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Di, 09:02 Uhr
14.02.2017
Sperrung im Altendorf

Abriss soll beginnen

Wer seit heute vom Altentor in Richtung Barfüßer Straße zu Fuß, mit dem Rad oder gar mit dem Auto will, der muss größere Umwege einplanen. Hier wird demnächst ein markantes Gebäude dieses Bereiches abgerissen...

Hier wird abgerissen (Foto: nnz)

Wo Neues entstehen soll, muss ab und zu Altes weichen. Das wird denkmalschutzorientierte Menschen zwar ärgern, doch Neues kann manchmal auch nur so entstehen. Zumal die alte Bausubstanz so schlecht ist, dass sich eine Sanierung finanziell nicht lohnt.

Und genauso ergeht es diesem markanten Gebäude, um das herum sich nun rot-weiße Absperrungen befinden. Hier wird Investor Silvio Wagner mit dem Abriss beginnen. Laut Standtplanungsamt ist an dieser exponierten Stelle der Altstadt die Errichtung eines Mehrfamilienhauses vorgesehen, das sich in der Gestaltung seiner Fassade städtebaulich anpassen soll.

Das bestätigte Auch Investor Silvio Wagner gegenüber der nnz. "Wir werden das neue Gebäude wieder auf die Grundmauern entlang der Straße setzen. Das Haus wird eine Putzfassade mit Gesimsen bekommen", beschreibt es Wagner. Geplant sind heut zwei 3-Raum-Wohnungen mit rund 90 Quadratmeter und vier 4-Raum-Wohnungen mit etwa 100 Quadratmeter. Alle sechs Wohnungen sollen vermietet werden.

Noch in diesem Jahr soll der Rohbau stehen, im kommenden Jahr werden die Schlüssel an die Mieter übergeben, so der Plan des Investors.
Peter-Stefan Greiner
Das war nicht mehr zu retten (Foto: nnz)
Das war nicht mehr zu retten (Foto: nnz)
Das war nicht mehr zu retten (Foto: nnz)
Das war nicht mehr zu retten (Foto: nnz)
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Kommentare

14.02.2017, 12.04 Uhr
sima | wieder eins weg
"Die Nordhäuser Altstadt wird bestimmt mal richtig schön, wenn nur erst einmal die ganzen alten Häuser abgerissen sind." - Zitat von Blödelbarde Helge Schneider bei einem Gastspiel in der Nordhäuser Wiedigsburghalle, nach einem Spaziergang durch die Altstadt mit ihren alten Häusern.
14.02.2017, 13.44 Uhr
Flitzpiepe | Der war nicht schlecht
von Helge und trifft den Nagel auf den Punkt.
Schade, dass man solange gewartet hat und das Denkmalamt dem Abriss nun zugestimmt hat bzw. zustimmen musste.
14.02.2017, 13.57 Uhr
Boris Weißtal | Nordhausen ist voller Warenhäuser
hier war´en Haus, dort war´en Haus

