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Do, 22:06 Uhr
07.01.2016
HEUTE ABEND IM VEREINSHAUS „THOMAS MANN“ VEREINBART

Bürgerbrief an den Stadtrat

Heute Abend gründete sich die Bürgerinitiative im Vereinshaus „Thomas Mann“. Über ihr Anliegen hatten wir in mehreren Beiträgen schon vorab ausführlich berichtet: Das traditionsreiche Haus soll als Stätte sinnvoller Freizeitbeschäftigungen für alle Zukunft erhalten bleiben...

Beratung zur Zukunft des Vereinshauses (Foto: Kurt Frank)
Nordhausen. Vorschläge dazu gab es bereits in der kontrovers verlaufenden Diskussionsrunde im November mit Dezernentin Hannelore Haase und Kämmerin Karin Spieß von der Stadtverwaltung. Eine Einigung schien in weite Ferne gerückt. Deshalb heute ein neuer Anlauf, den die BI unternehmen will.

Alle in der Runde am heutigen Abend waren sich einig: Das Vereinshaus darf nicht sterben. Das unterstrichen auch die Stadträte Georg Müller, Dominik Rieger und Andreas Wieninger (SPD), Katja Mitteldorf (Linke) und Gisela Hartmann (Grüne). Später erst stieß Steffen Iffland, CDU-Fraktionsvorsitzender, hinzu.

Eingeladen hatte Heidi Schell. Sie informierte eingangs über die Geschichte des Hauses (nnz berichtete) und zeigte sich erfreut über die zahlreich erschienenen Gäste. Dirk de Gooijer vom Allgemeinen Deutschen Fahrradklub war der Wortführer des Abends. Er wartete sogleich mit einem Ansinnen auf, das allgemein Zustimmung fand.

Eine Stiftung könne man gründen. Mit einem Appell an die Stadt. Dem könnte ein Bürgerbrief Nachdruck verleihen. Versehen mit 300 Unterschriften. Dann werde die Sache öffentlich. Die Stadtväter kämen in die Pflicht, darüber zu befinden.

Zur Sprache kam auch, die 5000 Euro Miese, die jährlich der Stadt anheim fallen, selbst zu begleichen und das Haus zu führen. Es wäre möglich, die Nutzungsgebühr zu erhöhen. Vielleicht um den doppelten Betrag. Derzeit sind es 7,50 Euro pro Raum und Sitzung. Bei über 30 Interessengemeinschaften (IG) und Vereinen, die das Objekt nutzen, eine erkleckliche Summe.

Jürgen Grönke vom Geschichtsverein bemerkte, die Nutzer würden bei Werterhaltungen selbst fleißig Hand anlegen und verwies auf Beispiele, über die diese Zeitung ebenfalls schon ausführlich informierte. Wolfgang Reuter vom Fotoklub äußerte Bedenken, ob alle Vereine und Interessengemeinschaften mit einer Nutzungsgebührenerhöhung einverstanden wären.

Stadtrat Georg Müller meldete ebenfalls Bedenken an, was die Begleichung der 5000 Euro Verlustkosten durch die Nutzer selbst betreffe. Bei dieser Summe bliebe es nicht. Hinzu kämen sämtliche Werterhaltungen, die nicht zum Nulltarif zu haben seien. Das Objekt sollte in der Verantwortung der Stadt bleiben. Er betonte, dass derzeit dem Stadtrat kein Beschluss über den Verkauf des Vereinshauses vorliege.

Der Sanierungsstau des Hauses belaufe sich momentan auf 210000 Euro. Besagt ein Gutachten. Ist dem wirklich so?, fragte Stadtrat Dominik Rieger. Das Gutachten kenne man nicht. Da sollte man schon selber gucken.

