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Mo, 14:00 Uhr
09.01.2017
Scheunenhof erfindet sich neu

Kinderparadies statt Bauernmarkt

Zu Großveranstaltungen wie dem Dreschfest oder dem jährlichen Triathlon tummeln sich auf dem Gelände Scheunenhof bei Sundhausen die Massen. Im Alltag sieht das anders aus, die Geschäfte des Marktes sind inzwischen verwaist. Bis zum Sommer soll nun neues Leben einziehen, der Scheunenhof will sich als Paradies für Kinder und Eltern neu erfinden...

Annemarie Koenen will dem Scheunenhof neues Leben einhauchen (Foto: Angelo Glashagel)
Wer mit jungem Nachwuchs gesegnet ist, der hat bei schlechtem Wetter in Nordhausen nicht viele Optionen. Dem Bewegungsdrang der lieben Kleinen werden die eigenen vier Wände nur selten gerecht und Ausflüge in die weitere Umgebung können auch nicht ständig auf dem Plan stehen.

Das nächste "Spielhaus", eine Art großer Indoor-Spielplatz, findet sich in Bad Sachsa, in Bad Langensalza oder in Erfurt. Das aber könnte sich bald ändern, auf dem Gelände des Scheunenhofs bei Sundhausen soll ein neues Kinderparadies vor den Toren der Stadt entstehen.

Wo bisher Wurst- und Käsetheke zu finden waren sollen bald allerlei Kletter-, Hüpf-, Krabbel-, und Spielmöglichkeiten entstehen. "Wir wollen den Kindern Spaß und Spiel und den Eltern Erholung bieten", sagt Annemarie Koenen. Die Unternehmerin aus den Niederlanden ist dafür zuständig aus den Plänen Realität werden zu lassen. Vor einem Jahr kam sie mit ihrer Familie nach Nordhausen, ihr Mann hatte bei der Tierzucht van Asten eine Anstellung als Betriebsleiter gefunden. Die Firma Van Asten war es auch, die den Scheunenhof vor rund 10 Jahren erworben hatte. Zuvor waren die alte Ställe vom Bauernverband als Markt für regionale Produkte umgebaut worden, inklusive Spielplatz und Streichelzoo. Zuletzt hatte sich der kleine Supermarkt nicht mehr gerechnet, bei Van Asten hatte man nach neuen Ideen gesucht und an Frau Koenens Konzept gefallen gefunden.

Auf dem Erbe des Bauernmarktes wird auch der kleine Freizeitpark aufbauen, erläuterte Koenen. Neben der Indoor-Anlage sollen auch auf dem Außengelände neue Angebote entstehen. Einen Wasserspielplatz mit viel Sand und Schlamm soll an warmen Tagen locken, große "Air-Trampoline" zum hüpfen einladen und perspektivisch will man auch den alten Spielplatz wieder auf Vordermann bringen. Der Streichelzoo wird um Reittiere wie Esel und Pony erweitert. Außerdem will man zwei Hütten für ausgiebiges Stroh- und Maisbaden errichten - getrocknete Naturmaterialien statt Plastikbällebad. Wer es etwas mechanischer mag, der wird sich auf zwei Rundkursen für Tretfahrzeuge austoben können.

Für die Großveranstaltungen wie Dreschfest und Triathlon soll sich nicht viel ändern, der Platz wird ein wenig knapper, das ist bisher die einzige Folge der Umbauten. Bis zum Pfingstfest wolle man mit den Arbeiten fertig sein, erklärte Annemarie Koenen.

Der Scheunenhofspielplatz im Winterkleid - im Sommer sollen Kinder hier neue Möglichkeiten zum spielen und toben finden (Foto: Angelo Glashagel) Inspiration für das Kinderparadies fand Frau Koenen nicht nur bei den Spielhäusern der weiteren Umgebung, sondern auch in ihrer Heimat. "Wir haben selber drei Kinder und haben so ein Angebot bisher in Nordhausen sehr vermisst", sagt Koenen. Finanziell soll sich der Freizeitpark über Eintritte und Vermietungen tragen. Auch Essen und Trinken wird es geben, für die monetären Ziele soll das aber zweitrangig sein. Man werde seine eigene Verpflegung mitbringen können, erzählt Koenen, auf dem Außengelände wird es mehrere Grillplätze geben. Man will einen Ort zum verweilen schaffen und so wieder mehr Leben auf den Scheunenhof bringen, so Koenen.

Bis es soweit ist bleibt noch viel zu tun, im Moment sind die Handwerker im Innenbereich tätig, von der Spielwelt ist noch nicht viel zu sehen. Wenn Annemarie Koenen ihre Vision umsetzen kann, könnte der Plan vom kleinen Kinderparadies vor den Toren Nordhausens aufgehen.
Angelo Glashagel
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Kommentare

09.01.2017, 15.46 Uhr
LRD
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht zum Thema des Beitrages
09.01.2017, 17.12 Uhr
Nordhäuser Freiheit | Scheunenhof: Frische Ideen von auswärts!
Eine sehr gute Idee. Schön, dass frischer Wind von auswärts nach Nordhausen weht.

Da kann man nur viel Erfolg wünschen.
09.01.2017, 20.19 Uhr
U. Alukard | Die Idee
ist gut.
Mussten dafür die schönen großen Bäume sterben?
Der Schatten war sehr gut im Sommer!
Der frische Wind aus Holland weht hoffentlich auch den Gestank aus den Schweinezuchten weg, dabei ist es egal ob er aus Uthleben oder aus Nordhausen weht!
Ist die Badestelle weiterhin einfach ohne Geld benutzbar oder wird hier die Freiheit der Nordhäuser weiter beschnitten?
Was wird aus der Dampfmaschine auf dem Hof?
Komisch, das Monetäre (Geld) soll nicht die Hauptrolle spielen, aber die Anlage soll sich über den Eintritt finanzieren?
Wie geht das?
Fragt sich der Uwe
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