eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige Refinery (c1)
Di, 13:45 Uhr
09.04.2013

"Förderverein Nicolai in foro"

Im vergangenen Monat gründete sich der "Förderverein Nicolai in foro". Vereine sind für eine Stadt sehr wichtig, weil ein Großteil des bürgerlichen Engagements über sie organisiert werden kann. Jetzt kommt ein neuer hinzu...


Viele Menschen betätigen sich ehrenamtlich in ihnen, um zu helfen, kulturelle Projekte zu realisieren. "Die hinter dem Rathaus entstehende Kulturbibliothek ist für Nordhausen eine Jahrhundertinvestition. Damit ist nun auch die letzte kriegsbedingte Brache im Stadtzentrum einer zukunftsweisenden Architektur gewichen. So gilt es schon jetzt, dem Gebäude Leben einzuhauchen", lässt der Verein verkünden.

In diesem Sinn wollen die Mitglieder des Fördervereines dazu beitragen, dass die geistigen Traditionen des historischen Standortes in das moderne Konzept des kulturellen Stadtlebens einfließen können. Das Haus soll ein "Haus für die Menschen" werden, so betonte es die Vorsitzende des neu gegründeten Vereins, Hildegard Seidel.

Es ist immer der lebendige Geist der Menschen, welcher unterhält, bildet und verbindet. Das Gebäude hinter dem Rathaus soll deswegen zu einem kulturellen Bildungszentrum, zu einem Forum in der Stadtmitte, entwickelt werden. Darum auch der Name "Nicolai Forum" für das Gebäude, während der Verein in Anlehnung an die Historie des Ortes sich den Namen "Förderverein Nicolai in foro" gab.

Die Idee für ein Haus, in dem die Kultur eine Heimstatt finden kann, wurde schon 1996 geboren, ist über die Jahre gewachsen und sieht mittlerweile ihrer materiellen Vollendung entgegen. In Zeiten knapper Kassen sterben kleine Bibliotheken überall in der Republik. Will man sie dennoch erhalten, braucht es moderner Konzepte, wie man künftig mit der Literatur und den modernen Medien leben möchte. Nordhausen ist eine traditionsreiche Stadt.

Mit der Himmelgartenbibliothek besitzt sie eine bibliophile Kostbarkeit allerersten Ranges, was letztlich für das Land Thüringen den Ausschlag gab, die Finanzierung des Objektes zu ermöglichen. Der Neubau erlaubt nun endlich die Heimkehr der Himmelgartenbibliothek in ihre angestammte Heimat. Nicht nur die Schönheit der alten Bücher soll künftig im Mittelpunkt ihrer neuen Präsentation stehen, sondern vor allem ihr Inhalt soll in diesem Haus der Forschung zur Verfügung gestellt werden. Neben der Himmelgartenbibliothek wird auch Nordhausens Historische Bibliothek dort der Bevölkerung zugänglich gemacht.

Die Stadtbibliothek "Rudolf Hagelstange" erhält mit der Kinderbibliothek in den neuen Räumen eine moderne Bleibe. Für Parkmöglichkeiten sorgt eine eigene Parkgarage.

Der Charakter eines Forums wird dem künftigen Besucher sofort einleuchten, wenn er die großzügig gestaltete Treppenanlage emporschreitet, wenn er über die Freifläche wandelt und wenn ihn dann schließlich im Foyer des Gebäudes die Atmosphäre eines Marktplatzes umfängt, die zur Begegnung mit anderen Menschen einlädt. Zeitungen, Bücher und ein Literatur-Café sollen menschliche Begegnungen geistiger Art ermöglichen. Faszinierend ist das Innere des Hauses konzipiert.

Durch die gläserne Fassadengestaltung öffnet der Raum dem Auge weite Blicke und spiegelt damit auch den inneren Horizont wider, der durch das geschriebene Wort weit wird. Alles ist offen, kein Gedanke an Fausts enges Studierstübchen. Das ganze Haus ist überdies behindertengerecht konzipiert, damit es wirklich jedem offen steht. Die Räume bieten auch Familien zahlreiche Möglichkeiten des generationsübergreifenden, gemeinsamen Erlebens.

