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Mo, 06:46 Uhr
04.01.2016
Wünsche für 2016

Wir brauchen endlich Ansagen

Das Jahr 2015 liegt hinter uns. Endlich, werden die einen sagen. Schade, schätzen die anderen ein. Es war ein aufregendes, eines an Nachrichten starkes Jahr. Gut für die Journalistenmeute, könnte man meinen. Doch unser Blick soll nach vorn gehen, auf die verbleibenden 363 Tage...


Aber: ist das, was uns alle im vergangenen Jahr bewegte, nun vergessen? Können wir das abhaken? Nein, denn das Problem der Flüchtlinge wird unser Denken und Handeln, eben unser Leben weiter bestimmen. Die 1.087.478 Frauen, Männer und Kinder, die im Jahr 2015 in Deutschland offiziell registriert wurden und jene, die in diesem Jahr zu uns kommen werden, sie werden das Leben in diesem Land verändern.

Und da müssen Fragen erlaubt sein: Wie wird sich dieses Land verändern? Wer gibt die Richtung der Veränderung vor? Wer beschreibt den Weg dorthin? Wer macht die Ansagen? Schaue ich zurück auf die vergangenen zwölf Monate, dann bekomme ich schon ein flaues Gefühl, wenn ich an die Antworten denke. Bekomme ich sie überhaupt? Und wenn ja, von wem?

Das Ergebnis klarer Ansagen (außer "Wir schaffen das") ist immer noch in weite Ferne gerückt und die Politiker, von denen wir solche Antworten und Ansagen verlangen könnten, die haben sich im Jahr 2015 soweit von großen Teilen des Volkes entfernt, dass man drauf und dran ist zu sagen: Vielleicht sollten sie sich das Volk aussuchen, dass zu ihnen passt. Das sind dann nicht das Pack, die Rattenfänger, die Dumpfbacken. Das sind vielleicht die Hinterherläufer, die Nachplapperer, die Biegsamen, die Folgsamen. Am schönsten war das beim aktuellen Parteitag der CDU auszumachen. Weitere Details erspare ich mir.

Ersparen kann ich mir aber nicht das Formulieren einer konkreten Angst. Und das ist die sich weiter ausbreitende "Schizophrenie" unter den Deutschen. In meinem Bekanntenkreis - privat oder dienstlich - gibt es nahezu ausnahmslos Menschen, die in privaten Gesprächen ihre Angst vor dem was kommt, kundtun. Die Sorgen haben. Sorgen vor den wieder eine Million registrierter Flüchtlinge, Sorgen vor den hunderttausenden von nicht registrierten Flüchtlingen, Sorgen vor Terrorwarnungen, Sorgen vor der Zukunft ihrer Kinder und Enkel. Das ist die private Seite und da spielt es keine Rolle, aus welcher "Ecke" dieses Landes der Gesprächspartner kommt.

Nun zur offiziellen Seite der gespaltenen Meinungspersönlichkeit: Fragt man diese Frauen und Männer, was sie sagen würden, wenn ihnen ein Reporter ein Mikrofon unter die Nase hält, dann haben sie plötzlich eine andere Meinung. Warum? Sie haben Angst, Angst, in der rechtsradikalen Ecke platziert zu werden. Aber, sie haben auch Angst um ihren Arbeitsplatz. In einer öffentlichen Verwaltung kann man das noch verstehen. Doch vor einigen Tage sprach ich mit einem Mann aus Heilbronn, der in einer Brauerei arbeitet. Auch der hat Angst, seinen Arbeitsplatz zu verlieren, wenn er offen seine Meinung sagen würde. Was habe ich ihm geantwortet: kenne ich, hatten wir schon, damals, vor mehr als einem Vierteljahrhundert.

Zum Schluss ein Blick auf diejenigen, die eigentlich offen und objektiv über unser Land, dessen Zukunft und Veränderungen berichten müssen - die Medien.

Im vergangenen Jahr wurden wiederum Millionen von Kindern nicht älter als fünf Jahre. Sie starben durch Krieg, Elend, sie wurden missbraucht, vergewaltigt, sie verhungerten. Ich warte in diesem Jahr auf eine Meldung dazu.

