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Do, 10:07 Uhr
13.05.2004

Palastrevolte an der Behringstraße

Nordhausen (nnz). Eigentlich könnte der Job im öffentlichen Dienst doch sehr harmonisch sein. Kein Entlassungsdruck, kaum Normen oder andere Kriterien der Abrechnung, vielleicht auch noch Gleittage. Doch das Arbeitsklima im Landratsamt ist scheinbar alles andere als motivierend...


Diese Einschätzung trifft vermutlich in erster Linie auf die zweite Leitungsebene zu. Das sind die Fachbereichsleiter und Amtsleiter. Zwölf von ihnen haben dem Landrat einen Brief geschrieben, der auch der nnz-Redaktion vorliegt. Darin protestieren sie gegen die Arbeitsweise der Fachbereichsleiterin „Innerer Service“. Bemängelt wird vor allem der Umgangston von Frau H.: „Jeder von uns hat von diesen Allüren erfahren müssen und empfindet dies als unerträglich“, steht in dem Brief. In keiner Weise werde mehr die Arbeitsweise von Frau H. geduldet, die sich seit ihrer Berufung als Fachbereichsleiterin in der kollegialen Zusammenarbeit gezeigt habe. So sollen sich Schriftsätze durch „Unterstellungen, Sachverhaltsverdrehungen und Unwahrheiten“ auszeichnen. Und weiter heißt es in dem Schreiben, das nur Landrat Joachim Claus (CDU), nicht aber den beiden Beigeordneten zugegangen ist: „Weiterhin klingen – man muß schon sagen – Machtanmaßungen durch, die ihrer beamtenrechtlichen Stellung und Funktion nicht entsprechen. “

Schließlich bringen es die zwölf Fachbereichsleiter des Landratsamtes auf den Punkt: „Uns reicht es jetzt!“ Sie fordern vom Landrat die Umsetzung von Frau H. und die Neuausschreibung der Stelle. Übrigens: Neben Frau H. haben zwei Fachbereichsleiter nicht unterschrieben, eine Fachbereichsleiterin will eine gesonderte Stellungnahme verfassen.

Und auch das ist interessant. Wurde bislang mitunter Parteikalkül bei einigen Vorgängen in der Kreisverwaltung vermutet, so haben diesmal auch „Parteikollegen“ von Frau H. unterschrieben. Von einem parteipolitischem Hauch bei diesem Schreiben kann schon aus diesem Grund diesmal keine Rede sein.
Autor: nnz

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