Es gibt Seminarräume und in den größeren Ratssälen werden die Stadtverordneten künftig ihre Sitzungen abhalten können. Desweiteren stehen diese Räumlichkeiten auch bereit für diverse Veranstaltungen von Musik über Literatur bis hin z.B. zu Abiturfeiern etc.

Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, das Projekt mit dem Arbeitstitel "Kulturbibliothek mit Ratssälen" - als Nicolai Forum finanziell, materiell und ideell zu unterstützen. Es sollen Initiativen, Aktionen und Projekte unterstützt werden, die das gesamte Haus oder einzelne Bereiche - wie die Himmelgartenbibliothek, die Stadtbibliothek "Rudolf Hagelstange", das Café sowie das kulturelle Veranstaltungsangebot in allen möglichen Räumen - betreffen. Wir wollen Kulturangebote machen und das Literaturinteresse vertiefen, indem wir das Lesen fördern.

Mit Frau Seidel haben wir uns eine kompetente und engagierte Bibliotheksfachfau und Buchhändlerin zur Vereinsvorsitzenden gewählt, so dass wir unsere Ziele zuversichtlich, mutig und ideenreich angehen können. Wir, das sind die Gründungsmitglieder: Hildegard Seidel, Carla König, Kerstin Thomas, Dietrich Rose, Heidelore Kneffel, Ulrike Heise, Barbara Rinke, Gabriele Lipski und Karin Kisker.

Ein sehr lesenswerter Beitrag zum Thema "Geschichtsbewältigung durch einen Neubau" ist im "Nordhäuser Journal" zu lesen Markus Veit plädiert darin für einen öffentlich sichtbaren Hinweis auf die ehemals zwischen Rathaus und Nicolaikirche verlaufende "Krämergasse" - Ein Nicolaiforum "In den Krämern". Er hält das deswegen für eine sinnvolle Idee, weil auch die Architekten mit dem Neubau dem ehemaligen Verlauf der historischen Bausubstanz gefolgt sind.
Autor: red

Anzeige symplr (6)
Kommentare
Nörgler
09.04.2013, 13:55 Uhr
Dekadent
Das ist Großmanns-Sucht, oder Großfraus-Sucht in höchster Potenz. Am liebsten würden sich die Damen und Herren vielleicht noch mit dem Forum Romanum vergleichen. Die Römer litte ja auch unter allgemeiner Dekadenz.

Eine Bibliothek für 15 Millionen Euro braucht kein Mensch im 21. Jahrhundert, die Schulklassen hätten auch in der alten Bibo Platz gehabt oder man hätte die Bibo der Fachhochschule nutzen können.

Mein Vorschlag wäre: Forum Barbarum, gleich neben dem Alstadt-Forum.
Retupmoc
09.04.2013, 14:08 Uhr
Nicht nörgeln !
Schaffen wir die Leute ran, damit sich der Prunkbau mit Leben erfüllt. Man könnte ganze Schulklassen dorthin schicken damit die Mädels und Jungs sehen, wie ein Buch aussieht. Für die Teilnehmer an der Jugendweihe ist ein Nachmittag im BarbaraTempel Pflicht. Gilt natürlich auch für die Teilnehmer an der kirchlichen Weihe. Die NNZ wird dazu verdonnert, mit allen Medien im LK Sangerhausen zu kooperieren, um möglichst viele Sangerhäuserinnen und Häuser nach Nordhausen zu transportieren, wie von BR schon weisgesagt. Dazu erfindet die Bahn ein Barbarapapa-Ticket zum symbolischen Preis von 15 Euro für Fahrt, Eintritt und Plastetüte. Warum eine Plastetüte? Weil man sich bei soviel Selbstbeweihräucherung übergeben könnte.
altmeister
09.04.2013, 15:52 Uhr
So isses!
Danke an die Vorkommentatoren, da hab ich im Moment nichts mehr zuzufügen. Wenn die Zusammensetzung dieses Vereins betrachtet wird, dann sehe ich leider nur einen neuen Versuch einer Rechtfertigung für diesen viel zu teuren Prunkbau.
othello
09.04.2013, 17:04 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht zum Thema des Beitrags
othello
09.04.2013, 18:42 Uhr
Deaktivierter
Kritik zum Einfluss christlicher Netztwerke in die Nordhäuser Politik ist offensichtlich nicht erwünscht. Ich bleibe aber dabei, dass dieser neu gegründete Verein nichts anderes ist.Schon mit dem vorgeschlagenen Namen (S' Nikolai ), eines christlichen Heiligen, von der Christin B.Rinke ins Gespräch gebracht, und historisch bemäntelt,ist dieses ersichtlich.