Heute wurde in einem Medium - dem einstigen Maßstab unabhängiger Berichterstattung - über den Tod eines Kindes ausführlich berichtet. Klar: es starb auf der Flucht aus Syrien. So furchtbar das ist, so beklagenswert, dahinter verbirgt sich System. System in der Berichterstattung. Alles und jeder, der sich in den vergangenen Monaten auch nur anmaßte, kritisch zu sein, Fragen zu stellen, vielleicht mahnend den Zeigefinger zu haben, wurde mit einer solchen Macht niedergeschrieben, dass es mitunter nicht mehr auszuhalten war. Und ich meine damit nicht das menschenverachtende oder hetzerische Geschreibe oder Gerede von selbsternannten Deutschlandwächtern.

Ich meine den normalen Menschen mit seinen Sorgen und Ängsten, die bislang ja nicht verboten sind. Ich meine die mediale Beeinflussung, den herablassenden Stil, die subtile Beschimpfung von Menschen, die sich Demos angeschlossen haben. Die bei Pegida mitlaufen, weil sie dem politischen System, so wie es sich gezeigt hat, nicht mehr vertrauen. Die bei der AfD mitlaufen, weil ihnen ihre bisherige politische Heimat abhanden gekommen ist. Wohl gemerkt, kein Verständnis darf es für diejenigen geben, die sich Demonstrationen oder Kundgebungen anschließen, die von der NPD oder ähnlichen nationalistischen Vereinigungen organisiert sind.

Ich verurteile aber auch diejenigen, die bei den sogenannten bunten Gegendemos "Deutschland verrecke" rufen und denen keine dahinter marschierenden Demokraten Einhalt gebieten.

Für diese Haltung wurden die Nordthüringer Online-Zeitungen beschimpft und verunglimpft. "linker Schmierenjournalismus" titelte das rechte Lager, "braune Journaille" wurde per Facebook aus der Nordhäuser Stadtratsfraktion mitgeteilt.

In den vergangenen Monaten veränderten sich die überregionalen Medien auch in einer anderen Facette. In den Online-Ausgaben der "Premium-Seiten" wurden nach und nach die Kommentare abgeschaltet. Es hätten die Hasskommentare überhand genommen, schreibt SPON und man habe nicht die personelle Kraft, die Kommentarflut zu moderieren. Andere Medien folgten. Die "Zeit.de" hielt durch und ließ Kommentare zu, der Focus folgte wieder. Er kürzlich erschien eine Betrachtung (http://www.focus.de/politik/deutschland/fietz-am-freitag/fietz-am-freitag-eine-selbstsichere-gesellschaft-laesst-sich-nicht-von-zuwanderern-dominieren_id_5181510.html). Mit Stand von gestern 11.00 Uhr gibt es dazu fast 250 Kommentare. Sind die auch von geistigen "Dumpfbacken", vom "Pack" oder "Rattenfängern" geschrieben? Ein Urteil kann und darf sich jeder selbst bilden.

Es darf auch abschließend noch die Frage gestellt werden: Wie viel Neubürger kann dieses Land noch verkraften? Wie viel Menschen können integriert werden? Erst in die sozialen Systeme, dann in die Gesellschaft? Unendlich, so wie es bislang von den politisch Agierenden, heruntergebetet wird? Sollte das so sein, dann wird sich dieses Land verändern. Nur: diese Veränderung wird vermutlich nicht mehr durch die Politik gesteuert. Die läuft dann anders ab. Das allerdings gilt es zu vermeiden. Mit all dem was dieses Land zu bieten hat: mit den Menschen.
Peter-Stefan Greiner
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Kommentare

04.01.2016, 08.33 Uhr
Andreas Dittmar | Super Artikel
Sie sprechen mir da wirklich aus der Seele. Besser kann man die Situation gar nicht rüberbringen. Ich kenne auch diverse "Premiumblätter" nur zu gut. Da wird monatelang wegen "technischer Umbauarbeiten" die Kommentarfunktion gesperrt und als sie wieder frei war durfte man lediglich seine Kommentare über belanglose Sachen wie Schweiger-Tatort oder was in die Toilette gehört und was nicht abgeben.

