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Mo, 08:05 Uhr
07.09.2015
nnz-Betrachtung

Was oder wer bin ich?

Es ist das Thema. Nicht nur dieser Tage, dieser Wochen oder dieser Monate. Es ist das Thema dieses und der kommenden Jahre. Dazu einige persönliche Anmerkungen...

Hier soll nach Informationen der nnz die Nordhäuser Erstaufnahmeeinrichtung für 1.000 Plätze entstehen (Foto: nnz) Hier soll nach Informationen der nnz die Nordhäuser Erstaufnahmeeinrichtung für 1.000 Plätze entstehen (Foto: nnz) Hier könnte eine Erstaufnahmeeinrichtung entstehen

800.000 Menschen wird Deutschland in diesem Jahr aufnehmen müssen. Das sind die offiziellen Zahlen. Die der Politik, von ganz oben bis ganz unten. Dieses ewige Daherbeten dieser Zahlen sind aber auch das Ergebnis einer Ohnmacht, denn diejenigen, die nah an dem Thema dran sind, die wissen: Es werden am Jahresende wohl um die 1,2 Millionen Menschen sein, die Deutschland aufnehmen muss. Das ist Fakt, ist Tatsache, mit der man umgehen muss.

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Wie es in den nächsten Jahren aussehen wird, wie sich der Zuzug von Familien der anerkannten Asylbewerber auf dieses unser Gemeinwesen auswirken wird, darüber wird nicht debattiert. Zumindest nicht öffentlich.

Die Stimmung in diesem Land ist nicht die, wie uns in den Bildern erzählt wird. Wir sind nicht 80 Millionen Menschen, die sich über den Zuzug von Millionen anderen Menschen freuen. Oder: Sind es wirklich 80 Millionen Menschen, die da rufen: "Jeder Mensch ist uns willkommen."?

Eine andere Meinung zu publizieren, wird von Tag zu Tag, von Woche zu Woche komplizierter. Die sogenannten Leitmedien übertreffen sich in Sondersendungen, täglichen Brennpunkten und Sonderseiten, die einzig einem Ziel dienen. Sie sollen uns erziehen, damit wir alle sagen: Das ist toll, wenigstens aber: es ist nicht so schlimm.

Ich erlaube mir trotzdem den Mut um Fragen zu stellen. Ich stelle sie in den Raum, nicht an die Politik deren Antworten im Vornherein bekannt sind. Die Politik hat dazu eine Antwort, die immer und immer wieder repetiert wird: "Ja, das ist eine Herausforderung, aber wir sind nicht überfordert!" Wann aber, so frage ich, schlägt die Bewältigung dieser Herausforderung in Überforderung um? Was geschieht dann? Hat die Politik auch dann wieder diese plakativen Antworten? Wie wird sich unser Gemeinwesen verändern? Wie viele "neue Menschen", meist aus anderen Kultur- und Religionskreisen verkraften wir? Zwei Millionen, fünf Millionen, zehn Millionen?

Hier könnte die Erstaufnahmeeinrichtung entstehen (Foto: Google Maps) Hier könnte die Erstaufnahmeeinrichtung entstehen (Foto: Google Maps) Hier soll nach Informationen der nnz die Nordhäuser Erstaufnahmeeinrichtung für 1.000 Plätze entstehen

Diese Fragen müssen erlaubt sein. Antworten wird es von der kommunalen Politik nicht geben, deren Vertreter sind mit dem Vollzug der Unterbringung völlig ausgelastet. Und Antworten gibt es von den Regierenden dieses Landes und des Bundes überhaupt nicht. Das sehen viele Menschen so wie ich. Nur: viele derjenigen, mit denen ich privaten oder dienstlichen Umgang pflege, die sprechen in einer gewissen Schizophrenie. Dienstlich positiv, privat haben die meisten bereits aufgegeben.

Es ist nicht mehr modern, persönliche Ansichten und Meinungen auszusprechen, man könnte unter Generalverdacht fallen, ein Hetzer zu sein. Vielleicht gehört man dem Mob dann an. Oder dem Pack? Wer will schon in diese Ecke gestellt werden? Wer will schon ein Hetzer oder Demagoge sein? Also wird geschwiegen. Bin ich Mob oder Pack?

Das macht mir Angst, denn das Hineinstellen in eine gruselige Ecke - das hatten wir in diesem Land schon zweimal innerhalb weniger Jahrzehnte. Ich dachte immer, dass eine Demokratie auch das kritische Hinterfragen aushalten muss. Es ist schon eigenartig, wenn man im Forum dieser Zeitung und wenn man im Gespräch mit anderen als ersten Satz hört: "Ich bin gewiss kein Nazi, aber...." Für viele Politiker ist man da schon ein Brauner.