Die Zukunft wird erweisen, wer aus dieser unsäglichen Bibliothek den Nutzen ziehen wird. Zur Eröffnung könnte man den christlichen POP- Star, Frau Kässmann nochmal einladen und vor das Forum ein geplantes Lutherdenkmal setzen, dass auch kein vernünftiger Mensch braucht.
W.Roßmell
09.04.2013, 19:12 Uhr
Einfach ignorieren!
Für mich gilt an dieser Stelle nur eins: Ignorieren!

So ein Bau, so viele Schulden für die Stadt und solche Entscheider, die dafür nicht gerade stehen, was will man mehr? Das ist Politik gegen den Bürger und ein unendliches Anhäufen von weiteren Schulden für diese Stadt!

Man kann sich da wirklich nur noch raushalten und mit dem Kopf schütteln!
H.Buntfuß
09.04.2013, 20:05 Uhr
Kirche und Politik
Es ist schon erstaunlich wie sich die Kirche in die Politik und in die Wirtschaftlichen Belange des Staates einmischt, oder? Da haben wir Schulen die von der Kirche geleitet werden und vom Staat bezahlt werden, aber der Staat hat so gut wie kein Mitspracherecht, nicht wahr?

Kommen wir jetzt wieder zu den Zeiten zurück in denen die Kirche das alleinige sagen hatte? Wie hieß es doch SEINERZEIT zwischen Kirche und den weltlichen Personen: Halt du sie DUMM und ich halte sie ARM, so war es doch, oder?
Janko
09.04.2013, 20:37 Uhr
wie offen darf man sprechen, ehe man gesperrt wird?
frage ich jetzt einfach mal ganz provokativ gleich in der überschrift, denn: was mir hier in der nnz immer wieder an gesülze und gejammere, an hasstiraden und boykottaufrufen entgegenschlägt bringt mich einfach zum würgen.

ja, meine fresse: dann geht nicht in die stadtbibliothek, ihr nörgler und besserwisser. dann geht nicht hin, ihr "bücher sind auf dem absterbenden ast" und "schon mal was von e-books gehört?"-ignoranten. dann geht nicht hin, ihr "nordhausen sollte überhaupt kein geld mehr ausgeben, bis wir endlich wieder im mittelalter angelangt sind"-bourgeois. dann geht nicht hin, ihr "kultur und kirche gehören beide gleichermaßen abgeschafft"-idioten.

mir gefällt die architektur der neuen bibliothek auch nicht - aber ich begrüße die idee einer zentralen bibliothek inklusive begegnungsstätte und jugendzentrum.

ich selbst bin der überzeugung, wenn ich in meinem architekturstudium einen solchen klotz in einer innenstadt geplant hätte, hätte mir mein professor den bleistift aus der hand geschlagen - ja: aber deshalb die idee an sich zu verdammen würde mir nie in den sinn kommen. ich freue mich auf die großzügigen bücherhallen.

das hat was mit intelligenz, mit bewahren und mit wertschätzen von kultur zu tun.
aber - im internet ist das alles ja eh abhanden gekommen.

legt ruhig virtuelle fackeln an die bibliothek, ihr opportunisten.
altmeister
10.04.2013, 07:09 Uhr
Mal an die eigene Nase fassen
...sollten Sie sich @janko!
Sie regen sich darüber auf, dass von anderen Kommentatoren dieser Bau nicht wohlwollend kommentiert wird, betiteln diese in einer Form die unter aller Sa... ist aber relativieren all ihre Anfeindungen durch eigene Kritik am Baustil.

Na, welche Meinung haben Sie denn nun?
Dass wir eine Bibliothek brauchen, das ist ausser Frage gestellt!