Jetzt will die Bürgerinitiative erst einmal den Bürgerbrief an die Stadt verfassen. Freundlich, aber konsequent soll er sein. Danach will man sich zu einem Gespräch mit Finanzbürgermeisterin Jutta Krauth und Dezernentin Hannelore Haase treffen. Das wollen Heidi Schell und Dirk de Gooijer auf den Weg bringen. Ob, wie und auf welche Variante man sich da wird einigen können, bleibt abzuwarten. Spannend wird es auf jeden Fall.
Kurt Frank
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Kommentare

07.01.2016, 22.30 Uhr
Eric Cartman | Unverschämtheit
Da wird darüber diskutiert, ob 7,50 Euro pro Vereinssitzung angemessen sind oder nicht. Wie krank ist das denn? Wollen Müller, Wieninger, Hartmann und Company noch Geld raus bekommen dafür, damit sie dort im Warmen und bei mitgebrachtem Bier und Bio-Tee für nichts ihre Vereinssitzungen auf Kosten aller anderen abhalten?

Warum gehen die nicht mal in eine Gaststätte und tragen damit zum Bruttosozialprodukt der Stadt, die sie melken, bei? Ach ja, da kostet der Bio-Tee und die zwei Bier ja 2,50 Euro und die haben diese armen Menschen ja nicht! Schlimm!
08.01.2016, 07.20 Uhr
Nordhäuser Freiheit | Ekelhafter SPD Populismus
Eklig. Das SPD Politbüro unterstützt die Bürgerinitiative. Das ist Populismus und Missbrauch der Vereine des Hauses.

Holt Eure Jendrickes und Rinkes ran. Sie sollen erklären, warum die Vereine des Thomas Mann Hauses in Not sind.

Weil Nordhausen 40 Millionen Euro Schulden hat wegen Unfähigkeit und Klüngelwirtschaft der Genannten.
08.01.2016, 07.56 Uhr
altmeister | Vorschlag
Um überhaupt vernünftig kalkulieren zu können, möchte ich vorschlagen, dass jeder dort etablierte Verein einen monatlichen Festbetrag entsprechend Größe und bisherigen durchschnittlichen Nutzungsanteil zahlen muss, wodurch die Kosten abgedeckt sind, zzgl. notwendiger Rückstellungen für Reparaturen, Renovierungen, Investitionen.
Wenn ich schon wieder die Bedenken lese, die hier vorgebracht werden, da ist schon klar, dass bei einer Erhöhung der Nutzungsgebühr sich mancher Verein dann doch lieber im Wohnzimmer oder Gartenhäuschen trifft und alle Bemühungen vergeblich sind.
Wie wichtig ist den Vereinen wirklich dieses Vereinshaus?
08.01.2016, 08.02 Uhr
Riese 87 | SPD wird den Thomas Mannklub retten!
Die Nordhäuser SPD wird den Klub retten. Sie war gestern Abend die am stärksten vertretene Fraktion. Die CDU hats ja erst später nötig gehabt.
08.01.2016, 08.21 Uhr
NDHler | @ Riese87
Wie will die SPD das denn machen? Will sie das Haus kaufen, sanieren und dann den Vereinen zur Verfügung stellen? Da müssen sicher erst einmal die Parteibeiträge erhöht werden! Ich bin gespannt! Zu Buche stehen meines Wissens 250.000 €uro Kaufpreis und noch einmal dieselbe Summe an Renovierungskosten! Also dann Genosse Riese, Auf geht`s!
08.01.2016, 08.22 Uhr
RaWu | @Riese87: Das ist so wahr, wie
ein Zitronenfalter Zitronen faltet.

Diese "Experten" sind in der Presse erst dafür, in den Ausschüssen und im Stadtrat dagegen und hinterher haben die Herren Müller und Wieninger von nichts gewusst. Die schämen sich gar nicht.
08.01.2016, 08.50 Uhr
Riese 87 | Das Soziale hat in der Stadtspitze keine Lobby / Frau OB ging mit Millionen Plus
Andreas Wieninger (SPD Fraktionschef) hat gestern Abend Recht gehabt als er sagte, daß das Soziale in der Stadtspitze keine Lobbie hat.