Bald folgt der Lindenhof...
14.02.2017, 16.54 Uhr
Realist 1.0 | Das ödet mich einfach nur noch an!
Hier wurde das selbe veranstaltet, wie bei den Harzer Stilwerken. Man lässt es über Jahrzehnte vergammeln und vermoder, damit es Abreißen zu können wen es baufällig genug ist. Ulbricht war ja auch der auffassung, das Wohnungen wichtiger sind als denkmäler zu restaurieren.Wozu eine Alstadt wenn doch kantige Stadtwillen viel schicker sind.
14.02.2017, 17.56 Uhr
sima | prima gemacht - weiter so
Wie "hübsch" die neuen Hütten ausschauen, kann man übrigens hinter dem Gebäude bewundern ... richtig gemütlich, Altstadtflair pur ... das lädt direkt zum bummeln ein. Dickes Lob an den Bauherrn und an die Behörden die so etwas ästhetisches genehmigen!
14.02.2017, 18.33 Uhr
Kama99 | Altstadt
In vielen anderen Städten werden die "Altstädte" saniert. Aber in NDH scheint man nur auf Profit aus zu sein....
14.02.2017, 20.10 Uhr
Sinz2000 | Macht es besser
An alle Nörgler, Besserwisser und Weltverbesserer. Warum hat nicht jeder von euch so eine alte Hütte gekauft und saniert. Da könntet ihr die Altstadt retten, anstatt nur zu meckern. Es ist schon geil, Zimmerhöhe von 1,80 spart Heizkosten, krumme Wände und schiefe Decken sind halt Kunst und das alles zum Schnäppchenpreis einer Denkmalschutzsanierung. Ich kenne als Kind noch Häuser am neuen Weg, seit dieser Zeit wurde nie etwas saniert, maximal was weggerissen. Also ran an den Rest, Ärmel hoch und Altstadt retten, all ihr Helden.
14.02.2017, 20.42 Uhr
Doerfler | "Investor" oder was?
Nur zum Vergleich:
Herr Lesser ist auch ein Investor und hat bestimmt schlechterer Bausubstanz in der Bäckerstraße zum Überleben verholfen.
Das Problem ist, daß diese Art "Investor" vom Schlage eines Herrn Wagner oder eines Herrn "Ortsbild"- Schmidt sich einen Dreck um Denkmale scheren und nur noch in quadratisch - praktisch - billig - blöd denken können.
Merke: Jedes Gebäude ist rettbar, egal wie schlecht die Bausubstanz auch sein möge.
Ich finde es nur amüsant, daß die schön restaurierte Fachwerkfassade gegenüber durch den Abrissdreck gleich wieder "Patina" kriegen wird. Ich hoffe, die SWG bittet Herrn "Investor" Wagner dafür wenigstens noch ordentlich zur Kasse.
Leider hat Herr Lesser nicht Recht mit seinem Spruch: "Nordhausen beginnt sein Gesicht zu verlieren" - Nein, Nordhausen hat sein Gesicht längst verloren!
Du wirst mir fehlen alte "Burg"...
15.02.2017, 00.01 Uhr
Mueller13 | Abriss nicht alterntivlos, aber venünftig!
Von vorne betrachtet, dachte ich auch: "Schade, das hätte man doch sanieren können". Aber in der Rückansicht? Da ist keine Substanz mehr, die den Aufwand lohnen würde.

An die Nörgler:
1. das Ganze muss sich auch rechnen. Sonst werden doch die Gleichen wieder schimpfen, wenn die Miete zu hoch wird, weil die Sanierung zu aufwendig wird.
2. Keiner von Euch will vermutlich in einer "alten Bude" wohnen mit Begleitumständen, wie sie Sinz2000 beschrieben hat.
3. Jeden von Euch hätte es freigegstanden ein schöneres, besseres Konzept vorzulegen und umzusetzen.
4. Wir leben noch in einem halbwegs freien Land. Wenn der Bauherr entscheidet: "so soll es aussehen", haben wir das zur Kenntnis zu nehmen. Es mag uns gefallen oder auch nicht, es ist nicht unsere Entscheidung.
15.02.2017, 07.33 Uhr
altmeister | Nicht so richtig!
Sehr geehrter Mueller13, so ganz richtig liegen Sie mit der Freiheit der Gestaltung nicht, gerade im Altstadt- / Sanierungsgebiet. Hier hätte die Stadt umfangreiche Möglichkeiten Vorgaben zu machen, da es in das Gesamtkonzept passen soll und die Möglichkeiten der Einflussnahme gegeben sind.

Ich finde es im Grundsatz erst einmal gut, dass die Baulücken in der Kernstadt, hier speziell der Altstadt, geschlossen werden, finde aber, dass die Möglichkeiten von Seiten der Stadt nicht ausreichend genutzt wurden und diese Garagen mit angeschlossenem Wohnraum hätten ruhig der Örtlichkeit besser entsprechend geplant und gebaut sein können.

Das ist aber leider auch an anderen Objekten zu erkennen, welche eine Homogenität der Altstadt verhindern.
15.02.2017, 08.08 Uhr
sima | hier fehlt der Wille
Falsch "Mueller13" ein Bauherr hat auch öffentliche Belange zu berücksichtigen. Die Frage ist nur in wie fern sich die Kommune resp. die baubegleitenden Behörden sich im Rahmen der Gesetzlichkeiten engagieren.

Es ist absurd "Wohnen in der Altstadt/Altstadtcharme" zu vermarkten und selbst nix dazu beisteuern. Renditefreundlich wurde bereits hinter dem nun abzureißenden Gebäude in Form eines Wohnparks gebaut. Die Straßenrandbegleitende Baumaßnahmen betreffen uns ALLE nicht nur den Bauherren. Letzten Endes müssen wir ALLE mit dem gebauten Umfeld Leben.
Es gibt gelungene Beispiele, wo Bauherren mehr Umsicht und behutsamen Erneuerungswillen zeigten, Wie schon oben erwähnt, Herr Lesser im Bereich Bäcker- u. Waisenstraße,
gegenüber die SWG oder Familie Mecklenburg oben im Altendorf und Herr Kirchhoff in der Pfaffengasse.