Darum geht es nicht in den Kritiken. Was Herr Buntfuß mit seiner Kritik aussagt ist mir allerdings erst recht nicht klar, hier sehe ich nur sinnlosen Hass auf alles, das irgendwo mit Kirche zu tun hat. Das ist versuchte Meinungsmache auf unterstem Niveau.
Retupmoc
10.04.2013, 10:35 Uhr
Steuergelder
Ich möchte eigentlich schon wissen bzw. mitbestimmen, was mit meinen Steuern passiert. Sorry @ Janko - da steht dieser Barbarabau bei mir an letzter Stelle auf meiner Wunschliste. Nicht weil ich gegen Bücher bin etwa, sondern, weil es Wichtigeres in dieser Stadt gibt. Zum Beispiel Schulen mit besserer Technik ausstatten. Kitagebühren senken. Und vieles andere mehr. Die Bücher hätte man auch in der alten Bibliothek entleihen können. Ich kann schon verstehen, das da einige Menschen nicht für diese Einrichtung sind. Und was den kirchlichen Gedanken dazu betrifft ... die Kirchen haben wohl selbst genug Geld, die brauchen kein Steuergeld. Aber der Staat schenkt es Ihnen ja auch. Und andere Menschen sitzen obdachlos auf der Straße. Aber das ist wieder ein Thema für sich...
Nörgler
10.04.2013, 10:41 Uhr
Fragen
Kirche hin oder her, die Kirche als Institution gehört nun mal in unsere Gesellschaft. Über deren Finanzierung kann man streiten, nicht über ihre Berechtigung.

Aber zu Janko. Auffällig ist, dass er sich nur zu Themen äußert, bei denen Geld verteilt oder eben auch verbrannt wird. Kaum zu Themen, die diejenigen betreffen, die Geld erarbeiten. Insofern kann er kaum in einem Betrieb arbeiten, der Geld erwirtschaftet, sondern der nur von öffentlichen Gelder existiert.

Das ist nicht so schlimmm - aber auch eine Gesellschaft besteht nicht nur aus Kultur, Kunst, Museen und Theater, sie besteht auch aus vernünftigen Straßen und niedrigen Gebühren. Ich bleibe dabei - dieser Bau ist eine Art Denkmal, das niemand in dieser Stadt mehr braucht. Ich dachte, so etwas wäre im Staub auf dem Bebel-Platz 1989 untergegangen.
Boris Weißtal
10.04.2013, 11:47 Uhr
Danke Frau Rinke
Einfach die Dinge mal trennen

Beim Thema Kulturbibliothek kochen ja in der Tat hier die Gefühle hoch, das hat ja schon Verwandtschaft mit den hier abgelutschten aber nicht minder emotionalen Harz-4-Diskussionen. Das ist so ein richtiges "Vehikelthema". Man nutzt es, um endlich seinen Unmut über die Kirchen (!?), die bösen Stadträte, Politikverdrossenheit im Allgemeinen und Verschwörungstheorien im Besonderen sowie natürlich über Barbara Rinke loszuwerden.

Einzig was fehlt, ist die geistige Hängebrücke zur Biogasanlage. Kommt aber bestimmt noch.

Dabei ist die Existenz dieses Großprojektes eigentlich ein Nordhäuser Glücksfall. Wieso? Weil die Stadtspitze seinerzeit die letzten großen Fördermitteltöpfe optimal für die Stadt angezapft hat. Zur Erinnerung: 90 % der Baukosten kommen aus staatlichen/EU-Fördertöpfen. Diese Mittel waren zweckgebunden für solche Vorhaben. NDH hätte daher nicht, wie hier oft behauptet wird, besser Kindergärten, Stadthalle oder sonst was bauen können. Entweder diese Investition ging so nach NDH oder gar nicht. Dann wäre ein vergleichbares Projekt halt woanders entstanden. Die zehnprozentige Eigenbeteiligung ist angesichts der indirekten Steuererträge und gesicherter Arbeitsplätze durch das Großbauprojekt in unserer Region völlig vertretbar. Ein Verzicht hätte daher nicht zur Rettung des Regenwaldes, höherer Hartz-4-Sätze oder weniger Schlaglöcher geführt, sondern zu einer Kulturbibliothek in Schmalkalden oder sonst wo.

Diese Haltung wurde im Übrigen von einer überwältigenden Mehrheit im Stadtrat getragen. Hierfür nun allein Frau Rinke mit Hass zu überschütten, ist vollkommen deplatziert. Fair ist das Verhalten von OB Zeh, der sich an dieser Dreckschmeisserei nicht beteiligt, schließlich hatte auch er als Stadtrat zugestimmt.

