nämlich recht: Ich habe tatsächlich keine Ausbildung in Richtung Wirtschaft/Steuer/Recht. Die brauche ich aber auch nicht zwingend, um bei dem Thema mitreden zu dürfen bzw. können. Ich bin nämlich erstaunlicherweise in der Lage, die Argumente von in diesen Belangen sachverständigen Menschen (ja, Herr Müller: wahrscheinlich sogar kompetenter als Sie es sind...) nachzuvollziehen, abzuwägen und mir eine fundierte Meinung zu bilden. Und die Argumente der Seite "pro Vermögenssteuer" überzeugen mich mehr!
Ich sagte ja bereits: Eine Ausweitung der Diskussion hier ist nicht zielführend. Wer möchte, informiert sich im Handelsblatt, der Wirtschaftswoche oder auf einschlägigen Seiten im Netz. Nur zu! Anders als Herr Müller suggeriert gibt es kein Denkverbot in dieser Richtung!
Ein letzter Punkt noch: Die von Ihnen so hoch gestellte Orientierung am Leistungsprinzip, Herr Müller. Sie ignorieren mutwillig, dass es eine Unmenge weitere, nicht vom Einzelnen beeinflussbare Faktoren gibt, die über Erfolg und Nichterfolg entscheiden. "Wer sich nur ordentlich bemüht, der kommt schon zu Wohlstand. Der Rest ist einfach zu faul!" - das ist (überspitzt) Ihr Ansatz! Na wenn das nicht die Lebenswirklichkeit der meisten Menschen hier während der Wirtschaftskrise des vergangenen Jahrzehnts widerspiegelt! Im Ernst: Die Krise hatte einen markanten Umverteilungseffekt von unten nach oben! Und jetzt zu Ihrem Gerechtigkeitsempfinden, Herr Müller: In dieser Situation sprechen Sie vom Leistungsprinzip als maßgeblichem Garanten für Stabilität! Und von der AfD gibt es nicht nur ein "weiter so!", sie will diesen Zustand auch noch zementieren, was de facto eine Ausweitung der Ungleichheit bedeutet.
22.08.2017, 23.44 Uhr
Sinz2000 | Gesetze???
-> Richtig lieber Ad fontes: solange Sie nicht einsehen, dass es Gesetze in diesem Land gibt, die für alle gelten, macht es wirklich keinen Sinn mit Ihnen zu diskutieren.

Ein Gesetzt dieses Staates verlangt bei der Einreise in das Bundesgebiet die Vorlage eines gültigen Passes oder Passersatzes , zumindest die Vorlage eines Personalausweises bei zuständiger gesetzlicher Regelung. Was macht Deutschland, Handy reicht, also hör auf mit deiner Gesetzestreue. Wenn das deutsche Staatsoberhaupt geltendes Recht bricht oder außer Kraft setzt, was gilt dann Recht und Gesetzt noch
23.08.2017, 06.43 Uhr
Friedrich I. | Gesetze lesen zu können sind das A und O
aber auch verstehen zu können.
Aber da gibt es noch Welche in Berlin und anderswo,
die nach dem Bauch entscheiden.
23.08.2017, 09.09 Uhr
tannhäuser | Sehr guter Einwurf sinz2000!
Ihr redet Euch sinnlos in Rage und die Verantwortlichen für das Chaos lachen sich ibs Fäustchen.

Die AfD bekommt hoffentlich 15+ Prozent (Trump-Effekt bezüglich vorheriger nur vorgeblich repräsentativer Umfragen) und wird eine starke Opposition.

Die etablierten Parteien brechen je nach Gusto und Lobby-Hörigkeit Gesetze oder beschliessen welche, ohne dass die geforderte Anzahl Abgeordnter bei Abstimmungen anwesend waren.

Weitere Details erspare ich mir; wer nicht verblendet oder ein Schlafschaf ist, weiss das selbst.

Und das unsägliche Thema Erbschaftssteuer ist immer locker bei der Hand.

Schon mal geerbt? Das passiert nicht nur bei reichen oder Industriellenfamilien.

Und richtig, dieses Vermögen wurde vorher schon versteuert! Warum sollte sich ein kleiner Privaterbe noch ein schlechtes Gewissen oder Ängste wegen einer Freibetragsgrenze machen müssen?

Der Gesetzgeber hat das ganze Procedere schon so bürgerunfreundlich genug gestaltet, dass man ohne anwaltliche Hilfe gar nicht mehr ohne Schaden für Nerven und Geldbeutel erben kann!
25.08.2017, 17.48 Uhr
HansWurst | Leistungsgesellschaft
Hach ja, wir haben eine Leistungsgesellschaft. Haben wir? Gilt wohl auch nur für die armen Idioten, die sich für Lohn verdingen müssen. Am besten mit 3 Niedriglohnjobs damit sie vernünftig leben können. Aber glücklich sind sie auch mit einem, zB wenn sie bei Mueller13 beschäftigt sind.

Dass ca. 80% der deutschen Millionäre einigen Quellen zufolge ihr Vermögen geerbt haben, ohne irgendeine Leistung dafür vollbracht zu haben, ist nebensächlich. In dieser Gesellschaft muss man etwas HABEN, egal ob man dafür Leistung geliefert hat oder nicht.

Und wenn ich "wertkonservativ" höre und Nationalismus rieche, versetze ich mich in die Chefetagen der internationalen Wirtschaft. Die lachen sich nämlich ins Fäustchen, weil diese nationalstaatliche Vorstellung ihnen in die Hände spielt. Die interessiert schon lange keine Landesgrenze mehr. Im Gegenteil, die brauchen Nationalstaaten nur noch zu einem Zweck: Die Völker gegeneinander auszuspielen. Politisch, wirtschaftlich, sozial.

Und die Politiker tanzen nach ihrer Pfeife. Lobbyismus eben.
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