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Mi, 12:27 Uhr
19.04.2017
Das ist der Hammer

Sondershausen soll Kreisstadt bleiben

Verrückter geht es nimmer - dachten interessierte Menschen schon beim Vorlegen der ersten Entwürfe des Thüringer Innenministers zur Kreisgebietsreform. Doch Holger Poppenhäger legt noch einen drauf...


In Kürze die heute vorgestellten Fakten: Der Landkreis Nordhausen und der Kyffhäuserkreis sollen fusionieren. Soweit so gut, das war erwartet worden. Nun aber der Hammer: Nicht die größte Stadt des neuen Kreises, Nordhausen, sondern das Provinzstädtchen Sondershausen soll Kreisstadt werden.

Das wurde heute aus Erfurt verlautbart. Für alle Nordhäuser muss das ein Schlag ins Gesicht sein. In Nordhausen, der mit Abstand größten Kommune in Nordtüringen, arbeiten zentrale Behörden wie Polizei oder Arbeitsagentur. Das könnte nun vermutlich Geschichte sein.

Wir werden Statements dazu einholen.
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Kommentare

19.04.2017, 13.03 Uhr
N. Baxter | warum
nicht auch Bad Frankenhausen, Ebeleben oder Schlotheim???
19.04.2017, 13.28 Uhr
NDHler | Wer hat uns verraten?
Sozialdemokraten!
Augen auf bei den kommenden Wahlen!!!
19.04.2017, 13.37 Uhr
gandalf | Logische Konsequenz
Warum wundert sich die Politik in Nordhausen über diese Entscheidung?? Wie es aussieht will man in Erfurt dem neuen Landkreis die lächerlichen Grabenkämpfe der letzten Jahre und somit weiteren Stillstand ersparen.
19.04.2017, 14.17 Uhr
N. Baxter | richtig Gandalf
wer sich nicht selbst im Griff hat, wird zukünftig eben fremdbestimmt bzw. - gesteuert!
21.04.2017, 18.26 Uhr
Bodo Schwarzberg | SDH als Kreisstadt: eigenartig, aber nicht verkehrt
Sicher: Der Gedanke liegt nahe, dass Nordhausen Kreisstadt bleibt. Fast immer meint man, dass die größte Stadt auch die größte Bedeutung haben muss. Und gewiss geht es bei der Gebietsreform nicht darum, einem anderen etwas zu gönnen. Der Egoismus ist hierbei genauso entscheidend, wie infratrukturelle Fakten.

Ich persönlich würde es aus gewissen Gründen durchaus begrüßen, wenn Sondershausen Kreisstadt bliebe: Dort sitzt eine Untere Naturschutzbehörde, die Naturschutz sehr ernst nimmt. im Kyffhäuserkreis liegen die artenreichsten Biotope ganz Thüringens. Ich habe bei der dortigen UNB fast stets nicht nur ein offenes Ohr für Naturschutzbelange gefunden, sondern auch Partner. Aber sicher ist das nur für wenige Menschen maßgebend.

Dass es natürlich für die Nordhäuser schwerer wäre, wichtige Amtsgänge zu erledigen, ist nicht von der Hand zu weisen. Aber wie geschrieben: Sondershausen könnte auch sagen: Warum nicht wir? Außerdem ist das Bild, das unsere Verwaltungen in den Medien, auch in der nnz, abgeben, durchaus verbesserungswürdig. Schauen wir doch erst einmal, welche Argumente aus Erfurt kommen.
21.04.2017, 20.00 Uhr
Totofino | Realistisch
Es ist leider realistisch, SDH liegt zentral, wer soll von Artern denn nach NDH zu den Behörden fahren, also von der geografischen Lage leider in Ordnung. Außerdem werden sich Bundesbehörden wie das AA sich davon nicht beeinflussen lassen. Grundsätzlich macht jegliche Gebietsreform keinen Sinn, wenn dort nicht einige Millionen gespart werden und das scheint ja nicht der Fall zu sein, wie das Beispiel MeckPomm zeigt eher kommt es zu Mehrausgaben.
Also ist eine Gebietsreform unsinnig.
Übrigens war auch die vorherige Landesregierung mit CDU Beteiligung am Erarbeiten einer Gebietsreform, das hat diese Regierung nicht angefangen. Bitte nicht vergessen, unsinnig bleibt sie aus den genannten Gründen allemal.
21.04.2017, 21.02 Uhr
Alanin | Nordhausen ist besser zu erreichen
Ich lese dauernd, dass SDH von Artern aus besser zu erreichen sei als NDH. Hat schonmal einer was von der neuen Straße mit dem Namen A38 gehört? Laut Google Maps braucht man von Artern fast 10 Minuten länger nach SDH als nach NDH. Und wenn wirklich Leute direkt zu den Ämtern müssen, ist es wohl sinnvoller die Ämter dort zu haben, wo potentiell die meisten "Kunden" sind und nicht wohin die meisten erst fahren müssen und das ist nun mal die größte Kommune und nicht eine, die man, warum auch immer, Bauchpinseln muss.
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