Zum Standort:
Die Kulturbibliothek füllt eine hässliche Brache im Innenstadtbereich. Für was und wer hätte denn dorthin sonst investiert? Die Brache hätte es auch in 20 Jahren noch gegeben. Der Standort ist vollkommen ok!

Zur Architektur:
Darüber kann man streiten bis der Arzt kommt. Ich persönlich hätte eine klassizistische Anlehnung an das alte Rathaus schöner empfunden. Aber wie gesagt: Geschmacksache, aber besser als eine Brache allemal!

Zu Personalkosten:
Auch hier wird viel übertrieben, schließlich wechselt das komplette Bibo-Personal von der Nebelung-Straße in die Kulturbibliothek und Teile des Kulturamtes ziehen in das Gebäude.

Zu Unterhaltungskosten:
Das Gebäude wird nach modernsten Energiesparvorgaben errichtet. Hat irgendjemand mal ermittelt, wie viel Energiekosten in dem zugigen alten Kasten in der Nebelung-Strasse gleichzeitig eingespart werden? Zusätzlich können Einnahmen durch Verkauf/Vermietung der frei werdenden Immobilie erzielt werden.

Kosten für die Ersteinrichtung:
Offenbar wurden diese Kosten bei der Finanzplanung "vergessen". Sollte dies so sein, wäre das in der Tat ein Skandal. Darüber könnte man sich dann wirklich mal aufregen. Hierzu rege ich einen unabhängigen Untersuchungsausschuss an.

In der Summe halte ich die Einrichtung daher für einen großen Gewinn für unsere Stadt. Boykottaufrufe sind daher so dämlich und unangemessen wie ein Hungerstreik im Geburtsvorbereitungskurs.

Und weil es so schön unpopulär erscheint, sage ich es jetzt erst Recht und mit vollem Ernst:

Danke Frau Rinke!
Retupmoc
10.04.2013, 12:33 Uhr
Mein Gott, Weißtal!
Dann trennen wir mal:

Standort: Die Brache war hässlich. Man hätte Sie zum Beispiel mit einem Kinderspielplatz füllen können. Oder meinen Sie, das es in der Innenstadt ausreichend solche Plätze gibt?

Architektur: 90 Prozent der Menschen finden das Objekt hässlich, unabhängig von der Finanzierung.

Personalkosten: Wozu so viele Leute ?

Unterhaltskosten: Wissen Sie wieviele Immobilien in Nordhaussen gern verkauft werden würden? Es findet sich nur kein Käufer. Warum ausgerechnet in der Nebelungstr.?

Ersteinrichtung: Die Kosten sind bei der Planung vergessen worden. Ohne Wenn und Aber!

Ich halte also in der Summe diese Einrichtung für deplaziert. So gehen die Meinungen halt auseinander.
altmeister
10.04.2013, 12:42 Uhr
Schön geredet
Na, sehr geehrter Herr Weißtal, so kann man auch alles schön reden.

Dass selbst die 10 % Eigenanteil erst mal da sein müssen, trotzdem die Kassen leer sind, das ist das Problem. Wenn bei Planung und Bau etwas sinnvoller vorgegangen worden wäre, dann hätte Nordhausen trotzdem eine neue Kulturbibliothek, aber dies hätte vielleicht einige Millionen weniger gekostet! Damit wäre auch der Eigenanteil der Stadt um einiges niedriger gewesen, welcher dann DOCH wieder für z.B. Kinder oder Straßen verwandt werden könnte!

Nur mal rechnen: 1 Millionen weniger Baukosten wären 100000 weniger Eigenanteil. Hätte es da nicht ein wenig Weniger sein können? Möglichkeiten zum "Flanieren" und "Wandeln" sind in Nordhausen doch bisher keine Mangelware, oder irre ich mich da? Gerade die öffentliche Hand sollte bei solchen Investitionen auch mal Bescheidenheit zeigen können, was nicht gleichzusetzen ist mit unschön.
H.Buntfuß
10.04.2013, 12:47 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht mehr zum Thema des Beitrags
Hans Dittmar
10.04.2013, 14:04 Uhr
Förderverein ist eine große Unterstützung und sinnvoll !!!
Ich kann die ganze Kritik und so manche realitätsfremde Hasstirade nicht verstehen.