Diese Intoleranz ist für mich nicht akzeptabel, weil ich immer wieder hinterfrage. Zum Beispiel diese propagierte ungeheure Chance der Integration der jetzt, morgen und übermorgen ankommenden Frauen, Männer und Kinder. Und ich werde aufmerksam, wenn an einem Tag gleich mehrere überregionale Tageszeitungen ihre Leser darüber aufklären wollen, warum die männlichen Flüchtlinge fast alle mit einem Smartphone ausgerüstet sind? Ist das schon Propaganda?

Politiker verweisen in diversen Talkrunden auf die Erfolge der Integration von Menschen, die dem islamischen Religionskreis angehören. Berlin Neukölln ist dafür ein Beispiel. Dessen Mitte April zurückgetretener Bezirksbürgermeister zog in einem Hauptstadtbrief seine ganz persönliche Bilanz. Das Lesen dieser Zeilen weckt bei mir nicht nur Freude und Begeisterung.

Was ich damit sagen will: ich habe eine unterschwellige Angst. Nicht um mich persönlich mit meinen statistischen 17 Lebensjahren, die mir noch bleiben. Nein, ich habe Angst um das Gemeinwesen, das seine ethnischen, sozialen, kulturellen, geschichtlichen, wirtschaftlichen Wurzeln eben nun Mal in diesem Teil der runden Welt hat, den wir Deutschland nennen, das sich mit seinem Grundgesetzt eine der besten Verfassungen dieses Kontinents gegeben hat.

Noch mehr Angst macht mir jedoch die augenscheinliche Unfähigkeit der deutschen Politik, die von der Flüchtlingsproblematik scheinbar ebenso unvorbereitet getroffen wurde, wie wir Normalos. Ich spüre eine Politik, die nicht agiert, die nur noch reagiert und die viel Vertrauen verloren hat und die damit Platz für eine andere Politik schaffen könnte.

Eine Revolution habe ich dienstlich und privat schon einmal miterleben dürfen, eine zweite brauche ich nicht.
Peter-Stefan Greiner
Autor: red

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Kommentare
Demokrit
07.09.2015, 09:04 Uhr
Danke für die rationale Betrachtung
Werter Herr Greiner,
viel kann ich dem von ihnen geschriebenen gar nicht zufügen. Sie haben die Situation gut beschrieben. Hier noch ein aktuelles Interview des von ihnen zitierten zurückgetretenen Bezirksbürgermeisters von Berlin Neuköln zur Ergänzung:
https://www.youtube.com/watch?v=0Q4SaUJ7KYI
Grenzwald
07.09.2015, 09:26 Uhr
Wie weiter?
Danke Herr Greiner für Ihre offenen Worte, dies ist heute nicht mehr selbstverständlich. Ich bin seit 1989 Mitglied der SPD, kein aktives Mitglied. Verfolge mit Interesse die Politik, habe aber nicht den Drang mitzumischen.

Ich habe Angst um die Meinungsfreiheit in diesem Land. Es erinnert mich immer mehr an die DDR. Im privaten Umfeld wird gewettert nach außen geschwiegen. Die Diskussionen im Bekanntenkreis ist von Ratlosigkeit, Angst, Ungewissheit und Hilfslosigkeit geprägt. Ich kenne Niemanden der die Regierungsmeinung ohne Wenn und Aber mitträgt.

Die Nazikeule und Propaganda auf allen Kanälen ist schon erschreckend. Mahner werden verteufelt oder in die rechte Ecke gestellt. Viele Wahrheiten werden ausgeblendet, nicht gezeigt. Das Volk bekommt keine Antworten auf Fragen. Meiner Meinung nach sollte die Politik die Vertrauensfrage stellen. Nicht im Parlament, sondern dem Volk. Ob ich wieder so wählen würde wie bisher bezweifele ich stark.
H.Buntfuß
07.09.2015, 09:57 Uhr
Wie weit noch??????
Diesem Artikel kann man nur zustimmen. Herr Greiner Sie haben Recht, Sie laufen Gefahr in die Bewusste Ecke gestellt zu werden. Am Wochenende hatte ich das Vergnügen eine Veranstaltung zu besuchen, bei der die Ostbeauftragte der Bundesregierung, Frau Iris Gleicke mit im Podium saß. Es war genau das zu hören, was oben im Text zu lesen ist.

Das, was mich wunderte die Frau bekam Beifall für ihre Argumentation zur Flüchtlingspolitik der Regierung, aber auch jene die mit Gegenargumenten auftraten bekamen von denselben Menschen Beifall und das nicht nur aus Höflichkeit.

