Di, 13:40 Uhr
23.05.2017
Gefragte Produkte aus Nordhausen
PK Systems hat die Produktionsfläche erweitert
Dem aufmerksamen Beobachter wird an der Helme, im dortigen Gewerbegebiet, in den zurückliegenden Monaten nicht entgangen sein, dass ein Unternehmen gewachsen ist. Wir haben ihm heute einen Besuch abgestattet...
Immer wieder muss die Qualität kontrolliert werden (Foto: nnz)
"Wir sind die Guten" steht im Firmenlogo von PK Systems. Müssen sie auch sein, die jetzt 28 Mitarbeiter um Firmenchef Frank Kirchhoff, denn der Nordhäuser befindet sich mit seinem Unternehmen in einer Branche, die eigentlich keinen Spaß versteht - die Branche der Automobilzulieferer.
Das Unternehmen an der Helme verlassen keine tonnenschweren Teile, es sind eher die kleinen Stücke, von denen man einige zusammen in die Hand nehmen kann. Doch deren Qualität muss stimmen, sie sind zum Beispiel Bestandteil von Automobilen des Volkswagenkonzerns. Es geht um Kunststoff-Spritzgussteile, die hier aus unterschiedlichen Granulaten "geformt" werden.
Die Qualität und die terminliche Zuverlässigkeit der Produktion von PK Systems hat sich in den zurückliegenden Jahren auf dem nationalen, aber auch auf dem internationalen Markt herumgesprochen. Die Nachfrage überstieg langsam aber sicher die Kapazität. Frank Kirchhoff überlegte nicht lange und erweiterte die Produktionsfläche von rund 1.000 auf 1.500 Quadratmeter. Drei Spritzgussmaschinen von Demag kaufte er und die sind nun in der Lage, größere Teile unter nahezu unvorstellbaren Drücken zu spritzen, zum Beispiel die Luftabschottung für den T6 von Volkswagen.
Neben den Automobilherstellern ist das Nordhäuser Unternehmen über Jahre hinweg bewährter Zulieferer von automobilen Systemlieferanten wie Kongsberg, Magna, DURA oder AGC Glass. Geschäftsbeziehungen unterhält PK Systems mittlerweile zu Geschäftspartnern in neun Ländern auf drei Kontinenten.
Die rechte Halle ist neu dazugekommen (Foto: nnz)
Die Erweiterung, die im Frühjahr 2016 gestartet wurde, brauchte ein Jahr, ehe die ersten investierten Euro refinanziert werden konnten. Neben der maschinellen Erweiterung konnten auch vier neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Auch darauf ist Frank Kirchhoff sehr stolz, denn das Soziale liegt im schon immer am Herzen. Er selbst hatte sich nach der Wende hochgearbeitet, hatte sein Schicksal selbst in die Hand genommen, hatte auch eine Portion Glück, hatte vor allem Durchsetzungsvermögen und keine Angst vor den Großen der Branche.
Viele Kennen Frank Kirchhoff auch als Fußball-Fan. Er war maßgeblich an den Tagen der Legenden beteiligt, war Vize-Präsident bei Wacker und ist dem Verein als Sponsor immer noch verbunden. Bevor wir zu einem Hallenrundgang aufbrechen, muss er noch schnell einen Anruf tätigen. Am "anderen Ende der Leitung" ist Nils Pfingsten-Reddig, der heute Geburtstag hat. "Ich rede lieber mit den Leuten, statt ihnen irgendwelche Sprüche zu tippen", sagt Kirchhoff.
Noch sei nicht alles geschafft, was mit dem Anbau zu tun hat. Auf die erstaunte Frage, was noch fehlt, meint er: "das Pflaster im Außenbereich."
Peter-Stefan Greiner
Autor: psg
Immer wieder muss die Qualität kontrolliert werden (Foto: nnz)
"Wir sind die Guten" steht im Firmenlogo von PK Systems. Müssen sie auch sein, die jetzt 28 Mitarbeiter um Firmenchef Frank Kirchhoff, denn der Nordhäuser befindet sich mit seinem Unternehmen in einer Branche, die eigentlich keinen Spaß versteht - die Branche der Automobilzulieferer.
Das Unternehmen an der Helme verlassen keine tonnenschweren Teile, es sind eher die kleinen Stücke, von denen man einige zusammen in die Hand nehmen kann. Doch deren Qualität muss stimmen, sie sind zum Beispiel Bestandteil von Automobilen des Volkswagenkonzerns. Es geht um Kunststoff-Spritzgussteile, die hier aus unterschiedlichen Granulaten "geformt" werden.
Die Qualität und die terminliche Zuverlässigkeit der Produktion von PK Systems hat sich in den zurückliegenden Jahren auf dem nationalen, aber auch auf dem internationalen Markt herumgesprochen. Die Nachfrage überstieg langsam aber sicher die Kapazität. Frank Kirchhoff überlegte nicht lange und erweiterte die Produktionsfläche von rund 1.000 auf 1.500 Quadratmeter. Drei Spritzgussmaschinen von Demag kaufte er und die sind nun in der Lage, größere Teile unter nahezu unvorstellbaren Drücken zu spritzen, zum Beispiel die Luftabschottung für den T6 von Volkswagen.
Neben den Automobilherstellern ist das Nordhäuser Unternehmen über Jahre hinweg bewährter Zulieferer von automobilen Systemlieferanten wie Kongsberg, Magna, DURA oder AGC Glass. Geschäftsbeziehungen unterhält PK Systems mittlerweile zu Geschäftspartnern in neun Ländern auf drei Kontinenten.
Die rechte Halle ist neu dazugekommen (Foto: nnz)
Die Erweiterung, die im Frühjahr 2016 gestartet wurde, brauchte ein Jahr, ehe die ersten investierten Euro refinanziert werden konnten. Neben der maschinellen Erweiterung konnten auch vier neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Auch darauf ist Frank Kirchhoff sehr stolz, denn das Soziale liegt im schon immer am Herzen. Er selbst hatte sich nach der Wende hochgearbeitet, hatte sein Schicksal selbst in die Hand genommen, hatte auch eine Portion Glück, hatte vor allem Durchsetzungsvermögen und keine Angst vor den Großen der Branche.
Viele Kennen Frank Kirchhoff auch als Fußball-Fan. Er war maßgeblich an den Tagen der Legenden beteiligt, war Vize-Präsident bei Wacker und ist dem Verein als Sponsor immer noch verbunden. Bevor wir zu einem Hallenrundgang aufbrechen, muss er noch schnell einen Anruf tätigen. Am "anderen Ende der Leitung" ist Nils Pfingsten-Reddig, der heute Geburtstag hat. "Ich rede lieber mit den Leuten, statt ihnen irgendwelche Sprüche zu tippen", sagt Kirchhoff.
Noch sei nicht alles geschafft, was mit dem Anbau zu tun hat. Auf die erstaunte Frage, was noch fehlt, meint er: "das Pflaster im Außenbereich."
Peter-Stefan Greiner