Das Gebäude der Kulturbibliothek ist gebaut und wird demnächst in Betrieb gehen. Punkt aus!

das sich Nordhäuser, dazu bereit erklären in ihrer Freizeit ein stilvolle und qualitative Bibliothek zu schaffen ist mehr als Dankenswert! Fördervereine gibt es schon einige in Nordhausen, ohne die, die dazughörige Einrichtung sehr traurig aussehen würde. So nenne ich als Beispiel die Fördervereine Humboldt, Tabakspeicher und Museum Flohburg.

Darüber hinaus bin ich als Nordhäuser stolz und glücklich, dass sich solche fachlich komptenten Personen wie z.B. Frau Seidel, Frau Kneffel und Herr Rose hier in Nordhausen habe und deren Unterstützung kostenlos erhalte.

Es ist eine Frechheit und ein Schlag ins Gesicht gegen diese Personen, die in keinster Weise mit dem Bau etwas zu tun haben, und aus der Realität das beste machen wollen.

Statt dumme gehirnlose Kommentare abzugeben die immer wieder politisch enden, solltet Ihr lieber Fragen wie Ihr helfen könnt oder am besten Schweigen.

Ich wünsche den Förderverein viel Glück und werde diesen natürlich unterstützen.

Hans Dittmar
I.H.
10.04.2013, 14:07 Uhr
Soll das Ding den Kirchennamen bekommen?
Wie heißt denn der Bauklotz nun eigentlich offiziell? Ich habe so ein bisschen das Gefühl, dass hier ein paar Fans vom heiligen Nicolaus einfach Fakten schaffen wollen. Das scheint bei denen schon beschlossene Sache zu sein, den Bauklotz nach dem Nicolaus zu benennen.

So geht's aber nicht liebe Freunde vom Nicolaus. Das Ding haben alle bezahlt, also wird hier ganz urdemokratisch ein Name gesucht, der für alle passt. Stimmt's liebe Stadträte?
Thomas Fichtner
10.04.2013, 14:57 Uhr
*Facepalm*
Über die Dinge die man hier so liest kann man echt nur den Kopf schütteln!

Und man MUSS dabei inzwischen echt annehmen das es GEZIELTE Desinformation ist und nicht nur fehlendes Wissen!

Ich hab mich jedenfalls noch vor dem 1. Spatenstich für den Neubau über ein paar Kleinigkeiten informiert - auch um mir letztlich Meinung zu dem Ding zu bilden (Gibt auch unveröffentlichten, da längeren Text, der neben Dingen die bei Planung und Errichtung wünschenswert zu beachten gewesen wären, auch auf rechtliche Problematik bei eBooks und Probleme der Langzeit-Datenarchivierung elektronischer Medien an sich eingeht)

Fakt ist aber:
1. Ersatz für die Bibliothek Hagelstange wurde nicht nur mit Platzknappheit begründet, sondern auch damit, dass das Haus (angeblich?) ein massives Feuchtigkeitsproblem, besonders in den Kellerräumen hätte und daher bereits Teile des Buchbestandes leiden würden, eine Sanierung sehr teuer käme und auch daher Neubau optimale Alternative wäre.

Trotzdem rechnet man wohl damit, das Haus zu hohem Preis veräußern zu können...die Zahl 2 Mio+ geistert da den in Vorstellungen einiger im Raum herum.

2. "Das Gebäude wird nach modernsten Energiesparvorgaben errichtet."

Da frage ich doch gern mal nach: Nach welchen Energiesparvorhaben denn konkret?

Durch Gespräche weiß ich: Es war zumindest der ursprüngliche Plan, dies gescheit zu machen, bevor daran massiv herumgestrichen wurde...
Inzwischen ist es eher so, daß man wohl lediglich minimal über den vom Gesetzgeber geforderten MINDESTANFORDERUNGEN für Neubauten liegen wird.

Man verzichtete auch auf wirklich sinnvolle Maßnahmen zur Heizkostenminimierung, da man das Gebäude an das städtische Fernwärmenetz anschließt, das ja EVN betrieben und damit in Mitweigentum der Stadt ist und man so gute Preise bekomme...

"Hat irgendjemand mal ermittelt, wie viel Energiekosten in dem zugigen alten Kasten in der Nebelung-Strasse gleichzeitig eingespart werden?"