Unter Frau Rinke und Herrn Jendricke blühte Kultur und Kunst, hatten alle Vereine ein gutes Auskommen. Was vergessen wird: Als Frau Rinke gegangen war hatte die Stadt einen Überschuß von 1 Millionen Euro in der Kasse. Unter Zeh sind die Schulden auf 40 Millionen Euro gestiegen!
08.01.2016, 08.52 Uhr
andreas66 | Ich jedenfalls...
wünsche der Bürgerinitiative viel Erfolg und drücke alle Daumen. Lasst doch den unsäglichen Parteienzwist mal außen vor. Hier gehts um ein Vereinshaus, in dem viele Nordhäuser Vereine sich treffen, ihre Treffen und Versammlungen durchführen. Das mit der Eigenübernahme finde ich ne gute Idee. Den Politikern mal zeigen, wozu das Volk, die Wähler fähig sind. Wozu haben wir diese Volksvertreter denn gewählt? Man müsste viel mehr solche Bürgerinitiativen gründen und die Politiker an ihre Wahlversprechen erinnern. Sie ständig wachrütteln und nicht erst vor bevorstehenden Wahlen.

Kann somit dem Kommentar von @altmeister nur zustimmen.
08.01.2016, 08.59 Uhr
Liane Enzinger
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht zum Thema des Beitrages
08.01.2016, 09.36 Uhr
Alanin | @Riese87: das ist wohl nicht Ihr ernst, oder?
Ich zitiere Herrn Dr. Zeh aus dem Interview mit der NNZ-Online aus dem November 2015...

"nnz: Aber in einer der letzten Pressemitteilungen Ihrer Vorgängerin war doch zu lesen, dass Frau Rinke die Stadtkasse mit einem Plus von einer Million Euro übergibt.

Dr. Klaus Zeh: Wer von der Bank Geld leiht, hat erst mal einiges Geld in der Kasse, aber leider auch viele Schulden. Das war die Situation. Die eine Million in der Stadtkasse hat bei weitem nicht gereicht, um noch alle ausstehenden Rechnungen für das Bürgerhaus, das bekanntlich 3 Millionen Euro teurer wurde, zu bezahlen; von den Folgekosten ganz zu schweigen! Auch für die Flohburg kamen noch Rechnungen. Und Rechnungen müssen bezahlt werden und dafür mussten wir auch Kassenkredite nutzen."
08.01.2016, 09.54 Uhr
RaWu | @Riese87: Das Leben ist nicht leicht, wenn Plus und Minus so schwer zu trennen sind.
Seit 2008 musste Frau Ex-OB Rinke regelmäßig Haushaltssperren erlassen. http://www.nordhausen.de/news/news_lang.php?ArtNr=10139
http://www.nnz-online.de/news/news_lang.php?ArtNr=48930
http://www.nordhausen.de/_daten/mm_objekte/2008/07/3323_0715_63676206.pdf
Mit Sicherheit nicht, weil die Haushaltskasse überlief.

Der Saldo betrug zum Jahresende 2011 MINUS 38.600.000 Euro. Quelle: Frau Rinke im "Sachbericht zur Haushaltssituation der Stadt Nordhausen"
http://www.nnz-online.de/news/news_lang.php?ArtNr=157352

Die Wahlkampflüge mit dem Plus ist recht abgegriffen.

Die Volkshochschule bietet sicher Grundkurse in Algebra an.
Immerhin klappt das Schreiben schon mal und ist ausbaufähig. Nur am Wahrheitsgehalt müssen Sie noch arbeiten, der ist meist ungenügend.
08.01.2016, 11.55 Uhr
C. Brothuhn | Bürgerinitiative
Auch ich war bei der Versammlung der BI.

Auch ich sehe es zwiespältig, dass gerade ein Hans-Georg Müller sich für das Vereinshaus einsetzen möchte. Ich halte dies, wie auch von allen anderen Politikern, für Lippenbekenntnisse.

Jedoch halte ich die BI mit Herrn de Gooijer kompetent genug, denn Dirk hat dort schon gute, wie auch weniger gute Erfahrungen gemacht. (siehe BI Autohof, BI Biogasanlage,...)