Das zeigt sehr deutlich die Stimmung der Bürger in diesem Land, die einen können oder wollen sich nicht konkret äußern und die vielen anderen haben Angst sich zu Wort zu melden, aus den bekannten Gründen. In der Ostzone hatten wir das MfS und heute haben wir den BND, ein unüberlegtes Wort und du wirst zum Mob oder Pak eingestuft.

Wann haben unsere Politiker/innen den Mut, der Wahrheit offen in die Augen zu sehen? Ist nicht Die Politik schuld an dem Schlammassel? Wer überzieht denn im Namen der Demokratie Länder mit Krieg?
gosalianer
07.09.2015, 10:58 Uhr
2 paar Schuhe
Reden wir über die Erstaufnahme von Kriegsflüchtlingen oder bereits über deren Integration?

Bei letzterem teile ich die Meinung des Herrn Greiner, dass man dem kritisch gegenüberstehen darf; das sollte unsere Demokratie aushalten. Es sind für mich jedoch 2 paar Schuhe ob ich Brandsätze auf Flüchtlingsheime werfe und/oder dies verbal unterstütze oder ob ich dies verurteile und die künftige Integration dieser Menschen kritisch hinterfrage.

Die Grenzen sind hier sehr fließend, und dann kann es eben schnell passieren, dass man in der braunen Ecke landet. Die Ansichten des Herrn Greiner teile ich zu 100 %, allerdings bin ich der Meinung, dass bisher vieles auf Vermutungen beruht und man jetzt nicht in blinden Aktionismus verfallen sollte.
elektriker
07.09.2015, 13:01 Uhr
meiner meinung nach,
zuerst danke für diese betrachtung. sehr viele menschen haben angst. das hemd ist eben näher als die hose. da uns die "regierenden"für dumm verkaufen und nicht dieen ganze wahrheit gesagt wird kann man nur vermutungen äußern. das ist noch kein verbrechen,oder? da uns die erbsünde der beiden weltkriege anhängt stehen wir eben alle immer noch unter generalverdacht. das wollte ich dazu sagen. meinungsfreiheit steht ganz oben bei den bürgerrechten.

lothar hillmann
Nordhäuser Freiheit
07.09.2015, 13:19 Uhr
Die Nagelprobe machen: Rinke, Jendricke, Keller, Nüßle nehmen Flüchtlinge zuhause auf
Die nnz sollte es mal konkret machen: Wr fragt die Vorzeigechristen und "bunt statt braun" Verinfacher Keller, Nüßle, Jendricke und Frau Rinke (alle finanziell top ausgestattet), wann sie die erste Flüchtlingsfamilie zuhause aufnehmen. Unentgeltlich versteht sich (nicht das Frau Rinke aus ihrem großen Wohnungabestand am Alten Tor noch Kasse macht).

Auf die Antwort bin ich gespannt.

Auch gespannt bin ich, was passiert, wenn man aus dem schönen Gebäude des Kaiserhofes in Nordhausen Nord (und in Blicknähe zu den Villen der Genannten) eine Sammelunterkunft macht.

Platz ist da genug! Ich glaube, dann gibt es in Nordhausen-Nord den Volksaufstand der Besserverdiener. Wetten?
WR-NDH
07.09.2015, 13:49 Uhr
Ursachen und Folgen
Herr Greiner hat, wie schon mehrfach, den Finger in eine offene Wunde gelegt. Natürlich stimme ich ihm zu. Um keinen Zweifel aufkommen zu lassen: ich war auch aus tiefster Überzeugung bei der Gegendemo zu Thügida auf dem Rathausplatz, denn Hilfebedürftigen muss man helfen und darf sie nicht herabwürdigen.

