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Mi, 17:31 Uhr
11.01.2017
Tiefe Dankbarkeit für Tausende Weihnachtstrucker-Päckchen

Johanniter bringen Freude und Hoffnung

In Rumänien herrscht immer noch bitterste Armut. (Foto: Michael Matthes) Die Johanniter-Weihnachtstrucker sind von ihrer langen Reise nach Rumänien, Albanien und Bosnien zurückgekehrt und haben viele unvergessliche und bewegende Eindrücke mitgebracht...


Manche Familien sind mehrere Kilometer in offenen Pferdekarren gefahren, um ein Hilfspaket in Empfang zu nehmen.

Auf teilweise verschneiten und vereisten Wegen brachten die rund 100 ehrenamtlichen Fahrer 48.653 Hilfspakete mit Grundnahrungsmitteln und Hygieneartikel zu hilfebedürftigen Menschen in entlegene Gebiete. Auch die Johanniter in Sachsen-Anhalt und Thüringen haben sich erstmals an der Aktion beteiligt, die vor 23 Jahren in Bayern entstand. 1200 Pakete kamen aus den beiden Bundesländern, davon fast 500 aus dem Regionalverband Mittelthüringen.

Die Menschen haben die Johanniter-Weihnachtstrucker schon freudig erwartet, denn für viele Familien ist es das einzige Weihnachtsgeschenk und die Lebensmittel und Hygieneartikel sind ein echter Segen. „Es ist bedrückend, unter welch ärmlichen Bedingungen viele der Familien leben müssen und das mitten in Europa! Daher freuen wir uns umso mehr, dass die Weihnachtstrucker-Premiere so ein großer Erfolg war.“ Vor allem die mitgeschickten Kuscheltiere, Malsachen und die Schokolade machten die Kinder, die oftmals nicht einmal etwas Warmes zum Anziehen am Leib trugen, richtig glücklich.

Koch dankt den Unterstützern: „Im Namen der notleidenden Bevölkerung möchten wir allen Kitas, Schulen, Unternehmen und Privatspendern aus Erfurt, Nordhausen, Weimar und Umgebung von ganzem Herzen für ihre Hilfsbereitschaft danken! Ein riesengroßes Dankeschön geht auch an unsere zahlreichen freiwilligen Helfer, die uns mit ihrer Zeit, Kraft und ihrem Herzblut so wunderbar unterstützt haben!“ Fest steht jetzt schon: “Wir werden auch in diesem Jahr wieder mit dabei sein!“

Neun Jahre nach der Aufnahme in die EU ist Rumänien immer noch bitterarm. Die Lage ist schwierig, Korruption ist immer noch weit verbreitet und 40% der Menschen leben an der Armutsgrenze. Bildung kann ein Ausweg aus der Armut sein. Nur Kinder, die zur Schule gehen, bekommen ein Paket. Das ist auch ein Anreiz für die Eltern, ihre Kinder zur Schule zu schicken. In Schlangen aufgestellt warten die Kinder, bis sie ihr Geschenkpäckchen bekommen und wenn sie es dann haben, setzen sie sich oft darauf, damit es niemand mehr wegnehmen kann.
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