Die BI ist sich einig, dass man sich von den "Politikern" nichts gefallen lassen dürfe. Auch ich teile diese Ansicht.

Meine Unterschrift hat die BI, aber hat die BI auch die Unterschriften von meinen Vorredner und "Politikern"? Das wage ich zu bezweifeln!
08.01.2016, 12.06 Uhr
Laura von Hier | Um was geht es hier eigentlich
Ich verstehe alle die nicht, die solche beschämenden Kommentare schreiben. Dieses Haus hat seit viele Jahre an Tradition vorzuweisen, darum soll das Haus auch bestehen bleiben. Sie sind alle wahrscheinlich auch davon begeistern das wir einen Betonklotz als Bibliothek haben, die leider zu wenige nutzen, statt das man das geschichtsträchtige alte Haus renoviert hätte, was auch zudem ein "wenig" geringere Kosten verursacht hätte.

Ich bin in keinem Verein tätig, aber verbinde trotzdem meine Kindheit mit dem Thomas-Mann Klub. Die vielen Familienfeiern und Musikabende. Die Schachpartien der für mich damals alten Männer. Der Fotoclub der seine Bilder ausstellte. Die Pilzbeschauung in der wir unsere Pilze bewerten lassen konnten. Wissen Sie vieles davon bis heute statt findet. Und Sie reden davon als ob es unnütz wäre... wie schon vorher das Theater und das Schwimmbad bezichtigt wurde nur eine Unnütze Sache zu sein.

Die Kultur und die Vereine erhalten unsere Gesellschaft am Leben. Sie beschäftigen Sich noch mit sich selbst ohne vor dem Computer zu hocken oder Fernseher zu gucken.

Die Leute wissen noch wie es ist ein ordentliches Gespräch zu führen ohne Handy. Und über Ihre Hobbies zu sprechen und sich auszutauschen. Und das hat nichts mit Öko-Tee oder der gleich zu tun.

Gehen Sie doch mal hin, in den Thomas-Mann Klub, und dann frage ich Sie ob Sie ernsthaft noch einen Betonklotz an dieser Stelle wollen, wo tolle Luxuswohnungen hin gebaut werden, wo kein normaler Mensch einziehen kann.

Ich möchte das nicht! Wir sollten unsere Geschichte bewahren. Und froh sein, dass es Menschen gibt, die sich ernsthafte Gedanken darüber machen... nicht so wie Sie.
08.01.2016, 12.28 Uhr
C. Brothuhn | @Laura
Die einzigen, die sich hier schämen müssen, sind unsere "Spitzenpolitiker". Prunkbauten (Bügerhaus/KuBiBo) können sie sich leisten, aber für das Vereinshaus ist kein Geld mehr vorhanden.

Ausrede war und ist: Ein Vereinshaus ist keine städtische Pflichtaufgabe!
08.01.2016, 12.58 Uhr
harz59 | Haus soll erhalten bleiben,
aber die Vereine müssen sich mit einbringen.
Ich kann @Altmeister mit seinem Kommentar nur unterstützen. Es kostet heute und auch früher schon alles Geld.
Die 7,50 Euro Nutzungsgebühr sind eine "Lachnummer".
Das muss doch wohl jedem klar sein. Der Staat, Stadt oder wie auch immer, kann nicht für Alles verantwortlich gemacht werden.
Wie bereits geschrieben, jetzt wird sich zeigen, was der Thomas Mann Klub bei den Vereinen für einen Stellenwert hat.
08.01.2016, 13.17 Uhr
C. Brothuhn | Werte / werter Harz59
Das Problem, was unsere "Spitzenpolitiker" dabei vergessen ist folgendes: Das Haus gehört der Stadt, saniert wurde es, nun raten Sie mal, von den Vereinen, wohlgemerkt auf Vereinskosten.

Zudem kommen noch, dass die Vereine jetzt schon eine Raummiete zahlen.