Hier kann man auch über wichtige Sachen seine Meinung sagen. Wer euch dafür als "braune Journalie" bezeichnet gehört einfach nicht in den Stadtrat oder auf sonstige gesellschaftliche Posten. Dickes Lob für den unabhängigen Journalismus bei der NNZ. Ich hoffe, das es auch im Neuen Jahr so bleibt.
04.01.2016, 09.14 Uhr
Ickarus | Da möchte ich mich anschließen!!
Auch ich möchte mich anschließen und sagen, macht weiter so NNZ!!

Euch gilt es zu schätzen für eure Berichterstattung und dafür meinen Dank, denn einen Blick auf die öffentlich rechtlichen Medien spare ich mir schon seit langem. Wie Sie geschrieben haben, es wird gern ein ertrunkenes Kind über die Medien hoch und runter publiziert, aber über all die Probleme in Deutschland wird geschwiegen! Diese Medien manipulieren Ihre Hörer, Zuschauer oder Leser!

Dazu die Wahlmanipulation in Bremen, welche mal eben schnell unter den Tisch gekehrt wird. Das muss man sich mal vorstellen, einfach unfassbar. Aber auch die ständigen Aufrufe aus der Politik, von Bürgermeistern, Landräten, Ministerpräsidenten oder Bundespolitikern, "geht nicht mit den Menschen mit, welche sich all das nicht mehr gefallen lassen wollen!" Was soll das, das hatten wir schon mal alles, als versucht wurde das Volk mundtot zu machen!

Das alles hier wurde durch das Volk aufgebaut und wird auch durch das Volk aufrecht erhalten und finanziert, sich jetzt hinstellen und gegen das eigenen Volk regieren ist eine Schande!!

Über Jahre hieß es, kein Geld für Pflegebedürftige, kein Geld für Kinder und kein Geld für die Infrastruktur, um nur einige Beispiele zu nennen und jetzt wird das Geld der Steuerzahler mit vollen Händen rausgeschmissen! Wir haben in Deutschland ein Grundgesetz, welches das Asylrecht klar regelt und nur ein winziger Anteil der registrierten Asylantragsteller, und der ungregistrierten sowieso nicht, hat nach diesem Recht Anspruch auf Asyl, alle anderen werden nicht abgeschoben oder erhalten Duldung über Jahre und auf Kosten der Steuerzahler. Das Aussetzen der Gesetzregelung ist ein Bruch mit der Verfassung und eine Frechheit gegen die einheimischen Bürger!

Ich kann mich deshalb nur bei allen bedanken, die Ihre Augen nicht vor all der Ungerechtigkeit verschließen und dazu gehört auch die NNZ!
04.01.2016, 10.11 Uhr
U. Alukard | Weiter so Herr Greiner!
Als "braune Journaille" wurde per Facebook, aus der Nordhäuser Stadtratsfraktion heraus, die NNZ benannt.
Pfui Deibel!

Mein Lehrmeister hat immer gesagt: "Dumme Liete haben dumme Reden". Das hat mir in meinem Leben bei der Beurteilung von Aussagen viel geholfen. Nur schlimm wenn diese Leute auch noch was zu sagen haben im Stadtrat. Das ist wirklich sehr DUMM.

Wer hat die gewählt, sind diese Leute auch DUMM? Mir gefallen auch nicht alle Meinungen, aber deswegen beleidigend werden...? Weiter so nichts ist schlimmer als ein für DUMM verkauftes Volk!