Ich will hier noch einmal auf etwas hinweisen, was ich kürzlich in einem nnz-Kommentar schrieb. Man darf sich nicht damit begnügen die Folgen der Flucht so vieler Menschen zu lindern, sondern muss deren Ursachen beseitigen. Das heißt man muss dafür sorgen, dass es keine Gründe dafür gibt seine Heimat, Familie, Freunde zu verlassen. Dafür wäre aus meiner Sicht zweierlei zu tun. Erstens darf man nicht weiterhin die ehemaligen Kolonien ausbeuten sondern muss dort echte, wirkungsvolle Entwicklungshilfe leisten. Das tut aber kein hochentwickeltes Industrieland, auch nicht die BRD, die nur einen lächerlich kleinen Teil des BIP für „Entwicklungshilfe“ bereitstellt. Zweitens Darf man nicht in die inneren Angelegenheiten souveräner Staaten eingreifen, auch wenn deren Staatschefs nicht unseren Maßstäben und Werten gerecht werden. Genau das machen aber die NATO-Staaten, allen voran der selbsternannte „Weltpolizist“ die USA seit vielen Jahren. So wurden Kriege auf dem Balkan, Libyen, Irak, Afghanistan usw. geführt, in denen nicht nur viele Tausende Menschen getötet wurden, sondern in deren Folge die Wirtschaft der Länder am Boden liegt, der Sozialstaat nicht mehr funktioniert und die verschiedenen Ethnien und Glaubensrichtungen gegeneinander aufgewiegelt werden.
So berichteten z.B. „the Beacon“, Melbourne und „Global Research“, Kanada, dass Libyen 2011, bevor es durch USA und NATO bombardiert wurde, der wohlhabendste und sozial am meisten fortgeschrittene Staat des schwarzen Kontinents mit dem höchsten ProKopf-Einkommen und der längsten Lebenserwartung war. Dort vegetierten weniger Menschen unterhalb der Armutsschwelle als in den Niederlanden. Unter Gaddafi waren Gesundheitsfürsorge und Volksbildung gebührenfrei. Das galt auch für den Bezug von Elektroenergie und die Aufnahme von Bankkrediten, für die keine Zinsen erhoben wurden.
Jetzt ist das libysche Gesundheitswesen total zusammengebrochen. Am meisten aber leiden unter dem 2011 erfolgten Sturz des in sozialpolitischer Hinsicht progressiven Regimes die libyschen Frauen. Sie hatten das uneingeschränkte Recht auf Bildung, gleichberechtigte Arbeit, Ehescheidung, persönliches Eigentum und eigenes Einkommen. Als Gaddafi 1969 ans Ruder kam, besuchte nur eine Handvoll Frauen die Universitäten. Er sorgte dafür, daß sich ihr Anteil auf die Hälfte aller Studierenden erhöhte. Einer der ersten legislativen Akte, für den er Verantwortung trug, war das 1970 eingeführte Gesetz über gleichen Lohn für gleiche Arbeit. Der UN-Menschenrechtsrat würdigte nachdrücklich die Förderung der Frauenrechte in Libyen. Heute tritt das diffuse Regime diese mit Füßen. Die neuen Stammesregeln sind durch und durch patriarchalisch. Wundert sich da jemand, wenn Menschen von dort weg wollen? Auch in Syrien, wo die Gleichberechtigung der Frau noch immer einen hohen Stellenwert besitzt, unternehmen die Gegner Präsident Assads alles, um das in dieser Hinsicht progressivste Land des arabischen Raums wie zuvor Libyen weiter in Stücke zu schlagen.
urbach44
07.09.2015, 15:30 Uhr
das musste mal gesagt werden
Sehr geehrter Herr Greiner, ich bin Ihnen äusserst dankbar für ihre offenen Worte. Sie sprechen mir aus dem Herzen. Wie man den anderen Kommentaren entnehmen kann, teilen auch viele andere Ihre Meinung.

Für Hurrageschrei und Begrüssungsjubel beim Empfang der Flüchtlinge auf den Bahnhöfen besteht kein Grund. Deutschland füllt aus Gründen der Menschlichkeit eine Lücke, in die uns das auseinanderbrechende Europa gezwungen hat.

Dass den Flüchtlingen geholfen wird, ist richtig. Das kann aber nicht endlos weitergehen, da die Zustimmung in der Bevölkerung zurückgeht. Und die da Bedenken haben, sind weiss Gott nicht alles Rechte !
Dorfkind
07.09.2015, 16:31 Uhr
Ängste ernst nehmen!
Herr Greiner, Dankeschön für diese wahren Worte! Leider liegt die mediale Aufmerksamkeit derzeit vorwiegend auf den beiden Extremen – den Idioten, die Notunterkünfte anzünden, und denen, die versuchen, eine teils übertriebene Willkommenskultur zu etablieren.

Der große Teil dazwischen hat Angst, die keinerlei Beachtung findet und Fragen, die nicht beantwortet werden – wenn man sie denn überhaupt stellt, denn wie Sie bereits festgestellt haben, ist die Furcht groß, den rechten Stempel aufgedrückt zu bekommen. Selbstverständlich ist es richtig, Menschen in Not zu helfen und Flüchtende, die um ihr Leben fürchten, aufzunehmen!

Dennoch muss es erlaubt sein, Fragen zu stellen! Es nützt nichts wenn diese Fragen im privaten Bereich verhallen, weil sich kaum jemand mehr traut, sie nach außen zu tragen. Wenn Angst nicht ernst genommen wird, entwickelt sich daraus irgendwann unkontrollierte Panik …
HUKL
07.09.2015, 17:19 Uhr
Ein sehr, sehr heikles Thema, Herr Greiner!
Wie sich die Zeiten ändern! Man sollte eigentlich glauben, dass sich der Allround-Journalist der „nnz“, Peter-Stefan Greiner, mit dem plötzlichen Durcheinander um die sportliche Führungsperson seines Fußballvereines, FSV Wacker 90 Nordhausen e.V., gegenwärtig besonders sorgt.
Wie schnelllebig aber unsere gegenwärtige Zeit ist, zeigen seine sehr offenen und realistischen Gedanken zu einem ganz anderen, doch viel mehr brisanteren Thema, das alle Europäer und besonders uns Deutsche wegen dem gewaltigen und nicht einzukalkulierenden Ausmaß praktisch vor eine ernste politische sowie organisatorische Zerreißprobe stellt!

