Das Nordhausen Museum, also die neue alte Flohburg, hat heute eine erste Spende erhalten. Es war kein geringeres Unternehmen als die Deutsche Bahn AG, deren Vertreter eine großen Scheck mit einer Summe überreichte, die eher als ärmlich bezeichnet werden kann...
Übergeben (Foto: nnz)Thomas Hoffmann (rechts) übergibt den Scheck an den Chef des Fördervereins, Reiner Holdefleiß. Das Bargeld wurde in einem Briefumschlag mitgebracht
Wie freute sich doch Bahnchef Dr. Rüdiger Grube, als er im Frühjahr die Zahlen für das Jahr 2011 verkünden konnte: 38 Milliarden Euro Umsatz, 2,3 Milliarden Euro Gewinn. Und bei diesen Zahlen hatte das Unternehmen gerade mal 842 Euro für das Nordhäuser Museum übrig. Und es kam noch schlimmer: Das Geld stammt eigentlich von den Besuchern des Rolandsfestes, deren Kinder mit der Minieisenbahn fuhren oder denen eine bunter Luftballon gekauft wurden. Dieses Geld wurde heute weitergegeben.
Und wenn kleine oder mittlere Unternehmen eine solche "ungerade" Summe von 842 Euro zusammensammeln, dann stocken die wenigstens noch auf. Der eine auf 900 Euro, ein anderer auf 1.000 Euro. Bei 2,3 Milliarden Euro Gewinn hätte das den Staatskonzern sicher nicht aus den Gleisen geworfen.
Die nnz wollte es genau wissen und fragte nach, warum sich das Unternehmen beim Bundesliga-Absteiger Hertha BSC weiterhin mit fast fünf Millionen Euro engagiert, hier aber nicht einmal einen Euro drauflegen kann? Die Antwort vom Geschäftsführer der DB Regio Thüringen AG, Thomas Hoffmann: Das eine sei Sponsoring, das anderen das Weiterreichen von Geld der Nordhäuser. Muss da noch was geschrieben werden? Ja: Grube sagte bei der Vorstellung der 2011er-Zahlen in Berlin: "Wir bringen Ökonomie, Soziales und Ökologie in Einklang
Und die nnz will zum Schluss noch auf einen zusätzlichen Deal verweisen: Jeder Museumsbesucher erhält Rabatt auf den Eintritt, wenn er eine tagesaktuelle Fahrkarte der DB vorlegen kann. Toll. Peter-Stefan Greiner
ich vertrete den standpunkt des artikelschreibers, die bahn zieht ihren kunden das geld nur so aus der tasche. das geld für das aufrunden der summe hätte man von den nicht gezahlten entschädigungen nehmen können.
wie oft hört man von den pannen bei der bahn, zum größten teil werden die fahrgäste im regen stehen gelassen. die DB hat sich noch nie mit ruhm bekleckert, oder.
Es handelt sich hier nicht um eine Spende, sondern um die Einnahmen einer Kinderminieisenbahn. Eine Aufrundung auf 1000 €uronen hätte dem Unternehemen mit Sicherheit nicht geschadet. Lächerlich ist das, mehr nicht! Kein Cent stammt von der Bahn selbst!
Was erwarten wir denn von einem Unternehmen der einen Verein wie Hertha BSC finanziert? Es gibt nur zwei Meister an der Spree - das sind Union und der BFC!
Wann wird denn endlich ein Spendenkonto für die NNZ eingerichtet, damit die Webcam an der Kreuzung Bahnhofstrasse Ecke Arnholdstrasse wieder in Betrieb geht? Seit April ist das Teil kaputt. Das kann ja wohl nicht war sein!