Alle Räder stehen still wenn dein starker Arm es will! Davor hat die Regierung Angst! Nun soll die Presse mundtot gemacht werden - Pfui Deibel! Solche Volksverräter dürfen nicht wieder gewählt werden.
04.01.2016, 11.01 Uhr
Leser X | Und ich werde nicht müde...
... immer wieder zu betonen: Es ist der Lügenstaat, der die Lügenpresse erst hervorbringt. Hatten wir ja schon und wird auch diesmal letztlich nicht funktionieren. Prost Neujahr...
04.01.2016, 11.27 Uhr
Grenzwald | Zustimmung
Ich kann den Artikel von Herrn Greiner nur zustimmen.
Das Thema lasse ich nicht mehr zu sehr an mich ran. Ich gebe die Antwort bei der nächsten Wahl.
04.01.2016, 11.35 Uhr
Grenzwald
Der Beitrag wurde deaktiviert – Anm. d. Red.: Doppelposting
04.01.2016, 12.59 Uhr
Glückskeks | da ist sie wieder....
...die "german Angst" Sobald sich etwas ändert hat der Michel Angst. Bei uns ändert sich im Moment eine ganze Menge - ob das positiv oder negativ ist, wird die Zukunft zeigen. Meine Glaskugel hat jedenfalls Verstopfung. Nennt mich naiv, Gutmensch oder sonstwie: ich weigere mich jedenfalls, eine Veränderung schlecht zu nennen, nur weil ich ein dumpfes Angstgefühl in der Magengegend spüre. Dieser Gedanke sollte einem objektiven Journalisten eigentlich nicht fremd sein.

Wenn ihr mit der Regierung nicht einverstanden seid, gut geht doch endlich mal zur Wahl ! Aber jammern, wenn die aus der eigenen Sicht die Falschen regieren ...das geht in einer Demokratie nicht. Akzeptiert den Wunsch der Mehrheit. Wer nicht wählt hat auch nicht das Recht sich über den Ausgang der Wahl zu beschweren. Wählt, was immer ihr wählen wollt....aber tut es.
04.01.2016, 14.28 Uhr
Highvoltage | Lebenszeichen
So so, der Wunsch der Mehrheit... Sie werter @Nussbaum, wissen also was die Mehrheit wünscht? Wie begründen Sie Ihr wissen darüber, "wer die Mehrheit ist und was diese wünscht"? Auf Ihre Antwort bin ich sehr gespannt. Ich kann nur von der absoluten Mehrheit der Menschen aus meinem Umfeld sprechen (beruflich und privat) und dort zeichnet sich nicht gerade der Wunsch nach den zu erwartenden Veränderungen ab. Eher das Gegenteil....
Jedoch sind es nur wenige deren Unmut auf irgendwelchen Ängsten gründet.

Ach und eins noch. Sie sagen das jeder der mit der aktuellen Politik unzufrieden ist, doch endlich mal an die Wahlurne treten soll.... sehr löblich und demokratisch gedacht... jedoch verurteilen Sie im Gegenzug sicher jeden, der das Kreuz an der für Sie "falschen" stelle setzt.
04.01.2016, 14.34 Uhr
Left of Life | Besorgte Bürger?
Zu einem solchen werde ich wohl auch werden, wenn ich solche Texte lese. Ich bin nämlich wirklich besorgt und habe Angst, doch werden meine Ängste und Sorgen ganz sicher auch nicht wahrgenommen werden.

Ich habe Angst vor dem immer stärker werdenden Rechtsruck, der sich durch unser Land zieht. Gerade Thüringen ist ein Vorreiter in dieser Entwicklung mit einem Mann an der AfD-Spitze, für den ganz Rechts immer noch nicht rechts genug zu sein scheint.

Ich habe Angst vor euch "besorgten Bürgern", denn eure Ausschreitungen und stumpfdummen Parolen sind Besorgnis erregend, nicht aber die Flüchtlinge.
Seien wir doch froh, wenn unsere brachliegende Kulturlandschaft endlich bereichert wird durch Menschen, die andere Erfahrungen und andere Geschichten mitbringen.

Eure Besorgnis nehme ich euch auch nicht ab. Denn wäret ihr alle besorgte Bürger, dann hättet ihr eure Sorgen schon kundgetan, als sich zeigte, dass die Menschen in Deutschland immer mehr verarmen. dass alte Menschen mittlerweile zu Pfandflaschensammlern werden, weil die Rente nicht reicht und dass unsere Politiker nur noch machen, was sie wollen, ohne das Volk zu fragen.
Nein, da seid ihr nicht besorgt. Aber nun, da arme, verfolgte, traumatisierte Menschen zu uns kommen, kommt ihr aus euren Höhlen gekrabbelt und "sorgt" Euch.

