Di, 19:12 Uhr
10.07.2012
Entwarnung für den Norden
In Mittelthüringen ist das Trinkwasser mit Coli-Bakterien verseucht. Betroffen sind auch Teile Nordthüringens, eventuell bis nach Sondershausen...
Zuerst waren gestern bei Proben die Bakterien im Raum Erfurt entdeckt worden. Heute brachten Messungen auch im Raum Jena, Weimar, Sömmerda und Sondershausen schlechte Ergebnisse, wie Thüringer Medien berichten. Experten gehen nach nnz-Informationen davon aus, dass das Versorgungsnetz, das von der Ohra-Talsperre gespeist wird, von den Bakterien befallen ist. Inzwischen werden die Bakterien mit zusätzlichen Gaben von Chlor bekämpft. Ob das gelingt, wird sich wohl erst am Donnerstag zeigen.
Völlig unbedenklich können die Kunden des Nordhäuser Wasserverbandes den Leitungshahn aufdrehen. "Wir sind nicht mit der Fernwasserversorgung verbunden, sind so zusagen autark", sagt der Geschäftsführer des Wasserverbandes Nordhausen (WVN), Ulrich Schardt. Coli-Bakterien hätten ohnehin im Nordhäuser Wasser kaum eine Chance, denn die hochmoderne Ultrafiltrationsanlage im Nordhäuser Wasserwerk bildet auch für die Bakterien eine unüberwindliche Hürde. Darüber hinaus gibt der Verband jährlich rund 150.000 Euro für Proben und der Analytik aus.
Seinem Erkenntnisstand zufolge reicht die Fernwasserleitung bis nach Kirchengel im Kyffhäuserkreis, da wird das Wasser an die Verbände vor Ort "übergeben". Und schließlich wird in Richtung Norden möglicherweise Sondershausen als letzte Stadt versorgt.
Dank der Weitsicht der Nordhäuser vor mehr als 100 Jahren besteht für die Menschen im Landkreis Nordhausen keinerlei Gefahr. Schmunzelnd meint Schardt: "Wir sind die Guten!"
Autor: nnzZuerst waren gestern bei Proben die Bakterien im Raum Erfurt entdeckt worden. Heute brachten Messungen auch im Raum Jena, Weimar, Sömmerda und Sondershausen schlechte Ergebnisse, wie Thüringer Medien berichten. Experten gehen nach nnz-Informationen davon aus, dass das Versorgungsnetz, das von der Ohra-Talsperre gespeist wird, von den Bakterien befallen ist. Inzwischen werden die Bakterien mit zusätzlichen Gaben von Chlor bekämpft. Ob das gelingt, wird sich wohl erst am Donnerstag zeigen.
Völlig unbedenklich können die Kunden des Nordhäuser Wasserverbandes den Leitungshahn aufdrehen. "Wir sind nicht mit der Fernwasserversorgung verbunden, sind so zusagen autark", sagt der Geschäftsführer des Wasserverbandes Nordhausen (WVN), Ulrich Schardt. Coli-Bakterien hätten ohnehin im Nordhäuser Wasser kaum eine Chance, denn die hochmoderne Ultrafiltrationsanlage im Nordhäuser Wasserwerk bildet auch für die Bakterien eine unüberwindliche Hürde. Darüber hinaus gibt der Verband jährlich rund 150.000 Euro für Proben und der Analytik aus.
Seinem Erkenntnisstand zufolge reicht die Fernwasserleitung bis nach Kirchengel im Kyffhäuserkreis, da wird das Wasser an die Verbände vor Ort "übergeben". Und schließlich wird in Richtung Norden möglicherweise Sondershausen als letzte Stadt versorgt.
Dank der Weitsicht der Nordhäuser vor mehr als 100 Jahren besteht für die Menschen im Landkreis Nordhausen keinerlei Gefahr. Schmunzelnd meint Schardt: "Wir sind die Guten!"