Praktisch über Nacht schien die „Griechenland-Hilfe“, wo über Sinn und Unsinn der hin- und hergeschobenen Milliardensummen in unzähligen Diskussionen bei verschiedenen politischen Gremien auf höchster Ebene und nationalen Talkrunden aller möglichen Fernsehanstalten gestritten wurde und uns „Normalbürger“ nur zum passiven Zuschauer werden ließen, vergessen!
Der nächste europäische Krach, der die massiven, wie ein Tsunami wirkende Flüchtlingsströme verursachte, steht längst an. Hier sind wir aber plötzlich alle gefragt, weil jeder von uns einen kleinen Beitrag leisten könnte, irgendwie mitzuhelfen, zumindest den Ankömmlingen ein erstes angenehmes Zuhause mitgestalten zu können. Und genau bei dieser großen Bewährungsprobe müssen wir Bürger aber leider erkennen, dass die Luft im als sauber geltenden europäischen Klima doch noch zum Teil vergiftet ist. Es wird noch lange nur eine Theorie bleiben, dass nicht die Aufnahme bzw. die Umsiedlung von Flüchtlingen Priorität haben sollte, sondern die Wiedererreichung einer allgemeinen Stabilität in dem Land, woher diese kommen!
Jedes einzelne Land auf unserem Kontinent scheint seine einzelnen Regeln im feststehenden Asylrecht zu haben. Deshalb wäre, so schnell wie nur möglich, eine strikte gemeinsame EU-Strategie von Nöten, die eine gerechte Verteilung mittels verbindlicher Quoten der meistens notleidenden Flüchtlingen auf alle Länder und deren einzelnen Regionen vorsieht. Aber dann beginnt doch erst einmal das echte Problem, nämlich möglichst kurzfristig durch Filtern herauszufinden, was sich im Kopf jeder einzelnen erwachsenen Person im Kopf abspielt, sich von unseren z.Z. wohl etwas überfordert wirkenden Behörden überprüfen zu lassen, um ein neues Leben beginnen zu können oder wieder nach hause abgeschoben zu werden. Erst nach einiger Zeit wird sich aber herauszufinden, wer von diesen völlig unbekannten Neuankömmlingen in unsere Gesellschaft passt, sich also auch der hier vorhandenen Sprache oder den Gesetzen möglichst rasch annähert oder das, auch durch eigenwillige religiöse Äußerlichkeiten, eben nicht kann! Sogar gefährliche terroristischen Handlungen, die uns gefährden könnten, sind bei diesem hektischen Durcheinander, wo , wie allein am letzten Wochenende in München 10.000 Menschen Zuflucht suchten, nur schwer auszuschließen, weil mit nur einem Fingerabdruck die „Spreu vom Weizen“ nicht zu trennen ist....
Das nächste Problem lauert unter uns selbst (wie z.B. der abfällige Begriff „Wutbürger“), weil nicht alle, z.T. mit modernen heimatlichen Verbindungen haltenden Smartphonen ausgestatteten, ankommende Menschen willkommen sind und schon allein deshalb einzelne Leute unter unserer Bevölkerung sich neben abstoßenden Bekundungen sogar fast täglich zu unglaublich schlimmen Handlungen hinreißen lassen, die man eigentlich nur aus der Vergangenheit kannte, unser Land damit im Ansehen stark schädigt und deshalb mit der Härte des Gesetzes als Abschreckung bestraft werden müssten!

