Fr, 11:12 Uhr
25.01.2013
Geschmack aus dem Chemie-Labor
Viele Lebensmittelhersteller vertuschen geschickt, dass sie ihre Produkte mithilfe von Geschmacksverstärkern aufpeppen. Das zeigt ein Test in der aktuellen Februar-Ausgabe von ÖKO-TEST. Käufer sollten sich daher nicht von Werbeaussagen wie in Hausmacherqualität, Traditionell oder Original täuschen lassen...
Die Gulasch-Suppe von Amsberg Feinkost soll laut Werbeaussage Hausmacherqualität – nach guter alter Art bieten. Doch zu finden ist darin Mononatriumglutamat (Foto: Öko Test GmbH)
ÖKO-TEST wollte wissen, wie es Hersteller mit der Verbraucherinformation halten, wenn sie ihren Produkten Geschmacksverstärker zusetzen. 115 Lebensmittel hat das Magazin genau unter die Lupe genommen; 73 von diesen enthalten Zusatzstoffe wie E 621 (Mononatriumglutamat). Der Stoff, der das China-Restaurant-Syndrom verursacht, wird nicht nur in der asiatischen Küche verwendet.
Er steckt auch in Original Pfälzer Blutwurst, Kräuterlingen zum Streuen oder Original Thüringer Rinderrouladen. Glutamat hat nur den einen Zweck: Geschmack an Geschmackloses zu bringen und vorzutäuschen, was die Zutaten nicht hergeben. Davon ist auf der Verpackung aber nichts zu lesen, die Produkte werden mit Werbesprüchen wie Hausmacherqualität nach guter alter Art angepriesen.
30 der getesteten Lebensmittel enthalten ausschließlich Hefeextrakt. Alle diese Produkte werden mit Hinweisen beworben wie ohne den Zusatzstoff Geschmacksverstärker oder natürlich ohne geschmacksverstärkende Zusatzstoffe. Rechtlich gesehen ist das nicht zu beanstanden. Denn Hefeextrakt enthält zwar Glutamat, ist aber von Rechts wegen eine Zutat. ÖKO-TEST rät deshalb, bei Auslobungen wie ohne künstliche Geschmacksverstärker misstrauisch zu sein.
Zumeist erhalten die Produkte Ersatzstoffe, die die gleiche Funktion erfüllen. Für den Verbraucher ist es aber nicht einfach, mit einem Blick auf die Zutatenliste Geschmacksverstärker zu erkennen. Diese verstecken sich oft hinter unverdächtigen Begriffen wie hydrolisiertes, pflanzliches Eiweiß.
Das ÖKO-TEST-Magazin Februar 2013 gibt es seit heute im Zeitschriftenhandel. Das Heft kostet 3,80 Euro.
Autor: red
Die Gulasch-Suppe von Amsberg Feinkost soll laut Werbeaussage Hausmacherqualität – nach guter alter Art bieten. Doch zu finden ist darin Mononatriumglutamat (Foto: Öko Test GmbH)
ÖKO-TEST wollte wissen, wie es Hersteller mit der Verbraucherinformation halten, wenn sie ihren Produkten Geschmacksverstärker zusetzen. 115 Lebensmittel hat das Magazin genau unter die Lupe genommen; 73 von diesen enthalten Zusatzstoffe wie E 621 (Mononatriumglutamat). Der Stoff, der das China-Restaurant-Syndrom verursacht, wird nicht nur in der asiatischen Küche verwendet. Er steckt auch in Original Pfälzer Blutwurst, Kräuterlingen zum Streuen oder Original Thüringer Rinderrouladen. Glutamat hat nur den einen Zweck: Geschmack an Geschmackloses zu bringen und vorzutäuschen, was die Zutaten nicht hergeben. Davon ist auf der Verpackung aber nichts zu lesen, die Produkte werden mit Werbesprüchen wie Hausmacherqualität nach guter alter Art angepriesen.
30 der getesteten Lebensmittel enthalten ausschließlich Hefeextrakt. Alle diese Produkte werden mit Hinweisen beworben wie ohne den Zusatzstoff Geschmacksverstärker oder natürlich ohne geschmacksverstärkende Zusatzstoffe. Rechtlich gesehen ist das nicht zu beanstanden. Denn Hefeextrakt enthält zwar Glutamat, ist aber von Rechts wegen eine Zutat. ÖKO-TEST rät deshalb, bei Auslobungen wie ohne künstliche Geschmacksverstärker misstrauisch zu sein.
Zumeist erhalten die Produkte Ersatzstoffe, die die gleiche Funktion erfüllen. Für den Verbraucher ist es aber nicht einfach, mit einem Blick auf die Zutatenliste Geschmacksverstärker zu erkennen. Diese verstecken sich oft hinter unverdächtigen Begriffen wie hydrolisiertes, pflanzliches Eiweiß.
Das ÖKO-TEST-Magazin Februar 2013 gibt es seit heute im Zeitschriftenhandel. Das Heft kostet 3,80 Euro.