Ich weis, was es bedeutet alte Gebäude zu sanieren und unseren heutigen Wohnansprüchen gerecht werden zu lassen. Zugegeben es kostet Geld, es braucht Zeit, vor allem benötigt es aber den Willen dazu. Wer sich nicht darauf einlassen will oder kann, sollte auf einen Bauplatz in sensiblen Zonen wie in diesem Fall einer Altstadt lieber verzichten und seine Wohnparks besser auf der grünen Wiese errichten.

Mit dem Gebäudekonglomerat von der Südseite der Wiedigsburg, über den Neubau der Stelle der Rosenmühle bis hier zu Altendorf 30 haben sich Bauherren wie Stadt nicht mit Ruhm bekleckert. So etwas würde man in vielen Städten inzwischen lieber wieder abreißen.
15.02.2017, 09.00 Uhr
Pe_rle | Mueller13
4. Wir leben noch in einem halbwegs freien Land. Wenn der Bauherr entscheidet: "so soll es aussehen", haben wir das zur Kenntnis zu nehmen. Es mag uns gefallen oder auch nicht, es ist nicht unsere Entscheidung.
Ihre These,wenn der Bauherr entscheidet,stimmt in Nordhausen nicht. Hier redet einem die Stadt schon ins Bauvorhaben,und man bekommt vorgeschrieben was man zu machen hat. Ich glaub nicht ,das das ausgerechnet in der Altstadt anders sein soll.
Genau so wenn ich ein Haus verkaufen will, die Stadt hat das Vorkaufsrecht, heißt , ich kann nicht einfach so veräußern.
Und all diese Fakten, schrecken eben Investoren und Bauherren ab.
15.02.2017, 09.07 Uhr
Pusteblume1 | Vorschlag an Herrn Wagner
vielleicht könnte er ja die Vorder- und Seitenansicht des Gebäudes strukturmäßig in den Neubau mit einfließen lassen. Bei der Morgenröte ist das ja auch ganz gut gelungen.

Was sich mir nicht so ganz erschließt sind die formalen Gegensätze der Vorderansicht zur Rücksansicht. Das passt für mich irgendwie nicht zusammen. Aber wahrscheinlich fehlt mir hier nur das "persönliche" Bild - also Ansicht in Natura. Aber die hat sich ja eh bald erledigt.

Bleibt zu hoffen, dass von der Altstadt als solches noch was übrig bleibt, sonst wirds zu "Neustadt".
15.02.2017, 09.48 Uhr
Flitzpiepe | An anderer Stelle
habe ich von Wagner genau das lesen können, dass die Außenfassade des Neubaus sich in der Gestaltung vom Altbau leiten lässt.
Ohne konkrete Planungszeichnung kann das zwar fast alles heißen, aber es macht zumindest Hoffnung.
15.02.2017, 21.32 Uhr
Mueller13 | Ja, der Bauherr ist nicht völlig frei in seinen Entscheidungen
Falls ein Bebauungsplan vorgesehen ist, hat er sich an diesen zu halten. Falls eine ortstypische Bebauung vorliegt (Fachwerkhäuser) hat sich daran zu halten. Falls der Ort schwarze Dächer vorschreibt, hat er sich darn zu halten. Dürfte aber hier nicht der Fall sein, deshalb freie Fahrt.

Und nochmal: ich liebe alte Gemäuer und mir gefällt das Haus in der Straßenansicht in seiner derteitigen Form auch. Wenn ich aber die Bausubstanz von hinten sehen, weiß ich, dass eine Sanierung nicht finanzierbar ist.

Es gibt jetzt vier Möglichkeiten:
1. Man schreibt dem Investor vor, dass er die Bausubstanz zu sanieren hat. Dann wird er den Rechner rausholen und sagen: das funktioniert nicht... -> das Gebäude wird weiter verfallen (rationale Entscheidung des freien Marktes).

2. Die Stadt sagt, Geld ist ihr egal (ist ja nicht ihres), saniert das Gebäude aufwendig und bekommt das Teil nicht refinanziert -> das Gebäude bleibt erhalten, aber Steuergelder werden verbrannt (irrationale staatliche Finanzierung unter Ausschaltung des Marktes).

3. Man lässt einem privaten Investor freie Hand und der wird eine vertretbare finanzierbare Entscheidung treffen -> das Gebäude wird abgerissen und ein neues wird entstehen, kein Steuergeld wird angefasst (rationale Entscheidung des freien Marktes).