Nur mit einer völlig von den Parteien losgelösten und gemeinsam angestrebten Politik und einem gedanklichem Gleichschritt ist dem derzeitigen und uns mit Sicherheit noch lange zu beschäftigten Problem zwischen „für“ und „wider“ bei der schon etwas eigenartigen Begrüßung mit unbestimmter "Bleibelänge"entgegenzuwirken!
Zukunft
07.09.2015, 17:23 Uhr
Mut
Im Fernsehen sieht man jeden Tag Fluechtlingsstroeme, die Mehrheit will nach Deutschland. Wo liegt die Obergrenze fuer die Aufnahme der Fluechtlinge? Diese Zahl muss doch ermittelbar sein? Ich weiß ja auch, wie viel Arbeiter und Angestellte ich benötige und wie viel Aufträge ich benötige, um alle pünktlich bezahlen zu koennen. Weil, ich habe nur das, was ich erwirtschafte. Wenn jetzt das demografische Problem durch den Zustrom der Fluechtlinge gelöst ist, kann ja das Renteneitrittsalter wieder gesenkt werden und die Krankenkassenbeitrarge stabil bleiben, es zahlen dann ja mehr ein.
Kama99
07.09.2015, 17:51 Uhr
Obergrenze?
Frage ich mich auch wie viele Flüchtlinge man noch hier aufnehmen möchte. Gesagt wird ja seitens der Politik ja gar nichts. Wenn man allerdings den ankommenden noch zu jubelt klingt das so als wenn man noch nicht genug hat. Die Flüchtlinge sehen das Positiv und werden das auch in ihr Heimatland so durchgeben und der Rest, der auch an Flucht denkt, wird sich jetzt erst recht auf den Weg machen. (Wurde gestern auch in einer TV-Sendung so gesagt.) Nur wie groß der Rest ist wird wohl keiner voraus sagen können oder wollen. Nur irgendwann ist das Land mal voll und die Probleme dadurch sind nicht mehr zu kontrollieren.
Waldemar Ceckorr
07.09.2015, 20:04 Uhr
Das ist die erste Welle,
die 2. Welle kommt mit dem nachholen der Familien und letztlich die dritte Welle, die Geburtenrate der ausländischen Mitbürger. Ruckzuck sind wir Fremde im "eigenen" Land.

Schlaft gut
Ickarus
07.09.2015, 20:41 Uhr
Zweifelsohne
Zweifelsohne ein sehr guter Beitrag zur aktuellen Asylkatastrophe!

Und wenn dann auch schon bald in Nordhausen die 1.500 Asylantragsteller um die Häuser ziehen, die einheimischen Kinder nur noch in Begleitung das Haus verlassen können, die Polizei gefordert ist vor Übergriffen durch Asylanten wie in Arnstadt, Suhl oder Trier zu schützen, der abendliche Spaziergang zum Spießroutenlauf wird, dann werden hoffentlich auch die Bürger des Landkreises ihres Stimme erheben, welche zur Zeit in der Öffentlichkeit noch schweigen, doch im privaten sagen "ja die Politik belügt uns und in deren Augen sind die Asylanten wichtiger als wir Bürger, aber was soll ich machen".

Ich denke in einer Sache sind sich hier alle Kommentatoren einig, dieses Asylchaos, welches wir nun hier erleben, hat einzig und allein die Politik zu verantworten!
Klassikerin
08.09.2015, 07:30 Uhr
offene und wahre Worte,
die da geschrieben sind. Danke dafür -
Es spiegelt vielerseits das Denken der Menschen wider, nur haben die Meisten einfach Angst, Angst, in eine Ecke gestellt zu werden.... halten sich daher zurück.

Integration der Flüchtlinge???? Da könnte man soviele Fragezeichen setzen und es gibt keine Antwort, nein wir sollen uns anpassen, hinnehmen....

Wie lange und in welchem Umfang das gut gehen soll, sei dahin gestellt, ewig kann es nicht andauern und soll es auch nicht.

Gestern klingelten "Flüchtlinge" die Wohnsiedlungen und in der Stadt und bettelten. Die Dreistigkeit ging soweit, dass Grundstücke einfach bis hinters Haus betreten worden sind... Das habe ich von einheimischen Obdachlosen - die es auch hier gibt - noch nicht gesehen, bemerkt.....
darkmoon
08.09.2015, 07:49 Uhr
IS- Terroristen unter den Flüchtlingen??!!!!
Erst einmal vielen Dank Herr Greiner für Ihre offenen Worte. Ja, keiner traut sich in der Öffentlichkeit was zu sagen. Ist ja hier auch angesprochen worden.

Hat jemand mal darüber nachgedacht, dass sich eventuell IS-Terroristen unter die Flüchtlinge mischen könnten??? Bei diesem Chaos was in Ungarn grade herrscht, würde das überhaupt nicht auffallen, es kommt doch keiner mehr hinterher, wer die Leute sind, die hierher kommen. Da werden im Vorfeld Blanko- Ausweise an die verkauft und auf einmal sind sie alle Syrer usw. Gefälschte Dokumente sind an der Tagesordnung, keinen Politiker hier in Deutschland interessiert da. Mir wird Angst und Bange an den Gedanken.