Keine Ahnung, könnte man aber sicherlich problemlos machen - Heizkosten- und Stromabrechnung dürften ja irgendwo vorliegen, oder man kann halt bei Kenntnis Nutzfläche, Luftvolumen, Fensterfläche, Baujahr etc. nach DIN-Norm mal die Normheizlast überschlägig ermitteln...

Da die Energiebezugsfläche insgesamt ERHEBLICH kleiner ist als die des neuen Gebäudes und die Fläche dabei deutlich eingeht, schätze ich mal vorlaut, daß der summierte Energiebedarf (und damit die Energiekosten) in der Summe eigentlich eher steigen wird...
othello
10.04.2013, 15:14 Uhr
Idioten?
Janko ! Immer wenn das Wort Christ oder Kirche im kritischen Kontext beschrieben wird, sind die Raktionen, so wie von ihnen.Da werden Kritiker schon mal als Idioten bezeichnet,da wird Hass unterstellt, Kulturfeindlichkeit usw..Ihr Beitrag gehörte gesperrt, wenn ich die Richtlinien der NNZ richtig lese. Ich bin nicht gegen Kultur und ich bin auch gegen keine neue Bibliothek, nur ihre Dimension und Architektur lässt mich diese kritisch sehen.Herr B.Weißtal : auch Fördergelder sind Steuergelder, die verschwendet werden können, wie schon oft bewiesen.

Wie der neue Verein in seiner Mitgliedschaft zusammengesetzt ist, lässt schon den Verdacht zu, dass dieses Forum als Ersatzkirche missbraucht werden könnte.Ich lasse mich aber gern eines besseren belehren.
Harzer_Wolf
10.04.2013, 15:54 Uhr
Aufmüpfig
Intressant ist hier - wie auch bei den Themen Biogas, Demos gegen ALG 2 usw. - wieviele Menschen mitlerweile gegen die Politik von OBEN aufmüpfig werden. Das erinnert mich an die Zeit vor 1989. Ob es Parallelen gibt?
Thomas Fichtner
10.04.2013, 17:04 Uhr
Dürfte aber nicht so friedliche abgehen...
wie damals!

Da ging es um Bonzenvorteile, Reisefreiheit und Bananen, diesmal geht es direkt ums Eingemachte, nämlich ums Geld.
Die heute veröffentlichten Studien in FAZ und Co. zur Rücklagen-/Besitzverteilung der Haushalte in Europa dürfte zumindest für etwas Gesprächsstoff sorgen.
I.H.
10.04.2013, 18:44 Uhr
Revoluzze liegt in der Luft,
ganz eindeutig. Ich stand heute früh unter ner Stromleitung. Man hat das geknistert. Und Parallen gibt es eindeutig. Damals haben 25000 auf dem Bebelplatz nicht richtig geglaubt, dass sie was erreichen. Heute glauben 3 vorm Jobcenter aber volle Kanne, dass die Bundesregierung morgen zurücktritt.

Nun zu den wichtigen Sachen im Leben: Was macht das Haus vom Nikolaus? Soll man zulassen, dass da so eine Hinterzimmertruppe im Förderverein darüber bestimmt, wie das Ding heißen soll? Soll man zulassen, dass ein Förderverein über die Nutzung des Dinges reinquatscht?

Ich sag mal nein. Wer bietet mehr?
Retupmoc
11.04.2013, 09:15 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht mehr zum Thema des Beitrags
Gabriele L
11.04.2013, 17:34 Uhr
Versuch einer Klärung
Eigentlich bin ich wirklich verblüfft, mit wie viel Wut auf den neu gegründeten Verein reagiert wird. Der Verein hat doch die Bibliothek nicht gebaut! Das Haus steht da und sollte friedlich und sinnvoll genutzt werden. Ich hatte auch nicht den Eindruck, dass irgendeiner die Bibliothek für Gottesdienste benutzen wollte. Warum also die Sorge, dass es sich um ein Haus der Kirche handeln könnte?