Die Menschen aus fernen Ländern haben ein Recht hierherzukommen, denn wir sind es, die ursächlich deren Situation verschuldet haben. Auch diese Menschen haben ein natürliches Recht auf Sicherheit und Frieden - wie alle Menschen auf der Welt. Und wir können ihnen diesen Frieden und die Sicherheit bieten. Wir können es problemlos. Wir müssen es nur wollen. Man muss nur ein wenig weiter denken und die zusammengewachsenen Scheuklappen abnehmen.
A. Koch
04.01.2016, 14.56 Uhr
teamplayer | Guter Artikel, aber
...leider auch ohne einzigen Lösungsansatz. ich finde es zu einfach, immer nur zu meckern, immer nur Angst vor Veränderungen zu haben.

Vielleicht haben die Politiker ja auch kein Allheilmittel parat. Warum auch, sie sind auch nur Menschen.
Es gibt keine Blaupause für die momentane Situation.

Werter Herr Greiner, wo ist denn Ihr Allheilmittel? Was schlagen Sie vor? Ich glaube, egal was Sie schreiben würden, sofort würde Ihre Lösung zerpflückt. Weil es die eine Lösung nicht geben kann, sondern nur ein bestmöglichen Umgang mit den Gegebenheiten. Leider ist dieser, wie bei jedem neuen Weg, sicher nicht fehlerfrei möglich.

Und noch eins, weil mir das "NNZ-ist-so-anders-Credo" Ihres Artikels scheinheilig erscheint: Lesen Sie sich noch einmal den Artikel zur Sparkasse am 2.12. durch. Ich denke, ohne Bannerwerbung der KSK auf dieser Plattform wäre die Gebührenerhöhung im letzten Jahr sicher kritischer betrachtet worden. Die folgende Diskussion wurde sehr schnell beendet, also nicht wirklich anders als bei den zitierten "Premium-Seiten"!
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Anmerk. d. Red: Die Diskussion wurde beendet, weil sie nicht mehr sachlich war. Und: Im Zuge der Gebührenerhöhung gab es mehrere kritische Beiträge von Lesern und auch Statements der KSK dazu.
04.01.2016, 15.25 Uhr
Highvoltage
Der Beitrag wurde deaktiviert – Anm. d. Red.: Verstoß gegen AGB
04.01.2016, 15.54 Uhr
Icke82ndh | Gib doch die Antwort!
"Revolution (Veränderung) ist nicht ein kurzer Akt, wo mal irgendwas geschieht und dann ist alles anders. Revolution ist ein langer komplizierter Prozess, wo der Mensch anders werden muss." - "Es gilt erstmal ein Bewusstsein des Missstandes zu schaffen. Jetzt nicht gleich zu fragen: Gib doch die Antwort!

Ein Greiner gibt nicht die Antwort, denn das wäre genau die manipulative Antwort, die ich nicht zu geben bereit bin, denn was soll es bedeuten, als einzelner Antworten zu geben, wenn die gesamtgesellschaftliche Bewusstlosigkeit bestehen bleibt! Die muss durchbrochen werden, dann können Antworten gegeben werden." ;)
04.01.2016, 17.17 Uhr
Frank78 | Veränderungen? siehe Kölner Bahnhof...
guter Artikel, vielen Dank, spricht mir direkt aus der Seele!
Auch in meinem Umfeld gibt es nicht einen Menschen, der der Millionen an Zuwanderern nicht kritisch sehen würde, wo da die TV Sender ihre Umfragen-Opfer hernehmen möchte ich gerne mal wissen.

Wie die Veränderungen aussehen, kann jeder schon live beobachten der noch wache Sinne hat, zb. am Bahnhof in Köln. Oder in den sogenannten Massenmedien, wo totgeschwiegen, verunglimpft und verdreht wird wo es nur geht. Und unsere Politiker- Kaste spielt das Spiel fein mit, erst wenn sie aus der Verantwortung entbunden sind wagen sie es den Mund aufzumachen. Dann kostet die Meinungsfreiheit nicht mehr so viel....