Herr Reuter vom Fotoklub hat dies schon richtig erkannt: Kann oder möchte sich dies dann noch jeder Verein leisten? Oder lohnt es sich, dann auf eine Gaststätte auszuweichen, wo man, nebenbei gesagt, noch beköstigt wird? Denn auch das ist ein Manko des Vereinshauses: es fehlt eine Gaststätte oder zumindest ein Imbiss!
08.01.2016, 20.29 Uhr
Mario B. | Das Haus hat eine Tradition,
Dieses Haus sollte auf jeden Fall ein Vereinshaus bleiben.
Die Stadt Nordhausen hat das Haus im Jahre 1974 von einer Familie Förstemann geschenkt bekommen, mit der Voraussetzung das dieses Haus nur für Vereine und kulturelle Zwecke Verwendet wird, es wurde zu dieser Zeit aber leider kein Testament oder der gleichen geschrieben wo es drin steht.

Die Stadt möchte es verkaufen für etwa 240.000 und das Geld für irgendwelche Sinnfreien Projekte aus dem Fenster werfen.
Vielleicht beabsichtigt auch die Stadt das Haus einfach zu schließen und die Vereine in ihre Kultur Bibliothek zu holen.
Ich wünsche der Bürgerinitiative alles gute.
08.01.2016, 21.00 Uhr
Mario B. | Straßenbahn rentiert sich auch nicht
Wenn ich am Wochenende oder am abend, in die vorbeifahrende Straßenbahn schaue, bin ich mir ziemlich sicher das dabei nicht ein Euro Gewinn eingefahren wird, es braucht kein Mensch sagen die Stadt durch die Straßenbahn einen finanziellen Gewinn hat, sie genießt einfach nur eine jahrelange Tradition in dieser Stadt.
Warum sollte das Vereinshaus keine Tradition haben.
Seit Jahren treffen sich dort Vereine die sich nicht einfach in eine Kneipe setzen können,
Der Schach Verein zum Beispiel, sollen die sich etwa bei Eberhard in die Kneipe setzen, oder der Fototklub sollten die Leute ihre Technik in einer Kneipe aufbauen. Es sind eben Vereine die speziell sind die auch Raum und ruhe brauchen.
09.01.2016, 00.25 Uhr
Harzer_jung | @Mario B
es hat leider nichts mehr mit dem Artikel zu tun was ich schreibe, es ist nur eine Antwort auf einen Vorposter

Sie haben völlig recht, gerade in den Randzeiten ist die Tram kaum bis wenig benutzt. Das bedeutet aber nicht das die Tram nutzlos ist. zwischen 8 und 18 Uhr ist die Bahn immer gut gefüllt

Meiner Meinung nach ist das immer weiter redizierte Angebot der Fahrzeiten das Problem.

zu den meisten Firmen ist es mittlerweile völlig unmöglich mittels ÖPNV pünktlich zum dienst zu kommen.

Wenn zu Zeiten wo es gebraucht wird nichts fährt, dann kann da auch niemand mitfahren.

Und nicht zu vergessen, man stelle sich mal vor wenn am Grimmel nur noch Busse fahren würden, okay ab 20 Uhr wäre es vielleicht okay, aber Busse die zwischen 8 und 18 Uhr die Tram ersetzen? ein Stau ohne ende wäre das ergebniss.

Es ist nunmal Fakt das Schichtarbeiter auch in NDH keine seltene Spezies sind. Wenn aber zu einem drittel der Zeiten ein ÖPNV für diese Leute nicht vervügbar ist, und sie einen PKW nutzen müssen, werden sie zu den anderen zeiten den ÖPNV auch nicht nutzen.

Wer möchte kann ja gern mal schauen wo in NDH grössere Betriebe sind. ( Powertrain, Nordbrand, Schachtbau, Klemme, GSM, Südharzklinikum um nur einige zu nennen)
und dann schauen ist es mit ÖPNV möglich als Bewohner von Nordhausen da jeweils rechtzeitig zur eigenen Schicht vor ort zu sein?

Ich würde liebend gern die 40 bis 50 Euro für ein Monatstiket zahlen. Wenn ich dafür aber auch von Montag bis Sonntag sowohl zur Früh/ Spät oder Nachtschicht komme.

