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Do, 09:49 Uhr
25.10.2012

Adams: "Es gibt keine Ausreden mehr“

In der jüngsten Sitzung des Thüringer Landtags hatte Dirk Adams (BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN) erneut auf die Abwassersituation im Nordhäuser Ortsteil Steigerthal aufmerksam gemacht...


Mit einer mündlichen Anfrage an die Thüringer Landesregierung hatte sich der Abgeordnete noch einmal über den Kenntnisstand der Landesregierung vergewissern wollen. Als „nicht länger hinnehmbar“ bezeichnete Adams nach der Beantwortung das Verhalten des zuständigen Umweltministeriums gegenüber den betroffenen Menschen, aber auch gegenüber den Abgeordneten.

In einem Antwortschreiben auf eine Petition der BürgerInneninitiative vom Juli 2012 wurde auf eine seit 2004 bestehende Sanierungsanordnung für die Kanalisation hingewiesen. Diese sieht eine Duldung der derzeitigen Situation bis spätestens zum 31. Dezember 2014 vor. Die Fraktion hatte zu dieser Thematik bereits im letzten Jahr eine Kleine Anfrage an die Landesregierung gerichtet. In der Beantwortung wurde die bestehende Sanierungsanordnung jedoch nicht erwähnt.

„Es ist nicht nachvollziehbar aus welchen Gründen das Ministerium die Sanierungsanordnung bisher verschwiegen hat.“

Entschieden widerspricht Adams außerdem der inzwischen mehrfach wiederholten Aussage des Ministeriums, wonach die Abwässer des Ortes über den so genannten Bürgermeisterkanal in den Krummbach fließen: „Das entspricht schlicht nicht der Realität vor Ort.“

Adams fordert daher erneut den Freitstaat und die Stadt zum Handeln auf: „Es gibt keine Ausreden mehr, die Zeit drängt. Das Land Thüringen und die Stadt Nordhausen sind derzeit in den Haushaltsberatungen, jetzt müssen die notwendigen Gelder eingestellt werden.“
Autor: nnz

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Kommentare
Bodo Schwarzberg
25.10.2012, 10:17 Uhr
Abwässer Steigerthal nur Spitze des Eisberges
Seit Wochen schlummert die Mitschrift eines Gespräches in meinem Schreibtisch, das ich mit einem intimen Kenner der Abwassersituation in Buchholz führte. Ich muss nur Zeitfinden, es endlich mal in nnz-geeignete Worte zu fassen. Wenn sich die Landesregierung schon bei Steigerthal im Vergessen übt, dann frage ich mich, wie schwer es dann erst bei Buchholz sein wird, das dort ebenso im Karst versickernde kommunale Abwasser zu klären.
Schlimm, Schlimm, schlimm! Da wollen einige Unbelehrbare eine Biogasanlage bauen und sie installieren Industriegebiete. In beiden Fällen stehen Millionen bereit. Auf das Umpflügen von Halbtrockenrasen werden Ehrenamtliche aufmerksam und nicht Behörden, und in Steigerthal, Buchholz und wohl auch in Sophienhof und Hermannsacker gibt es ungelöste Umweltprobleme. Und am 14.11. werden sich Minister Reinholz und andere Naturparkbürokraten für den gelungenen Naturparkplan feiern lassen,in dem all diese Konflikte nicht vorkommen. Das ist wie früher. Der Mensch lernt nicht. Er ist halt Mensch. Und die Bevölkerung schweigt wie immer. Nicht einmal von der Bürgerinitiative Steigerthal hört man noch all zu viel.
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