Ach ja und die Dänen haben jetzt etwas geniales gemacht.
Die schrecken die Flüchtlinge mit Zeitungsanzeigen ab die im Libanon gedruckt werden , in denen steht:

Dänemark verweist in den Anzeigen darauf, dass in dem Land seit Monatsbeginn ein verschärftes Asylrecht gilt. Die Sozialleistungen für Asylbewerber wurden "um bis auf die Hälfte" verringert. Inhaber einer vorübergehenden Aufenthaltsgenehmigung haben im ersten Jahr kein Anrecht auf Familienzusammenführung.
Um in Dänemark zu bleiben, müssen die Migranten und Flüchtlinge Dänisch verstehen und sprechen können, heißt es weiter. Wer keine Aufenthaltsgenehmigung bekomme, werde "schnell" abgeschoben.

Na das ist doch mal eine Maßnahme.

So und heute morgen habe ich einen Bericht gesehen, in Deutschland gibt es ca. 300.000 Obdachlose. Werden für diese Leute eigentlich Winterquartiere und neuer Wohnraum geschaffen?????

Ach und Herr Ramelow möchte den Soli für die Flüchtlinge verwenden, wieso gibt es das eigentlich nicht für die Obdachlosen. Naja Herr Ramelow bezahlt ja keinen Soli, den bezahlen wir, weil wir ihm ja mit unseren Steuern sein Gehalt bezahlen.
Das interresiert keinen Politiker, die haben ja ein warmes Heim.

So für alle Leser vergesst nicht die nächste Bundestagswahl 2017!!!!! Mal sehen, was uns die Politiker vorab alles für Lügen erzählen.
Klassikerin
08.09.2015, 08:25 Uhr
naja,
auch hier ist ein Kriterium, die Landessprache zu können... aber an der Umsetzung/Durchsetzung fehlt es letztlich....

Die Dänen, ja sie schreiten mit einer Möglichkeit zur Tat. Hoffentlich kommen hier auch bald Taten, die den Massenstrom ein wenig eingrenzen....

Soli zahlt im Übrigen Jede(r), auch wenn die Gehälter durch Steuern finanziert werden.... das nur mal am Rande....
Bernd
08.09.2015, 09:02 Uhr
Augen öffnen
Sehr gut Herr Greiner!

Und hier noch ein Artikel ihrer Kollegen vom Bayernkurier...

https://www.bayernkurier.de/inland/5263-wenn-idealismus-realismus-ersetzt
Real Human
08.09.2015, 15:40 Uhr
GERMANY! GERMANY! GERMANY!
Danke, Herr Greiner, dafür, dass Sie wieder etwas Ruhe in die Debatte gebracht haben. Auch die meisten Kommentare haben mir gefallen. Danke auch für den Link auf den Hauptstadtbrief von Heinz Buschkowsky. Wenn ich mich damit empativ auseinandersetze, kommt durchaus keine völlige Ablehnung heraus.

Es kann uns nämlich durchaus nicht egal sein, wenn sich in unseren Städten kulturelle Ghettos bilden. Was die Syrien-Flüchtlinge betrifft, sollten wir aber bedenken, dass die große Mehrzahl unter ihnen KEINE IS-Symphatiesanten sind, sondern eher Leute mit zu lauem Glauben, die vor dem IS-Terror geflohen sind! Dass auch der eine oder andere IS-Terrorist unter ihnen ist, können unsere Sicherheitsorgane nicht ernsthaft verhindern.

Wir müssen also damit rechnen, dass es irgendwann auch in Deutschland einen schweren Anschlag geben wird. Viel wahrscheinlicher ist aber für den Durchschnittsautofahrer ein schwerer Verkehrsunfall. Hysterie ist also kontraproduktiv!

Überhaupt passt es nicht zusammen, wenn wir einerseits gern billige T-Shirts aus Bangladesch kaufen, nach billigem Treibstoff für unsere SUV‘s lechzen, uns dann aber darüber ärgern, wenn in vielleicht dreißig Jahren zig Millionen Menschen muslimischen Glaubens aus dem überfluteten Gangesdelta zu uns fliehen! Auch eine nicht auszuschließende atomare Auseinandersetzung zwischen Pakistan und Indien hätte ähnliche Auswirkungen. Dann kämen ja auch noch die Verstrahlten zu uns.

Wir benötigen dringend eine Wandlung vom engstirnigen deutschen Wohlstandsbürger zu einem Weltbürger, der zumindest auf völlig unnötigen Luxus verzichten will. Insofern – aber auch nur soweit(!) – bin ich mit @ „Nordhäuser Freiheit“ einer Meinung, dass nämlich eine denkbare Wiedereinführung einer Wohnraumzwangsbewirtschaftung bei denen mit Zwanzigzimmer-“Eigenheimen“ beginnen sollte und zwar europaweit!