4. Man übergibt es einem privaten Investor und bezuschusst den Bau, damit er die alte Fasade wieder herstellt -> Gebäude wird abgerissen, die Fassade wird beim Neubau wieder hergestllt, Steuergeld wird als Zuschuss verbrannt, damit das historische Bild erhalten bleibt. (rationale Entscheidung des Investors unter Teilfianzierung durch die Allgemeinheit).

Ich kenne die Finanzsituation von Nordhausen nicht en dé­tail, aber alles was ich am Rande mitbekommen habe, spricht nicht für eine Finanzierung aus Steuergeld.
Insofern bleibt noch die Wahl zwischen: "lasst es weiter verfallen" oder Abriss.
So, nun dürft Ihr wählen.
16.02.2017, 09.00 Uhr
sima | Steuergelder kostet der Wohnpark in jedem Fall
Steuergelder kostet der Mist hinter dem alten Gebäude in der Zukunft in jedem Fall. Die Straßeninstandhaltungskosten resp. die Wartung von Kanalisation, Straßenbeleuchtungskörpern, Winterdienst ect. fallen für die durch den Investor gebaute neue Straße ("An der Rosenmühle") an, die er zur Erschließung der Styroporhütten benötigte und sie nun der Stadt in einem Akt der "Nächstenliebe" geschenkt hat. Hier hat ganz klar die Stadt versagt. Wer dahinter Geld verdienen will, sollte vorne auch einen Beitrag für seine Stadt abliefern die der Gemeinheit zugute kommt.
16.02.2017, 11.04 Uhr
Mueller13 | Merkwürdige Ansichten
Wie gesagt, ich kenne weder den Bauplatz im Detail, noch andere finanzielle Nebenabreden. Aber ich halte es für völlig normal, dass die Stadt (und ihre Betriebsgesellschaften) die Straßeninstandhaltungskosten resp. die Wartung von Kanalisation, Straßenbeleuchtungskörpern, Winterdienst ect. übernimmt.
Zahlen wir nicht für solche Späße fett Steuern, Gebühren und Abgaben? Ab Grundstücksgrenze ist der Bauherr zuständig, davor aber bitte Stadt und die Versorger (zumal in einem Innenstadtbereich).

Sima: "Wer dahinter Geld verdienen will, sollte vorne auch einen Beitrag für seine Stadt abliefern die der Gemeinheit zugute kommt."
-> Klasse Ansichten legen Sie da an den Tag! Ein bisschen viel im kommunistischen Manifest geschmökert!?
16.02.2017, 11.34 Uhr
sima | Müller13
Also wenn Sie es für normal halten, das die Allgemeinheit für die Kosten einer Straße aufkommen soll, die von einem Investor in eigener Interessenslage auf seinem Grund und Boden geschaffen worden ist und er sich anschließend durch durch Schenkung den künftigen Unterhaltungskosten entledigt, dann ist Ihnen nicht mehr zu helfen.
16.02.2017, 18.24 Uhr
Mueller13 | @ Sima - welch verquerte Ansichten!
Nochmal meine Aussage: "Wie gesagt, ich kenne weder den Bauplatz im Detail, noch andere finanzielle Nebenabreden... Ab Grundstücksgrenze ist der Bauherr zuständig, davor aber bitte Stadt und die Versorger (zumal in einem Innenstadtbereich).

Drehen wir die Sache doch mal um:
Sima hat ein Grundstück gekauft (im Innenstadtbereich) und möchte (natürlich), dass die Stadt ihn an das öffentliche Verkehrsnetz und die Versorgungsleitungen anschließt. Weil die Stadt klamm ist und es nicht finanzieren kann, macht ihr Sima folgendes Angebot: ich kümmere mich selbst um die Straße und Anschlüsse und schenke Euch anschließend alles. In meinen Augen eine sehr honorige Tat von Sima. Ich sehe da kein Problem. Und dass Sima nicht die Erhaltungskosten trägt, halte ich für völlig normal. Immerhin gehören Straße und Versorgungsleitungen der Stadt, sprich: jeder kann die Straße benutzen und die Versorgungsleitungen können weitergeführt werden für andere Bauprojekte.

Warum meinen Sie eigentlich bezahlen Bauherren Grunderwerbssteuer und dann quartalsweise Grundsteuer? (ich weiß, dass eine Steuer per se keine Gegenleistung beinhaltet). Nur damit bei den Stadtangestellten jeden Monat das Gehalt pünktlich eingeht? Das kann ja nicht der ausschließliche Inhalt der Beziehung "Bürger <-> Verwaltung" sein.
16.02.2017, 19.06 Uhr
sima | weg vom Thema
Am besten Sie gehen in die Politik mit Ihren neunmal klugen gequatsche ... und tschüss
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