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Sa, 18:11 Uhr
15.07.2017
Euros für Ärzte im Landkreis Nordhausen

Pharmakonzerne und Mediziner

Bereits im vergangenen Jahr hatte die nnz zu Ergebnissen des Recherche-Netzwerkes "Correctiv" über Zuwendungen verschiedener Art von Pharma-Firmen an Ärzte oder Apotheker berichtet. Jetzt wurden die neuen Daten für das Jahr 2016 bekannt gegeben...

Offene Hände (Foto: maxlkt/pixabay.com)

Zugegeben, eine solche Verbindung zwischen der Industrie und Ärzten sowie Apothekern hat ein gewisses Geschmäckle. Sie erwecken den Eindruck, dass der "Arzt des Vertrauens" nicht immer die Medikamente zur Anwendung bringt, die auch das Höchstmaß an Therapie versprechen.

Auch die Kollegen von Correktiv verweisen in ihrer Recherche darauf, dass sich eine solche Abhängigkeit wohl als Interessenkonflikt darstellen und die auf die Urteilskraft des Mediziners auswirken kann. Gleichzeitig kann aber auch die Gesellschaft mitunter Nutzen aus diesen Verbindungen ziehen, wenn etwa Ärzte bei der Entwicklung neuer Wirkstoffe oder bei Studien mitwirken.

In Nordhausen haben insgesamt 22 Mediziner einer Veröffentlichung ihrer freiwillig gemachten Angaben zugestimmt. Hervorzuheben ist die Tatsache, dass sieben von ihnen im Jahr 2015 noch zugestimmt hatten und ein Recherergebnis in diesem Jahr nicht möglich war.

In der Landgemeinde Harztor konnten sechs Angaben recherchiert werden. Für die anderen Städte und Gemeinde des Landkreises Nordhausen liegen keine Angaben vor. Allerdings hat - statistisch gesehen - nur jeder vierte Arzt einer Offenlegung seiner Daten zugestimmt.

Die gesamte Auswertung finden Sie hier.
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Kommentare

16.07.2017, 20.21 Uhr
aikido | Keine Macht den Pharmakonzernen!
Da ich selber im medizinischen Bereich tätig bin, kann ich bestätigen, wie die Pharmakonzerne in Kliniken ein und ausgehen, Fortbildungen oder Essen finanzieren.

Von einiger Zeit füllten sich plötzlich die Schubladen mit exotischen neuen und mir unbekannten Medikamenten, welche die Pharmafirmen angeschleppt haben.
Sie sind subjektiv beobachtet auch keine Pillen die gesund oder gesünder machen. Sondern wurden vom Arzt verordnet, weil er, wenn er für die Konzerne eine Anwendungsbeobachtung macht, mit diesem Präparat, finanzielle Zuwendungen bekommt.

Die Liste von "correctiv" mit den Ärzten die allg. Zuwendungen bekommen haben und gegen oder für eine Veröffentlichung waren ist jedoch sehr lückenhaft, da viele Ärzte und Kliniken nicht drin auftauchen, bzw. eine Klinik stand 2x drin (mit dem Unterschied, dass einmal ein Schreibfehler drin war im Namen) mit unterschiedlichen Geldbeträgen.

Ich glaube kaum, das Ärzte die finanzielle Zuwendungen von Pharmafirmen bekommen, z.b. eine Studie nicht zugunsten Ihres Auftraggebers, also die Pharmafirma ausfallen lassen würden, auch wenn die Studienerggebnisse was ganz anderes aussagen . Das bedeute zum einen finanzielle Verluste und mangelnde Wettbewerbsfähigkeit für die Pharmafirma und hätte zur Folge das die Pharmafirma sich von diesem Arzt trennt. Weil die Konkurrenz schläft ja nicht.

Und weil die Ärzte ausreichend verdienen um Ihren Lebensunterhalt bestreiten zu können, brauchen Sie auch niemanden, der Ihnen Fortbildung+Essen+Hotel bezahlt.
Wenn ich auf eine Fortbildung fahre, muss ich dafür auch selber aufkommen und ich bekomme nicht so viel Lohn wie ein Arzt.

Liebe Ärzte wacht auf! Gebt den Pharmafirmen nicht so viel Macht! Ihr seid die, die die Leitlinien schreiben und somit muss ich annehmen, dass man den allen nicht folgen kann, weil Ihr beeinflusst seid von Pharmakonzernen und deren Geld!!!
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