Es passt auch nicht zusammen, dass wir uns über den Rückgang von Einzahlern in die Sozialkassen beklagen, andererseits aber arbeitswilligen Einwanderern den Zuzug nach Deutschland so schwer wie möglich machen. (Bis jeder von uns – bzw. unseren Enkeln – seinen persönlichen Hubot besitzt, werden wohl noch ein paar Jahrzehnte vergehen. Dann stellen sich allerdings ganz neue – finale – Herausforderungen! Sehr wahrscheinlich ist das Erreichen eines posthumanen Zeitalters mit der gegenwärtigen Menschheit aber leider nicht.)

Auch wenn Manche sich das wünschen; es gibt kein Zurück in die Pseudoidyllen eines Zeitalters der Nationalstaaten! Wer dahin zurück will, wird sich eine blutige Nase oder gar den Atomtod holen. Einstweilen sollten „wir Deutsche“ es noch mal genießen, wenn Flüchtlinge in Hungary – das man auch sehr frei mit „Hungerland“ übersetzen könnte – skandieren:

GERMANY! GERMANY! GERMANY!
Kama99
08.09.2015, 16:24 Uhr
Germany, Germany,....
...rufen die nur noch solange bis sie hier eingetroffen sind, dann kommt die Realität. Es gibt hier kein Schlaraffenland wie es versprochen wurde. Hier geht es erst mal in Massenunterkünfte und Schlimmstenfalls in Zelte, und es wird bald Winter. Die ersten beschweren sich schon das es Nachts kalt ist. Hat Frau Merkel auf ihrer Einladung nicht geschrieben das es nicht genügend eigenen Wohnraum gibt und die Temperaturen im Herbst schon mal unter 10 Grad fallen können? Hat sie wohl nicht bedacht vor lauter Vorfreude auf ihre Gäste. Wenn ich die aktuellen Bilder von der Ungarischen Grenze sehe und die meisten noch hierher wollen, na dann Gute Nacht.
Ickarus
08.09.2015, 16:40 Uhr
Germany??
Warum wollen denn alle dieser Asylantragsteller nach Deutschland? Weil nur die deutschen Politiker rufen "Hier her"!!

Kein anderes Land der Welt bieten soviel für jemanden, der noch nie etwas in den Steuerbeutel eingezahlt hat! Kostenfreie Unterkunft, kostenfreie Verpflegung, kostenfreie Bekleidung, kostenfreie ärztliche Versorgung, Freikarten für diverse Veranstaltungen, Geld auf die Hand und und und!! Schlaraffenland Deutschland!!

Wenn man dann noch bedenkt, das nur ein Bruchteil der Asylantragsteller tatsächlich durch Krieg verfolgte Menschen sind und wiederrum nur ein Bruchteil dessen tatsächlich Frauen oder Kinder, dann hat jeder Bürger, der sich auf Grund dieses Asylchaos gegen die Politik erhebt, einen berechtigten Grund dazu!

Wenn all die eingeschleusten Islamisten sich erst wieder gefunden haben und das politische Chaos perfekt ist, dann wird die große Überraschung kommen, wovor PEGIDA seit Monaten warnt, jedoch die Politik weder etwas davon wissen will, noch überhaupt etwas dagegen unternimmt!
Zukunft
08.09.2015, 20:13 Uhr
Nicht unrecht
Es scheint, dass Herr Greiner mit seiner persönlichen Betrachtung nicht "ganz falsch " liegt. Warum? Bei einigen Online Leitmedien gibt es zu Themen rund um die Fluechtlingsproblematik kein Forum mehr, das heisst, Kommentare werden nicht zugelassen. Da mache ich mir doch so meine Gedanken.
I.H.
08.09.2015, 21:42 Uhr
Oh ja, da haben Sie unbedingt recht @Zukunft
gut das es PS Greiner gibt. Soviel objektive Berichterstattung über und gegen Flüchtlinge ist wirklich beispielhaft. Da kommen die Lügenpresse (Leitmedien) nicht mal im Entferntesten heran. Weiter so.
horsti12
11.09.2015, 13:53 Uhr
Wohin noch.?
Wenn man solche schnell beschlossene Sachen wie Unterkünfte in Sülzhayn und Rothesütte auch im Umfeld unserer gewählten Stadt und Landkreisangeordneten schaffen würde...! Wie sollen die Leute denn dort ohne Einkaufsmöglichkeit verpflegt werden,? Kommt da etwa 3mal täglich Herr Ehrhold und schmiert dort lecker Wurstbrötchen von Fleischer Mauß oder Jendricke von Nordhausen bringt was vorbei von Fleischerei Brennecke.? Ach ja und überlegt ob ihr was vergessen habt,denn gewünschte Funkmobilverbindungen sind auch nicht gut vorhanden...Nicht das ihr nochmal zurück fahren müsst.
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