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Mo, 10:28 Uhr
29.09.2014

Giftköder auch in Nordhausen?

Vor kurzem berichtete die nnz über mit Rattengift versetzte Köder, die in Ellrich gefunden worden waren. Eine nnz Leserin, die selber Hundehalterin ist, zeigte sich besorgt, das auch in Nordhausen Giftköder verteilt worden sein könnten. Die nnz hat nachgehakt...


Konkret ging es der Leserin um das Areal am Flugplatz und die Zorgeauen bis zur Autobahnbrücke. Sowohl dem Ordnungsamt der Stadt Nordhausen als auch dem Veterinäramt des Landkreises liegen zu etwaigen Ködern keine Informationen vor. Die Amtstierärztin des Landkreises weiß jedoch, wie man eine Vergiftung erkennt und welche Schritte Haustierbesitzer unternehmen sollten, wenn sich ihr Tier vergiftet hat oder Köder gefunden werden sollten.

Generell sollten Hundehalter beim Auffinden von Giftködern oder Fleischstücken, die mit Fremdkörpern bestückt sind (Haken, Rasierklingen, etc.) die Polizei informieren, da es sich hierbei um eine Straftat handelt. Wenn möglich, sollten zur Beweissicherung der Köder und der Fundort fotografiert werden.

Die Anzeichen von Vergiftungen können sehr unterschiedlich sein, da jedes Gift anders wirkt. Außerdem spielen die Dosis des aufgenommenen Giftes sowie der Aufnahmeweg (über die Nahrung, über die Haut, über die Atemwege, etc.) eine wichtige Rolle. Vergiftungsanzeichen können beispielsweise sein: Erbrechen, Durchfall, Apathie, Unruhe, Blut in Kot und Urin, Krämpfe, Muskelzittern, absinkende Körpertemperatur, Atembeschwerden, veränderte Pupillengröße, unregelmäßiger Herzschlag.

Nach der Aufnahme von Rattengift zeigen sich Vergiftungserscheinungen jedoch erst nach einigen Stunden.

Wenn ein Hundebesitzer den Verdacht hat, dass sein Hund Gift aufgenommen hat, sollte er sofort einen Tierarzt aufsuchen. Eine entsprechende Behandlung sollte so unmittelbar wie möglich stattfinden. Am besten ist es, wenn der Besitzer Proben (Kot, Erbrochenes), das Gift oder den Giftköder selbst zum Tierarzt mitbringt. Grundsätzlich kann der Besitzer nach der Aufnahme von Gift seinem Hund Aktivkohletabletten verabreichen. Die Aktivkohle bindet viele Giftstoffe im Magen-Darm-Trakt, bevor die organschädigende Wirkung eintritt. Ein Tierarzt muss aber trotzdem sofort aufgesucht werden, da nur dort das entsprechende Gegengift verabreicht werden kann.
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