Ich wünschte mir wieder eine Politik, die mutig anpackt und ihrem Gewissen und dem Wähler folgt, statt blind Mutti hinterherzudackeln! Sonst sehe ich schwarz für unser Land, dann haben wir die Kriege demnächst direkt vor unserer Haustür!
04.01.2016, 18.28 Uhr
Mueller13 | Ich will keine Ansage
Grundsätzlich Danke, dass man hier noch Artikel kommentieren kann. Dass man dies bereits positiv hervorheben muss, zeigt den Zustand unser Demokratie und der viel beschworenen Meinungsfreiheit. Wie sagte ein Freund neulich (angestellt bei einer großen Firma): "Wenn ich mir eine eigene Meinung zu diesem Thema leisten könnte, würde ich auch eine haben. Da dem nicht so ist, sage ich dazu nichts..."

Ich finde die Bezeichnung "Ansage" etwas unglücklich gewählt. Eine Ansage erteile ich, wenn sich sich jemand nicht entsprechend der Richtlinien verhalten hat und ich ihn deshalb auf die Schranken seiner Freiheit hinweisen muss (eventuell strafbewehrt). Vielleicht war das auch Ziel Ihrer Aussage - "Pack" macht man ja gemeinhin eine Ansage und damit hat es sich. Eine Erwiderung erwartet man vom Empfänger der Ansage nicht, da die einzig akzeptiert Antwort "ja, wird so gemacht" sein darf.

Ich kann die Aussage zur NPD nicht nachvollziehen. Die NPD ist eine Partei im Parteienspektrum. Jedem muss klar sein, dass es immer eine rechte Partei im Spektrum geben muss (einer ist immer der "Rechte", auch wenn alle "Links" sein wollen). Die NPD ist keine verbotene Partei, die NPD kann gewählt werden, deshalb sollte man einfach akzeptieren, dass sie ein Teil des Parteienspektrums ist - ob es einem gefällt oder nicht. Wenn man anfangen will, die NPD zu verbieten, sei die Frage erlaubt, wo man weitermachen will? Ist als nächstes die AfD dran und danach die CSU? 1933 ick hör Dir trapsen!

Letztendlich habe ich von der NPD in letzter Zeit keine Kommentare gehört, die nicht auch von der CSU oder AfD gekommen wären. Ein Verbotsverfahren wird m.M.n. eh nichts werden - nur weil in Deutschland der linke Meinungschor Amok läuft, muss ein EU-Richter nicht zwingend der gleichen Ansicht sein. Letztendlich muss man zur Kenntnis nehmen, dass die NPD schon seit Jahren genau vor den Zuständen warnt, die jetzt vieler Orts eintreten. In der Konsequenz sein Kreuzchen genau hier zu machen, würde zumindest aus rationaler Sicht durchaus nicht auf eine Geisteskrankheit schließen lassen.
(Sagt im übrigen einer, der gemeinhin nicht NPD wählt, die Blockparteien aber für unwählbar hält.)

Ich wüsste auch nicht, was an einer "nationalistischen Vereinigung" schlimm oder verachtenswert wäre. Letztendlich ist ein Staat im herkömmlichen Sinn eine nationalistische Vereinigung. Jeder von uns hat seine eigene Meinung, was die größtmöglichste funktionierende Einheit sein kann. Ich bin der Meinung, dass die "Nation" diese Einheit darstellt. Zumindest sehe ich in meinem Wertegerüst nicht viel, was mich mit einem Griechen oder Türken verbinden sollte, dass ich mit ihm nun eine Haftungsgemeinschaft eingehen sollte. Außerdem kenne ich kein Beispiel, bei dem eine übernationale Gemeinschaft von langem Bestand gewesen oder besonders erfolgreich gewesen wäre. Warnende Beispiele sind Österreich-Ungarn, Jugoslawien, die Sowjetunion, die Tschecheslowakei oder aktuell Belgien. Nehmt doch einfach nur die Separationsbemühungen der Katalonen oder der Schotten. Was meint ihr, was passiert, wenn man die Europäischen Völker in der EU noch mehr bevormundet? Die Fliehkräfte wird dieses Konstrukt nie überleben. Man kann verschiedene Nationen nicht in einen Staat sperren, das hat noch nie gehalten und wird auch nie halten. Es ist ebenfalls irre ein Volk in verschiedene Staaten zu packen, das wird am Ende regelmäßig auf eine Vereinigung der Nation herauslaufen (siehe DDR, BRD, Österreich).