Der vorgeschlagenen Name "Nikolai Forum", der ja mit Sicherheit diskutierbar und auch abwählbar wäre, ist eine Erinnerung daran, dass genau an der Stelle, wo jetzt die Bibliothek steht, früher die Nikolaikirche stand. In Nordhausen wurden viele großartige Gebäude zerstört, warum nicht auf einen Vorgängerbau verweisen? Es handelt sich - so habe ich es zumindest verstanden - bei dem neu gegründeten Verein nicht um eine politische Demonstration oder um eine Kirchenaktion, sondern um persönliches Interesse und Engagement.

Ich (Gabriele Lipski, Krankenhausseelsorgerin und Mitglied des in Gründung stehenden Vereins)wäre froh, wenn ich von den Kritikern nicht auf meine Kirchenzugehörigkeit reduziert würde.
I.H.
11.04.2013, 18:36 Uhr
Die Bürger werden entscheiden!
Oder die von ihnen gewählten, legitimierten Stadträte entscheiden, wie das Gebäude heißen soll und bei Fertigstellung genutzt wird, liebe Gabriele L.

Es muss auch kein Name abgewählt werden, weil noch kein Name vom Souverän bzw. vom Bauherrn gewählt wurde!

Sicher wird der Vorschlag von sieben Mitgliedern eines neu gegründeten Fördervereines bei der Entscheidungsfindung als Vorschlag mit berücksichtigt werden. (Hoffe ich zumindest für Sie, bin ja nicht der Souverän;))
Quietschferkel
11.04.2013, 19:48 Uhr
Namensfindung
Sind wir doch mal ehrlich, egal wie das Gebäude letztdendlich offiziell heissen wird, wir Nordhäuser haben doch bißher immer passende Namen gefunden für diverse Objekte *g*

Die meisten Nordhäuser Autofahrer werden sicher sofort wissen was man meint wenn man sagt "Die Wanne" in der Freiherr v. Stein Straße.

Oder noch besser "Brücke der Ewigkeit". Die hat zwar nen offiziellen Namen, aber ich glaube kaum das den einer wirklich kennt.

Also ich würd sagen sie sollen sich da irgendeinen Namen überlegen, wir Einwohner geben dem Ding eh nen eigenen Namen :-)
Franz Tabak
11.04.2013, 21:16 Uhr
Na klar, Herr Dittmar...
die Politiker verpulvern unsere Steuergelder und Sie verlangen nachher auch noch, dass wir diesen Frevel unterstützen sollen!
othello
11.04.2013, 23:20 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht mehr zum Thema des Beitrags
Serendipity
12.04.2013, 09:15 Uhr
Bürger engagieren sich
Ich finde das Projekt gut und richtig! Gibt es schon eine Internetseite o.ä.?
Retupmoc
12.04.2013, 09:36 Uhr
@ GabrieleL.
Ich versuche auch eine Klärung ... Es gibt Menschen, die diesen Prunkbau deshalb ablehnen, weil er so ist. Das hat defintiv nichts mit den Personen zu tun. die dann anschließend darin arbeiten. Sie haben das ja nicht so geplant. Und wie das Haus dann heißt ist auch völlig egal. Benennen wir es kirchlich oder nennen wir es BarbaraForum oder Klotz der Stadt. Mir geht es um das Für und Wieder. Und wie schon jemand sagte, und wenn es nur 10 Prozent sind, die muß die Stadt auch aufbringen. Die Kosten für die Erstausstattung kommen dazu und die Betriebskosten. Und ich lasse mich gern eines Besseren belehren, aber ich bin der Ansicht, wenn erstmal alle Schulklassen und befreundete Vereine herangekarrt worden sind wird sich der Besucherzustrom in Grenzen halten.

Ich hätte das Geld lieber für andere Dinge verwendet gesehen, z. B. Kinderspielplätze, Ausbesserung von Straßenschäden, Ausstattung von Schulen und Kitas mit besserer Technik und Materialien. Geld für Jugend - und Sportvereine usw.

Und sorry Frau L. - man muß zur Zeit schon den Eindruck haben, das in der Stadt Institutionen mit kirchlichem Hintergrund besser gefördert werden als andere. Siehe auch Altendorfer Stiege und Co.! Es kann auch gern jeder an das glauben, was er möchte, nur sollte es vielleicht gerechter zugehen. In diesem Fall bleibe ich dabei, das im Zuge der neuen Medien ein weiteres Museum nicht nötig war.
Kommentare sind zu diesem Artikel nicht mehr möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (8)