Andere Stadte und deren Verkehrsunternehmen sind da wirklich besser. da werden Fahrpläne so gestaltet das es eben passt. Stadtwerke und Firmen bieten Jobtikets an ( quasi Monatskarten, nur das der Arbeitgeber einen großteil davon bezahlt)
09.01.2016, 07.15 Uhr
Kruemelmonster
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht mehr zum Thema des Beitrags
09.01.2016, 12.23 Uhr
C. Brothuhn | Werter Harzer_jung, werter Mario B.,
Dass die Straßenbahn ein großes Verlustgeschäft ist, ist längst bekannt. Ich habe am besagten Donnerstag aufgrund des Wetters dreimal die Straßenbahn VOR 18 Uhr(!) genutzt und muss Ihnen sagen, dass sie trotzdessen ziemlich leer war. Linie 2 (Parkallee - Nordhausen-Ost) ist sogar noch weniger "ausgelastet" gewesen, als Linie 1 (Bahnhof - Klinikum).

Man sollte hier lieber die Straßenbahn als das Vereinshaus schliessen, denn so groß ist Nordhausen nicht, mit ein wenig Zeitmanagement kann man in Nordhausen so gut wie alles zu Fuß erreichen. Nebenbei gesagt: wer vernünftige Arbeit hat, kann sich in absehbarer Zeit auch ein Auto leisten, es muss ja nicht ein Porsche, Mercedes oder gar ein Koenigsegg sein! (Gut, in Nordhausen vernüftig bezahlte Arbeit zu finden ist eine Kunst für sich, zugegeben!)

Klar benötigen fast alle Vereine Ruhe. Man denke nur mal an den Geschichtsverein mit seinen zahlreichen, interessanten und größtenteils auch hochkarätigen Vorträgen und mitten im Vortrag kommt ein Wirt hinein und serviert ein Essen oder fragt nach einem Getränk. Allein das "Besteckgeklapper" und die mehr oder minder große Geruchsbelästigung eines Essens wären ein Grund, nicht mehr zu einem Vortrag zu gehen. Deswegen war mein Vorschlag, in eine Gaststätte, quasi Mietfrei zu gehen, eher Ironisch gemeint. Außerdem sollte man auch an die Nicht-Mitglieder des Geschichtsvereins denken, die sich einen Vortrag anhören möchten, ohne unbedingt in einer Gaststätte was zu Essen - welcher Wirt macht sowas dann auf Dauer mit?

Dennoch halte ich fest, dass ein Imbiss, beispielsweise mit einfachen (Nudel)Suppen, Bockwürsten und Getränken im Vereinshaus fehlt, aber dies ist aus meiner Sicht noch Zukunftsmusik, in erster Linie geht es erstmal um die Rettung des Vereinshauses!

Einen Vorschlag, den man ebenfalls mit einem Augenzwinkern sehen sollte, hätte ich aber noch: Warum nicht aufs "Bürgerhaus" ausweichen, es ist doch ein "Haus für die Bürger"? Kann dort nicht der Kulturbund und die Vereine ein neues Domizil beziehen? Platz genug und ein großer Saal wären ja dort, oder etwa nicht?
09.01.2016, 15.03 Uhr
J. K. | Herr Brothuhn
Es gibt auch Menschen, die nicht so gut zu Fuß und auf die Straßenbahn angewiesen sind. Auch Sie werden älter und vielleicht können Sie ja eines Tages selbst kein Auto mehr fahren. Wie schön es dann für Sie wäre, hätte man bloß die Straßenbahn nicht abgeschafft. Nun können Sie als alter Herr nicht mehr ins Vereinshaus. So, oder so ähnlich könnte es laufen.
09.01.2016, 15.43 Uhr
denk-mal | Vereinshaus ...
Diese Bürgerinitiative hat höchstes Interesse an einem Versammlungsort für die einzelnen Vereine. Die Stadt sagt wir können dieses haus nicht mehr finanzieren, sie will es verkaufen.