Mal zur Info was Wikipedia zu "nationalistisch" sagt:
Nationalismus bezeichnet Weltanschauungen und damit verbundene politische Bewegungen, die die Herstellung und Konsolidierung eines souveränen Nationalstaats und eine bewusste Identifizierung und Solidarisierung aller Mitglieder mit der Nation anstreben.

Staat im herkömmlichen Sinne = nationalistische Vereinigung. Ich frage mich, wo das Problem liegen soll? Die nationalistischen Bestrebungen in Europa sehe ich durchaus positiv. Drücken die Nationen Europas damit aus, dass sie sich nicht von einem Kunstprojekt (EU) bevormunden lassen wollen. Jedem sollte klar sein, dass dieses Experiment nur schief gehen kann. Was man eindeutig daran erkennt, dass die anderen Staaten Europas die Einwanderungsströme ablehnen und sich diesbezüglich von der EU (hier Deutschland) nichts sagen lassen wollen. Die nehmen die Milliardenförderung mit, die sie von uns bekommen und werden uns am Ende mit ausgestreckten Mittelfinger eine Botschaft übermitteln. Deshalb mein klares Bekenntnis zur Nation und zur Kastration der EU. Zurück zur Zollunion, weg mit der Währung, hin zur Selbstbestimmung der Nation. Wird am Ende eh so kommen. Die Frage ist nur, wie viel Schmerzen wir auf dem Weg dahin haben werden.
05.01.2016, 10.01 Uhr
Niki | Köln und Hamburg
"Vielen herzlichen Dank" Frau Bundeskanzlerin für die Verhältnisse welche Sie durch Ihre Aufforderung an die "Flüchtlinge" aus aller Welt zu uns zu kommen, und dies in unbeschränkter Zahl, geschaffen haben.

Nachfolgend eine Aufforderung an all die Politiker, welche noch immer in Humanitätsduselei verharren: Setzt endlich "alle" polizeilichen Mittel ein, welche erforderlich sind, um einen gesamtstaatlichen "Notfall" zu verhindern. (Auch die unpopulären, wie Einkreisung, Internierung u. ä.)
05.01.2016, 11.53 Uhr
Demokrit | Vielen Dank für den Artikel
Werter Herr Greiner machen sie weiter so. Da die NNZ von Links als auch von Rechts wegen Ihrer Berichterstattung angegriffen wird, scheint die NNZ ja auf einen guten Weg zu den Sichtweisen eine breites Spektrum zu geben.

@Left of Life
"Seien wir doch froh, wenn unsere brachliegende Kulturlandschaft endlich bereichert wird durch Menschen, die andere Erfahrungen und andere Geschichten mitbringen."
Ist da aus Ihrer Sicht die "Rape Culture" auch mit inbegriffen?(Siehe Köln,Hamburg)

"Die Menschen aus fernen Ländern haben ein Recht hierherzukommen, denn wir sind es, die ursächlich deren Situation verschuldet haben. Auch diese Menschen haben ein natürliches Recht auf Sicherheit und Frieden - wie alle Menschen auf der Welt." Worauf sie dieses Recht hierherzukommen begründen wollen, würde ich gern erfahren.

Wenn sie meinen für das Elend auf der ganzen Welt Schuld zu haben, dann ist das ihr Problem. Ich gehöre nicht zu den "wir". Die Voraussetzung von Schuld besteht immer in der Wahlmöglichkeit des Einzelnen eine bestimmte Situation beeinflussen zu können.
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Anmerk. d. Red: Die Diskussion ist beendet.
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