Wenn dieses Haus von 30 Vereinen genutzt wird, und die Kaufsumme soll 250 000 € betragen, dann kann mit der Stadt noch mal verhandeln - den Preis drücken und die Vereine Schließen sich zusammen zu einem Verein in dem alle einzelnen integriert sind und kaufen schlicht und einfach das Haus ab.

Eine Top- Beraterin saß dabei (Sie hat das schon mit dem Park Hohenrode gemacht und weiß wie es funktioniert).
Eine andere Variante ist sich von diesem Gebäude zu trennen und einen Mietvertrag mit dem Kutscherhaus im Park Hohenrode abzuschließen und dieses Gebäude zukünftig zu nutzen.

Nur ob die SPD dabei saß oder nicht, Ihre eigene Bürgermeisterin wird ihren Parteifreunden erklären müssen, dass schlicht und einfach die Scheine fehlen.
Ach und nur mal so angemerkt, eine Unterschriftensammlung beschafft auch nicht die Mäuse.
09.01.2016, 16.26 Uhr
C. Brothuhn | Und schon meldet sich die FDP...
Hallo denk-mal,

es ist schon erstaunlich, wie Sie sich hier mit "Unwissenheit" tarnen und auch glänzen. Wie auch alle anderen, am Donnerstag anwesenden "Spitzenpolitiker" scheinen auch Sie überrascht davon, dass die Stadt sich vom Vereinshaus trennen möchte.

Noch etwas zu Ihrem Vorschlag der Preisverhandlung/ des Preisdrückens: Laut den anwesenden (Politikerkollegen) und der Kommunalordnung muss das Haus, zumindest im ersten Verkaufversuch, zum Verkehrswert, der beträgt rund eine Viertelmillion Euro, verkauft werden. Sollte ein Erstverkauf scheitern, wird das Haus zum Höchstgebot versteigert.
(So habe ich dies zumindest in der Diskussionsrunde verstanden!)

Noch eine Frage: Wie hoch wäre denn Ihrer Meinung nach die Miete im Kutscherhaus? Und ist dies auch problemlos (mit Auto) zu erreichen? Ich nehme hier nur mal das Beispiel von J.K. auf: nicht jeder ist noch gut zu Fuß oder gar jung, um alles "bequem" bzw. sicher zu erreichen. Wie sieht es im Park Hohenrode im Winter mit einem Streudienst und Beleuchtung aus oder muss man "Angst haben" dass man "auf die Fresse fliegt" und sich dabei auch noch die Knochen bricht? Wie sind die Wege im Park Hohenrode? Gepflastert oder sind es Naturwege? Ich denke hier zweiteres, gehen Sie doch bitte mal nach strömenden Regen in den Park Hohenrode und waten durch den Schlamm! Ich sage hier nur wieder Rutschgefahr und wie dann erst die Hose aussehen muss...

Sicher haben Sie im Grunde genommen jedoch Recht, dass eine Unterschriftenaktion kein Geld, oder wie Sie es ausdrücken "Mäuse" bringt, jedoch bringt man sich so in die Öffentlichkeit und der Stadtrat, dem aus Sie angehören, wäre gezwungen, öffentlich darüber zu verhandeln und nicht, wie so oft (gewollt), im "stillen Kämmerlein"!

Werter J.K.,

Da Sie mich direkt angesprochen haben, möchte ich Ihnen natürlich auch Antworten, auch wenn dies hier kein Chat ist.

Leider haben Sie mich wohl missverstanden: Die Straßenbahn ist schon seit Jahren ein Verlustgeschäft, es stand oder steht zur Debatte, dass man die Straßenban abschaffen oder zumindest nur noch alle 30 Minuten pro Linie fahren lassen wolle. (Das wäre wohl, wenn ich richtig überschlagen habe, eine Linie pro Stunde) Natürlich wäre es auch schade, denn, soweit ich weiß, hat Nordhausen das kleinste Straßenbahnnetz Deutschlands. Und ja, ich bin froh, dass ich noch so gut zu Fuß bin! Auch die Straßenbahn gehört zum kulturellen Leben in Nordhausen!
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